Archiv der Kategorie: Kultur

Heiss und trocken!

Birgitt sammelt unsere Monatscollagen.
Der August kann man mit zwei Worten beschreiben: heiss und trocken. Wenn der fehlende Regen etwas Gutes hat, dann dass man all seine Vorhaben in die Tat umsetzen konnte und nichts „ins Wasser“ fiel.  Denn es war allerhand los im vergangenen Monat. Es gab Einladungen zum Grillieren mit vielen Leckereien, das Sommernachtsfest mit Feuerwerk fand statt und mit meiner Schwester genoss ich das Freilichtspiel der arme Mann im Toggenburg am Originalschauplatz. Immer wieder schaute ich in den Himmel und hoffte, dass endlich Regen fällt. Trotz fehlendem Regen bereicherte viel Gemüse aus dem Garten unsere Mahlzeiten. Bei all dem Gemüse vertrug es auch das eine oder andere Eis. Noch nie ass ich so viel Eis wie diesen August. Mit dem Liegestuhl musste man in diesem Sommermonat dringend den Schatten suchen. Zurzeit haben wir wenigstens etwas kühlere Nächte, was uns alle ruhiger schlafen lässt. Zum Glück vertrage ich diesen schönen Sommer gut und der Herbst darf ruhig noch etwas warten.

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Ueli Bräker, der arme Mann vom Toggenburg

Meine Schwester und ich besuchten das Freilichtspiel Ueli Bräker – der arme Mann vom Toggenburg. Wir haben einen besonderen Bezug zu diesem Stück. Wir sind ganz in der Nähe des Schauplatzes aufgewachsen, und natürlich war es auch Thema in der Schule. Wir waren gespannt, was uns erwartet.

Das Stück erzählt die Lebensgeschichte des Schriftstellers Ueli Bräker (1735–1798). Als einfacher Bauer, Soldat und Garnhändler dokumentierte er auf eindrückliche Weise das Leben der  Bevölkerung auf dem Land. Es ist „ein Stück Weltgeschichte aus der Sicht des kleinen Mannes im Toggenburg“. Genau das ist das Spezielle an diesem Stück, dass mit Ueli Bräker jemand aus der einfachen Bevölkerung zu Wort kommt, von der es sonst keine eigenen Aufzeichnungen aus dieser Zeit gibt.
Ein besonderes Highlight war, dass das Stück vor dem Jugendhaus des Ueli Bräker gespielt wurde.

Auf dem Weg zum Schauplatz hat es Infotafeln über das Leben des einfachen Salpetersieders, der die Wirren der Weltgeschichte verfolgte, und in bitterer Armut mit seiner Familie lebte.

In ganz einfacher Sprache schrieb er seine Tagebücher, die über 4’000 Seiten umfassen.

Schon bald begegneten wir den ersten Schauspielern, die auf ihren Auftritt warteten.

Die Wahrsagerin hatte zu dieser Zeit grossen Einfluss und verwirrte die einfachen Bauersleute zu ihren Gunsten.

Mehr als 40 Laiendarsteller spielten mit.

Das Stück ist auch eine gefühlvolle Lebensgeschichte. Der junge Ueli verliebte sich sich in Aenneli, die er dann aber doch nicht zur Frau bekam.

Dass ein Bauernsohn zu dieser Zeit Lesen und Schreiben konnte war eine Seltenheit.

Stattdessen musst jeder tatkräftig mithelfen.

Trotz der harten Arbeit darf ein Schwatz natürlich nicht fehlen.

Beim Einbruch der Dunkelheit entstand eine melancholische Stimmung, die hervorragend zur Geschichte voller Lebenslust, Hoffnung und Wärme passte.

Ein Satz aus seinen Schriften hat nichts an Gültigkeit verloren, sondern ist aktueller denn je: „s ist also, dass in solche, verwirrten Freiheitsdaumel eine zahllose Menge unwüssender oder gar boshafter Schreyer immer den vernünftigeren Theil überstimmt“.

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Unter freiem Himmel zum Zweiten

Wenn das heisse und trockene Sommerwetter etwas Gutes hat, dann das keine Veranstaltungen „ins Wasser“ fallen. Mein Rucksack für die Open-Air-Aufführungen versorge ich gar nicht erst, sondern lasse ihn im Flur stehen. Die Decke und den Schal brauchte ich nie. Bei diesem herrlichen Sommer bleiben die Abende angenehm warm und machen das Vergnügen noch schöner.

