Archiv der Kategorie: Projekt

Sonnenspaziergang

Wenn es tagelang dichter Nebel hat, dann muss man manchmal die Nebeldecke durchbrechen und dem grauen Alltag entschwinden. Den Säntis, unser Hausberg, sahen wir von Zuhause aus schon lange nicht mehr. Darum machten wir letzte Woche einen Ausflug an die Sonne.

Der Tannenberg liegt meist zuverlässig über dem Nebelmeer. Hier lag auch noch der letzte Rest Novemberschnee am Waldrand im Schatten. Wir konnten aber unser Spazierweg im herrlichen Sonnenschein machen.

Als wir den Schatten erreichten, lagen schöne Eissterne vor unseren Füssen und es knisterte beim Laufen. Aus der Nähe betrachtet waren wir nicht mehr sicher, ob es Schnee oder nicht eher Raureif ist.

Mit der Sonne im Gesicht konnten wir genügend Sonnen tanken, um die trüben Tage bei uns am See auszuhalten.

Manchmal muss man die Gelegenheit einfach beim Schopf packen und eine Runde in der Wintersonne laufen.

DND, Herbstglück, Freutag, Meine Ecke der Welt. Fieday Bliss

Sternanis und Zimtduft

Ich machte nicht nur Adventsgestecke für meine Töchter, sondern auch ein Gesteck für uns. Der Weihnachtswichtel mit seiner roten Mütze lächelt ansteckend.

Das frisch geschnittenen Grünzeugs, zusammen mit Zimt und Sternanis von der Deko verströmen ein adventliches Aroma, so wie ich es am liebsten mag.

Am Abend, wenn die vielen Lichter unseren Wintergarten in einen Märchengarten verwandeln, lasse ich gerne den Tag ausklingen und geniesse die Ruhe und Stille.

Am Tag, wenn die Sonne den Wichtel blendet, ist die Stimmung eine ganz andere. Mit so wenig kann bei mir so grosse Freude einkehren.

Rot, Creadienstag, DvD, Sterne , Gartenwonne, Freutag, Friday Bliss

Meine kleine Konditorei

In einer kleinen Konditorei, da sassen wir zwei bei Kuchen und Tee. Kennt ihr das alte Lied von Vico Torriani? Das lief in meinem Kopf als ich die Fotos von unserer Weihnachtsbäckerei machte. Und während ich den Text schreibe, läuft es bei mir im Hintergrund. Im Lied sassen die zwei und genossen die Köstlichkeiten. Im Gegensatz dazu standen ich und meine Tochter in der Küche und wir machten achtzehn Sorten feinste Weihnachtsguetzli.

Wer genau zählt merkt, dass nicht von allen eines auf dem Teller liegt.

Wir zwei sind ein eingespieltes Team und ergänzen uns gut beim alljährlichen Guetzlibacken. Ich hatte dieses Jahr schon etwas vorgebacken, aber die Feinarbeiten wie das Füllen und Verzieren überlasse ich gerne der Tochter.

Jetzt kann man auch bei uns sich gemütlich im adventlich geschmückten Wintergarten hinsetzten und die Atmosphäre und unsere Köstlichkeiten geniessen. Auf der Etagere liegen nun alle Sorten. Das ist wichtig, damit wir nächstes Jahr wissen, welche wir wieder backen möchten.

Samstagsplausch, Wochenglück, Sonntagsfreude, Weihnachplätzchen, Sterne

Dresdner Handbrot

Für zwei kulinarische Köstlichkeiten besuche ich den Konstanzer Weihnachtsmarkt gerne. Gross verkündet das Schild über dem Stand, wo man das köstliche Dresdner Handbrot kaufen kann.

Das Dresdner Handbrot bekommen wir sonst nicht und wir freuten uns, als wir das nette Backhäusle an seinem Ort fanden.

Das Brot ist gefüllt entweder mit Käse und Champignons oder mit Käse und Schinken. Darauf gibt es einen Klacks Crème Fraîche. Lauwarm schmeckt es am besten und ich habe mir ein Stück mit meiner Tochter geteilt.

Die Möwen versammelten sich zahlreich hinter dem Stand und warteten auf die Krümel.

Es war kalt an diesem Nachmittag und die Bise wehte uns um die Ohren. Es hatte noch nicht viele Leute am Markt und wir konnten gut an den verschiedenen Marktständen vorbei flanieren. Eigentlich trifft man jedes Jahr die gleichen Anbieter am selben Ort. Leider stand aber genau der Marktstand mit der zweiten Köstlichkeit, den Dünnele, nicht mehr da, wo er Jahrelang war. Schade, wollten wir uns doch auch eine Dünnele teilen und haben uns darauf gefreut. Trotzdem war es schön und gemütlich über den Markt zu schlendern.

