Mein August 2026 + 12tel Blick

Wir hatten den heissesten August seit Messbeginn, und für mich verlief der Monat eher ruhig. Bei dieser Hitze wurden nur die nötigsten Aktivitäten unternommen und vieles auf angenehmere Tage verschoben.
Auch am Nationalfeiertag machte sich die Trockenheit bemerkbar: Grillieren und Feuerwerk waren verboten, denn die Brandgefahr war einfach zu gross.
Dafür gab es einige Geburtstage zu feiern. Unsere Zinnien blühen so fleissig, dass ich immer wieder schöne Sträusse schneiden konnte, die unsere Geschenke begleiteten. Auch im Gemüsegarten können wir aus dem Vollen schöpfen und die Sommerküche abwechslungsreich gestalten. Was wir nicht frisch essen, wird für den Winter haltbar gemacht.
Körperliche Anstrengungen mussten bei diesen Temperaturen warten. Dafür nutzte ich die Zeit, um beim Basteln einiges auszuprobieren. Selbst zum Nähen war es mir meistens zu heiss, immerhin wurde noch ein Kleid für die grosse Enkelin fertig.
Eine Premiere gab es in diesem Monat auch: Zum ersten Mal waren beide Enkelinnen gemeinsam bei uns in den Ferien. Wir verbrachten eine schöne und abwechslungsreiche Zeit miteinander.
Nach den Ferien begann für unsere grosse Enkelin ein neuer Lebensabschnitt: Sie wurde eingeschult und ist nun eine stolze Schülerin. Der «Ernst des Lebens» hat also begonnen.
Und dann kam endlich der ersehnte Regen. Für die Natur war er dringend nötig, doch am See ist davon noch nicht viel zu merken. Der Pegelstand ist weiterhin sehr tief, und an manchen Stellen muss man recht weit ins Wasser hinauslaufen, bis es tief genug zum Schwimmen ist.

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12tel Blick August

Passend zum Wetter zeigt sich mein Blickstandort im August bei strahlendem Sonnenschein. Was das Foto allerdings nicht vermitteln kann, ist die grosse Hitze an diesem Tag. Wenn man genauer hinschaut, entdeckt man trotzdem schon ein kleines Zeichen des nahenden Herbstes: Die Birke trägt bereits die ersten farbigen Blätter.

Vielleicht wundert sich der eine oder andere, warum die Wiese trotz der langen Trockenheit noch so schön grün ist. Die Grünflächen im Park werden bewässert. Ob das bei dieser Trockenheit wirklich nötig ist, darüber kann man sicher unterschiedlicher Meinung sein.

Die Stadtgärtner geben sich jedenfalls viel Mühe, damit sich der Park und die öffentlichen Plätze auch während dieses aussergewöhnlich heissen Sommers gepflegt und grün präsentieren.

12tel Blicke

Frühe Morgenstimmung am See

Es gibt sie noch, diese Zeiten am frühen Morgen, in denen man am See fast alleine unterwegs ist. Eigentlich ist das nicht unbedingt meine bevorzugte Zeit, um spazieren zu gehen und am See zu verweilen. Aber bei der momentanen Hitzewelle muss man so viel wie möglich in die frühen Morgenstunden verlegen.
Bei dieser Gelegenheit kam ich am Seepark vorbei. Die Stimmung war so schön, dass ich nicht anders konnte, als ein paar Fotos zu machen.
Die Sitzgelegenheiten sind noch leer und das Schwäbische Meer liegt ruhig vor mir.

Auch die Wasservögel sind schon munter und suchen nach etwas Leckerem zum Futtern.

Langsam wird es heller am Horizont. Die Sonne scheint sich durchzusetzen und zaubert eine herrliche Morgenstimmung über den See. Allein für diese Atmosphäre hat sich das frühe Aufstehen schon gelohnt.

Der Anker symbolisiert für mich, wo meine Heimat ist und wo ich mich wohlfühle.

Noch ist nicht ganz klar, ob es vielleicht auch bei uns am Obersee endlich ein paar Regentropfen geben wird. Der Pegelstand liegt bei uns rund eineinhalb Meter tiefer, als es für diese Jahreszeit üblich wäre.

