Archiv der Kategorie: Reisen

Mein Mai 2026

Mein Mai war gefüllt mit vielen schönen Tagen. Die Höhepunkte waren ganz sicher unsere Enkelinnen, die abwechslungsweise bei uns in den Ferien waren.
Anfang Monat war die grosse Enkelin bei uns, und der Mai startete mit schönem, warmem Wetter. Mit ihr machten wir eine Wanderung zur Ruine Ramschwag und besuchten die Frösche im Hudelmoos. Auch im Garten war sie sehr gerne mit dem Grosspapi unterwegs. Die Blumen, die sie ausgesät hat, spriessen inzwischen schon richtig schön.
Aus dem Garten können wir fleissig ernten: Salat, Kohlrabi, Spinat, Schnittmangold und Kefen. Das ist jedes Jahr wieder eine grosse Freude.
Die kleine Enkelin hatte leider nicht so viel Glück mit dem Wetter, als sie zu uns in die Ferien kam. Mitte Monat war es kalt, fast wie im Winter, und ziemlich unfreundlich zum Draussensein. Trotzdem hatten wir eine schöne Zeit mit ihr und genossen das Vorlesen, Spielen und gemütliche Stunden drinnen.
Zu Hause bei den Mädels entstand in dieser Zeit ein traumhaftes Baumhaus, vom Papa selber gebaut. Was für ein schönes Kinderparadies!
Rund ums Haus blüht es wunderschön. Täglich öffnen sich neue Akeleien in ihren zarten Farben, und pünktlich zu Pfingsten zeigen auch die Pfingstrosen ihre prächtigen Blüten. Die Rosen blühen, so kommt es mir jedenfalls vor, jedes Jahr ein bisschen früher. Das wunderschöne Blumenherz habe ich zum Muttertag von unserer Tochter geschenkt bekommen. Nun lasse ich es trocknen, damit ich noch lange Freude daran habe.
Auch gearbeitet haben wir fleissig. Die Terrasse wurde gereinigt und frisch eingeölt. Unseren Teich mussten wir leeren, denn die Seerosen, die jedes Jahr so zuverlässig und schön geblüht haben, waren inzwischen unglaublich schwer geworden. Zwei Männer konnten sie nicht mehr aus dem Teich heben, deshalb mussten sie im Wasser zersägt werden.
Dass Seerosen stark wurzeln, wussten wir ja. Aber ein so grosses Wurzelwerk hat uns dann doch überrascht. Anschliessend wurde die Folie mit Hochdruck gereinigt, und wir hofften auf Regenwasser, um den Teich wieder zu füllen.
Doch statt dem erhofften Niederschlag kam der Sommer. Es wurde richtig heiss, sodass man gerne den Schatten suchte. Dabei gehört der Mai doch eigentlich noch zum Frühling!

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Sommerkleider bei Wintertemperaturen

Bei einstelligen Temperaturen nähte ich der grossen Enkelin Sommer-T-Shirts und kurze Hosen. Auch Leggings, die bis unter das Knie reichen, sind praktische Begleiter zu einem Kleid.
Natürlich musste auf den Shirts auch etwas drauf sein, denn ganz schlicht mag sie es nicht so gerne. Jetzt, Ende Monat, sind die genähten Sachen bei dem sommerlichen Wetter, das wir inzwischen haben, willkommene Anziehsachen.

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12tel Blick Mai 2026

Der Sommer ist da, auch wenn der Mai eigentlich noch zum Frühling gehört! Mein Foto für den 12tel Blick wurde an Pfingsten aufgenommen. Es war bereits so warm, dass viele Menschen den Schatten suchten.
Zum Glück spenden die grossen Bäume im Park wohltuende Kühle. Gerade an solchen Tagen merkt man wieder, wie wertvoll ihr Schatten ist. Das frische Grün ist inzwischen kräftig geworden, und der Blick wirkt schon fast sommerlich.

