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Alles Rosen heute

Die Rose schaffte es diesen Monat in den 12telBlick. Ich durfte in einem privaten Rosengarten mit dem Lensball experimentieren. Und dies an einem heissen Sommertag. Wer auch mit der Glaskugel fotografiert, weiss wie schnell der Glasball wie eine Lupe funktioniert und anfängt Löcher zu brennen. Ich hatte Hilfe beim Positionieren der Kugel und wir beide verbrannten uns fast die Finger.

Jedes Jahr Ende Juni, heuer schon zum 18 Mal, findet in Bischofszell die Rosen- und Kulturwoche statt. Ich besuche die Rosenpracht sehr gerne. Die grösste Rosenschau der Schweiz verwandelt die Altstadt in eine Gartenlandschaft. Jedes Jahr gibt es auch ein ansprechendes Kulturangebot.

In der Rosenstadt blühen auf vielen Plätzen die Königin der Blumen wie hier auf dem Schlosshof.

Und wenn man über den roten Teppich schreitet,

kommt man an den Burggraben mit einem Bauerngarten.

Viele lauschige Plätzchen laden zum Verweilen ein.

Gestalterisch lassen sich die Aussteller immer wieder neues einfallen.

Vor dem schönen Rathaus finden am Nachmittag und Abend für jeden Geschmack Konzerte und Darbietungen statt.

Nicht immer reichen die Stühle für die zahlreichen Besucher. Dann sitzt man halt auf den Steinblöcken.

Sehr schön zum Anschauen, aber nicht zum Schlafen ist das Rosenhimmelbett.

Bei dieser wunderbaren Kulisse bleibt man immer wieder stehen, staunt und bewundert.

Die Rosen- und Kulturwoche ist jedes Jahr ein Besuch wert.

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von „Zu wenig“ zu „zu viel“

Wie bangten wir um Regen. Seit einem Jahr war es bei uns viel zu trocken. Und innert kürzester Zeit schwappt der See bereits über die Ufer. Vor einer Woche musste der Schwan noch über die Treppe an Land.

Aber dann kam am Wochenende auch der grosse Regen, zum Glück ohne Hagel und Sturm. Es gab keine grösseren Schäden wie vielerorts. Die Bootsbesitzer bekommen jetzt nasse Füsse wenn sie auf das Boot wollen.

Für die Grillstelle muss man auch durch die Pfütze waten.

An meinem Lieblingsplatz steht das Wasser bis zur Sitzbank.

Wo sonst Erholungssuchenden auf dem Weg laufen, spielgelt sich jetzt die Umgebung so schön im Wasser und Enten und Schwäne schwimmen nun hier.

Fast könnte man meinen, hier wird vor den Schwänen gewarnt. Die Tafel steht normalerweise an Land.

Ich war diese Woche fast jeden Tag am See, um den Pegelstand zu prüfen. Hoffentlich wiederholt sich die Hochwassersituation von vor drei Jahren nicht.

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Thüringen

Unsere Pfingstferien verbrachten wir in Thüringen und besuchten die Orte Erfurt, Weimar und Lauscha. Schon länger wollte ich, im Gegensatz zu meinem Mann, in die neuen Bundesländer reisen. Dementsprechend war seine Begeisterung als ich die Reise plante. Die Anfahrt war wie erwartet, mit Stau auf der Autobahn, nicht so prickelnd. Doch dafür war unser erster Eindruck von der Erfurter Altstadt sehr positiv. Eine sehr schmucke Stadt mit vielen schön renovierten Häuser.

Schon bald standen wir vor einem der Wahrzeichen der Stadt, der Krämerbrücke. Diese führt 120 m über den Fluss Gera und ist mit 32 Häusern bebaut. Sie zählt zu den längsten komplett bebauten und bewohnten Brücken Europas. Wir spazierten gleich mehrmals darüber.

Fast in jedem der Häuser befindet sich im Erdgeschoss ein Geschäft und darüber ein Wohnhaus.

Zwischen den Häusern merkt man gar nicht, dass man auf einer Brücke läuft. Die Brücke ist auch von aussen ein schöner Anblick.

Und von oben, vom Turm der Ägidienkirche.

In Erfurt gibt es natürlich nicht nur die Krämerbrücke, in der Stadt befindet man sich auch auf den Spuren von Martin Luther.

Zehn prägende Jahre seines Lebens verbrachte Martin Luther in Erfurt. Diese Zeit hatte erheblichen Einfluss auf das Denken und Wirken des späteren Reformators.

