Woche 28: Der Sommer macht Urlaub

Am Montag war noch Sommer und Badewetter. Die Wettervorhersage für die nächsten Tage waren aber nicht verheissungsvoll.
Die Gelegenheit wurde genutzt und der Rasen wurde gemäht. Doch die ersten Pläne für diese Wochen fielen schon ins Wasser: Am Abend wollten wir ins Openair Kino Der Koch anschauen. Um 18.00 Uhr wurde eine Wetterwahrnung herausgegeben, dass es in unserer Region Sturmböen und heftige Gewitter gibt. Auf dem Radar sah man, dass so kein Film im Openair laufen wird.
Und dann fielen die Temperaturen jeden Tag mehr, aber auf das Wochenende hin waren die Aussichten wieder besser. Am Donnerstag wurde beschlossen, dass der Samstag ein Wandertag werden sollte.
Als ich am Samstagmorgen aufwachte, hörte ich, dass es draussen regnete, und zwar nicht gerade wenig.
Wieder wurde der Wetterradar konsultiert. In der Gegend wo unsere Wanderung geplant war, sah die Wettervorhersage etwas besser aus, und diesmal sollten unsere Pläne nicht nochmals buchstäblich ins Wasser fallen. Und so wurden unsere Mitwanderer am Bahnhof abgeholt. Unser Ziel heute war der Alpstein.

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Von Weissbad aus wanderten wir über Wiesenpfade gemütlich auf die Alp Bommen. Dort gibt es den besten Alpkäse zu kaufen, habe ich hier gelesen.

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Wir kauften nach dem Degustieren ein Mutschli und ein Stück einjähriger Bergkäse.
Weiter wanderten wir unserem nächsten Etappenziel zu, dem Gasthaus Aescher. Welches ganz an die Felswand gebaut ist. Dort gibt es die weltbeste Rösti. Hört und liest man überall – und ja wir können es bestätigen.

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Trotz gegenteiliger Aussichten sassen wir auf der Terrasse und genossen das Bergpanorama. Super war auch, dass nicht so viele Leute unterwegs waren.
Spontan entschieden wir uns für den Abstieg via Seealpsee nach Wasserauen.

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Trocken aber auch ein wenig müde sind wir alle froh, dass wir die Wanderung, trotz zweifelhaftem Wetter, gewagt haben.

 

Open-Air Kino Saison

Ich bin ein grosser Fan von Freilicht-Kino und jetzt beginnt die Saison.
Schon ganz lange habe ich mir eine Liste gemacht von den Filmen, die ich anschauen möchte.
Die Auswahl ist gross. Da ich in der glücklichen Lage bin, zwei wunderschöne, am See gelegene Open-Air Kinos in meiner unmittelbaren Nähe zu haben.
Dazu bin ich auch gut ausgerüstet, mit Decke, Sitzkissen, Mückenspray und Regenschutz. Alles ist immer schön griffbereit in einer Tasche parat.

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Ich habe schon ganz unterschiedliche Freiluftkino Abende erlebt, von wunderschönen warmen Sommerabenden, bis fast zur Nullgradgrenze mit  Sturm.  Am schönsten ist es aber an einem Vollmondabend. Wer einmal so ein Kinovergnügen unter freiem Himmel erlebt hat, weiss sicher von was ich schwärme.

Mein etwas verrückter Plan, alphabetisch:
28.07. Arbon, Blue Jasmine
14.07. Kreuzlingen, Das Schicksal ist ein Mieser Verräter
26.06. Kreuzlingen, Der Goalie bin Ig
08.07. Kreuzlingen, Der Koch  oder 15.07. Arbon
15.08. Arbon, I Wanna Surf
04.08. Arbon, On the Way to School 
05.08. Arbon, Philomena

Zeitaufwand: 45 Std. in ca. 6 Wochen
Kosten: Fr. 135.00 pro Person, ohne Essen, ohne Glace

Jetzt muss ich noch eine E-Mail an Petrus senden, dass er weiss, wann er die Sonnentüre offen lassen muss.
Und wann und wo bist du dabei, oder was interessiert dich?
Ich werde hier berichten, wann ich wirklich dabei war und wie es mir gefallen hat. Ihr dürft also gespannt sein.