12tel Blicke

Frühlingswanderung zur Ruine Ramschwag

Dass unsere grosse Enkelin gerne wandert, habe ich schon einmal erwähnt. Als sie bei uns in den Ferien war, machten wir mit ihr eine Wanderung zur Ruine Ramschwag, die ganz in unserer Nähe liegt. Schon unterwegs war sie von der Blumenwiese ganz begeistert und pflückte einen wunderschönen Strauss für mich.

Die blühenden Obstbäume zeigten uns den Weg.

Wir wählten den Weg dem Fluss entlang und staunten, wie wenig Wasser es zurzeit hat. Zum „Schiefern“, also flache Steine über die Wasseroberfläche hüpfen zu lassen, war es aber gerade richtig. Es war ein guter Zeitvertreib und eine schöne Abwechslung beim Wandern.

Bei der grossen Trockenheit wachsen in den Bachbetten viele Pflanzen zwischen den Steinen. An manchen Stellen kommt man sogar trockenen Fusses ans andere Ufer.

Unsere Wanderung führte weiter den Hang hinauf auf die Anhöhe. Dort wurden wir mit einer herrlichen Aussicht über Wiesen und Wälder bis zum Bodensee belohnt.

Schon bald sahen wir unser Ziel: die Ruine Ramschwag, die hoch oben auf einem Hügel steht.

Die Wege sind gut markiert, aber im steilen Gelände ist Vorsicht geboten. Jeder ist selber für seine Sicherheit verantwortlich.

Bei der Burg angekommen, standen wir vor den schönen Steinmauern, die sorgfältig restauriert wurden.

Die Ruine wurde mit viel Sorgfalt wieder instandgestellt.

Auch zwei Grillstellen wurden hergerichtet, die richtig zum Verweilen und Grillieren einladen. Das haben wir natürlich gerne in Anspruch genommen.

Zuerst wollten wir aber die neue Spindeltreppe hinaufsteigen, um die Aussicht zu geniessen. Die 75 Stufen wurden alle gesponsert, und unsere Enkelin war sehr gespannt, ob sie den Namen vom Grosspapi finden würde. Und ja, natürlich haben wir seine Stufe gefunden. 👍🏼

Ob man die Treppe von unten oder von oben betrachtet, sie ist wirklich faszinierend und eine schöne Bereicherung für die Burg und ihre Besucher.

Auf dem Weg nach oben sieht man durch die Scharten bereits in die Weite.

Oben angekommen, hat man einen wunderschönen Blick in die Ferne.

Unten fliesst die Sitter, wo unsere Wanderung begonnen hatte.

Beim Blick hinunter zur Grillstelle stellten wir fest, dass wir an diesem Nachmittag die einzigen Besucher waren und das Feuer selber machen mussten.

Es dauerte nicht lange, und die Enkelin und Grosspapi hatten ein schönes Feuer gemacht. Schon konnten wir unseren mitgebrachten Proviant auf den Grill legen.

Nach dem Essen warfen wir noch einen letzten Blick in die Höhe. Der Enkelin war es ganz wichtig, dass wir das Feuer vor dem Verlassen der Burg richtig auslöschen. Dafür nahm sie sogar ihre Trinkflasche. Schliesslich hatte sie das in der Waldspielgruppe gelernt.

Gestärkt und mit vielen schönen Eindrücken machten wir uns auf den Heimweg.

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Froschglück im Hudelmoos

Mit unserer Enkelin, die bei uns in den Ferien war, machten wir einen Ausflug ins Hudelmoos. Wir hofften, ihr dort einen Frosch zeigen zu können. Über den weichen Moosboden spazierten wir in Richtung Weiher.

Schon von Weitem hörten wir das Quaken, und unsere Enkelin freute sich darauf, die Frösche zu entdecken. Eine Weile standen wir am Ufer und hörten die Tiere nur. Doch plötzlich rief sie ganz aufgeregt: «Schau, Grosspapi, ich sehe einen!» Wir hofften, dass sie recht hatte – und tatsächlich blickten uns zwei Kulleraugen an. Ganz still sass der Frosch vor uns. Was für ein Glück und was für eine grosse Freude für unsere Enkelin!