Im Dom wurde der junge Luther zum Priester geweiht. Alljährlich am 10. November zum Martinsfest feiert Erfurt Luthers Geburtstag und gedenkt gleichzeitig des Heiligen Martin. 

Im Dom hatten wir das Vergnügen ein Orgelkonzert mit Werken von Franz Liszt zu hören.

Erfurt ist eine Reise wert und es gäbe noch viel zu erzählen. Ich machte auch unzählige Fotos.
Weiter ging unsere Reise nach Weimar und wir begaben uns auf die Spuren von Goethe und Schiller. Mit dem Goethe- und Schillerdenkmal vor dem Deutschen Nationaltheater wird an die beiden Dichter erinnert. Nicht ganz zufällig schauen sich die Bronzefiguren der beiden Herren nicht an. Ihr Verhältnis zueinander war nicht das beste. Solche Anekdoten finde ich besonders spannend.

Mit Pferdekutschen kann man sich wie damals die Dichter durch die Stadt kutschieren lassen.

Oder man läuft auf den gepflasterten Wegen, die schon Goethe immer ging, wenn er zu seinem Gartenhaus am Fluss wollte. Anscheinend wohnte in einem der Häuser auch seine Geliebte.

Das Schillermuseum befindet sich neben Schillers Wohnhaus in einer schönen Alleestrasse. Schiller wohnte aber nur 6 Jahre in Weimar, wo er auch starb.

Bildergebnis für schillerhaus weimar

Ich hätte noch ganz viel zu erzählen, wobei man nicht alles behalten kann, was man erfährt. Uns gefiel es sehr gut. Ein persönliches Highlight für mich war, dass auch mein Mann begeistert war. Wir werden gerne wiederkommen.

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Pünktlich

Pünktlich auf das Pfingstwochenende blüht es rot, rosa und weiss in unserem Garten. So pünktlich blühten die Pfingstrosen glaube ich noch selten.

Die ersten Blütenköpfe füllte der Regen mit Wasser.

Pfingstrosen gibt es in unserem Garten einige, aber so viele Blütenköpfe gab es noch selten. Es ist eine Freude ums Haus zu laufen und täglich mehr offene Blumen zu entdecken.

Die Blumen band ich zusammen, damit die schweren Blütenköpfe nicht brechen. Für Juttas DigitalArt nochmals alle Pfingstrosen zusammen.

Anne, Jutta, Andrea, Riita, Ghislana

schwupp war der Sommer da!

Pünktlich zum Sommeranfang suchen wir im Garten einen Schattenplatz. Am kühlsten ist es immer noch unter einem Baum, der natürlichen Schatten spendet, darum platzierten wir den Tisch direkt auf der Wiese unten dem Baum.

Gläser mit Deckel sind jetzt wieder willkommen, um unliebsame Besucher von dem spritzigen Pfefferminz-Zitronenmelissen-Drink fernzuhalten. Zum Apéro gab es Melonenschnitze mit Tomaten-Mozzarella-Spiesse.

Der Blattsalat kam aus dem eigenen Garten. Dazu gab es Avocadoscheiben gefüllt mit Doppelrahmkäse und gerösteten Mandelblättchen, an einer leckeren Tomatensaft-Sauce. Immer wenn nach dem Rezept gefragt wird, ist das ein Kompliment an den Koch.

Bevor die Spargelzeit endet, genossen wir die letzten weissen und grünen Stangen. Da passte ein zartes Kalbsschnitzel hervorragend dazu.

Zum Glück fängt bereits die Saison der nächsten Leckerei an. Beim letzten Besuch kam es gut an und die Erdbeeren wachsen jetzt vor der Haustüre, darum machte ich wieder ein Erdbeertiramisu.

Aber nicht nur Essen im Freien schmeckt nach Sommer, sondern auch die lauen Abende auf der Terrasse liebe ich. Ich sitze so lange mit meiner Handarbeit draussen bei Kerzenlicht bis es Nacht wird und es zu dunkel wird und man die Maschen nicht mehr sieht.

So darf es bleiben, natürlich wäre es schön, wenn nachts ab und zu ein Sommerregen fällt.

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der junge Picasso

Wir machten einen ganz besonderen Ausflug nach Riehen mit vielen Eindrücken.
Auf dem Weg hielten wir in Rheinfelden an und bummelten durch die Altstadt, da hat es und letztes Jahr schon so gut gefallen.