Woche 27: Konfi Produktion

Unsere Johannisbeeren waren diese Woche so richtig reif zum Ernten. Und weil wir nicht alle den Vögeln überlassen wollten, wurden sie abgenommen.  Zusammen mit Himbeeren oder Erdbeeren gibt das wunderbare Konfi (Marmelade), die wir ganz klar dem Gelee vorziehen.
Ich besitze noch ein ganz altes, aber sehr nützliches Küchengerät, das ich für diesen Zweck hervorhole. Damit muss ich die Trübeli nicht von den Riepsen zupfen, sondern kann sie einfach so in einem grossen Topf kurz aufkochen, dass der Saft aus den Beeren kommt.

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Da wir die kleinen Kerne in der fertigen Konfi nicht gerne haben, benutze ich zum passieren das oben genannte Passevite (auch Flotte Lotte genannt). Weil ich ein ganz feines Haarsieb dazu habe, das keine Ripsen und Körnlein durchlässt, bleibt ein feines Mark für die Weiterverarbeitung.
Bei den weissen Johannisbeeren, die meine liebsten sind, mische ich keine anderen Früchte dazu, weil sie ein so gutes herbes Aroma haben.
Ich koche meine Beeren auch nicht mit Gelierzucker oder Geleepulver, sondern nehme immer für 1 Kg.  Fruchtmark 800 gr. Zucker.
Für eine schöne Farbe  und als  Geschmacksverstärker gebe ich sehr gerne eine Bio-Zitrone, in Ringe geschnitten, dazu.
Und dann ca. 10 Minuten auf möglichst hoher Stufe sprudelnd einkochen.

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Vor dem Abfüllen werden die Zitronen natürlich wieder entfernt, und aromatisieren noch unser Trinkwasser. Das ergibt ein herrlich erfrischendes Sommergetränk.

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Die roten Johannisbeeren mische ich mit Himbeeren oder Erdbeeren, beides sehr feine Kombinationen. Damit erhalten wir uns im Winter ein wenig Sommer am Frühstückstisch oder ich verwende sie um die Spitzbuben zu füllen bei der Weihnachtbäckerei. Selbstgemachte Konfi ist einfach wunderbar.

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So ein Glas selbstgemachte Konfi, mit einer schöner Etikette, ist auch immer ein schönes Geschenk und kommt meistens gut an.
Dann lohnt sich auch die ganze Arbeit.

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Woche 26: Rosenwoche

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Wie es auf der Holztafel schon geschrieben steht: Willkommen in der Rosenstadt. Sie erhielt  1987 den Wakkerpreis.
Jedes Jahr Ende Juni verwandelt sich der Stadtkern in ein wunderschönes Rosenmeer. Gestalte wird die Ausstellung  von diversen Gartenbauern und Rosenzüchtern.  Mittlerweile zieht die Rosenwoche  Besucher aus nah und fern an.

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Man entdeckt auf dem ganzen Rundgang viel Kunsthandwerk, das mit unterschiedlichen Techniken und verschiedenen Materialien hergestellt wurde, aber immer mit viel Liebe zum Detail.

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Es scheint, dass es kein Material gibt, aus dem nicht eine Rose gefertigt werden kann. Hier nur ein paar Beispiele: Sei es aus Holz, Metall, Stoff, Ton  oder Wachs, in ganz unterschiedlichen Grössen, aber jedes einzelne ein Kunstwerk,

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Die schöne Marktgasse, mit den historischen Häuser eignet sich hervorragend für die Austragung dieses Anlasses. Kommen doch in dieser Kombination die Fassaden und die Blumen schön zur Geltung.

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Auch der täglich stattfindende musikalische Rahmen ist sehr vielfältig in dieser Woche. Wer Interesse hat, orientiert sich am Flyer. Eine Auflistung würde hier den Rahmen sprengen, es wird aber ein gutes Niveau geboten. Es ist schon etwas besonderes, bei schönem Wetter vor so einer Kulisse unterhalten zu werden.

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Wer schon länger bei mir mitliest, hat vielleicht schon bemerkt, dass die gleiche Kulisse auch für andere kulturelle Anlässe schon so schön zur Geltung gekommen war.

Elton John und mehr

Wie versprochen mein Eintrag vom Elton John Konzert in der AFG Arena in St.Gallen.

Schön war es, es hat mir gefallen. Ein schöner, warmer Sommerabend in netter Begleitung und guten Sitzplätzen erwartete uns.
Als wir eintrafen im Stadion, war Bligg mit seiner Band am Spielen, der Lärmpegel war für unsere Ohren ungewöhnlich hoch, aber die Stimmung und die Atmosphäre vor der Bühne lief schon auf Hochtouren.