Bald entdeckte sie noch einige weitere Frösche, obwohl sie im Wasser gut getarnt waren.

Ich freue mich immer wieder darüber, wie gepflegt die Wege im ganzen Naturschutzgebiet sind.

Die Ruhe wird durch das Quaken der Frösche und den Gesang der Vögel auf wunderbare Weise bereichert.

Entlang des Rundgangs gibt es immer wieder Infotafeln, auf denen man Interessantes über Flora und Fauna erfahren kann.

Auch Bänke sind genügend vorhanden. Sie laden dazu ein, einen Halt zu machen und die Natur in Ruhe zu geniessen.

Schön war auch, wie die Sonne uns wärmte und ihre Strahlen durch die Bäume schienen.

Das kleine Hüttchen mit den Infotafeln zur Orientierung ist gut platziert: Es steht an einer Weggabelung, an der viele Wege vorbeiführen, und ist so für zahlreiche Besucher gut zugänglich.

Ein idyllischer Anblick, sicher nicht nur für mich!

Das Hudelmoos zeigt sich immer wieder anders und bleibt faszinierend für ❤️ und Gemüt.

Über die schön angelegten Wege führte uns unser Spaziergang schliesslich wieder hinaus aus diesem besonderen Stück Natur.

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Mein April 2026 + 12tel Blick

An Ostern waren wir bei den Enkelinnen zum Brunch eingeladen und wurden mit einem einladenden Buffet verwöhnt. Das Wetter meinte es gut mit uns, und so konnte der Osterhase die Geschenke im Garten verstecken. Für die beiden Enkelinnen ist das jedes Jahr ein besonderes Highlight.
Der April war bei uns am See viel zu trocken. Oft wehte die Bise, die den Boden zusätzlich austrocknete, und die Nächte waren immer wieder sehr kalt. Trotzdem konnten wir bereits die ersten Fahrradausflüge unternehmen, sei es zu den Osterbrunnen oder einfach in die nähere Umgebung. Überall blühte es: auf den Blumenfeldern, in den Gärten und an den Obstbäumen. Das ist jedes Jahr wieder ein wunderschöner Anblick.
Schon seit Anfang Monat können wir Salat und Radieschen aus dem Garten ernten. Auch in der Küche ziehen nun wieder leichtere Gerichte ein. Eine Spezialität, die ich zurzeit öfter mache, ist Gemüse aus dem Airfryer: Süsskartoffeln, Karotten, Fenchel, Peperoni und rote Zwiebeln, gut gewürzt und mit einer Prise Honig verfeinert. Auch Randencarpaccio mit Birne und Ziegenkäse passt wunderbar in diese Jahreszeit.
Zum Kaffee musste ich den Kuchen nicht immer selber backen. Die sehr feine Himbeer-Quarktorte war von unserer Tochter und hat uns besonders gut geschmeckt.
Nach den Basaren ist vor den Basaren: Wir machen uns bereits wieder Gedanken und haben die ersten Versuche für neue Geschenkartikel gestartet. Dafür habe ich Schnurdrahtfiguren geformt und mit farbigem Papier ausgefüllt.
Die ersten Cappuccinos konnten wir auch schon draussen geniessen. In den letzten Tagen war unsere grosse Enkelin bei uns in den Ferien und verwöhnte uns mit ihren Kochkünsten. Sie machte eine feine Pizza, bereitete einen Rohkostteller zu und servierte uns auf der Terrasse einen herrlichen Fruchtsalat. Dafür hatte sie extra kleine Blümchen gepflückt, um den Tisch schön zu schmücken. Eine wunderbare Geste von einer Sechsjährigen – genau so, wie ich es am liebsten habe.
Mit dem Grosspapi war sie ausserdem wandern, mit anschliessendem Grillieren an der Feuerstelle. Solche gemeinsamen Erlebnisse machen diesen April besonders schön und bleiben in guter Erinnerung.