Dann ging es zu unserem eigentlichen Ziel, die Fondation Beyeler, ein Kunstmuseum und eine Stiftung. Die Fondation lockte uns mit einer hochkarätigen Ausstellung.

Wir besuchten die Ausstellung „Der junge Picasso“, aus der sogenannten Blauen und Rosa Periode, also Werke aus den Jahren 1901 -1906. Es sind noch keine zerlegten Kubistischen Bildern, die wohl jeder kennt. Es sind Bilder auf Picassos Weg zum berühmten Künstler, und aus einer Zeit als er noch in Armut lebte.

Neben der Ausstellung wollte ich schon lange einmal die Ausstellungshallen mit dem wunderschönen Park besichtigen.

Ich selbst verstehe nicht viel von Kunst. Aber die Ausstellung warb mit Superlativen, dass die Bilder dieser Schaffenszeit zu den schönsten und emotionalsten der Moderne zählen und in dieser Fülle nicht mehr gemeinsam an einem Ort versammelt zu sehen sein werden, diese Gelegenheit wollte sogar ich mir nicht entgehen lassen. Und da ich aufgeschlossen bin und gerne immer wieder Mal was Neues lerne, nahm ich an einer Führung teil. Das war genau das richtige für interessierte Laien. Wir erfuhren viel über das Leben des Künstlers, seine Techniken und die Bedeutung der Werke zur damaligen und heutigen Zeit.

Wir sahen das Bild La Vie, eines von Picassos ersten Meisterwerken. Die Darstellung der drei Lebensalter: Kindheit, Jugend und Alter, als auch den Tod, das Leid und die Liebe war sehr eindrücklich. Eindrücklich ist auch, dass der Versicherungswert sechs Nullen hat.

Als junger, armer Künstler bemalte Picasso viele Bilder auf der Vorder- und Rückseite. Dank der modernen Röntgentechnik konnte man feststellen, dass manche seiner Werke mehrmals übermalt sind. Solche Einzelheiten machen eine Führung besonders spannend und man schaut die Werke mit anderen Augen an.

Die Ausstellung und die Räumlichkeiten gefielen uns sehr gut und wir erlebten einen eindrücklichen Tag zusammen.

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Hellwach oder Hundemüde

Nach den Regentagen ist der Pegelstand am See um einen halben Meter angestiegen. Ein brütender Schwan hatte am Ufer sein Nest, dieses wurde leider weggeschwemmt. Schade, ich wollte die Schwanenfamilie gerne besuchen und euch Bilder zeigen.

Dafür war der Reiher wie fast immer an seinem Platz. Dem grauen Vogel entgeht nichts, was in seiner Umgebung gerade passiert.

Da nahmen es andere gemütlicher. Der Enterich liess sich nicht stören beim Mittagsschläfchen an der Sonne.

Auch schlafende Schwäne sah ich noch nicht oft.  Vielleicht sonnten sie sich auch in der wärmenden Sonne.

Wie schon der erste Reiher hat auch dieser seinen festen Kontrollposten und beobachten wachsam seine Umgebung.

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Wo bleibt bloss der Frühling?

Zurzeit herrschen bei uns Temperaturen fast wie im Februar, nur dass die Tage länger sind. Die Heizung läuft immer noch und das Mitte Mai! Auf der Terrasse möchte sich niemand aufhalten, so ungemütlich wie es aussieht.

Ostern verbrachten wir noch im Freien bei schönem Wetter, dann verzog sich der Frühling. Über den Regen freuten wir uns, der war dringend nötig, aber auf die kalten Temperaturen und die schädlichen Frostnächte würden wir wohl alle gerne verzichten. So schön die Regentropfen an den Blumen aussehen, um im Garten zu arbeiten und zu pflanzen ist es einfach viel zu kalt.

Aber nicht nur ich bin am Jammern. Angebote im Freien besucht fast niemand. Die Schiffe haben jetzt wieder Wasser unter dem Kiel, aber fahren macht bei diesem Wetter keinen Spass.

Auch die Hobbykapitäne lassen ihre Boote zugedeckt, obwohl es bei dem trüben Wetter ganz schöne Stimmungen gibt auf dem See.

Diese Vermissmeldung hat mich erreicht, vielleicht weiss jemand von euch, wo der ersehnte Frühling bleibt.

