Archiv der Kategorie: Kultur

Mein Juni 2026

Der Juni 2026 wird wohl als Rekordmonat in Sachen Hitze in Erinnerung bleiben. Begonnen hat er mit den ersten Sommertagen, doch dann änderte das Wetter und die Schafskälte machte ihrem Namen alle Ehre. Geregnet hat es bei uns allerdings kaum, und der Pegelstand des Sees ist entsprechend tief.
Die grosse Enkelin durfte wieder mit der Feuerwehr-Drehleiter unsere Stadt aus der Vogelperspektive betrachten. Auf dieses Erlebnis freut sie sich jedes Jahr aufs Neue.
Für unser gemeinsames Wochenende mit unseren beiden Töchtern hatten wir ebenfalls Wetterglück. Wir genossen die Tage im Berner Oberland und konnten viele schöne Eindrücke mit nach Hause nehmen.
Im Garten wächst inzwischen alles üppig. Wir dürfen bereits Gemüse und Blumen ernten und freuen uns jeden Tag über die bunte Pracht. Auch unser Teich wurde gereinigt und frisch aufgefüllt – da wäre etwas Regen durchaus willkommen gewesen.
Seit Mitte Monat herrschen sommerliche Temperaturen, und jede Abkühlung ist willkommen. Ich kann mich nicht erinnern, dass der See schon so früh im Jahr eine so angenehme Badetemperatur hatte.

Genähtes

Der Sommer kam schneller als erwartet, und leichte Röckli wurden für die grosse Enkelin dringend benötigt. Aus einem Stoffpaneel, das schon lange in meinem Nähzimmer auf seinen Einsatz wartete, entstand ein luftiges Strandkleid. Schliesslich rücken die Ferien am Meer immer näher.
Das schlichte hellblaue Shirt brauchte sie für das Konzert der Singvögel, bei dem sie mit grosser Begeisterung mitsingt. Für uns Zuhörer war das natürlich ein besonderes Highlight, und ich war unglaublich stolz auf unsere Enkelin.
Die Röckli in der dritten Reihe sind für die kleine Enkelin entstanden. So muss sie nicht immer nur die Kleidung ihrer grossen Schwester nachtragen, sondern bekommt auch etwas ganz Eigenes.

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Thun – Stadtspaziergang zwischen Geschichte, Wasser und Schlossblick

Wie im vorigen Beitrag schon geschrieben, gönnten wir uns eine Auszeit im Berner Oberland, hoch über dem Thunersee.

Von diesem malerischen Dorf aus machten wir einen Abstecher und fuhren nach Thun.

Dort nahmen wir an einer Stadtführung teil und erfuhren viel Wissenswertes über die Stadt und ihre Geschichte. Schon beim Ankommen spürten wir, dass Thun ein besonderes Flair ausstrahlt. Ein Ort, an dem man gerne flaniert und bummelt. In den fast durchgehend autofreien Gassen war überall einladend herausgestuhlt.

Unsere Tour begann bei der oberen Schleuse, der Scherzligschleuse. Noch heute kann dort der Pegelstand des Thunersees reguliert werden. Gebaut wurde sie, um das Wasser in den ehemaligen Stadtgraben zu leiten und Überschwemmungen zu verhindern. Dabei entstand auch eine Insel, die von der inneren und äusseren Aare umflossen wird.

Im Innern der Brücke kann man die Schleusen zum Öffnen und Schliessen gut besichtigen.

Das einstige Luxushotel Thunerhof versetzt einen zurück in die Belle Époque. 1875 wurde das imposante Grandhotel erbaut. Es war zu dieser Zeit das grösste und luxuriöseste Hotel des Berner Oberlandes. Der Hotelbetrieb wurde 1934 endgültig eingestellt. Heute ist es einer der Standorte der Stadtverwaltung Thun. Auch das Kunstmuseum befindet sich in diesem historischen Gebäude.

Weiter ging der Blick zum Mühleplatz, wo heute nichts mehr an die florierenden Zeiten des Gewerbes erinnert. Bis in die 1970er-Jahre wurde auf dem Mühleplatz Korn zu Mehl verarbeitet. In den 80er-Jahren übernahm die Stadt das Terrain an der Aare. Anschliessend wurden die alten Mühlegebäude zum Abbruch freigegeben und der Platz neu gestaltet. Heute ist der Mühleplatz direkt am Wasser das Herzstück der pulsierenden Thuner Gastro- und Ausgehszene.