Die Bilder können zum Vergrössern angeklickt werden.

Genähtes

Die grosse Enkelin mag es am liebsten, wenn auf ihren T-Shirts etwas Besonderes zu sehen ist. Deshalb habe ich ihre Shirts mit Bügelbildern verschönert. Selbstverständlich durfte sie selber aussuchen, welche Motive ihr am besten gefallen. Für mich ist es schön zu sehen, wie gerne die Shirts nun getragen werden.
Die beiden Sommerkleidchen sind Upcycling-Projekte. Sie sind aus Sommerkleidern ihres Gottis entstanden und haben so ein zweites Leben bekommen.

12tel Blick

Meine Aufnahme entstand vor einer Woche bei schönstem Sonnenschein, aber mit starker Bise. Durch den kühlen Nordwind fühlten sich die Temperaturen gleich einige Grade kälter an. Die Blätter an den Bäumen sind inzwischen schon schön gewachsen. Besonders gut sieht man das am Schattenwurf.

Wenn ich mich um 180 Grad drehe, ist der Blick nicht weniger schön. Am meisten schätze ich an unserem Stadtpark den hohen Baumbestand. Hoffentlich darf er noch ganz lange so erhalten bleiben.

Da ich ja am Schwäbischen Meer wohne, habe ich auch ein Video gemacht. Darauf hört man das Rauschen des Wassers, fast wie am Meer.

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Trinkhalle / Büvetta

Wenn wir im Engadin Ferien machen, gehört ein Spaziergang am Inn für uns einfach dazu, ganz egal, ob Sommer oder Winter. Besonders gern sind wir auf dem Mineralquellenweg unterwegs.

Unterwegs kommt man an einem Gebäude vorbei, das heute fast ein wenig vergessen wirkt, und doch einmal ein echter Tourismusmagnet war. Bis in die 1970er-Jahre wurde das Mineralwasser hier kommerziell genutzt und sogar bis nach London, New York und Sydney verschickt. Später änderten sich die Rahmenbedingungen: strengere Hygienevorschriften, mehr Konkurrenz durch andere Quellen und Investitionen, die sich offenbar nicht mehr lohnten. Das „Scuoler Mineralwasser“ verlor an Bedeutung.

Heute reisen nur noch wenige Gäste nur wegen des Wassers ins Unterengadin. Vor rund 100 Jahren war das anders: Scuol, Tarasp und Vulpera zogen damals Tausende ins Hochtal. Schriftsteller, Industrielle und Adlige kamen für Trinkkuren und Bäder, kleine Beschwerden kurieren lassen, Luft wechseln, dem Alltag entfliehen.

Unten am Inn traf man sich in der Büvetta Tarasp, mit Ausgabestellen für Bonifacius-, Lucius- und Emerita-Wasser und einer langen Wandelhalle. Man kann sich richtig vorstellen, wie das damals war: Kurorchester spielten, es gab Nischen und Treffpunkte, dazu Postschalter und kleine Läden.
Heute steht das Gebäude sichtbar gezeichnet von der Zeit da. Um die Büvetta zu erhalten und wiederzubeleben, wurde 2012 der Verein Pro Büvetta Tarasp gegründet. Die Trinkhalle steht inzwischen unter Schutz (seit Frühling 2018 unter nationalem Schutz) und soll saniert werden, sobald die Finanzierung gesichert ist. Im Raum stehen 12 Millionen Franken Investitionskosten.

In der Trinkhalle sprudeln die beiden Mineralquellen Lucius und Emerita. Sie gelten als besonders mineralstoffreich, und die Lucius-Quelle wird sogar als sehr stark beschrieben. Aber ehrlich: Selbst wenn man sich nicht für Mineralwasser begeistert – schon das Gebäude allein ist ein Besuch wert.