Weniger schön ist der Anblick dieses Baumes, der bei einem heftigen Sturm Mitte Juli arg in Mitleidenschaft gezogen wurde. Einige alte, grosse Schattenbäume fielen dem Sturm zum Opfer.

Dieser Fensterblick ist ein beliebter Fotostandpunkt und wohl eines der beliebtesten Sujets bei Einheimischen und Touristen.

Immer wieder gelingt es den Stadtgärtnern, wunderschöne Rabatten anzulegen, in denen das ganze Jahr über etwas blüht.

Die Boote, die noch genügend Wasser unter dem Kiel haben, liegen noch zugedeckt im Hafen.

Dort, wo ich zum Fotografieren stehe, müsste ich bei normalem Wasserstand eigentlich bis zu den Knien im Wasser stehen!

Auf dem nächsten Foto sieht man den tiefen Wasserstand noch deutlicher. Würde der Mann auf der Mauer sitzen, könnte er bei normalem Pegel seine Füsse im Wasser baden.

Ich hoffe, euch hat meine frühe Morgenrunde am See ebenso gefallen wie mir. Und vielleicht sollte ich doch öfter einmal so früh unterwegs sein, solche Morgenstimmungen sind schliesslich etwas ganz Besonderes.

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Abkühlung im Wald

In diesem heissen Sommer musste man sich immer wieder einen kühlen Ort suchen, gerade mit Kleinkindern. Da ist ein Spaziergang im schattigen Wald genau das Richtige, und wenn es dort auch noch Tiere und einen tollen Spielplatz gibt, umso besser.

Das Bruderhaus am Rande von Winterthur besuchen wir immer wieder gerne, und die Enkelinnen kennen sich dort inzwischen gut aus. Da nun auch unsere jüngere Enkelin ohne Kinderwagen unterwegs ist, können wir die schattigen Wege nehmen, die teilweise über Treppen führen.

Beim Wildschweingehege gab es Frischlinge zu sehen, und es war lustig, ihnen beim Spielen zuzuschauen.

Die putzigen, schön gestreiften Tiere sind natürlich ein besonderer Anziehungspunkt für die Besucher. Auch wir verweilten eine ganze Weile bei ihnen.

Die Wisente waren an diesem Morgen noch draussen und genossen sicher die frische Luft, bevor es auch ihnen mit ihrem dicken Fell zu warm wurde.

Auch sie haben Nachwuchs. Wie alt das Kleine ist, konnten wir allerdings nicht erfahren.

Die Rothirsche suchten ebenfalls den Schatten und wären bestimmt froh gewesen, wenn es bald eine Abkühlung gegeben hätte.

Mehr Tiere liessen sich an diesem Morgen nicht blicken, was bei diesen Temperaturen gut verständlich war. Dafür vergnügten wir uns mit unseren Enkelinnen noch eine Weile auf dem Spielplatz, bevor es wieder nach Hause ging.

Nach der Mittagsruhe war das Schwimmbad dann die beste Wahl. Und so habt ihr einen kleinen Einblick bekommen, wie ein Hütetag mit unseren Enkelinnen bei uns aussehen kann.

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Openair-Sommer

Etwas Gutes hat dieser heisse Sommer mit seinen lauen Abenden: Man kann wunderbar planen, einen schönen Abend am See bei einem guten Film zu verbringen.

Man trifft sich am See, geniesst einen Drink und wartet darauf, dass langsam die Dämmerung einsetzt. Das Ambiente lässt sofort ein wenig Ferienstimmung aufkommen und den Alltag für ein paar Stunden vergessen.

Der Wind kräuselt leicht das Wasser, und die klare Sicht an diesen schönen Sommerabenden macht die Kulisse perfekt.

Weniger schön sind die Folgen des tiefen Wasserstands. Unmengen der unbeliebten Guaggamuscheln, die sich rasch vermehren und zu einer grossen Plage geworden sind, werden ans Ufer geschwemmt.