Ich wurde mehrfach gefragt, was denn eine «Dünnele» sei. Es ist ein Holzofenbrot, ähnlich wie Flammkuchen, nur herzhafter belegt mit Zwiebeln und Speck und im Holzofen gebacken. Am liebsten aber esse ich die Dünnele belegt mit Gemüse.

Andrea sucht Sterne und für sie habe ich extra den Sternenwald fotografiert. Er leuchtet ja fast vor ihrer Haustüre.

Schilder, DND, Freutag, Gartenwonne

Mein November

Am Monatsanfang war der Himmel noch hell und voller weissen Wolken. Die Bäume verfärbten sich am See und im Wald goldgelb, herrlich um zu spazieren und Energie zu tanken. Die Tage sind nun merklich kürzer und kühler, genau das richtige Wetter um schöne Ausstellungen zu besuchen oder wieder einmal etwas zu backen. Das Abendrot sieht aus als ob im Himmel schon fleissig gebacken wird. Bei diesem Wetter bin ich fleissig drinnen am Nähen, aber ich verrate noch nicht wofür. Nur so viel – aus wertvollem Leinen von meinen Vorfahren entsteht neues. Und es wird Zeit für die ersten Adventsinspirationen. Im Garten blühen immer noch verschiedene Rosen. Salate und Gemüse gibt es auch noch zum Ernten. Am See ist es bei typischem Novemberwetter besonders ruhig, aber nicht weniger schön.

Für meinen 12tel-Blick suchte ich passend das mehrheitlich graue Novemberwetter am See aus. Weil das Foto nicht spannend ist, wenn man gar nicht feststellen kann, wo das Wasser aufhört und der Himmel anfängt, war mir die Fähre ein hilfreiches Sujet. Und ja, es gab kalte Finger beim Fotografieren, aber ich glaube, es hat sich gelohnt.

DND, Monatscollage, 12tel Blick, Herbstglück, Novembergrau

Fensterbrett

Für meine Adventsgestecke schnitt ich im Garten fleissig Grünzeug. Im Wald fällten die Förster gerade Tannen und ich durfte ein paar Äste mitnehmen. So kam einiges zusammen.

Von all den gesammelten Sorten schnitt ich die Zweige zurecht und legte sie bereit für meine Gestecke. Schon meine Vorbereitungen nahmen einige Zeit in Anspruch und das Harz klebte an den Fingern.

Es war nicht einfach, das fertige Fensterbrett zu fotografieren. Die Lichterkette ist über die ganze Länge verteilt und wird im Advent sicher ein schönes Ambiente zaubern.

Die Dekoration muss wetterfest sein, weil das Brett im Freien auf dem Fenstersims steht. Die roten Äpfelchen sind ein schöner Farbkontrast auf dem grünen Bett. Die besprühten Zapfen bewährten sich schon letztes Jahr.

Und über allem wacht der kleine Engel. Es ist aber weniger ein Weihnachtsengel, sondern mehr ein Schutzengel, der für alle sorgt, die im Haus ein- und ausgehen.

Für das Projekt DigitalArt habe ich noch zusätzlichen Weihnachtsschmuck dazu dekoriert.

Rot, DigitalArt, Creadienstag, DvD, Herbstglück, Friday Bliss

Bruno Manser «Die Stimme des Regenwaldes»

Ich war gespannt auf den neuen Schweizer Film «Die Stimme des Regenwaldes», über den Schweizer Umweltaktivist Bruno Manser.

Der Film erzählt die wahre Geschichte des Umweltaktivisten Bruno Manser, der mit den Ureinwohnern Borneos gegen die Abholzung des Dschungels kämpft. Auf der Suche nach einer Erfahrung jenseits der Oberflächlichkeit der modernen Zivilisation reist Bruno Manser 1984 in den Dschungel von Borneo -und findet seine Erfüllung beim nomadischen Stamm der Penan. Es ist eine Begegnung, die sein Leben für immer verändert. Manser setzt sich fortan für das von der Abholzung massiv bedrohte Volk ein. Sein Mut wie sein unermüdlicher Einsatz und Wille zur Veränderung machen Manser zu einem der berühmtesten und glaubwürdigsten Umweltaktivisten seiner Zeit – und kosten ihn schliesslich alles. Quelle

Für mich war der Film auch darum so spannend, da ich gerade kürzlich im malaiischen Dschungel war. Meine inneren Bilder vom Regenwald sind noch ganz frisch. Der weisse, aufsteigende Dunst über dem unberührten Dschungel schwebte über die grosse Leinwand genauso wie wir es in Malaysia erlebten.