Hoch oben auf 2484 Metern entspringt der Inn. Auf seinem Weg durch die Schweiz verändert er ständig seinen Charakter. Im Oberengadin breitet er sich durch Seen und offene Landschaft aus, im Unterengadin schneidet er sich tief in steile Schluchten.

Oberhalb dieser Schlucht sieht man teilweise noch die imposanten Bauten aus der Zeit der Hochblüte. Einige wurden restauriert und dienen heute wieder als Hotels. Spuren einer Epoche, die das Tal bis heute prägt.

Irgendwann führt der Weg wieder aus der Schlucht hinaus, Richtung Dorf. Der Blick öffnet sich auf die Engadiner Dolomiten.

Von weitem sieht man die Dorfkirche von Scuol, die auf einem Hügel hoch über dem Inn steht.

Ich nehme euch immer wieder gern auf diesen Spaziergang mit. Für uns ist der Mineralquellenweg im Sommer wie im Winter eine kleine Reise wert.

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Flurinaweg

Heute nehme ich euch mit auf den Flurinaweg in Scuol. Der Höhenweg führt auf rund 2’000 m ü. M. von der Bergstation Motta Naluns bis zur Bergstation Prui oberhalb von Ftan. Im Winter wie auch im Sommer ist er ein beliebter Weg im Unterengadin, und für uns schon fast Tradition: Hier haben wir bereits mehrfach unsere Skiferien mit den Enkelinnen verbracht. Diesmal wurden wir mit Traumwetter belohnt. Die klare Luft und die weite Sicht auf die Engadiner Bergwelt waren einfach grandios.

Der Themenweg rund um Flurina, eine Geschichte von Selina Chönz und Alois Carigiet, ist gut ausgeschildert. Entlang der Route laden zehn illustrierte Infotafeln zum Innehalten ein. Für Gross und Klein ist das eine abwechslungsreiche und kurzweilige Wanderung.

Es lohnt sich immer wieder, stehen zu bleiben, die Zeichnungen anzuschauen und den Blick in die Berge schweifen zu lassen.

Die Illustrationen stammen vom Bündner Maler Alois Carigiet, der auch das berühmte Kinderbuch „Schellen-Ursli“ bebildert hat.

Im Winter ist der Weg gut präpariert und eignet sich auch bestens zum Schlitteln, ein Highlight, das bei Kindern immer gut ankommt.

Besonders schön: Die Geschichte von Flurina und dem Waldvögelein animiert unterwegs zum aktiven Mitmachen und macht die Wanderung zu einem kleinen Erlebnis in authentischer Naturkulisse.

Am Ziel angekommen, gönnten wir uns im Bergrestaurant einen Kaffee und ein Stück selbstgemachten Kuchen.

Danach ging es mit der Gondelbahn hinunter nach Ftan, und das Postauto brachte uns wieder zurück nach Scuol.

Eine rundum erholsame Woche – und ein Weg, den wir bestimmt wieder einmal gehen.