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Wildkräuterkochkurs

Zusammen mit meiner Tochter besuchte ich einen Wildkräuterkochkurs. Wir waren gespannt, was uns erwartet. Stefanie leitete den Kurs. Dann ging es los und wir suchten gemeinsam Kräuter auf der Wiese, im Wald und am Waldrand. Denn zum Kochen brauchten wir ganz viele, verschiedene Wildkräuter.

Es ist ungewohnt, sein Essen nicht im Supermarkt oder im Garten zu holen, sondern in der freien Natur. Zum Glück hatten wir eine fachkundige Kräuterkennerin, die uns auf die speziellen Merkmale hingewiesen und die Pflanzendetails genau erklärt hat. Ich lernte ganz viel neues, wissenswertes und spannendes über Wildkräuter, z.B. dass man junge Baumblätter essen kann, und dass die Buche wie der Ahorn und die Linde zu den zweikeimblättrigen Pflanzen gehört.

Den Waldmeister kann ich jetzt auch besser bestimmen.

Giersch kennen wohl viele, und für Neulinge gibt es ein markantes Merkmal, den dreieckigen Stängel mit Kerbe.

Vom Kletten-Labkraut sammelten wir grosszügig, weil der sich sehr gut vermehrt und genügend nachwächst. Zum Wildkräutersammeln gehört auch, dass man sich vernünftig verhält und mit Rücksicht auf die Natur.

Blütenpflanzen wie der Ehrenpreis, auch Katzenaugen genannt, dienen in der Wildkräuterküche als dekorative Garnitur.

Der Kurs fand in einer schönen Umgebung statt, was für viel Inspiration beitrug.

Als wir nach drei Stunden in der Kälte zurück waren, freuten wir uns auf den heissen Kräutertee. Noch mehr Freude hatten wir, unsere gesammelten Kräuter auf den Tischen auszubreiten.

Für unser Menü standen eine reichliche Auswahl an Kräuter zur Verfügung und wir konnten aus dem Vollen schöpfen.
Zum Apéro gab es Kräuterquark auf Roggensauerteigbrot und Kräuterbutter auf Dinkelbrot.

Es folgte ein Salat mit vielen, harmonisierenden Kräuter. Das Dressing war mit Honig, damit der zum Teil herbe Geschmack gelindert wird. Dazu gab es gefüllte Champignons.

Die Füllung bestand aus Feta, viel Giersch, wenig Bärlauch und Olivenöl. Die Pilze wurden im Ofen gebacken.

Wie viele Kräuter in der schmackhaften Suppe waren, weiss ich nicht mehr, aber sie war ein Genuss und mit der Bärlauchblüte garniert auch für das Auge schön.

Der Kräuterrisotto wurde auf dem offenen Feuer im Tontopf zubereitet.

Für die Garnitur gab es Brennesselchips. Das Frittieren war aufwendig, aber eine ganz neue Entdeckung für meinen Gaumen.

Draussen brach schon die blaue Stunde an, als wir mit einer reichen Erfahrung und viel Inspiration an Kräuterwissen auf dem Nachhauseweg waren. Ich werde jetzt sicher mehr direkt von der Wiese essen. Ich danke meiner Tochter, die mir diesen gemeinsamen Kurstag schenkte. Es war genauso, wie ich es am liebsten habe.

Verlinkt: Samstagsplausch, Gartenglück, Sonntagsfreuden. Bunt ist die Welt, AnnA, DND

Terrassen eröffnung

Das schöne Osterwetter animierte mich, um die Terrasse sommertauglich herzurichten. Nach der Reinigung mit dem Hochdruckreiniger ist sie wieder sauber und sieht einladend aus.

Der Tisch und die Stühle sind entstaubt und mit den neuen Kissen sieht es doch einladend aus.

Bis Freitag genossen wir die frisch geputzte Terrasse und tranken unseren Kaffee draussen. Die Blumen auf dem Tisch sind vom Familientreff , die ich geschenkt bekam.

Wenn ich auf meiner Terrasse sitze und mein Blick schweifen lasse, entdecke ich fast täglich etwas neues. Ich setzte z.B. frühe und späte Tulpen, dann blühen nicht alle miteinander und ich habe länger Freude.

Immer wieder entdecke ich Echsen, die ein warmes Plätzchen suchen.

Von mir aus könnte das tränende Herz und die Vergissmeinnicht das ganze Jahr blühen.

Und auf die Monatserdbeeren freue ich mich auch, sie sind sowieso die besten.

Geht zu: Samstagsplausch, Gartenglück, Sonntagsfreuden.