Begeistert hat uns, wie nahe am Wasser ein Beizlein neben dem anderen aufgereiht war.

Dann standen wir vor dem Marktplatz mit dem imposanten Blick hinauf zum Schloss. Ich konnte mir nicht all die Zahlen und Episoden rund um das Schloss merken. Wer mehr wissen will, schaut hier nach.

Wenn man genau hinschaut, sieht man, dass der obere Teil einmal neu gebaut wurde.

Etwas Besonderes ist die Obere Hauptgasse mit ihren prägnanten Hochtrottoirs, den vorstehenden Dächern und den bunten Häuserfassaden. Die Gasse erhält ihren besonderen Charakter durch ein ungewöhnliches Strassenprofil. Beidseitig hervorspringende untere Geschosse und darüberliegende Trottoirs bilden eine zweigeschossige Ladenzeile. Via Obere Hauptgasse gelangt man übrigens mit einem Lift bequem auf den Schlossberg.

Und hier ein Blick auf die hintere Häuserfront der Oberen Hauptgasse.

Bereits im Mittelalter stand auf dem Schlossberg neben der Burganlage die markante Stadtkirche. Es ist die reformierte Kirche der Stadt Thun. Der achteckige Turm und das grosszügige barocke Schiff prägen das historische Bauwerk.

Vom südlichen Turm in der Kirchhofmauer aus geniesst man einen besonders spektakulären Blick auf das Aarebecken, den Thunersee und die Berner Oberländer Alpen.

Das Laufen über die Schottergassen merkten wir langsam in den Beinen.

Da tat ein Schluck kaltes Wasser aus dem schönen alten Brunnen sehr gut.

Über die gedeckte Holzbrücke stiegen wir wieder hinunter in die Altstadt. Kurz mussten wir überlegen, wie viele Holzbrücken es in Thun eigentlich gibt!

Bei der Unteren Schleuse, der Mühleschleusenbrücke, gibt es auch für Abenteuerlustige viel zu erleben. Eine der beliebtesten Aktivitäten hier ist das Wellensurfen bei den Schleusen. Ein einzigartiges Erlebnis, das Adrenalin mit eindrücklicher Naturschönheit verbindet.

Diesem spektakulären Treiben sahen wir eine Weile zu und bestaunten die Surfer. Die Schleusen sind seit 1818 in Betrieb und wurden ursprünglich gebaut, um den Transport auf dieser Wasserstrasse, die den Thunersee mit Bern verbindet, zu erleichtern.

Nach dieser sehr informativen Stadtführung setzten wir uns in ein Café, natürlich direkt am Wasser, und liessen die vielen Eindrücke auf uns wirken.

Thun ist auf jeden Fall eine Reise wert. Für uns war es genau so, wie wir es am liebsten haben.

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Kurzurlaub ins Berner Oberland

Schon lange war ich nicht mehr im Berner Oberland, eine Region der Schweiz, die ich bisher kaum kannte. Umso mehr freuten sich mein Mann und ich, gemeinsam mit unseren zwei Töchtern, auf eine kleine Auszeit vom Alltag. Unsere Wahl fiel auf ein wunderschönes Wellnesshotel hoch über dem Thunersee.

Ankommen, entspannen und geniessen – das war unser Motto.

Der Wellness- und Spa-Bereich liess keine Wünsche offen und bot die perfekte Möglichkeit, zur Ruhe zu kommen.

Besonders beeindruckend war jedoch der Blick von der Terrasse: Über den Thunersee hinweg bis zu den Berner Alpen, einfach gigantisch! Zum Glück spielte auch das Wetter mit. Zwar nicht wolkenlos, aber trocken.

Direkt gegenüber unseres Hotels ragte der Niesen in die Höhe, einer der markantesten Hausberge der Region.

Ein besonderes Highlight war ein Ausflug, der direkt neben dem Hotel begann: die Überquerung der 340 Meter langen Hängebrücke über die Gumischlucht. Mit einem Blick in die 182 Meter tiefe Schlucht ist dieses Erlebnis nichts für schwache Nerven.

