Roter Flitzer

Schon öfters, wenn ich am Hafen vorbei lief, fiel mir die rote Vespa auf. Sie sieht ziemlich neu aus und glänzt in der Sonne. Genau richtig für Juttas Projekt, das es heute bei ihr leider zum letzten mal gibt.

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Für Signlindes CU ging  ich vor ihr auf die Knie, um den Roller bodennah abzulichten. Verbreitet sie nicht gleich ein wenig Italianità, wenn sie so da steht?

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Ich wünsche dem Fahrer oder Fahrerin allzeit gute Fahrt. Also mir würde so ein Flitzer auch noch gefallen.

CAM UNDER FOOT 2016_ bei Siglinde    bei Jutta

Mein neues Fahrrad

Diese Woche war ich viel mit meinem neuen Fahrrad unterwegs. Mit der Unterstützung von einem Akku fährt es sich leichter, man kommt weiter und ein Ausflug mit einem E-Bike ist viel bequemer.

Ein Display zeigt mir an, wie viele Kilometer ich in welcher Zeit fahre.

In unserer Umgebung haben wir ein sehr gut ausgebautes Radwegnetz. Sei es durch den Wald, wo jetzt alles am erwachen ist.

Vorbei an blühenden Kastanienbäumen, da summt es nur so von den vielen Bienen.

Auch an meinem Lieblingsplatz am Weiher bin ich jetzt viel schneller.

Oder am See entlang. Momentan ist der Radweg noch nicht so stark befahren, wie im Sommer mit den Velotouristen. Jetzt gibt es noch freie Bänke, um eine Rast einzulegen.

In der Nachbarstadt haben die Gärtner schöne Blumenrabatte bepflanzt, da lohnt sich ein Halt allemal.

Im Korb auf dem Gepäckträger hat es genug Platz für die Kamera, um solche Schnappschüsse auf den verschiedenen Fahrten zu machen.

Verlinkt bei AndreaWolfgang und Loretta, Joana und Katrin

Der neue Weg

Ein beliebter Spazierweg von mir, der am Bach entlang führt, wurde saniert und erneuert.
Der neue Weg wurde begradigt und verbreitert. Leider hat er dabei seinen idyllischen Charme verloren. Zumindest ist er jetzt Kinderwagen tauglich und gegen den Abgrund gesichert.

Auf dem Foto seht ihr zum Vergleich den alten Weg. Auf dem Foto ist es nicht so gut erkennbar, aber am Wegende ging rechts eine steile Treppe hoch.

Auf dem nächsten Bild sieht man von oben auf den Weg hinunter. Die abgewetzten Holzschwellen wurden entfernt und die Bäume abgeholzt.

Meinen ersten Bärlauch im Jahr pflücke ich immer da am Bachweg.

Aber jetzt ist es vorbei mit der Ruhe und der Idylle. Schon bald nach der Erneuerung entdeckten Velofahrer die Strecke. Wenn ich jetzt einen Spaziergang mache, muss ich aufpassen.

DND-wieder jeden Donnerstag Neu bei Ghislana  

Kulturama

Anna bei Arti

Wie ich schon andeutete, waren wir an unserem Mutter-Töchtertag zuerst im Museum. Im Kulturama in Zürich sahen wir uns die Ausstellung Schnuppernase an.

Mundgeruch oder Eau de Cologne? Ein Geruch kann abstossen oder anziehen, Erinnerungen und Ängste auslösen, uns fröhlich oder traurig stimmen. Anhand von interaktiven Stationen lässt sich der eigene Geruchssinn testen und die Geschichten hinter den 100 Gerüchen erkunden. Olfaktorische Spiele und Rätsel eröffnen uns faszinierende Geruchswelten. Quelle

Bevor wir selber auf Erkundungstour gingen, hatten wir eine Führung. Die Ausstellungsführerin war sehr kompetent und erklärte uns wie der Geruchsinn funktioniert, welche Organe zusammenspielen und wie wir verschiedenen Gerüche wahrnehmen können. Ein sehr komplexes Zusammenspiel in und um unsere Nase.

Unter diese Haube musste ich mich natürlich stellen:-) Wer möchte nicht gerne erfahren, warum wir genauso riechen.

Die einzelnen Geschichten zu den verschiedenen Gerüchen sind bildlich und schriftlich anschaulich erklärt.

Nicht alle Deckel der Duftdüsen öffnete ich, das Bild sagt genug über den Duft aus.

Ich erkannte nicht alle Düfte, aber den Babygeruch war gut getroffen.

Auch für Kinder sind die Düfte anschaulich und spielerisch erklärt, und die Kleinen beschnupperten alles mit grosser Freude.

Man könnte denken, es sei einfach, die richtige Frucht dem richtigen Duft zu zuordnen. Aber es kann noch ganz knifflig sein.

Auch die Gewürze und Kräuter waren für mich nicht alle eindeutig. Dank dem Lösungsblatt gab es ein paar Überraschungen bei der Auflösung.

Interessant war auch das Experiment mit der Mischung von Zuckerwatte, Kokosnuss, frischem Gras, Gummifruchtbonbons und Käse (der Käse enthielt noch ein Hauch von Erbrochenem). Mischte man den Duft der fünf Essenzen, kam, für alle recht eindeutig, der Geruch von Erdbeeren hervor.