Manchmal kommt alles zusammen. Zuerst war ich im Open-Air Kino. Der Film wurde mir wärmstens empfohlen. Nicht nur der Film war ein Vergnügen, sondern auch der Vollmond war spektakulär.

Plötzlich zückten viele ihre Handys als der Mond, fast wie der Blutmond, am Horizont aufging.

Dann war der Nationalfeiertag der Schweiz. Da trifft man sich mit Freunden und Familie, es wird gegrillt und wenn es dunkel wird, steigen die Raketen in den Himmel und brennen die Feuerwerkskörper. Das Abfeuern in den Nachthimmel und das offene Feuer wurden dieses Jahr wegen akuter Waldbrandgefahr verboten.
Der Rucksack wird aber immer noch nicht im Schrank verstaut. Weil zwei weiterer Freilichtbesuche kommen noch. Mit meiner Schwester besuche ich das Theater Ueli Bräker. Darauf freue ich mich besonders. Und das Sommernachtsfest unserer Stadt das jedes Jahr Anfang August stattfindet, will ich auch nicht verpassen.

  

Wanderung zur Ahornkapelle

Das schöne Wetter lockte uns, um zur Ahornkapelle zu wandern. Der Ausgangspunkt war Weissbad am Fusse des Alpsteins. Ein Rundweg führt durch das Wissbachtal, die Distanz ist ca. 13 Kilometer und die vorgegebene Zeit beträgt ca. 4 Stunden. Satte, grüne Wiesen und eine gute Fernsicht erwarteten uns.

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Wir wählten den oberen Weg, der mehr durch den Wald führt. Kerzengerade standen die Weisstannen und spendeten auch den nötigen Schatten.

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Wir hatten Bilderbuchwetter und schöne Wanderwege in einer intakten Natur.

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Und das ist sie, die Ahornkapelle. Im Gasthaus daneben, das den Namen der Kapelle trägt, stärkten wir uns.

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Wie ein Rinnsal läuft das Wasser über die Steine. Kaum zu glauben, dass das Wasser in den Rhein und in das Meer mündet.

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Beim Leuenfall donnern die Wassermassen über die Felswand. Der kleine Abstecher zum Wasserfall lohnt sich.

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Im Hintergrund sieht man das Alpsteinmassiv.

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Wir genossen die Ruhe und eine Wanderung abseits der grossen Wandermassen, die man sonst im Alpstein antrifft. Am Himmel über der Ebenalp zählten wir an diesem Tag bis zu 30 Gleitschirmflieger.

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Unser Weg führte immer wieder am kühlen Bachlauf entlang.

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Bei der Kapelle Sonnenhalb kommen wir wieder zu unserem Ausgangspunkt zurück. Uns hat die Route gefallen. Und ich bin auch stolz, dass ich meinem Mann, der ein fleissiger Wanderer im Alpstein ist, eine Rundtour vorgeschlagen konnte, die er noch nicht kannte.

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Unser Wander vergnügen zeige ich gerne bei
Andrea, und Katrin und Ghislana

Monatscollage Juli

Was für ein heisser Juli! Laut Meteorologen so heiss wie seit 100 Jahren nicht mehr. Grade ein einziges Mal regnete es bei uns diesen Monat. Dementsprechend war mein Utensil, welches ich am häufigsten benutzt habe, na was wohl, klar die Giesskanne. Aber den Rasen, bei uns ist es eher eine Wiese, wässere ich nicht. Dafür ist mir das wertvolle Trinkwasser zu schade. Unterwegs war ich vor allem abends wenn’s kühler wurde. Sei das auf den Tribünen auf dem Klosterplatz oder direkt am See, oder im Wald. Wenn wir mit den Velos durch den Wald fuhren, war es sehr angenehm. Nicht ganz so kühl aber auch schön war unser Ausflug mit dem Rheinschiff und dem Häckelkunstwerk von Ernesto Neto, das ich bestaunte. Fast jede Mahlzeit assen wir draussen. Die Zutaten für leichte Sommergerichte kamen aus dem Garten. Da können wir jetzt aus dem Vollen schöpfen. Also alles in allem ein wunderbarer Sommermonat, der auch noch die letzten Tage so heiss bleiben wird.