Die Panorama-Hängebrücke zwischen Sigriswil und Aeschlen bietet eine spektakuläre Aussicht auf die berühmten Gipfel Eiger, Mönch und Jungfrau sowie auf den glitzernden Thunersee. Wer wagt, einen Blick nach unten zu werfen, entdeckt tief unter sich den Grund der Gumischlucht, ein atemberaubender Moment.

Getragen wird die Brücke von vier 27 Meter hohen, leicht zur Mitte geneigten Pylonen, ein eindrucksvolles Bauwerk inmitten der alpinen Landschaft.

Wir entschieden uns für den Weg durch die Gumischlucht

Und wurden mit einer ganz besonderen Perspektive belohnt: dem faszinierenden Blick von unten hinauf zur Brücke, eingerahmt vom Himmel.

Auf dem nächsten Bild das idyllische Dorf Aeschlen, das durch die Hängebrücke mit Sigriswil verbunden ist.

Auch der Blick über den Thunersee, kombiniert mit einem dramatischen Himmel, blieb uns unvergesslich.

Ein ganz besonderer Anlass machte den Aufenthalt zusätzlich einzigartig: Wir hatten ein Geburtstagskind dabei, das natürlich gebührend gefeiert wurde.

Kulinarisch wurden wir ebenfalls rundum verwöhnt, mit einem abwechslungsreichen und genussvollen Angebot, das keine Wünsche offenliess.

Viel zu schnell ging unser verlängertes Wochenende zu Ende. Doch wir waren uns alle einig: Diese Auszeit war ein voller Erfolg – genau so, wie ich es am liebsten habe.

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Frühlingswanderung zur Ruine Ramschwag

Dass unsere grosse Enkelin gerne wandert, habe ich schon einmal erwähnt. Als sie bei uns in den Ferien war, machten wir mit ihr eine Wanderung zur Ruine Ramschwag, die ganz in unserer Nähe liegt. Schon unterwegs war sie von der Blumenwiese ganz begeistert und pflückte einen wunderschönen Strauss für mich.

Die blühenden Obstbäume zeigten uns den Weg.

Wir wählten den Weg dem Fluss entlang und staunten, wie wenig Wasser es zurzeit hat. Zum „Schiefern“, also flache Steine über die Wasseroberfläche hüpfen zu lassen, war es aber gerade richtig. Es war ein guter Zeitvertreib und eine schöne Abwechslung beim Wandern.

Bei der grossen Trockenheit wachsen in den Bachbetten viele Pflanzen zwischen den Steinen. An manchen Stellen kommt man sogar trockenen Fusses ans andere Ufer.

Unsere Wanderung führte weiter den Hang hinauf auf die Anhöhe. Dort wurden wir mit einer herrlichen Aussicht über Wiesen und Wälder bis zum Bodensee belohnt.

Schon bald sahen wir unser Ziel: die Ruine Ramschwag, die hoch oben auf einem Hügel steht.

Die Wege sind gut markiert, aber im steilen Gelände ist Vorsicht geboten. Jeder ist selber für seine Sicherheit verantwortlich.

Bei der Burg angekommen, standen wir vor den schönen Steinmauern, die sorgfältig restauriert wurden.

Die Ruine wurde mit viel Sorgfalt wieder instandgestellt.

Auch zwei Grillstellen wurden hergerichtet, die richtig zum Verweilen und Grillieren einladen. Das haben wir natürlich gerne in Anspruch genommen.

Zuerst wollten wir aber die neue Spindeltreppe hinaufsteigen, um die Aussicht zu geniessen. Die 75 Stufen wurden alle gesponsert, und unsere Enkelin war sehr gespannt, ob sie den Namen vom Grosspapi finden würde. Und ja, natürlich haben wir seine Stufe gefunden. 👍🏼

Ob man die Treppe von unten oder von oben betrachtet, sie ist wirklich faszinierend und eine schöne Bereicherung für die Burg und ihre Besucher.

Auf dem Weg nach oben sieht man durch die Scharten bereits in die Weite.

Oben angekommen, hat man einen wunderschönen Blick in die Ferne.

