Mein Juni 2026

Der Juni 2026 wird wohl als Rekordmonat in Sachen Hitze in Erinnerung bleiben. Begonnen hat er mit den ersten Sommertagen, doch dann änderte das Wetter und die Schafskälte machte ihrem Namen alle Ehre. Geregnet hat es bei uns allerdings kaum, und der Pegelstand des Sees ist entsprechend tief.
Die grosse Enkelin durfte wieder mit der Feuerwehr-Drehleiter unsere Stadt aus der Vogelperspektive betrachten. Auf dieses Erlebnis freut sie sich jedes Jahr aufs Neue.
Für unser gemeinsames Wochenende mit unseren beiden Töchtern hatten wir ebenfalls Wetterglück. Wir genossen die Tage im Berner Oberland und konnten viele schöne Eindrücke mit nach Hause nehmen.
Im Garten wächst inzwischen alles üppig. Wir dürfen bereits Gemüse und Blumen ernten und freuen uns jeden Tag über die bunte Pracht. Auch unser Teich wurde gereinigt und frisch aufgefüllt – da wäre etwas Regen durchaus willkommen gewesen.
Seit Mitte Monat herrschen sommerliche Temperaturen, und jede Abkühlung ist willkommen. Ich kann mich nicht erinnern, dass der See schon so früh im Jahr eine so angenehme Badetemperatur hatte.

Genähtes

Der Sommer kam schneller als erwartet, und leichte Röckli wurden für die grosse Enkelin dringend benötigt. Aus einem Stoffpaneel, das schon lange in meinem Nähzimmer auf seinen Einsatz wartete, entstand ein luftiges Strandkleid. Schliesslich rücken die Ferien am Meer immer näher.
Das schlichte hellblaue Shirt brauchte sie für das Konzert der Singvögel, bei dem sie mit grosser Begeisterung mitsingt. Für uns Zuhörer war das natürlich ein besonderes Highlight, und ich war unglaublich stolz auf unsere Enkelin.
Die Röckli in der dritten Reihe sind für die kleine Enkelin entstanden. So muss sie nicht immer nur die Kleidung ihrer grossen Schwester nachtragen, sondern bekommt auch etwas ganz Eigenes.

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Thun – Stadtspaziergang zwischen Geschichte, Wasser und Schlossblick

Wie im vorigen Beitrag schon geschrieben, gönnten wir uns eine Auszeit im Berner Oberland, hoch über dem Thunersee.

Von diesem malerischen Dorf aus machten wir einen Abstecher und fuhren nach Thun.

Dort nahmen wir an einer Stadtführung teil und erfuhren viel Wissenswertes über die Stadt und ihre Geschichte. Schon beim Ankommen spürten wir, dass Thun ein besonderes Flair ausstrahlt. Ein Ort, an dem man gerne flaniert und bummelt. In den fast durchgehend autofreien Gassen war überall einladend herausgestuhlt.

Unsere Tour begann bei der oberen Schleuse, der Scherzligschleuse. Noch heute kann dort der Pegelstand des Thunersees reguliert werden. Gebaut wurde sie, um das Wasser in den ehemaligen Stadtgraben zu leiten und Überschwemmungen zu verhindern. Dabei entstand auch eine Insel, die von der inneren und äusseren Aare umflossen wird.

Im Innern der Brücke kann man die Schleusen zum Öffnen und Schliessen gut besichtigen.

Das einstige Luxushotel Thunerhof versetzt einen zurück in die Belle Époque. 1875 wurde das imposante Grandhotel erbaut. Es war zu dieser Zeit das grösste und luxuriöseste Hotel des Berner Oberlandes. Der Hotelbetrieb wurde 1934 endgültig eingestellt. Heute ist es einer der Standorte der Stadtverwaltung Thun. Auch das Kunstmuseum befindet sich in diesem historischen Gebäude.

Weiter ging der Blick zum Mühleplatz, wo heute nichts mehr an die florierenden Zeiten des Gewerbes erinnert. Bis in die 1970er-Jahre wurde auf dem Mühleplatz Korn zu Mehl verarbeitet. In den 80er-Jahren übernahm die Stadt das Terrain an der Aare. Anschliessend wurden die alten Mühlegebäude zum Abbruch freigegeben und der Platz neu gestaltet. Heute ist der Mühleplatz direkt am Wasser das Herzstück der pulsierenden Thuner Gastro- und Ausgehszene.

Begeistert hat uns, wie nahe am Wasser ein Beizlein neben dem anderen aufgereiht war.

