Pünktlich auf das Pfingstwochenende blüht es rot, rosa und weiss in unserem Garten. So pünktlich blühten die Pfingstrosen glaube ich noch selten.
Die ersten Blütenköpfe füllte der Regen mit Wasser.
Pfingstrosen gibt es in unserem Garten einige, aber so viele Blütenköpfe gab es noch selten. Es ist eine Freude ums Haus zu laufen und täglich mehr offene Blumen zu entdecken.
Die Blumen band ich zusammen, damit die schweren Blütenköpfe nicht brechen. Für Juttas DigitalArt nochmals alle Pfingstrosen zusammen.
Pünktlich zum Sommeranfang suchen wir im Garten einen Schattenplatz. Am kühlsten ist es immer noch unter einem Baum, der natürlichen Schatten spendet, darum platzierten wir den Tisch direkt auf der Wiese unten dem Baum.
Gläser mit Deckel sind jetzt wieder willkommen, um unliebsame Besucher von dem spritzigen Pfefferminz-Zitronenmelissen-Drink fernzuhalten. Zum Apéro gab es Melonenschnitze mit Tomaten-Mozzarella-Spiesse.
Bevor die Spargelzeit endet, genossen wir die letzten weissen und grünen Stangen. Da passte ein zartes Kalbsschnitzel hervorragend dazu.
Zum Glück fängt bereits die Saison der nächsten Leckerei an. Beim letzten Besuch kam es gut an und die Erdbeeren wachsen jetzt vor der Haustüre, darum machte ich wieder ein Erdbeertiramisu.
Aber nicht nur Essen im Freien schmeckt nach Sommer, sondern auch die lauen Abende auf der Terrasse liebe ich. Ich sitze so lange mit meiner Handarbeit draussen bei Kerzenlicht bis es Nacht wird und es zu dunkel wird und man die Maschen nicht mehr sieht.
So darf es bleiben, natürlich wäre es schön, wenn nachts ab und zu ein Sommerregen fällt.
Im Alten Botanischen Garten in Zürich entdeckte ich einen mir unbekannten Baum. Dort wächst und blüht ein Taschentuchbaum, auch Taubenbaum genannt. Von weitem glaubt man wirklich, er wäre voller weisser Tauben. Der Baum stammt ursprünglich aus China.
Bei näherer Betrachtung staunte ich über die weissen Blätter, die bis auf den Boden reichten. Darum geht der Baum auch zu Ghislana.
In Zürich wäre ich nicht erstaunt gewesen, wenn es sich um ein Kunstobjekt gehandelt hätte, bei dem man tatsächlich Taschentücher an die Äste gebunden hätte. Aber ich konnte mich selber überzeugen, dass es echte Blätter sind.
Durch den Garten führte uns unsere Route, auf der wir noch so manche schöne Stelle kennen lernten.
Wir machten einen ganz besonderen Ausflug nach Riehen mit vielen Eindrücken. Auf dem Weg hielten wir in Rheinfelden an und bummelten durch die Altstadt, da hat es und letztes Jahr schon so gut gefallen.
Dann ging es zu unserem eigentlichen Ziel, die Fondation Beyeler, ein Kunstmuseum und eine Stiftung. Die Fondation lockte uns mit einer hochkarätigen Ausstellung.
Wir besuchten die Ausstellung „Der junge Picasso“, aus der sogenannten Blauen und Rosa Periode, also Werke aus den Jahren 1901 -1906. Es sind noch keine zerlegten Kubistischen Bildern, die wohl jeder kennt. Es sind Bilder auf Picassos Weg zum berühmten Künstler, und aus einer Zeit als er noch in Armut lebte.
Neben der Ausstellung wollte ich schon lange einmal die Ausstellungshallen mit dem wunderschönen Park besichtigen.
Ich selbst verstehe nicht viel von Kunst. Aber die Ausstellung warb mit Superlativen, dass die Bilder dieser Schaffenszeit zu den schönsten und emotionalsten der Moderne zählen und in dieser Fülle nicht mehr gemeinsam an einem Ort versammelt zu sehen sein werden, diese Gelegenheit wollte sogar ich mir nicht entgehen lassen. Und da ich aufgeschlossen bin und gerne immer wieder Mal was Neues lerne, nahm ich an einer Führung teil. Das war genau das richtige für interessierte Laien. Wir erfuhren viel über das Leben des Künstlers, seine Techniken und die Bedeutung der Werke zur damaligen und heutigen Zeit.
Wir sahen das Bild La Vie, eines von Picassos ersten Meisterwerken. Die Darstellung der drei Lebensalter: Kindheit, Jugend und Alter, als auch den Tod, das Leid und die Liebe war sehr eindrücklich. Eindrücklich ist auch, dass der Versicherungswert sechs Nullen hat.
Als junger, armer Künstler bemalte Picasso viele Bilder auf der Vorder- und Rückseite. Dank der modernen Röntgentechnik konnte man feststellen, dass manche seiner Werke mehrmals übermalt sind. Solche Einzelheiten machen eine Führung besonders spannend und man schaut die Werke mit anderen Augen an.
Die Ausstellung und die Räumlichkeiten gefielen uns sehr gut und wir erlebten einen eindrücklichen Tag zusammen.