Unten fliesst die Sitter, wo unsere Wanderung begonnen hatte.

Beim Blick hinunter zur Grillstelle stellten wir fest, dass wir an diesem Nachmittag die einzigen Besucher waren und das Feuer selber machen mussten.

Es dauerte nicht lange, und die Enkelin und Grosspapi hatten ein schönes Feuer gemacht. Schon konnten wir unseren mitgebrachten Proviant auf den Grill legen.

Nach dem Essen warfen wir noch einen letzten Blick in die Höhe. Der Enkelin war es ganz wichtig, dass wir das Feuer vor dem Verlassen der Burg richtig auslöschen. Dafür nahm sie sogar ihre Trinkflasche. Schliesslich hatte sie das in der Waldspielgruppe gelernt.

Gestärkt und mit vielen schönen Eindrücken machten wir uns auf den Heimweg.

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Spaziergang zu den Osterbrunnen.

Mein Spaziergang in diesem Monat führt euch durch das charmante Städtchen Bischofszell, das ich besucht habe, als dort gleich 25 Osterbrunnen liebevoll dekoriert waren.
Gestartet sind wir auf dem Grubplatz, der mitten im Ort liegt. Die Osterhasen auf dem Grubplatzbrunnen geniessen von hier aus einen direkten Blick auf den Bogenturm, das Wahrzeichen von Bischofszell.

Der Bogenturm war einst das östliche Aussenwerk der Stadt und wurde nach der Befestigung der Vorstadt im Jahr 1437 errichtet.

Links und rechts des Turms zieht sich die Stadtmauer entlang, an die die Häuser dicht aneinander gebaut sind

Noch blühen keine echten Rosen in der Rosenstadt. Doch fleissige Strickerinnen haben unzählige Rosen gestrickt und an der Rosenranke befestigt. Ein farbenfroher Vorgeschmack auf den Frühling.

Neben dem Bogenturm spaziere ich in den Museumsgarten, wo ein Brunnen anlässlich des Jubiläums der örtlichen Steelband festlich geschmückt wurde.

Im Barockgarten steht auch die „Schniederbudig“, die heute als Eventlokal genutzt wird.

In der Marktgasse finden sich mehrere eindrückliche Patrizierhäuser, darunter auch das Ortsmuseum. Von dort geht meine Brunnentour weiter die Tuchgasse hinunter.

Ein kleiner Abstecher führt mich ins Zitronengässchen, ist das nicht ein herziger Name, der perfekt zu diesem verwinkelten Ort passt?

Hier entdeckt man unter anderem wunderschöne, kunstvolle Fensterladenhalter.

Ganz dem Namen entsprechend ist der Brunnen mediterran geschmückt. Von hier aus hat man einen besonders schönen Blick auf die Rückseite des Rathauses. In der Schottengasse empfiehlt es sich allerdings, die High Heels besser zu Hause zu lassen, das Kopfsteinpflaster verlangt nach bequemem Schuhwerk.

Am Ende der Tuchgasse eröffnet sich vom dortigen Brunnen aus ein wunderbarer Blick auf die St.-Pelagius-Kirche.

In der Schottengasse spaziert man dann von der anderen Seite an der Kirche vorbei, mit Sicht auf die Michaelskapelle und die liebevoll aneinandergereihten Häuser im Hof.

Ein kleines Paradies für Kinder und eine echte Augenweide, die individuell gestalteten Häuser mit ihren kleinen Vorgärten laden zum Staunen ein.

Vom Hirschenplatz aus hat man schliesslich eine besonders schöne Sicht auf die St.-Pelagius-Kirche mit der Michaelskapelle, wenn man vor dem festlich dekorierten Brunnen steht. Einziger Wermutstropfen: die vielen Autos, die sich durch die Altstadt schlängeln oder dort parkiert sind.

Es gäbe noch viele weitere Plätze und versteckte Winkel in der Rosenstadt, die bereits mit dem Wakkerpreis ausgezeichnet wurde, zu entdecken. Hier und hier habe ich euch bereits einen kleinen Einblick gezeigt, und es lohnt sich, noch mehr davon zu erkunden.