Je weiter der Abend fortschreitet, desto intensiver werden die Farben am Himmel. Bei diesem Anblick wird uns wieder einmal bewusst, an was für einem schönen Ort wir zu Hause sind.

Langsam leeren sich die Tische, und die Besucher nehmen auf der Tribüne Platz. Im Gegensatz zu anderen Jahren braucht man an diesen lauen Abenden keine Decke. Meine vorsorglich gepackte Tasche konnte ich dieses Jahr also getrost zu Hause lassen.

Wenn am gegenüberliegenden Ufer die Lichter angehen, verändert sich die Stimmung noch einmal ganz besonders. Nun dauert es nicht mehr lange, bis es heisst: Film ab und geniessen!

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Mein Juli 2026 und 12tel Blick

Was soll ich zu meinem Juli sagen? Es war heiss und trocken, und das praktisch den ganzen Monat lang. Schon der Juni ging viel zu heiss zu Ende, und auch während der Rosenwoche musste fleissig gegossen werden.
Im Garten kamen wir mit Giessen und Ernten fast nicht mehr nach. Bei diesen Temperaturen war es allerdings kein grosses Vergnügen, die Beeren zu pflücken und anschliessend Marmelade zu kochen. Dafür freuten wir uns über die ersten neuen Kartoffeln aus dem Garten, und auch Bohnen gab es mehr als genug.
Von meinem Schmetterlingsglück habe ich hier bereits geschwärmt. Über einen anderen tierischen Besucher staunten wir dafür umso mehr: Eines frühen Morgens entdeckten wir einen Igel bei uns im Garten. Natürlich stellten wir ihm gleich frisches Wasser bereit, bei dieser Hitze konnte er es bestimmt gut gebrauchen.
Mit der kleinen Enkelin besuchte ich zum letzten Mal das ElKi-Singen (Eltern-Kind-Singen), und wir bedankten uns bei der Leiterin für ihr grosses Engagement. Nach den Ferien geht die Kleine bereits in die Spielgruppe. Wie schnell doch die Zeit vergeht, sieht man wohl an den Grosskindern am besten.
Auch am See sind die Folgen der anhaltenden Trockenheit deutlich zu sehen. Der Pegelstand sinkt immer weiter, während die Wassertemperatur steigt. Viele Bootsplätze liegen bereits im Trockenen, und manche Schiffsanlegestellen können nicht mehr angefahren werden.
Regenfotos konnte ich in diesem Monat gerade einmal an einem einzigen Tag machen, und schon ist die nächste Hitzewelle im Anmarsch.
Die langen Sommerabende verbrachten wir gerne auf der Terrasse. Dort genossen wir die Stille, die angenehmen Abendstunden und das schöne Lichtspiel unserer Solarlampe. So hatte auch dieser heisse und trockene Juli seine besonderen Momente

Die Fotos zum vergrössern anklicken.

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Sommerkleider trotz Sommerhitze

Eigentlich war es diesen Monat viel zu heiss zum Nähen. Aber die Enkelinnen wachsen so schnell, und so wurden neue Kleider für die grosse Enkelin gewünscht.
Den Puzzle-Magic-Stoff, der sich in der Sonne verfärbt, hatte ich schon länger gekauft. Die Enkelin war ganz fasziniert, als sie das neue Kleid anprobierte. Natürlich musste sie damit sofort nach draussen an einen sonnigen Platz laufen. Dort konnte sie zusehen, wie auf dem zunächst eher schlichten Oberteil nach und nach immer mehr farbige Puzzleteile erschienen. Das war natürlich ein besonderer Effekt!
Das apricotfarbene Kleid bekam noch einen Traumfänger aufgebügelt, denn wie immer muss bei ihr einfach etwas drauf sein!
Aus einem Kimono-Schnitt nähte ich für die beiden Schwestern je zwei gleiche Shirts. So können sie nun im Partnerlook unterwegs sein.
Auch der gestreifte Stoff lag schon länger bei mir und wartete auf den passenden Schnitt. Mit dem Raglanshirt „Bethioua“ mit seiner schönen Rückenpasse war dieser nun gefunden. Ich verlängerte den Schnitt kurzerhand zum Kleid und nähte daraus ein neues Sommerkleid für mich.
So sind trotz der Hitze doch einige neue Kleidungsstücke unter der Nähmaschine hervorgekommen.