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Unter freiem Himmel

Es ist Sommer, die Zeit der Freilichtveranstaltungen. Ich war gleich an zwei Aufführungen. Beide Male genossen wir einen wunderschönen Sommerabend, vor einer wunderschönen Kulisse.
Auf dem Klosterplatz in St.Gallen waren wir an den diesjährigen Festspielen. Nur schon das Bühnenbild selber mit der Klosterkirche im Hintergrund war ein Genuss.

Dieses Jahr wurde die Oper Edgar von Puccini gespielt, eine selten gespielte Oper.

Während der Aufführung darf man ja nicht fotografieren. Ihr müsst mir jetzt einfach glauben, dass die Schauspieler und Sänger hervorragend sagen, die Kostüme und das Bühnenbild faszinierend waren und das ganze Ambiente einfach atemberaubend.

Drei Chöre wirkten mit, und somit standen bis zu 100 Leute auf der Bühne und sorgten für Gänsehaut.

Weniger pompös, aber selbstverständlich auch im Freien war die zweite Aufführung diese Woche. Der Besuch im See-Burgtheater ist eine liebgewordene Tradition. Das Stück Biedermann und der Brandstifter von Max Frisch weckt sicher bei vielen Erinnerungen an eine Pflichtlektüre in der Schule.

Wir trafen uns frühzeitig am See, wegen der schönen Stimmung am Ufer. An heissen Sommertagen ist man froh um den frischen Schatten.

Man konnte sich fast nicht entscheiden, was die schönere Vorstellung war, die Natur oder das Theaterstück.

Witzig fanden wir den Brandbeschleuniger als Durstlöscher und Einstimmung auf die Theateraufführung.

Das Stück wurde in der glasklaren und scharfer Sprache von Frisch gespielt und überlässt das Parabelhafte den Zuschauern. Bidermann und die Brandstifter tobten sich unter freiem Himmel aus – und sind beklemmend aktuell.

Die Kulisse war wie gewohnt einfach, aber eindrücklich und das Stück lebt von spektakulären Einsätzen, z.B. mit einem vorfahrenden Feuerwehrauto, das knatterte und stinkt, oder das Feuerwerk in den Nachthimmel.

Und auch vor dieser herrlichen Kulisse war uns ein wunderschönen Sommerabend gegönnt.

Genauso wie ich es am liebsten habe.

    

«Mutter Erde Baum»

GaiaMotherTree heisst das Werk des brasilianischen Künstlers Ernesto Neto, welches noch bis Ende Juli im Zürcher Hauptbahnhof zu bestaunen ist. Die Skulptur hat die Form eines Baums, dessen Krone die Decke der 20m hohen Bahnhofshalle bedeckt.

Es ist handgefertigt. Aus 11 km langen Baumwollstoffbändern wurde es in einer Fingerhäkeltechnik geknüpft und zu einer gigantischen durchsichtigen Skulptur zusammengeknotet.

Im begehbaren Innenraum an der Wurzel des Baumes, können sich die Besucher ausruhen und verweilen. Entweder auf den Bänken

oder auf einem der vielen gehäkelten Kissen.

Wenn man sich auf den Boden legt, sieht man in der Mitte der Baumkrone eine Blüte.

An den Wurzeln spriessen Samen, symbolisch für einen Lebensbaum.

Die herabhängenden, tropfenförmigen Elemente sind mit duftenden Gewürzen gefüllt.

Es ist ein Ort der Begegnung, der Interaktion und der Meditation.

Wer Zeit und die Gelegenheit hat, dem kann ich ein Besuch wärmstens empfehlen.

Dritter Geschwistertag

Diese Woche war ich wieder mit meinen Geschwistern und Schwägerinnen auf einem Ausflug. Dies ist jetzt schon das dritte Mal. Da kann man schon fast von einer Tradition sprechen.

Es war eine Überraschung, wohin es gehen wird. Unsere Schwester organisierte den Tag. Vollständig waren wir in Zürich und fuhren dann gemeinsam nach Basel. Eine Zugfahrt eignet sich hervorragend, um sich allerlei zu erzählen. Zu unserer Überraschung wartete ein Cousin in Basel auf uns und führte uns kompetent mit dem Tram zur Schifflände und weiter durch den Tag.