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Mein März 2026

Im März gibt es bei uns mehrere Geburtstage zu feiern. Einer der wichtigsten war natürlich der dritte Geburtstag unserer kleinen Enkelin. Die wunderschöne Torte, die nicht nur toll aussah, sondern auch lecker schmeckte, wurde von ihrer Patin gemacht. Meine Geburtstagskarte entstand im ersten Schreibkurs, den ich besucht habe. Weil gemeinsam mit unseren Töchter besuchte ich auch noch einen Handlettering Kartenkurs.
Das Wetter meinte es im März gut mit uns, und an vielen Tagen wärmte uns die Sonne. Zum Glück blieben die Nächte noch recht kalt, sodass das Wachstum in der Natur etwas gebremst wurde.
Ich brauchte neue Schnittmuster und kopierte deshalb einige von Bögen ab, die für viele wohl wie ein wahres Linienlabyrinth aussehen. Auch Gipsfiguren habe ich in diesem Monat mehrmals gegossen, und viele davon fanden ihren Platz als Bereicherung in Geschenken.
Zweimal besuchte ich eine Cabaret-Vorstellung, wobei einer der Künstler von sich sagte, er sei Komiker. Besonders schöne Momente waren auch die ersten Schlüsselblumen, die mir mein Mann brachte, und das kleine Sträusschen aus dem Garten, das mir unsere kleine Enkelin mit den Worten entgegenstreckte: „Für dich, Grossmami.“ Das liess mein Herz schmelzen.
Die Blutkirsche steht bereits seit Mitte Monat in voller Blüte und erfreut mich jeden Tag mit ihrem Anblick aus dem Fenster. Auch die Biberbauten in der Nähe unseres Gartens werden immer grösser, und die ersten Salate sind im Treibbeet schon schön angewachsen.
So früh wie noch nie gab es bei uns eine Erdbeerroulade. Unsere grosse Enkelin hat sie sogar selbst für uns zum Kaffee dekoriert. Seit ein paar Tagen blühen die ersten Blüten am Aprikosenbaum. Allerdings kündigen die Wetteraussichten wieder Frost für die nächsten Nächte an, was leider nichts Gutes für die Ernte verheisst.

Die Bilder zum vergrössern anklicken.

Genähtes

Im März wurde auch wieder genäht, was nötig war, denn die Enkelinnen wachsen so schnell. Natürlich gab es für die kleine Enkelin ein Geburtstagsshirt, und sie hat sofort erkannt, dass das jetzt ihre Zahl ist. Bei uns gab es im März bereits an vielen Tagen warme Temperaturen im zweistelligen Bereich. Dafür sind leichte, langärmlige Shirts aus mercerisierter Baumwolle ideal. Die grosse Enkelin bewegt sich fast schon so grazil wie die Figur auf dem Bügelbild.

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Trinkhalle / Büvetta

Wenn wir im Engadin Ferien machen, gehört ein Spaziergang am Inn für uns einfach dazu, ganz egal, ob Sommer oder Winter. Besonders gern sind wir auf dem Mineralquellenweg unterwegs.

Unterwegs kommt man an einem Gebäude vorbei, das heute fast ein wenig vergessen wirkt, und doch einmal ein echter Tourismusmagnet war. Bis in die 1970er-Jahre wurde das Mineralwasser hier kommerziell genutzt und sogar bis nach London, New York und Sydney verschickt. Später änderten sich die Rahmenbedingungen: strengere Hygienevorschriften, mehr Konkurrenz durch andere Quellen und Investitionen, die sich offenbar nicht mehr lohnten. Das „Scuoler Mineralwasser“ verlor an Bedeutung.

Heute reisen nur noch wenige Gäste nur wegen des Wassers ins Unterengadin. Vor rund 100 Jahren war das anders: Scuol, Tarasp und Vulpera zogen damals Tausende ins Hochtal. Schriftsteller, Industrielle und Adlige kamen für Trinkkuren und Bäder, kleine Beschwerden kurieren lassen, Luft wechseln, dem Alltag entfliehen.