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12tel Blick Juli 2026

An meinem Standort hat sich im Vergleich zum Vormonat nicht viel verändert. Eine kleine Herausforderung war es allerdings, einen passenden Zeitpunkt für mein Foto zu finden, an dem nicht die ganze Wiese von Badegästen bevölkert war.

Unmittelbar neben meinem Standpunkt knickten bei einem heftigen Sturm Mitte des Monats zwei alte, grosse Bäume um. Was für ein Glück, dass dabei niemand getroffen wurde!

Dieser Baum musste anschliessend aus Sicherheitsgründen ganz gefällt werden. Er wird fehlen, denn er war ein beliebter Schattenspender im Schwimmbad, gerade an den heissen Sommertagen.

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Sommer ist, wenn das Korn reif ist

Wenn ich an einem Kornfeld vorbeifahre, muss ich fast immer anhalten, um ein Foto zu machen. Um welche Getreideart es sich auf dem Bild handelt, weiss ich allerdings nicht. Aber die goldenen Ähren gefallen mir einfach sehr.

An vielen Kornfeldern wachsen am Rand bunte Blumen, sei es roter Mohn, blaue Wegwarte oder, wie auf meinem Bild, leuchtende, gelbe Sonnenblumen.

Zurzeit ist der Boden bei uns sehr trocken, und die Sonne brennt heiss auf die Felder. Die schönen Wolken am Himmel sehen zwar vielversprechend aus, bringen aber keinen Regen bis zu uns.

Da ist es bei unseren Velotouren besonders wichtig, einen schattigen Platz für eine Pause zu finden. Der Blick über die weiten Felder vermittelt trotzdem eine wunderbare Sommerstimmung.

Mir kommt es vor, als würde das Korn von Jahr zu Jahr früher geerntet. Und schon bald sind aus den goldenen Feldern nur noch Stoppelfelder geworden.

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Schmetterlingsglück!

Wie habe ich mich gefreut, als ich mit der kleinen Enkelin auf dem Nachhauseweg war und wir auf einem Parkplatz einen Sommerflieder entdeckten, der dort eigentlich gar nicht hingehört. Schon von Weitem hörten wir das Summen und sahen das bunte Flattern.

Da summte und brummte es überall. Ich nahm mein Handy hervor und sagte zu meiner Enkelin, dass ich versuchen möchte, den einen oder anderen «Sommervogel», wie wir Schmetterlinge auch nennen, zu fotografieren.

Bis jetzt ist es mir noch nie gelungen, ein Taubenschwänzchen zu fotografieren. Doch an diesem Tag schwirrten gleich mehrere um die Blüten herum.

Es ist faszinierend zu beobachten, wie sie im Schwirrflug vor den Blüten stehen und mit ihrem langen Rüssel den Nektar aus den einzelnen Blüten saugen.

Und so viele Schmetterlinge auf einem einzigen Strauch habe ich schon lange nicht mehr gesehen.

Das Tagpfauenauge blieb für einen kurzen Moment ganz ruhig sitzen und liess sich wunderbar fotografieren. Da schauen einem ja geradezu vier Augen entgegen!

Auch meine Lieblingsschmetterlinge waren gleich mehrfach auf dem Sommerflieder auf Nektarsuche.

Den Kaisermantel erkennt man mit seiner intensiven orangefarbenen Zeichnung schon von Weitem. Am Waldrand, auf dem Weg, den ich oft mit meinen Enkelinnen gehe und den wir sogar «Schmetterlingsweg» nennen, begegnen wir immer wieder einem oder sogar mehreren Kaisermänteln. Oft begleiten sie uns ein ganzes Stück des Weges. Darüber freuen wir uns jedes Mal aufs Neue.

Auch ein Schwalbenschwanz flog von Ast zu Ast und präsentierte sein farbenfrohes Kleid.