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Mein Dezember 2025

Mein Dezember 2025 war so, wie ich ihn mir vorgenommen hatte: eher ruhig, aber mit schönen Abwechslungen. Nur die Sonne liess sich bei uns am See fast nie blicken.
Vieles konnte ich schon vor der Adventszeit erledigen. Die Adventsdeko war rechtzeitig fertig, und auch die Guetzli standen pünktlich bereit. Was ich euch unbedingt noch zeigen wollte, und Andrea fragt danach, ist das Adventsfenster bei den Enkelinnen. Es hat den ganzen Monat geleuchtet, und die grosse Enkelin hat begeistert mitgeschmückt.
Immer wieder konnte ich besinnliche Stimmungen einfangen und mich daran freuen, sei es bei einem Spaziergang am See oder unterwegs bei einem Ausflug. Mit meinem Mann war ich in Einsiedeln und bummelte über den Weihnachtsmarkt auf dem Klosterplatz, vor dieser imposanten Kulisse. Auch die Stimmung am Vierwaldstättersee haben wir sehr genossen. Von unserem stimmungsvollen Abend mit unseren Töchtern auf der Insel Mainau habe ich euch ja schon berichtet.
Einen ganz schönen Nachmittag verbrachten wir Geschwister zusammen bei uns, solche gemeinsamen Stunden sind einfach wertvoll. Ein Höhepunkt im Dezember ist für uns seit sechs Jahren der Geburtstag unserer grossen Enkelin. Sie bereichert unser Leben immer wieder aufs Neue. Für sie habe ich dieses Jahr ein neues Shirt genäht.
Entstanden sind auch viele Karten, die ich alle rechtzeitig verschickt habe, ich freue mich jedes Mal, wenn so kleine Grüsse auf die Reise gehen.
Heiligabend durften wir im Kreise der ganzen Familie bei den Enkelinnen feiern. Den Apéro gab es draussen im Garten, vor einem wärmenden Feuer, und dazu wurden heisse Marroni gebraten. Natürlich durften auch die Geschenke nicht fehlen. Wir sassen gemütlich beisammen und liessen uns verwöhnen von den Gastgebern, die wirklich keinen Aufwand und keine Mühe gescheut haben.
Auch unsere Christbäume – drinnen und draussen – drücken unsere Weihnachtsstimmung genau aus. Das war Frage zwei von Andrea. Es war ein rundum gelungener Abend, genau so, wie ich es am schönsten finde.
Die restlichen Feiertage verbrachten wir ruhig. Und wir freuen uns sehr, dass die Enkelinnen nun abwechselnd in den Ferien zu uns kommen.

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12tel Blick Dezember

Fast den ganzen Dezember war es bei uns am See und auch an meinem Standort beim Weiher – grau. Oft wurde es den ganzen Tag nicht richtig hell. Kein Lieblingswetter von mir! Darum sieht man auf dem Foto auch nicht besonders viel.
Viel lieber hätte ich euch ein Bild mit verschneiter Landschaft oder einem zugefrorenen Weiher gezeigt, so wie damals, als unsere Kinder noch klein waren und auf dem Eisfeld Schlittschuh laufen konnten.

Und hier noch die Collage vom Jahresverlauf, aufgenommen an meinem Standort am Weiher. Ich bin zufrieden damit, denn alle Aufnahmen sind freihändig entstanden.

Eva möchte ich herzlich Danke sagen, dass sie jeden Monat unsere 12tel Blicke gesammelt hat. 12tel Blicke

Allen meinen Leser*innen danke ich für eure Besuche bei mir und wünsche ein gutes Ankommen im 2026, machen wir uns das beste daraus.

Christmas Garden

Treffpunkt für unseren gemeinsamen Abend mit unseren Töchtern war der Parkplatz bei der Insel Mainau. Die Mainau kenne ich sonst als blühende Insel im Bodensee, doch in der Advents- und Weihnachtszeit verwandelt sich der Park in ein wahres Lichtermeer. Schon auf dem Weg über die Brücke leuchteten uns unzählige Farben entgegen und stimmten uns auf das ein, was uns erwartete.

Nicht nur über dem Eingang wurden wir festlich begrüsst: Auch auf den Boden wurden liebevoll Projektionen gezaubert, die uns gleich ein Lächeln ins Gesicht zauberten.

Der funkelnde Rundweg über die Mainau war an diesem Abend wunderschön erleuchtet. In diesem Winter führt der romantische Spaziergang über eine magische Route mit ganz neuen Lichterwelten. Besonders eindrücklich war die Baumallee: Sie erstrahlte in einem wechselnden Farbenspiel, dazu tanzten Schriftzüge an den Baumstämmen hoch, wie leise Botschaften im Dunkeln.

Etwas ruhiger fürs Auge, aber mindestens genauso stimmungsvoll, wurde es unter den leuchtenden Herzen.

