Zwischen Trockenheit und Blütenfülle

Die Metallskulptur müsste bei dem wenigen Wasser das Kind nicht auf den Schultern tragen, damit es keine nassen Füsse bekommt.

So verhangen sah es bei uns am See in letzter Zeit oft aus, und doch blieb der Regen aus. An der Stelle, an der ich für das Foto stehe, würde ich bei normalem Pegelstand knietief im Wasser stehen. Ein paar Tropfen sind letzte Woche zum Glück auch bei uns gefallen.

Nun hat sich der Sommer angekündigt, und der See lädt zum Baden ein, denn das flache Wasser erwärmt sich schnell.

Trotz der Kälte der vergangenen Woche sind die Akeleien wunderbar gewachsen und blühen jetzt in zarten Rosatönen bis hin zu tiefem Dunkelblau.

Um das Blüteninnere zu fotografieren, muss man sich tief nach unten beugen und gegen das Licht blicken.

Akeleien gehören zu meinen Lieblingsblumen im Frühjahr, und sie dürfen sich gern im ganzen Garten ausbreiten. Dafür schüttle ich die verblühten Pflanzen und helfe so ein wenig nach, damit sich ihre Samen verteilen.

Auch am Wegesrand blüht es jetzt in Rot und Blau, wenn ich an der Wiese vorbeifahre.

Ich habe den Eindruck, der Bauer sät am Rand des Ackers gezielt Mohn und Kornblumen aus.

Es ist ein wunderschöner Hingucker, und nicht nur ich lege dort gern einen kurzen Halt ein und freue mich über die zarten Blumen im satten Grün.

Der Blumenstrauss, den ich von meiner Tochter geschenkt bekommen habe, erfreut mich nun schon seit fast zwei Wochen und sieht immer noch wunderschön aus.

Rot sucht Nicole im Mai und meine strahlenden Rosen sende ich auch gerne zu Astrid.

Die schöne Karte und die lieben Zeilen, die die Blumen begleitet haben, sind ganz für mich bestimmt. Sie haben mich sehr berührt, genau so, wie ich es am liebsten habe.

Plausch am Gartenzaun, Natur Donnerstag, Rot bei Nicole, Freitagsblumen, Samstagsplausch.

Frühlingswanderung zur Ruine Ramschwag

Dass unsere grosse Enkelin gerne wandert, habe ich schon einmal erwähnt. Als sie bei uns in den Ferien war, machten wir mit ihr eine Wanderung zur Ruine Ramschwag, die ganz in unserer Nähe liegt. Schon unterwegs war sie von der Blumenwiese ganz begeistert und pflückte einen wunderschönen Strauss für mich.

Die blühenden Obstbäume zeigten uns den Weg.

Wir wählten den Weg dem Fluss entlang und staunten, wie wenig Wasser es zurzeit hat. Zum „Schiefern“, also flache Steine über die Wasseroberfläche hüpfen zu lassen, war es aber gerade richtig. Es war ein guter Zeitvertreib und eine schöne Abwechslung beim Wandern.

Bei der grossen Trockenheit wachsen in den Bachbetten viele Pflanzen zwischen den Steinen. An manchen Stellen kommt man sogar trockenen Fusses ans andere Ufer.

Unsere Wanderung führte weiter den Hang hinauf auf die Anhöhe. Dort wurden wir mit einer herrlichen Aussicht über Wiesen und Wälder bis zum Bodensee belohnt.

Schon bald sahen wir unser Ziel: die Ruine Ramschwag, die hoch oben auf einem Hügel steht.

Die Wege sind gut markiert, aber im steilen Gelände ist Vorsicht geboten. Jeder ist selber für seine Sicherheit verantwortlich.

Bei der Burg angekommen, standen wir vor den schönen Steinmauern, die sorgfältig restauriert wurden.

Die Ruine wurde mit viel Sorgfalt wieder instandgestellt.