Unten am Inn traf man sich in der Büvetta Tarasp, mit Ausgabestellen für Bonifacius-, Lucius- und Emerita-Wasser und einer langen Wandelhalle. Man kann sich richtig vorstellen, wie das damals war: Kurorchester spielten, es gab Nischen und Treffpunkte, dazu Postschalter und kleine Läden.
Heute steht das Gebäude sichtbar gezeichnet von der Zeit da. Um die Büvetta zu erhalten und wiederzubeleben, wurde 2012 der Verein Pro Büvetta Tarasp gegründet. Die Trinkhalle steht inzwischen unter Schutz (seit Frühling 2018 unter nationalem Schutz) und soll saniert werden, sobald die Finanzierung gesichert ist. Im Raum stehen 12 Millionen Franken Investitionskosten.

In der Trinkhalle sprudeln die beiden Mineralquellen Lucius und Emerita. Sie gelten als besonders mineralstoffreich, und die Lucius-Quelle wird sogar als sehr stark beschrieben. Aber ehrlich: Selbst wenn man sich nicht für Mineralwasser begeistert – schon das Gebäude allein ist ein Besuch wert.

Hoch oben auf 2484 Metern entspringt der Inn. Auf seinem Weg durch die Schweiz verändert er ständig seinen Charakter. Im Oberengadin breitet er sich durch Seen und offene Landschaft aus, im Unterengadin schneidet er sich tief in steile Schluchten.

Oberhalb dieser Schlucht sieht man teilweise noch die imposanten Bauten aus der Zeit der Hochblüte. Einige wurden restauriert und dienen heute wieder als Hotels. Spuren einer Epoche, die das Tal bis heute prägt.

Irgendwann führt der Weg wieder aus der Schlucht hinaus, Richtung Dorf. Der Blick öffnet sich auf die Engadiner Dolomiten.

Von weitem sieht man die Dorfkirche von Scuol, die auf einem Hügel hoch über dem Inn steht.

Ich nehme euch immer wieder gern auf diesen Spaziergang mit. Für uns ist der Mineralquellenweg im Sommer wie im Winter eine kleine Reise wert.

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Flurinaweg

Heute nehme ich euch mit auf den Flurinaweg in Scuol. Der Höhenweg führt auf rund 2’000 m ü. M. von der Bergstation Motta Naluns bis zur Bergstation Prui oberhalb von Ftan. Im Winter wie auch im Sommer ist er ein beliebter Weg im Unterengadin, und für uns schon fast Tradition: Hier haben wir bereits mehrfach unsere Skiferien mit den Enkelinnen verbracht. Diesmal wurden wir mit Traumwetter belohnt. Die klare Luft und die weite Sicht auf die Engadiner Bergwelt waren einfach grandios.

Der Themenweg rund um Flurina, eine Geschichte von Selina Chönz und Alois Carigiet, ist gut ausgeschildert. Entlang der Route laden zehn illustrierte Infotafeln zum Innehalten ein. Für Gross und Klein ist das eine abwechslungsreiche und kurzweilige Wanderung.

Es lohnt sich immer wieder, stehen zu bleiben, die Zeichnungen anzuschauen und den Blick in die Berge schweifen zu lassen.

Die Illustrationen stammen vom Bündner Maler Alois Carigiet, der auch das berühmte Kinderbuch „Schellen-Ursli“ bebildert hat.

Im Winter ist der Weg gut präpariert und eignet sich auch bestens zum Schlitteln, ein Highlight, das bei Kindern immer gut ankommt.

Besonders schön: Die Geschichte von Flurina und dem Waldvögelein animiert unterwegs zum aktiven Mitmachen und macht die Wanderung zu einem kleinen Erlebnis in authentischer Naturkulisse.

Am Ziel angekommen, gönnten wir uns im Bergrestaurant einen Kaffee und ein Stück selbstgemachten Kuchen.

Danach ging es mit der Gondelbahn hinunter nach Ftan, und das Postauto brachte uns wieder zurück nach Scuol.

Eine rundum erholsame Woche – und ein Weg, den wir bestimmt wieder einmal gehen.