Dann standen wir vor dem Marktplatz mit dem imposanten Blick hinauf zum Schloss. Ich konnte mir nicht all die Zahlen und Episoden rund um das Schloss merken. Wer mehr wissen will, schaut hier nach.

Wenn man genau hinschaut, sieht man, dass der obere Teil einmal neu gebaut wurde.

Etwas Besonderes ist die Obere Hauptgasse mit ihren prägnanten Hochtrottoirs, den vorstehenden Dächern und den bunten Häuserfassaden. Die Gasse erhält ihren besonderen Charakter durch ein ungewöhnliches Strassenprofil. Beidseitig hervorspringende untere Geschosse und darüberliegende Trottoirs bilden eine zweigeschossige Ladenzeile. Via Obere Hauptgasse gelangt man übrigens mit einem Lift bequem auf den Schlossberg.

Und hier ein Blick auf die hintere Häuserfront der Oberen Hauptgasse.

Bereits im Mittelalter stand auf dem Schlossberg neben der Burganlage die markante Stadtkirche. Es ist die reformierte Kirche der Stadt Thun. Der achteckige Turm und das grosszügige barocke Schiff prägen das historische Bauwerk.

Vom südlichen Turm in der Kirchhofmauer aus geniesst man einen besonders spektakulären Blick auf das Aarebecken, den Thunersee und die Berner Oberländer Alpen.

Das Laufen über die Schottergassen merkten wir langsam in den Beinen.

Da tat ein Schluck kaltes Wasser aus dem schönen alten Brunnen sehr gut.

Über die gedeckte Holzbrücke stiegen wir wieder hinunter in die Altstadt. Kurz mussten wir überlegen, wie viele Holzbrücken es in Thun eigentlich gibt!

Bei der Unteren Schleuse, der Mühleschleusenbrücke, gibt es auch für Abenteuerlustige viel zu erleben. Eine der beliebtesten Aktivitäten hier ist das Wellensurfen bei den Schleusen. Ein einzigartiges Erlebnis, das Adrenalin mit eindrücklicher Naturschönheit verbindet.

Diesem spektakulären Treiben sahen wir eine Weile zu und bestaunten die Surfer. Die Schleusen sind seit 1818 in Betrieb und wurden ursprünglich gebaut, um den Transport auf dieser Wasserstrasse, die den Thunersee mit Bern verbindet, zu erleichtern.

Nach dieser sehr informativen Stadtführung setzten wir uns in ein Café, natürlich direkt am Wasser, und liessen die vielen Eindrücke auf uns wirken.

Thun ist auf jeden Fall eine Reise wert. Für uns war es genau so, wie wir es am liebsten haben.

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Kurzurlaub ins Berner Oberland

Schon lange war ich nicht mehr im Berner Oberland, eine Region der Schweiz, die ich bisher kaum kannte. Umso mehr freuten sich mein Mann und ich, gemeinsam mit unseren zwei Töchtern, auf eine kleine Auszeit vom Alltag. Unsere Wahl fiel auf ein wunderschönes Wellnesshotel hoch über dem Thunersee.

Ankommen, entspannen und geniessen – das war unser Motto.

Der Wellness- und Spa-Bereich liess keine Wünsche offen und bot die perfekte Möglichkeit, zur Ruhe zu kommen.

Besonders beeindruckend war jedoch der Blick von der Terrasse: Über den Thunersee hinweg bis zu den Berner Alpen, einfach gigantisch! Zum Glück spielte auch das Wetter mit. Zwar nicht wolkenlos, aber trocken.

Direkt gegenüber unseres Hotels ragte der Niesen in die Höhe, einer der markantesten Hausberge der Region.

Ein besonderes Highlight war ein Ausflug, der direkt neben dem Hotel begann: die Überquerung der 340 Meter langen Hängebrücke über die Gumischlucht. Mit einem Blick in die 182 Meter tiefe Schlucht ist dieses Erlebnis nichts für schwache Nerven.

Die Panorama-Hängebrücke zwischen Sigriswil und Aeschlen bietet eine spektakuläre Aussicht auf die berühmten Gipfel Eiger, Mönch und Jungfrau sowie auf den glitzernden Thunersee. Wer wagt, einen Blick nach unten zu werfen, entdeckt tief unter sich den Grund der Gumischlucht, ein atemberaubender Moment.

Getragen wird die Brücke von vier 27 Meter hohen, leicht zur Mitte geneigten Pylonen, ein eindrucksvolles Bauwerk inmitten der alpinen Landschaft.