Oben beim Schloss angekommen, strahlte uns ein ganzer Tannenwald entgegen, vor einer herrlichen Kulisse, die sofort dieses warme, adventliche Gefühl auslöst.

Es war ein Genuss, den weihnachtlichen Lichtertänzen zuzusehen, das Funkeln der Sterne zu beobachten und der atemberaubenden Musik zu lauschen, die diese Augenblicke so besonders und unvergesslich machten.

Weiter ging es auf dem Rundweg in die Märchenwelt. Wir liessen uns von den vielen glitzernden Illuminationen in eine einzigartige, zauberhaft leuchtende Weihnachtswunderwelt entführen.

Bei Hänsel und Gretel stieg sogar schon Rauch aus dem Ofen, als wäre die Geschichte gerade erst lebendig geworden.

Frau Holle hingegen war an diesem Abend leider etwas zurückhaltend: Schneeflocken schüttelte sie keine aus.

Dafür begegneten wir vielen weiteren vertrauten Märchenfiguren: Schneeweisschen und Rosarot,

die Meerjungfrau,

die Sterntaler,

und der Froschkönig.

Auf dem Rückweg erwartete uns entlang des Hangs ein imposantes Lichtermeer, das die ganze Landschaft in ein sanftes Glühen tauchte.

Und weil Geschenke in der Weihnachtszeit natürlich nicht fehlen dürfen, lagen auf einer Wiese farbig verpackte Päckchen verstreut, wie zufällig vom Christkind fallen gelassen.

Wer schon einmal auf der Blumeninsel zu Besuch war, kennt bestimmt den Pfau aus Blumen. Auch er durfte nicht fehlen, dieses Mal festlich und farbig beleuchtet, als funkelnder Gruss aus der Mainau-Welt.

Wir waren begeistert, was mit Licht und Farbe möglich ist. Die Ausstellung ist unglaublich aufwendig gestaltet, und es ist ein Genuss, in der Dunkelheit über die Mainau zu spazieren – zur Ruhe zu kommen, durchzuatmen und sich verzaubern zu lassen. Andrea fragt uns, wo wir uns entspannt haben.

Für mich war es genau so, wie ich es am liebsten habe. Ein herzliches Dankeschön an unsere beiden Töchter, es war ein wunderschönes Geschenk und ein rundum gelungener Abend.

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Goldener Herbstausflug

Es ist immer wieder schön, bei gutem Wetter mit dem Velo durchs Umland zu fahren. Besonders im Herbst, wenn die Natur ihre ganze Farbenvielfalt zeigt. Durch den tieferen Sonnenstand wirkt alles noch stimmungsvoller, und am Wasser verdoppelt sich die Umgebung in den Spiegelungen.

Ob es sich bei dem Boot tatsächlich um ein Fischerboot handelt? Aber der idyllische Anblick war Grund genug, eine kleine Pause einzulegen.

Schaut man ganz genau hin, erkennt man, wie ein Ast ins Wasser taucht, fast unscheinbar, aber wunderschön.

Weiter ging es über eine Waldstrasse.

Dort haben wir die Velos abgestellt und sind zu Fuss weiter, dem heutigen Ziel entgegen.

Da es in den Tagen zuvor viel geregnet hatte, war auch das Laub noch feucht. Der Weg führte steil bergauf, und man musste gut aufpassen, nicht auszurutschen, aber der bunte Blätterteppich entschädigte für alles.

Oben angekommen, war der Anstieg schnell vergessen: Wir hatten die Ruine Ramschwag erreicht. Auf meinem Blog gibt es schon einige Beiträge zu diesem schönen Aussichtspunkt – und doch ist jeder Besuch anders.

Wie immer haben wir die Treppenstufe der Spindeltreppe gesucht, in die der Name meines Mannes eingraviert ist, und natürlich auch gefunden. Andreas erste Frage nach dem schönsten Grau widme ich heute der alten Burgmauer. (Das „Nebelgrau“ überlasse ich anderen.)