Nach einiger Zeit meinte unsere kleine Enkelin, die erst drei Jahre alt ist: «Grossmami, jetzt bist du fertig mit Fotografieren. Die sind immer gleich!»
Wie recht sie doch hatte!

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12tel Blick Juni

An meinem Standort bin ich mittlerweile fast nicht mehr alleine. Die schattige Wiese wird rege genutzt, um der Hitze zu entfliehen und in der Nähe des Wassers eine Abkühlung zu finden. Wobei, von Abkühlung kann bald auch nicht mehr die Rede sein, denn der See hat bereits 26 ° erreicht.

Zum Schwimmen muss man ohnehin ziemlich weit hinauslaufen, bis das Wasser tief genug ist.

Zurzeit erleben wir einen Hitzerekord wie noch nie seit Messbeginn, und der Bodensee führt so wenig Wasser wie noch nie in einem Juni!

Aber wir machen das Beste daraus, schliesslich haben wir ein Dach über dem Kopf.

Und hier auch schon das erste halbe Jahr in einer Collage.

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Mein Juni 2026

Der Juni 2026 wird wohl als Rekordmonat in Sachen Hitze in Erinnerung bleiben. Begonnen hat er mit den ersten Sommertagen, doch dann änderte das Wetter und die Schafskälte machte ihrem Namen alle Ehre. Geregnet hat es bei uns allerdings kaum, und der Pegelstand des Sees ist entsprechend tief.
Die grosse Enkelin durfte wieder mit der Feuerwehr-Drehleiter unsere Stadt aus der Vogelperspektive betrachten. Auf dieses Erlebnis freut sie sich jedes Jahr aufs Neue.
Für unser gemeinsames Wochenende mit unseren beiden Töchtern hatten wir ebenfalls Wetterglück. Wir genossen die Tage im Berner Oberland und konnten viele schöne Eindrücke mit nach Hause nehmen.
Im Garten wächst inzwischen alles üppig. Wir dürfen bereits Gemüse und Blumen ernten und freuen uns jeden Tag über die bunte Pracht. Auch unser Teich wurde gereinigt und frisch aufgefüllt – da wäre etwas Regen durchaus willkommen gewesen.
Seit Mitte Monat herrschen sommerliche Temperaturen, und jede Abkühlung ist willkommen. Ich kann mich nicht erinnern, dass der See schon so früh im Jahr eine so angenehme Badetemperatur hatte.

Genähtes

Der Sommer kam schneller als erwartet, und leichte Röckli wurden für die grosse Enkelin dringend benötigt. Aus einem Stoffpaneel, das schon lange in meinem Nähzimmer auf seinen Einsatz wartete, entstand ein luftiges Strandkleid. Schliesslich rücken die Ferien am Meer immer näher.
Das schlichte hellblaue Shirt brauchte sie für das Konzert der Singvögel, bei dem sie mit grosser Begeisterung mitsingt. Für uns Zuhörer war das natürlich ein besonderes Highlight, und ich war unglaublich stolz auf unsere Enkelin.
Die Röckli in der dritten Reihe sind für die kleine Enkelin entstanden. So muss sie nicht immer nur die Kleidung ihrer grossen Schwester nachtragen, sondern bekommt auch etwas ganz Eigenes.

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Thun – Stadtspaziergang zwischen Geschichte, Wasser und Schlossblick

Wie im vorigen Beitrag schon geschrieben, gönnten wir uns eine Auszeit im Berner Oberland, hoch über dem Thunersee.

Von diesem malerischen Dorf aus machten wir einen Abstecher und fuhren nach Thun.

Dort nahmen wir an einer Stadtführung teil und erfuhren viel Wissenswertes über die Stadt und ihre Geschichte. Schon beim Ankommen spürten wir, dass Thun ein besonderes Flair ausstrahlt. Ein Ort, an dem man gerne flaniert und bummelt. In den fast durchgehend autofreien Gassen war überall einladend herausgestuhlt.