Wir bestiegen das Ausflugsschiff, wo ein schöner Tisch auf dem Oberdeck reserviert war.

Auf der Schleusenfahrt den Rhein hoch genossen wir das Mittagessen. Vorbei an der Baselbieter Landschaft und an vielen Fischerhäusern.

Vor jedem Fischhaus schwebte ein Netz. Wahrscheinlich sind sie an den Wochenenden gut besucht.

Schon bald schlossen sich hinter uns die Schleusentore, um die Höhendifferenz zu überwinden. Es war sehr interessant wie das Schiff durch das einlaufende Wasser immer höher stieg.

Die Fahrt dauerte zwei Stunden und schon bald fuhren wir Richtung zweite Schleuse.

Von unten sprudelte das Wasser in das Schleusenbecken und hob das Schiff an.

Entlang der ganzen Strecke gab es wunderschöne Natur.

Unser Ziel war Rheinfelden.

Hier machten wir einen Rundgang durch die historische Altstadt, durch die wunderschönen Gassen mit Kopfsteinpflaster.

Vorbei an dem schön geschmückten Rathaus,

wo sich ein Blick in den Innenhof mit den Wandmalereien wirklich lohnte.

Die vielen gut erhaltenen Häuser bilden ein schönes Stadtbild.

Auch den Störchen gefällt es in Rheinfelden, wo mehrere Storchenbaue bereitstehen.

Durch die Geissgasse führte unser Weg zum Bahnhof

Wo es eine extra Haltestelle gibt, um zu der berühmten Brauerei Feldschlösschen zu fahren.

Weiter ging es mit dem Zug nach Frick, mit dem Postauto durchs Fricktal und über das Benkenjoch nach Aarau. Von dort ging es wieder mit dem Zug nach Hause. Wir erlebten viele interessante Eindrücke und hatten miteinander schöne Stunden.
Genauso wie ich es am liebsten habe.

    

Alles neu macht der Mai

Der Mai war dieses Jahr ein Bilderbuchmonat. Die ersten Tage war ich noch im Oman unterwegs und erkundete die Schönheiten des Morgenlands. Zuhause spriesste währenddessen die Natur, und man konnte den Blumen im Garten und auf den Wiesen fast beim Wachsen zuschauen. Ich war viel draussen im Garten oder mit dem Fahrrad unterwegs. Vorbei an weiss übersäten Margeritenwiesen oder sonnengelben Löwenzahnfelder, die kurz vor der Heuernte standen. Fast immer hatte ich die Kamera dabei. Einmal war ich doch noch drinnen, den Theaterbesuch genossen meine Tochter und ich sehr. Doch das schöne Wetter lockte mich immer wieder zu meinen Lieblingsplätzen am See. Nebst dem Sommerfloor pflanzen, war die Hauptbeschäftigung das Giessen, weil es bei uns immer noch viel zu trocken ist. Also ihr könnt es lesen, wir hatten einen Wonnemonat, der von mir aus ruhig bleiben kann 🙂

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Mit Liebe geschenkt

Hoffentlich durften alle Mamis letzten Sonntag einen schönen Tag verbringen am besten sicher im Kreis mit ihren liebsten.
Auch ich habe am Sonntag mit meiner Tochter zusammen einen schönen Nachmittag verbracht. Gemeinsam besuchten wir auf meinen Wunsch hin die Vorstellung im Casino Theater.
Liebevoll verpackt überreichte sie mir die Rolle mit dem selbstgemachten Herzen und den lieben wünschen. Das lässt ein Mutterherz höher schlagen.

Das Stück heisst: Giacobbo / Müller in Therapie. Die beiden TV-Komiker zurück auf der Bühne. Lange Jahre unterhielten die beiden die Zuschauer am Sonntag Abend mit ihrer Satire Sendung im Fernsehen.

Anlehnend an Anekdoten aus der Fernsehzeit erarbeiteten sie ein Theaterstück  das in einer zweistündigen Bühnenshow aufgearbeitet, untersucht, analysiert, imitiert und diskutiert wird.

Vieles kam mir bekannt vor und ihre bissige Satire mag ich sehr gerne. Das Stück hat uns beiden gut gefallen und wir haben uns köstlich amüsiert. Ein Muttertags Geschenk ganz nach meinem Geschmack.