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Dann traten die 2 Cellos aus Kroatien auf und wer glaubte es folgen eher leisere Töne täuschte sich, kennt man Cello Musikstücke eher aus der Klassischen Musik, zeigten die beiden jungen Musiker dem Publikum, dass auch Pop- und Rockmusik auf diesen Instrumenten begeistern können. Mit welcher Intensität gespielt wird sah man gut an den Bogenhaaren die wild herumflogen.

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Und dann eine halbe Stunde vor Programm Ankündigung trat er auf, in seinem Blauen Glitzeranzug mit blauer Brille, verneigte sich kurz vor den Zuschauern setzte sich an seinen Flügel und legte los. Begleitet von seiner Band, ca. 10 Mann, alle schon in vorgesetztem Alter, mit dabei auch die 2 Cellisten, spielten sie eine bunte Mischung aus melodischem Boogie-Rock, Balladen und Beatles-Pop vorwiegend Songs aus den 70iger Jahren. Der Sound sitzt, er ist spritzig und voller Drive. Fehlen durfte auch der Hit, der Marilyn Monroe gewidmet ist, „Candle In The Wind“ nicht. Mehr als zwei Stunden lang spielte Elton John auf seinem Klavier, dass es eine helle Freude ist.

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Das Konzert holte  vielleicht nicht alle von den Sitzen, unterhält aber so phantastisch, dass man doch ins Schwärmen gerät.

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Mein Fazit: Ein Konzert auf den Sitzplätzen zu geniessen wie wir, ist sehr  bequem, aber hindert die Zuhörer auch am Aufstehen, weil die Person die hinter mir Sitzt auch gerne den Blick auf die Bühne frei hat. Die Emotionen lassen sich aber sicher besser ausleben, wenn man in der Menge vor der Bühne steht, und den Rhythmus spürt.
Wer weiss, vielleicht ergibt sich für mich einmal die Gelegenheit um an einem Konzert mit vielen anderen direkt vor der Bühne zu stehen!

Woche 25: Konzert

Heute ist es also soweit, ich werde das erste Popkonzert besuchen und freue mich schon lange.  Als Hauptact tritt Elton John auf. Ich mag die Musik von ihm schon lange.

Diese Woche las ich keine Zeitung ohne Werbung für das Konzert am Sonntag in der AFG Arena.  Anscheinend gibt es immer noch Tickets, aber nur noch Stehplätze. Man konnte auch lesen, dass vorwiegend die Altersgruppe 30 – 60 interessiert sei, die nicht mehr so gerne mehrere Stunden stehen möchten, und da passen wir zwei wunderbar dazu.
Ich werde mit meiner Tochter ans Konzert gehen und unsere Sitzplätze haben wir schon lange gekauft. Eigentlich habe ich die Billette eingetauscht, für ein Konzert mit Italienischen  Cantautori Lieder, die ich aber schon gehört habe.
Es ist erstaunlich was alles in so ein Konzert integriert wird, dauert der Anlass doch ca. 7 Stunden. Als  Special Guest kann man Tiziana, die Gewinnerin von Voic of Switzerland, Trauffer mit Alpenrock, Bligg ein Rapper und 2Cellos geniessen.
Das Wetter spielt ja bei einer Openair Veranstaltung auch eine grosse rolle, obwohl, es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung, sagt man. Da wir schönes warmes Sommerwetter haben werden, hoffe ich doch, dass das Deo bei meinen Sitznachbarn nicht versagt.
Aber sicher mache ich mir wieder viel zu viele Gedanken im voraus, also ich freue mich und gehe hin und geniesse das ganze einfach.
Werde euch berichten wie es mir gefallen hat.

12tel Blick Juni

Der 12tel Blick ist eine Aktion von Tabea Heiniker. Man macht jeden Monat an der gleichen Stelle ein Foto und verfolgt die Veränderungen.
Bei meinem 12tel Blick ist nun der Sommer da! Man sieht es daran, dass die meisten Schiffe gewassert sind.
Was man auf dem Bild nicht sieht, ist die grosse Wiese daneben. Sie ist belebt mit Sonnenanbeter und Familien, ausgerüstet mit Grill und Spiele.
Der Wasserstand ist auch wieder gestiegen. Ganz leicht musste ich diesmal meinen Standpunkt nach rechts verlegen, weil man sonst die Mündung in den See gar nicht mehr gesehen hätte.
Und auf die Frage, welches mein Boot sei, leider keines.

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