Wir entschieden uns für den Weg durch die Gumischlucht

Und wurden mit einer ganz besonderen Perspektive belohnt: dem faszinierenden Blick von unten hinauf zur Brücke, eingerahmt vom Himmel.

Auf dem nächsten Bild das idyllische Dorf Aeschlen, das durch die Hängebrücke mit Sigriswil verbunden ist.

Auch der Blick über den Thunersee, kombiniert mit einem dramatischen Himmel, blieb uns unvergesslich.

Ein ganz besonderer Anlass machte den Aufenthalt zusätzlich einzigartig: Wir hatten ein Geburtstagskind dabei, das natürlich gebührend gefeiert wurde.

Kulinarisch wurden wir ebenfalls rundum verwöhnt, mit einem abwechslungsreichen und genussvollen Angebot, das keine Wünsche offenliess.

Viel zu schnell ging unser verlängertes Wochenende zu Ende. Doch wir waren uns alle einig: Diese Auszeit war ein voller Erfolg – genau so, wie ich es am liebsten habe.

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Ein Teich voller Überraschungen

Seit mehr als zwanzig Jahren haben wir in unserem Vorgarten einen Teich. Von Anfang an gehörten Seerosen dazu. Zu Beginn hatten wir zwei Pflanzen: eine weisse und eine rosa Seerose. Schon beim Kauf wurden wir darauf aufmerksam gemacht, dass diese Pflanzen viel Platz brauchen. Da unser Teich etwa drei Meter lang und fast zwei Meter breit ist, waren wir aber überzeugt, dass zwei Seerosen darin gut Platz haben.
Das nächste Bild ist schon ein paar Jahre alt, aber so schön blühte es jedes Jahr in unserem Teich. Immer wieder blieben Leute stehen und freuten sich am satten Grün und an den farbigen Blüten. Die weisse Seerose hat leider nicht lange überlebt, aber die rosa Seerose entwickelte sich prächtig.

In den letzten Jahren hatten wir jedoch immer öfter Probleme mit dem Wasser. Es bildeten sich immer mehr Algen, und der Teich wurde zunehmend unansehnlich. Also beschlossen wir, ihn einmal ganz zu leeren. Mit einer Pumpe ging das recht schnell. Doch dann kam das grosse Problem: Eine einzige Seerosenpflanze war so gross und schwer geworden, dass selbst zwei starke Männer sie nicht aus dem Teich heben konnten. Mein Mann musste die Pflanze schliesslich mit der Stichsäge in Stücke schneiden, damit wir sie entfernen konnten.

Da der Hochdruckreiniger ohnehin schon bereitstand, wurde die Teichfolie gleich gründlich gereinigt. Zuvor hatten wir die Molche so gut es ging zwischengelagert, damit sie die grosse Reinigungsaktion unbeschadet überstehen.

Im leicht erhöhten Teil des Teichs platzierte unsere grosse Enkelin zusammen mit dem Grosspapi Steine und setzte Wasserpflanzen dazwischen. Dabei staunte sie nicht schlecht, wie tief der Teich wirklich ist. Bis jetzt hatten wir den Enkelkindern immer verboten, alleine zum Teich zu gehen, weil sie hineinfallen und ertrinken könnten. Als sie nun im leeren Teich stand, meinte sie ganz erstaunt, er sei ja tiefer als sie gross ist.

Eine Umwälzpumpe haben wir nicht, weil Seerosen stilles Wasser mögen. Ein Regenwasserrohr speist den Teich und sorgt normalerweise für etwas Sauerstoffzufuhr. Da der Regen aber immer öfter ausbleibt, müssen wir uns wohl langfristig etwas überlegen.

Nun warten wir auf Regen und haben den Teich deshalb nicht gleich vollständig mit Leitungswasser gefüllt.

Aktuell sieht unser Teich schon wieder deutlich besser aus. Leider war es nicht der Regen, der ihn gefüllt hat! Weil ich mein Giesswasser aber nicht so weit tragen wollte, musste schliesslich doch wieder der Schlauch helfen.

Eine neue Seerose ist inzwischen auch schon gekauft. Ich hoffe, dass sie sich bald bei uns wohlfühlt und gut anwächst. Die alte Pflanze mussten wir entsorgen, denn ihr Wurzelwerk war einfach viel zu gross geworden.
Jetzt bin ich gespannt, wie lange es dauern wird, bis unser Teich wieder so schöne Blüten zeigt wie früher. Ich werde sicher darüber berichten.

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