Woche 14: Nostalgie Pur

Diese Woche hatte ich ganz besondere Wäsche zum Trocknen an der Sonne.

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Wir räumen zurzeit das Haus meiner Mama. Vieles sammelt sich an, wenn man jahrelang am selben Ort gewohnt hat.
Es kamen richtige Trouvaillen zum Vorschein: Bettwäsche und Geschirrtücher noch von der Mutter meiner Mutter, also aus den Jahren um 1900.

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Damals war es üblich, dass die jungen Töchter ihre Aussteuer selber herstellten. Es wurde selber gewoben und von Hand wunderschöne Hohlsäume und Stickereien an Leintücher und Tischwäsche gefertigt. Auf meinen Geschirrtüchern sind mit Kreuzstiche die Initialen meiner Grossmutter in schöner Handarbeit gestickt.

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Ganz erstaunlich in welch guter Qualität die Wäsche heute noch ist. Die wertvollen Sachen wurden von meiner Mutter sogfältig aufbewahrt. Ich möchte es schon aus Respekt meiner Grossmutter gegenüber auch tun.

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Vielleicht geht die schöne Wäsche einmal an meine Töchter weiter.

Zufällig kam ich an einer Führung über Historische Frauengeschichten vorbei.  An einem Posten auf dem Rundgang wurde ein Waschtag von damals erklärt und vorgeführt.

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Wie streng und mit wie viel Aufwand so ein Tag damals abgelaufen ist, wurde anschaulich demonstriert.

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Dass solche Strapazen nur gute Qualität aushält, war den Frauen von damals schon klar.

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Geburtstagsrunde

Die Aussichten, dass es ein schöner, warmer Tag werden wird, waren gut.
Was gibt es schöneres als im Garten an der Sonne in gemütlicher Runde zu sitzen.
Also wurden der Gartentisch und die Stühle vom Winterschlaf geweckt, sauber geputzt und aufgestellt, so früh im Jahr wie noch nie.

Mein Hefeteig, der wunderbar aufgegangen war, versprach zu gelingen.

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150 gr. Speckwürfeli  ohne Fett in einer beschichteten Pfanne knusprig braten und abkühlen. Dann den Speck gut in den aufgegangenen Hefeteig einkneten.

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Ich hatte einen Zopf geflochten aus meinem Teig. Gut kann man auch kleine Brötchen oder Tiere formen. Ganz nach dem Motto: jeder wie er es mag.

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Zu guter Letzt: mit Interwall bei 190 Grad 40 Minuten backen.

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Mit dem Endprodukt war ich sehr zufrieden. Dazu reichte ich noch Käse, den ich als Fingerfood gerecht geschnitten hatte, und Trockenfleisch. Also genau richtig, um in geselliger Runde zu einem Gläschen Sekt oder einem Glas Wein gemütlich zu plaudern.

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Zum Kaffee habe ich eine Tiramisu Torte gemacht, weil ich weiss, dass die viele gerne essen und ganz schnell hergestellt ist.

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Der Jubilar wurde reich beschenkt und hat sich sehr gefreut über die sogfältig ausgesuchten Geschenke und die lieben Besucher.

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Woche 13: Friedwald

Gibt es ein schöneres Bild für den Frieden und die Hoffnung als einen lebendigen Baum?
Wangari Maathai, Trägerin des Friedensnobelpreises 2004

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Ich war das erste Mal in einem Friedwald. Es war nicht meine erste Beerdigung, aber eindrucksvoll. Es war ein würdiger Abschied. Es war schönes Wetter, die Vögel sangen ein Konzert. Schön ist es, sie an diesem  Ort zu wissen, ihr dort zu gedenken und ihr einfach nah zu sein – mitten im Wald an diesem friedlichen Platz.

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Tiefe Wurzeln sind mein Bett,
über mir ein sanftes Licht,
das durch windbewegte Blätter
leis und zärtlich zu mir spricht.

Eine Melodie des Himmels
leitet meinen Seelengeist,
und ein liebevoller Engel
mir den Weg zur Heimat weist.

Losgelöst von dieser Erde,
frei und voller Liebesglück,
lasse ich im Baum des Lebens
alles Irdische zurück.