In Malaysia sahen wir noch Quadratkilometer intakte Regenwälder, die heute an einigen Orten unter Naturschutz stehen. Wir erfuhren, dass es gefährlich ist, in den Dschungel zu gehen. Wo und wie Bruno Manser verschollen ist (mittlerweile glaubt niemand mehr, dass er noch lebt) konnte bis heute nicht geklärt werden.

Eine Szene im Film hat mich besonders berührt. Eine Penan Frau erklärt die Tränen des Himmels für Bäume und Sträucher, aber auch Flüsse und Seen, die so den Menschen und Tieren immer wieder Nahrung wachsen lassen. Darum sollten wir dankbar sein und sie als Freudentränen sehen.

Der Film regt zum Nachdenken an und unseren grünen Lungen kann man nicht genug Sorge tragen.

Samstagsplausch, Sonntagsfreude, Herbstglück, Novembergrau

Novemberlicht

Könnt ihr den Engel in den Wolken am Himmel erkennen? Ich habe ihn entdeckt als ich am See verweilte und das Licht, die kühle Luft und die schöne Stimmung ganz alleine geniessen konnte.

Die Sonne drückte ganz schwach durch den Novembernebel und zauberte einen weissen Spiegel auf das Wasser.

Jetzt erkennt man auch das blinkende Licht im Leuchtturm, das den Schiffen den Weg weist.

Der Wegrand wird fleissig gerodet, damit der Weg offen bleibt zu meinem Lieblingsplatz.

Wenn sich der Novembertag verabschiedet, sind nicht selten blutrote Himmelsbilder zu sehen. Ja, so schön kann November sein.

DND, Novembergrau, Friday Bliss, Freutag, Mein Winkel der Welt, Wanderkamera, Herbstglück, Novemberlicht.

Wappenschild MalAysia

Auf unserer Reise ist uns das Wappenschild Malaysias öfters begegnet. Ich wusste, dass der Tiger das Wappentier des Landes ist, aber erst nach der Erklärung eines Stadtführers in Kuala Lumpur bekamen die verschiedenen Abbildungen eine Bedeutung für mich. Ich fand es sehr spannend was man auf dem Schild alles ablesen kann. Die Ausführliche Erklärung würde nun zu lange werden, aber wen es interessiert kann hier nachlesen, was die einzelnen Felder bedeuten.

An allen Palästen und Regierungsgebäuden des Landes findet man das Wappenschild.

Auch am Kriegerdenkmal in Kuala Lumpur ist das Wappen eingraviert. Die Skulptur erinnert an die Gefallenen im Freiheitskampf Malaysias. Es ist die höchste freistehende Skulpturengruppe der Welt und wird jedes Jahr am 31. Juli mit Girlanden geschmückt.

Für DigitalArt habe ich Blumengirlande ans Denkmal gelegt und die Wappentiger zum Leben erweckt.

Vera sucht Schilder.

Franzbrötchen

Franzbrötchen versüssen einem unglaublich das Leben, wie ich diese Woche erlebte.

Aber etwas anderes half mir diese Woche auch. Meine Erkältung, die ich auf der Reise einfing, kurierte ich mit frischem Ingwer-Zitrone-Tee.

Für die Franzbrötchen machte ich einen Hefeteig. Ich hatte schon länger keinen Hefeteig mehr gemacht, darum freute ich mich als der Teig so schön aufging und luftig war.

Ich machte das Gebäck zum ersten Mal. Die Inspiration holte ich bei einem Blog. Leider weiss ich nicht mehr, welcher Blog mich dazu inspirierte.

Bei uns kennt man das Gebäck nicht. Als ich die Zutaten las, wusste ich aber, dass dieses Hefegebäck genau mein Geschmack ist.

Die kleinen Tricks wie man sie schneidet und formt schaute ich im Netz nach. Schon bald gingen sie im Ofen auf und verströmten einen angenehmen Duft im Haus.

Während die Franzbrötchen im Backofen waren, war auch mein Tee frisch aufgebrüht und linderte das Kratzen in meinem Hals.

Lauwarm schmecken sie am besten. Ich habe sicher nicht das letzte Mal welche gebacken, weil sie kamen nicht nur bei mir gut an.

Samstagsplausch, Wochenglück, Sonntagsfreuden,