Schnuppernase ist noch bis Ende August in Zürich zu sehen und zu beschnuppern. Wer die Gelegenheit hat, dem kann ich ein Besuch wärmstens empfehlen.
Frollein Pfau sammelt MMI

Mein ganz persönlicher Sandsturm / Eye Poetry

„Hin und wieder hat das Schicksal Ähnlichkeit mit einem örtlichen Sandsturm, der unablässig die Richtung wechselt. Sobald du deine Laufrichtung änderst, um ihm auszuweichen, ändert auch der Sturm seine Richtung, um dir zu folgen. […] Und wenn der Sandsturm vorüber ist, wirst du kaum begreifen können, wie du ihn durchquert und überlebt hast. Du wirst auch nicht sicher sein, ob er wirklich vorüber ist. Nur eins ist sicher. Derjenige, der aus dem Sandsturm kommt, ist nicht mehr derjenige, der durch ihn hindurchgegangen ist. Darin liegt der Sinn eines Sandsturms.“

Haruki Murakami („Kafka am Strand“)

Ich ging noch nie durch einen richtigen Sandsturm, aber eine Entscheidung, die ich in meinem Leben traf, und die Folgen davon fühlten sich fast so an, und passen daher gut zu Andreas Projekt.
Ich bin auf dem Land aufgewachsen und als junge Frau in die Grossstadt gezogen. Ich fühlte mich sehr wohl und genoss das Grossstatdleben mit allen Annehmlichkeiten und Freiheiten. Auch beruflich ging es bergauf. Ich hatte einen guten Job, eine eigene Wohnung und ein eigenes Auto. Ich war sozusagen eine unabhängige, selbständige, junge Frau. Das war zu dieser Zeit keine Selbstverständlichkeit. Dann habe ich mich so richtig verliebt und mein Auserwählter kam vom Lande. Wir schmiedeten bald Pläne für eine gemeinsame Zukunft. Für uns zwei war klar, dass bei einer Heirat ich meine Zelte abbrechen und zu ihm aufs Land ziehen werde.

Die Folgen dieses Entscheids fühlten sich für mich sandsturmartig an. Ich kann mich noch gut daran erinnern. Ich hatte ausser meiner grossen Liebe nichts mehr: keinen Job, keine Freunde in der Nähe, kein Grossstadtleben. Ich fühlte mich, als wäre mir der Boden unter den Füssen weggezogen worden. Von der Liebe allein kann niemand leben. Aber mit der Liebe, die nicht immer verstand, was ich wollte, mir aber die Freiheiten liess, die ich brauchte, hat sich der Sturm wieder gelegt.

Das Fazit meines Lebenssandsturms: Ich würde alles wieder genauso machen. Wir sind immer noch glücklich zusammen, haben zwei wunderbare Kinder, auf die wir mächtig stolz sind. Und jeder von uns darf sich nach seinen Fähigkeiten und Bedürfnissen entfalten. Ich hoffe, dass in unserem Leben nicht unnötig Sand aufgewirbelt wird.

gesammelt werden die Sandstürme bei Andrea

Alles Grün

Alles grün macht der Mai ist die Vorgabe von Lotta. Die Wiesen und Wälder zeigen jetzt ihr schönstes Kleid, aber auch im Garten hat es jetzt bereits ganz schön viele Grüntöne. Sei es die überwinterte Ringelblume auf dem Foto, die sich im ganzen Garten ausbreitet.

Oder die Salate, die wir schon seit Ostern essen.

Den geliebten Kefen haben die Frostnächte nicht geschadet und sie wachsen in die Höhe. Am Rand sieht man die hellgrünen Spitzen vom Stielmangold.

In unserem Treibhaus wechseln sich die grünen Pflanzen schon fleissig ab. Die Radieschen sind geerntet und machten den Tomaten Platz. Auch hier ernteten wir schon fleissig Kopfsalate.

Jetzt kommt die Zeit, in der man wieder mehr draussen ist, sei das im Garten oder in der Natur und die vielen verschiedenen Grün geniessen kann.

Gartenglück LINK - PARTY bei Wolfgang und Loretta

Mein Muttertag

Wir haben den Muttertag vorverschoben und einen schönen Mutter-Töchter-Tag verbracht. Gemeinsam fuhren wir nach Zürich wie letztes Jahr. Von unserem Museumsbesuch erfahrt ihr nächste Woche mehr. Zum Plaudern und Essen gingen wir ins Maison Blunt. Das marokkanische Flair gefielt uns sofort. Die schönen Messingtische kannte ich noch von unseren Marokkoferien.

Die Apéroplatte mit den verschiedenen Mezze mit Humus, Falafel, Moussaka, Samosa, Taboulé, Fatayer und Joghurt war sehr köstlich. Und alles war frisch zubereitet.

Mit lauwarmem Fladenbrot wird ohne Besteck gegessen.

Dazu trinkt man traditionell marokkanisch zubereiteter Minztee.

Die leeren Schalen sprechen für sich.

Auch die Tagine waren sehr lecker. So gut, dass ich ganz vergass sie zu fotografieren 🙁  Ich genoss den Muttertag auch eine Woche zu früh und unserer Sontag war genau so, wie ich es am liebsten mag.
Ein herzliches Dankeschön geht an meine beiden lieben Töchter.

geteilt bei: Andrea, Katrin

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