Wir hatten die Ruine ganz für uns allein. Schnell waren wir uns einig: Die nächste Wanderung mit unserer grossen Enkelin wird uns wieder hierher führen. Die liebevoll angelegten Feuerstellen laden auch zu einem gemütlichen Grill halt ein.

Mitten in der Woche an einem so schönen Ort zu sein und die goldene Herbststimmung aufzusaugen – das hebt einfach die Laune. Damit wäre auch Andreas zweite Frage beantwortet.

Der Blick in die Tiefe auf das gelb gefärbte Laub verändert sich in jeder Jahreszeit – und doch bleibt er immer wieder faszinierend.

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Mein Oktober 2025

Mein Oktober hatte zwei Jahreszeiten: Mit der Tochter und den Enkelinnen waren wir am Meer und genossen Sonne, Strand und Wellen. Kaum zu Hause angekommen, mussten wir schon die Heizung aufdrehen und die wärmeren Kleider hervorholen.
Trotzdem versorgt uns der Garten noch immer mit frischem Gemüse und Salat, und auch Blumen kann ich noch genügend schneiden. Die jungen Rinder, die gleich neben dem Garten weiden, kommen immer ganz neugierig näher, wenn wir dort arbeiten.
Die Natur zeigt sich nun im Herbstkleid, an den wenigen Sonnentagen leuchten die Blätter golden, und beim Laufen raschelt es herrlich unter den Schuhen. An manchen Abenden verfärbt sich der Himmel rot, oder die Kondensstreifen zeichnen sich wie ein Labyrinth darüber.
Die grosse Enkelin hat die Zutaten für die Apfelquarkballen ganz allein abgewogen, vermischt und aufs Blech gelegt. Ganz stolz servierte sie uns ihr Werk zum Kaffee.
Die Kunstausstellung besuchte ich mit zwei Freundinnen, und wir liessen uns inspirieren, was aktuell auf dem Markt gefragt ist. Die Hochstammbäume – vielleicht erinnert sich noch jemand an meinen 12tel-Blick vom letzten Jahr – haben sich auch heuer wieder wunderschön rot verfärbt. Ich verlinke sie gerne bei Astrid.
Andrea fragt nach dem Lieblingsbild im Oktober – meines ist der Blick über das Meer in die Weite. Die zweite Frage, der Start in den November, beginne ich mit viel Optimismus mit einem prall gefüllten Terminkalender, der aber privat ist.

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Nähen und Stricken für die kälteren Tage

Für die kälteren Tage habe ich für die grosse Enkelin Shirts mit langen Ärmeln genäht – natürlich musste auf jedem etwas drauf sein. Und weil der erste Dinopullover so beliebt ist, wünschte sie sich einen zweiten.
Ich weiss nicht mehr genau, wann ich den Pullover mit dem Verlaufsgarn angefangen habe. Da ich ihn von oben gestrickt habe, war es kein Problem, einfach noch ein paar Runden weiterzustricken, bis er gepasst hat. Also: Nähen geht eindeutig besser!
Zurzeit bin ich auch fleissig am Täschchen nähen und sie werden immer schöner. Hoffentlich finden sich auch Abnehmer dafür, denn ich nähe sie für einen guten Zweck.

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12tel Blick Oktober

Ich hatte gehofft, euch den goldenen Oktober am Weiher zeigen zu können. Doch an den sonnigen Tagen, wenn ich dort vorbeikam, zeigte sich die Herbstverfärbung immer nur ausserhalb meines Blickwinkels. Ich hätte meinen Standort wohl besser etwas weiter nach Westen verlegen sollen!

Am oberen Weiher dagegen sieht man die Farben des Herbstes schon deutlich.

Der Laubteppich staut sich vor dem Wehr, und die Karpfen sind darunter kaum mehr zu erkennen.

Doch auf dem Weg zum Weiher zeigt sich der goldene Oktober von seiner schönsten Seite – besonders, wenn die Sonne durch die Blätter scheint.

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