„Büscheli“

Auch bei uns im Wald wird immer mal wieder eine ganze Fläche gerodet und zum Glück wieder aufgeforstet. So dass der Rohstoff immer wieder nachwächst. Für alle, die ihren Kachelofen noch mit Büscheli einfeuern, muss dies ein erfreulicher Anblick sein. Beim Roden kommt ein ganz altes Handwerk zum Einsatz.

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Brennholzbündel ist der schriftdeutsche Begriff des schweizerdeutschen „Holzbündeli“. Doch nicht jeder Schweizer verwendet diesen Ausdruck. In Zürich nennt man es „Bürdeli“, in Bern „Wädele“ und in der Zentralschweiz entweder „Stuudä“ oder „Buschlä“. Wir Ostschweizer verwenden die Begriffe „Büscheli“, „Böscheli“ oder „Bürdäli“ um nur ein paar weitere Beispiele aufzuzählen. In Deutschland werden sie Reisigbündel oder Reiswelle genannt.

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Doch egal wie man sie nun auch nennt, es ist ein schönes Handwerk. Wenn man zurzeit an dem gerodeten Waldstück vorbei läuft, wird der Vorrat für den Ofen jedesmal grösser.

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Verlinkt beim ANNA und DND

15 Gedanken zu „„Büscheli““

  1. Was für eine schöne Nutzung… Ein bisschen wie aus der Zeit gefallen. Und wie nett der Name klingt. Es grüßt dich herzlich eine Umweltschützerin (siehe oben), die nicht mal eben just for fun nach Dubai fliegt. Dieser Umweltschützer, auch wenn er nur „sog.“ ist, sollte sich mir mal vorstellen 😉 😉 ;-). Ach ja, auf die Balance kommt es an, nicht leicht, aber möglich – Ghislana

  2. Wir haben nicht solche Bündel weil Holz in Säcken verkauft wird an den Tankställen…
    Sorry, I tried to say that in German 🙂

  3. Liebe Pia,
    bei uns habe ich solche Bündel noch nicht gesehen; nur ganze Baumstämme, die dann zur Weiterverarbeitung abtransportiert werden. Leider werden heutzutage immer größere Maschinen eingesetzt, die den Waldboden plattwalzen und somit schwere Schäden hinterlassen….
    Herzliche Grüsse Kalle

  4. Liebe Pia,

    also eure schweizerischen Ausdrücke sind ja sehr variabel. Aber vermutlich ist das bei den deutschen Dialekten nicht anders. Forstwirtschaft und Umweltschutz sollten Hand in Hand gehen. Nicht jede Rodung ist schlecht und manches kann man heute bessermachen als noch vor Jahrzehnten.
    Herzliche Grüße – Elke (Mainzauber)

  5. hallo pia,
    diese holz- oder reisigwellen kennt man hier in der gegend auch nicht.
    die teile wären für meinen bollerofen auch etwas zu voluminös. ich bescheide mich mit holzwolleanzünder.

    gruss hanna

  6. Liebe Pia,

    wir könnten gerade zu ein Büscheli gebrauchen :-))) hier läuft nämlich der Ofen weil es so kalt geworden ist. Ich mag die Namen alle und Eueren Dialekt sowieso♥. Hier bei uns habe ich solche Büscheli noch nie gesehen. Hier gibt es nur normale Kaminholzscheite, glaub ich zumindest.

    Liebe Grüße
    Kerstin

  7. Da sieht man wieder, dass Waldwirtschaft in der Schweiz ganz anders aussieht als in Deutschland. Hier werden die dicken Stämme abgefahren, Äste werden manchmal auf einen Haufen gestapelt und irgendwann weggefahren oder oft einfach zwischen die jüngeren Bäume geworfen oder überhaupt liegen gelassen.
    Liebe Grüße
    Andrea

  8. Solche Bündel habe ich noch nie hier im Wald gesehen, Holzpolter ja die kenne ich aber so etwas nein das gibt es hier in unserer Gegend nicht. Danke für’s Zeigen,
    lieben Gruß
    Kirsi

  9. Interessant…also mir ist so ein Büscheli noch nie im Wald begegnet. Jedenfalls nicht so praktisch aufgerollt als Bündel. Brennholz sieht man natürlich auch häufig. Wahrscheinlich liegt das daran, dass die Deutschen immer in Raummetern beliefert werden. Das ist uns manchmal schon viel zu viel. Aber weniger geht nur viel teurer.
    LG Sigrun

  10. Liebe Pia,
    es ist erstaunlich, wie viele verschiedene Bezeichnungen etwas haben kann. Da sieht bzw. hört man wieder einmal, wie individuell wir sind, gell.
    Bei uns habe ich solche Bündel noch nie gesehen.
    Lieben Gruß
    moni

  11. Liebe Pia,

    bei uns sieht man diese Büscheli oder wie man bei uns sagt, Reisigbündel, überhaupt nicht, wenn im Wald gerodet wird. Die Baumstämme und dicken Äste werden entlang der Waldwege gestapelt und dann abgefahren. Reisig wird sofort auf LKWs zum Abtransport geladen.

    Ein wirklich nicht alltäglicher Anblick sind deine Büschelis. 🙂

    Liebe Grüße und ich wünsche dir einen schönen Wochenteiler
    Christa

  12. Hallo Pia,
    ich finde es sehr interessant, dass es so viele verschiedene Bezeichnungen für diese Bündel gibt, sogar innerhalb eines Landes.
    Bei uns habe ich solche Bündel noch nicht entdeckt, aber im Nationalpark Eifel, darf auch nicht in die Natur eingegriffen werden und bei uns im Stadtwald werden höchstens mal 4-5 Bäume gefällt.
    Jedenfalls die Nutzer der Bündel haben schon alles feinst zwérteilt und brauchen nicht mehr großartig die Scheite zu spalten.
    Vielen Dank für deinen interessanten Beitrag über den ich mich wieder sehr gefreut habe.

    Liebe Grüße
    Arti

  13. Das sieht man auch bei uns liebe Pia, aber es ist wirklich nicht alltäglich.
    Ja, für alle die immer schreien, dass soviel abgeholzt wird. Alle wollen Ofenheizung und dazu brauchen wir Holz. Gut ist es natürlich, wenn wieder aufgeforstet wird. Zuerst muß aber eine Fläche gerodet werden und dann wird in vielen Fällen auch wieder aufgeforstet. Dazu ist es aber auch oft nötig, dass auch der Boden untersucht wird und das dauert.
    Vielerorts sind auch nach dem Krieg, hier verlangten die „Sieger“ gutes Holz und hier wurden viele alte Bäume abgeholzt, weil Reparationsleistungen damit bezahlt wurden. Es sah wirklich sehr schlimm in den Wäldern aus. Hier hat man, damit es wieder ein Wald wurde, Fichten gepflanzt, weil die eben schnell wachsen. Was ein großer Fehler war und Fichten sind anfällig vor allem für den Borkenkäfer.
    Ein Wald wird nicht enfach so gerodet. Gut sind Mischwälder, das sagte schon unser erster Bundespräsident Papa Heuss, ein Schwabe, ich glaube die wenigsten kennen ihn noch und das ist schade.

    Was ich ganz schlimm finde, sind die sog. Umweltschützer, die meckern, aber dann Just for fun, für ein paar Tag nach Dubai fliegen.

    Schlimm finde ich auch, dass der große Schwede ja auch viel Holz verwendet. Hier wurden ganze polnische Wälder abgeholzt.
    Der eine Vorteil ist halt immer mit dem Nachteil verbunden.

    Mit ganz lieben Grüßen Eva

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