Unsere Tour begann bei der oberen Schleuse, der Scherzligschleuse. Noch heute kann dort der Pegelstand des Thunersees reguliert werden. Gebaut wurde sie, um das Wasser in den ehemaligen Stadtgraben zu leiten und Überschwemmungen zu verhindern. Dabei entstand auch eine Insel, die von der inneren und äusseren Aare umflossen wird.

Im Innern der Brücke kann man die Schleusen zum Öffnen und Schliessen gut besichtigen.

Das einstige Luxushotel Thunerhof versetzt einen zurück in die Belle Époque. 1875 wurde das imposante Grandhotel erbaut. Es war zu dieser Zeit das grösste und luxuriöseste Hotel des Berner Oberlandes. Der Hotelbetrieb wurde 1934 endgültig eingestellt. Heute ist es einer der Standorte der Stadtverwaltung Thun. Auch das Kunstmuseum befindet sich in diesem historischen Gebäude.

Weiter ging der Blick zum Mühleplatz, wo heute nichts mehr an die florierenden Zeiten des Gewerbes erinnert. Bis in die 1970er-Jahre wurde auf dem Mühleplatz Korn zu Mehl verarbeitet. In den 80er-Jahren übernahm die Stadt das Terrain an der Aare. Anschliessend wurden die alten Mühlegebäude zum Abbruch freigegeben und der Platz neu gestaltet. Heute ist der Mühleplatz direkt am Wasser das Herzstück der pulsierenden Thuner Gastro- und Ausgehszene.

Begeistert hat uns, wie nahe am Wasser ein Beizlein neben dem anderen aufgereiht war.

Dann standen wir vor dem Marktplatz mit dem imposanten Blick hinauf zum Schloss. Ich konnte mir nicht all die Zahlen und Episoden rund um das Schloss merken. Wer mehr wissen will, schaut hier nach.

Wenn man genau hinschaut, sieht man, dass der obere Teil einmal neu gebaut wurde.

Etwas Besonderes ist die Obere Hauptgasse mit ihren prägnanten Hochtrottoirs, den vorstehenden Dächern und den bunten Häuserfassaden. Die Gasse erhält ihren besonderen Charakter durch ein ungewöhnliches Strassenprofil. Beidseitig hervorspringende untere Geschosse und darüberliegende Trottoirs bilden eine zweigeschossige Ladenzeile. Via Obere Hauptgasse gelangt man übrigens mit einem Lift bequem auf den Schlossberg.

Und hier ein Blick auf die hintere Häuserfront der Oberen Hauptgasse.

Bereits im Mittelalter stand auf dem Schlossberg neben der Burganlage die markante Stadtkirche. Es ist die reformierte Kirche der Stadt Thun. Der achteckige Turm und das grosszügige barocke Schiff prägen das historische Bauwerk.

Vom südlichen Turm in der Kirchhofmauer aus geniesst man einen besonders spektakulären Blick auf das Aarebecken, den Thunersee und die Berner Oberländer Alpen.

Das Laufen über die Schottergassen merkten wir langsam in den Beinen.

Da tat ein Schluck kaltes Wasser aus dem schönen alten Brunnen sehr gut.

Über die gedeckte Holzbrücke stiegen wir wieder hinunter in die Altstadt. Kurz mussten wir überlegen, wie viele Holzbrücken es in Thun eigentlich gibt!

Bei der Unteren Schleuse, der Mühleschleusenbrücke, gibt es auch für Abenteuerlustige viel zu erleben. Eine der beliebtesten Aktivitäten hier ist das Wellensurfen bei den Schleusen. Ein einzigartiges Erlebnis, das Adrenalin mit eindrücklicher Naturschönheit verbindet.

Diesem spektakulären Treiben sahen wir eine Weile zu und bestaunten die Surfer. Die Schleusen sind seit 1818 in Betrieb und wurden ursprünglich gebaut, um den Transport auf dieser Wasserstrasse, die den Thunersee mit Bern verbindet, zu erleichtern.

Nach dieser sehr informativen Stadtführung setzten wir uns in ein Café, natürlich direkt am Wasser, und liessen die vielen Eindrücke auf uns wirken.

Thun ist auf jeden Fall eine Reise wert. Für uns war es genau so, wie wir es am liebsten haben.

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