Auch zwei Grillstellen wurden hergerichtet, die richtig zum Verweilen und Grillieren einladen. Das haben wir natürlich gerne in Anspruch genommen.

Zuerst wollten wir aber die neue Spindeltreppe hinaufsteigen, um die Aussicht zu geniessen. Die 75 Stufen wurden alle gesponsert, und unsere Enkelin war sehr gespannt, ob sie den Namen vom Grosspapi finden würde. Und ja, natürlich haben wir seine Stufe gefunden. 👍🏼

Ob man die Treppe von unten oder von oben betrachtet, sie ist wirklich faszinierend und eine schöne Bereicherung für die Burg und ihre Besucher.

Auf dem Weg nach oben sieht man durch die Scharten bereits in die Weite.

Oben angekommen, hat man einen wunderschönen Blick in die Ferne.

Unten fliesst die Sitter, wo unsere Wanderung begonnen hatte.

Beim Blick hinunter zur Grillstelle stellten wir fest, dass wir an diesem Nachmittag die einzigen Besucher waren und das Feuer selber machen mussten.

Es dauerte nicht lange, und die Enkelin und Grosspapi hatten ein schönes Feuer gemacht. Schon konnten wir unseren mitgebrachten Proviant auf den Grill legen.

Nach dem Essen warfen wir noch einen letzten Blick in die Höhe. Der Enkelin war es ganz wichtig, dass wir das Feuer vor dem Verlassen der Burg richtig auslöschen. Dafür nahm sie sogar ihre Trinkflasche. Schliesslich hatte sie das in der Waldspielgruppe gelernt.

Gestärkt und mit vielen schönen Eindrücken machten wir uns auf den Heimweg.

Natur Donnerstag, Plausch am Gartenzaun, Himmelsblicke, Samstagsplausch, Monatsspaziergang.

Froschglück im Hudelmoos

Mit unserer Enkelin, die bei uns in den Ferien war, machten wir einen Ausflug ins Hudelmoos. Wir hofften, ihr dort einen Frosch zeigen zu können. Über den weichen Moosboden spazierten wir in Richtung Weiher.

Schon von Weitem hörten wir das Quaken, und unsere Enkelin freute sich darauf, die Frösche zu entdecken. Eine Weile standen wir am Ufer und hörten die Tiere nur. Doch plötzlich rief sie ganz aufgeregt: «Schau, Grosspapi, ich sehe einen!» Wir hofften, dass sie recht hatte – und tatsächlich blickten uns zwei Kulleraugen an. Ganz still sass der Frosch vor uns. Was für ein Glück und was für eine grosse Freude für unsere Enkelin!

Bald entdeckte sie noch einige weitere Frösche, obwohl sie im Wasser gut getarnt waren.

Ich freue mich immer wieder darüber, wie gepflegt die Wege im ganzen Naturschutzgebiet sind.

Die Ruhe wird durch das Quaken der Frösche und den Gesang der Vögel auf wunderbare Weise bereichert.

Entlang des Rundgangs gibt es immer wieder Infotafeln, auf denen man Interessantes über Flora und Fauna erfahren kann.

Auch Bänke sind genügend vorhanden. Sie laden dazu ein, einen Halt zu machen und die Natur in Ruhe zu geniessen.

Schön war auch, wie die Sonne uns wärmte und ihre Strahlen durch die Bäume schienen.

Das kleine Hüttchen mit den Infotafeln zur Orientierung ist gut platziert: Es steht an einer Weggabelung, an der viele Wege vorbeiführen, und ist so für zahlreiche Besucher gut zugänglich.

Ein idyllischer Anblick, sicher nicht nur für mich!

Das Hudelmoos zeigt sich immer wieder anders und bleibt faszinierend für ❤️ und Gemüt.

Über die schön angelegten Wege führte uns unser Spaziergang schliesslich wieder hinaus aus diesem besonderen Stück Natur.

Natur Donnerstag, Himmelsblicke, Farben und Formen, Samstagsplausch