Leise schwingt im Wald die Liebe,
flüstert voller Dankbarkeit,
und mein Seelenlächeln fliesst
durch die Zeit und Ewigkeit.

Monika Schudel

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Stiefel-Stulpen

Das Wetter hat umgeschlagen, gerade richtig um euch meine neuen Stiefel-Stulpen zu zeigen.

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Gestrickt mit einem Nadelspiel Nr. 3 in Runden zwei rechts, zwei links, 12 cm hoch. Dann habe ich mit der Häckelnadel eine Borte angehäckelt. Inspiriert wurde ich bei ihr. Meine Stulpen habe ich aber ohne genau Anleitung angefertigt.

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Bei den frühlingshaften Temperaturen der letzten Wochen brauchte ich sie nicht . Aber weil ich dem warmen Wetter nie so ganz traute, versorgte ich meine Stiefelletten noch nicht ganz.

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Wer einmal Stiefel-Stulpen getragen hat, verzichtet nicht mehr freiwillig auf wohlig warme Fesseln. Ein modisches Accessoire ist es noch dazu.

 

 

Woche 12: Nordic Walking Route

Die ganze Woche war herrliches Walk-Wetter. Nordic-Walking ist die einzige Sportart, die ich betreibe, dafür regelmässig und sehr gerne.
Wenn ich nicht so viel Zeit habe oder v.a. Sonne tanken möchte, mache ich eine Route an den See.
Für den Wald entscheide ich mich, wenn ich es schattiger möchte oder der Wind am See bläst. Was oft der Fall ist.
Heute nehme ich euch mit auf eine meiner Nordic-Walking Route in den Wald.
Der Weg zum Wald ist leicht ansteigend, aber schön gelegen mit den vielen Grüntönen von Wiese und Waldrand.

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Oben angekommen, kommt die erste Entscheidung: Nach rechts oder geradeaus!
Für geradeaus spricht: mehr Sonne und fast die ganze Route im Wald.

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Nach einer kurzen Strecke die zweite Entscheidung: rechts oder links. Heute nehmen wir den linken Weg.

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Ein schöner Streckenabschnitt entlang des Waldrandes führt an einem jungen Baumbestand vorbei.
Gepflanzt von Jugendlichen, die den Ehrenkodex als Nichtraucher erfüllt haben. http://www.kodex.ch/

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Zurzeit legt der Wald für uns nicht „den roten“, sondern einen weissen Teppich aus. Der Duft, den die „Bettseicher“ – Botanisch: Buschwindröschen verströmen, riecht nach Frühling.

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In der Waldschenke wird fleissig vorbereitet und bei schönem Wetter trifft man schon die ersten Gäste.

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Bei der nächsten Kreuzung dann die Entscheidung: machen wir die Zusatzrunde? Wenn es gut läuft und die Zeit nicht drängt, hängen wir den Kilometer an.

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Um diese Jahreszeit biege ich hier rechts ab. Wenn die Erdbeeren und Himbeeren reif sind, führt der Weg geradeaus zu den Feldern und dann wird gerne von den süssen Früchten ab und zu eins stibitzt. Dann lohnt sich der weitere Weg.

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Ich freue mich immer, wenn wir die Grillstelle erreichen und ich den Durst stillen kann. Wenn das Wetter wärmer wird, ist das ein gut besuchter Platz von Jung und Alt um die grosse Feuerstelle.

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Weiter geht es an dem schön angelegten Vita Parcours entlang. In Wikipedia wird es gut beschrieben:
Ein Vitaparcours ist ein in der Regel in einem Wald angelegter Sport-Parcours, welcher der Öffentlichkeit zur Verfügung steht. Er besteht aus diversen Parcours-Posten, an welchen Übungen für Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Koordination vorgesehen sind.
Der Vitaparcours ist das schweizerische Pendant zum deutschen Trimm-dich-Pfad.

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Schon bald erreichen wir das „Brünneli“ – eine Ortsbezeichnung, die hier jedes Kind kennt. Eine gut erreichbare Grillstelle, wo sich die Spielgruppe, der Waldkindergarten, die Turnstunden der Schüler, die Freizeitgruppen und ganze Familien treffen. Hier besuchen auch die Jüngsten im Dezember den „Samichlaus“.

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