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Monatscollage September 2025

Mein September hatte von allem etwas zu bieten: Wettertechnisch reichte die Spanne von hochsommerlichen Tagen bis hin zu fast schon novembergrauem Wetter. Im Garten liessen sich die anfallenden Arbeiten gut erledigen, und das Gemüse sowie die Salate, die wir noch gesetzt haben, gedeihen prächtig.
An manchen Tagen unternahmen wir schöne Velotouren – mal am See entlang, mal über Land, vorbei an Feldern und Obstanlagen, wo die Ernte bereits in vollem Gange war. Manche Ausflüge verbanden wir mit einem Besuch bei Freunden oder einem Abstecher in eine Ausstellung.
Bei herrlichem Sommerwetter konnten wir beim Wandern von oben auf unser Zuhause am See blicken, immer wieder ein besonderer Moment. Auch unsere kleine Enkelin war ein paar Tage bei uns in den Ferien. Mit ihr gingen wir gerne zu den Schwänen an den See oder auf den Spielplatz, was ihr grosse Freude bereitete.
In der Küche hielt der Herbst schon Einzug: Kürbisgerichte standen mehrfach auf unserem Menüplan, und aus den Gartenkräutern habe ich noch einmal Kräuterbutter für den Vorrat gemacht.
Inzwischen ist es kalt und nass geworden. Da in nächster Zeit viele Termine anstehen, habe ich bereits die ersten Bastelversuche für den Advent gestartet. Ja, ihr habt richtig gelesen, es geht tatsächlich schneller, als mir lieb ist.
Doch zunächst freue ich mich auf unsere kleine Sommerverlängerung: Im Oktober geht es mit den Enkelinnen ans Meer!

Genäht wurde,

nicht viel, aber dafür umso mehr geplant! Bis letzte Woche waren die Sommerkleider noch im Einsatz und die kalte Jahreszeit schien noch weit entfernt. Trotzdem habe ich bereits die ersten langärmligen Pullover genäht, einer davon sogar mit Kapuze, wie ihr sehen könnt. Ausserdem sind weitere Täschchen für den Bazar-Verkauf entstanden. Mit jedem Stück werden sie ein bisschen schöner, was mich sehr motiviert und weiter anspornt.

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Besuch der Ausstellung „Schreib Weisen“

Heute nehme ich euch mit in eine Ausstellung, die ich besucht habe. Der Weg dorthin führte uns am See entlang – bei herrlichem Spätsommerwetter. In der Nachbarstadt sprudelt der Springbrunnen noch immer, und hier legen wir gerne eine kleine Pause ein.

Weiter ging die Fahrt entlang der Steinacher Bucht.

Ob die grosse Holzskulptur wohl noch vom letzten Hochwasser angeschwemmt wurde, weiss ich nicht. Aber welches Tier dort gerade einen Fang gemacht hat, bleibt ganz der Fantasie überlassen.

Auch in der nächsten Stadt gibt es in Ufernähe einen Springbrunnen.

Das Wahrzeichen von Rorschach ist das Kornhaus am Hafen.

Immer einen Besuch wert ist ausserdem die schöne Uferpromenade. Jetzt, wo die Ferien im Nachbarland vorbei sind, ist es dort nicht mehr so überlaufen, und man kann die herrliche Bepflanzung in Ruhe geniessen.

Unser Ziel lag ebenfalls direkt am See, in einem schönen Skulpturenpark, darüber erzähle ich euch aber ein andermal.

Denn diesmal ging es um die Ausstellung „Schreib Weisen“ im Würth Haus. Mein Museumsbesuch geht auch zu 11i.

Nach der Fahrt gönnten wir uns zuerst eine kleine Pause im Foyer, mit wunderbarem Blick auf den See.

Die Ausstellung zeigte die Vielfalt des aktuellen Schaffens der Mitglieder der Schweizerischen Kalligrafischen Gesellschaft – von klassischer Kalligrafie bis hin zu modernen, farbenfrohen und gestischen Schriftbildern. In Schau­vitrinen konnten die Besucher ausserdem Highlights zur Schriftgeschichte, verschiedene Schreibwerkzeuge sowie die Kunst der Tintenherstellung entdecken.

Die Bilder habe ich in einer Galerie zusammengefasst, sonst wäre der Beitrag zu lang geworden.

Die Fotos können zum Vergrössern angeklickt werden.

Ehrlich gesagt hatte ich mir von der Ausstellung etwas mehr erhofft. Schon lange habe ich den Wunsch, mehr über die Kunst des Schreibens zu lernen – und ich hoffte, dass man auch selbst etwas ausprobieren könnte.

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