Ich bin froh, dass ich die Fotos für den 12tel Blick schon Mitte Monat machte als die Wiesen noch sonnengelb waren. Mittlerweile sind fast alle Wiesen gemäht oder aus dem Löwenzahn wurde eine Pusteblume. Aber für mich gehören die Löwenzahnfelder zum Wonnemonat Mai. Und für das Schlussbild aller 12tel Blick Fotos macht sich der gelbe Farbtupfer sicher auch nicht schlecht.
Es ist der letzte Donnerstag des Monats und Birgitt sammelt unsere Collagen. Der Mai wurde seinem Namen als Wonnemonat nicht gerecht. Das realisierte ich auch daran, dass ich viel weniger Fotos habe als in anderen Jahren. Es war oft sehr kalt, zumindest hatten wir genug Regen, der liess auch wieder den Seepegel ansteigen. Der Wildkräuterkochkurs brachte mir Kochinspirationen und ich sammle fleissig Wildkräuter. Was soll man auch an Regentagen anderes machen als Kochen und Backen. Jetzt hat Rhabarber Saison und bei uns gab es mehr als einen Rhabarberkuchen, Kaffeegebäck und Aperostangen. Im Garten gab es Maifröste und die Pflanzen mussten mit Vliesstoff geschützt werden. Sogar Schnee gab es einmal. Trotzdem blüht und gedeiht vieles. Und es gibt sogar einen Vorteil, die Blumen halten bei dem eher kühlen Monat umso länger.
Schon von weitem leuchten die purpurroten Monatserdbeeren zwischen den hellgrünen Blättern hervor in unserem Garten. Ich erntete eine ganze Handvoll und alle fanden den Weg direkt in den Mund.
Und wenn ich die vielen weissen Blüten sehe, freue ich mich jetzt schon auf die weiteren Beeren.
Das schöne ist, dass die Monatserdbeeren zuverlässig jedes Jahr reif werden bis im Herbst, ohne gross etwas dafür zu tun.
Für Marmelade oder so ein leckeres Erdbeertiramisu reichen die kleinen Erdbeeren nicht aus, aber da wir viele Beerenproduzenten in der Nachbarschaft haben, gibt es genug Gelegenheit von den grossen Erdbeeren zu profitieren.
Nach den Regentagen ist der Pegelstand am See um einen halben Meter angestiegen. Ein brütender Schwan hatte am Ufer sein Nest, dieses wurde leider weggeschwemmt. Schade, ich wollte die Schwanenfamilie gerne besuchen und euch Bilder zeigen.
Dafür war der Reiher wie fast immer an seinem Platz. Dem grauen Vogel entgeht nichts, was in seiner Umgebung gerade passiert.
Da nahmen es andere gemütlicher. Der Enterich liess sich nicht stören beim Mittagsschläfchen an der Sonne.
Auch schlafende Schwäne sah ich noch nicht oft. Vielleicht sonnten sie sich auch in der wärmenden Sonne.
Wie schon der erste Reiher hat auch dieser seinen festen Kontrollposten und beobachten wachsam seine Umgebung.
Der Weissstorch ist wieder da und brütet auf seinem Horst. Das Klappern gehört zum Balzritual und ist weit herum hörbar. Die ersten Annäherungsversuche sind deutlich zu sehen.
Schon seit vielen Jahren ist das Storchennest in luftiger Höhe im Nachbardorf von einem Storchenpaar besetzt.
Gemeinsam brütet das Paar die Eier aus. Nach etwa vier Wochen schlüpfen die Jungen, die dann von den Eltern bewacht und gefüttert werden.
Der blaue Himmel täuscht. Bei der Bise war es sicher nicht sehr angenehm dort oben.
Ich werde den Horst weiterhin beobachten und bin gespannt, wann man die Jungen sehen kann. Hoffentlich ist es dann wärmer, dass die Jungstörche nicht frieren müssen.
Der Wildkräuterkochkurs weckte mein Interesse an Wildpflanzen und ich bin jetzt viel aufmerksamer in der Natur unterwegs, so auch letztes Wochenende. Ich spazierte am Bach entlang und hatte schon von weitem den Bärlauchgeruch in der Nase, und sah schon bald die weissen Blüten.
Ich pflückte ein paar junge Blätter und Blüten. Bald kam ich an einer Naturwiese vorbei und ich konnte das gelernte von Stefanie anwenden, um weitere Wildkräuter zu bestimmen und zu sammeln.
Bald hatte ich ein Strauss aus Bärlauch, Knoblauchrauke, Goldnessel, Klettenlabkraut, Löwenzahn und Brennnesseln. Dazu kalte Finger und das Mitte Mai.
Aus dem Garten kam noch frischer Schnittlauch und Petersilie dazu und alles wurde klein geschnitten und mit Butter vermischt.
Und fertig war meine selbstgemachte Kräuterbutter. Mhhh was für eine Delikatesse aus der Natur.
Zurzeit klingelt es bei meinen WhatsApp Nachrichten öfters und es wird über das Wetter gejammert. Es kann nicht immer nur die Sonne scheinen. Und wer so herzige Stiefel besitzt, der freut sich doch, wenn er in den Pfützen laufen kann.
Anne sammelt alles was Rot ist und Jutta die DigitalArt. Bei dem Regenwetter hatte ich genügend Zeit, um drinnen ein bisschen an den roten Stiefel mit dem witzigen Spruch herum zu experimentieren.