Archiv der Kategorie: Reisen

Schönechse

Diese Echse habe ich auf den Malediven entdeckt. Sie wird auch Blutagame genannt. Weshalb, weiss man nicht genau. Auf den Malediven wird sie Bondu genannt. Diese Tiere ernähren sich hauptsächlich von Insekten und sind recht scheu, wobei man sie trotzdem beim Sonnenbaden, es sind richtige Sonnenanbeter, beobachten kann, wenn man sich sehr vorsichtig nähert.
Quelle
Unser Bungalow stand unter Palmen und Mangobäumen im Schatten. Auf einmal spazierte diese schöne Echse an der Terrasse vorbei. Als sie still stand, öffnete sie auf einmal den Mund.

Und schwupp, schnappte sie sich ein Insekt.

Zum Schlucken musste sie sich aufrichten.
Eigentlich ein ganz schönes Tier, aber ich war doch froh, dass sie nicht auf unsere Terrasse kam.
Sie kletterte auf den nächsten Baum und ich habe sie nie wieder gesehen. Was für ein Glück, dass ich gerade dort war, wo sie auf Nahrungsjagd ging. Bekommt man doch nicht jeden Tag so ein exotisches Tier vor die Linse.

Gestaunt habe ich, was für grosse Beine so eine schöne Schönechse hat.

ANNA

Roter Stern

Die Weihnachtszeit ist zwar vorbei, aber weil Anne im Dezember pausieren musste, leuchtet mein Stern für euch noch ein bisschen länger. Von unserer Musikreise brachte ich einen echten Herrnhuter Stern mit. Zusammengebaut habe ich den Stern nicht selber, da bekam ich Hilfe vom Schwiegersohn. Er schenkte mir dann auch gerade eine spezielle Lampe, bei der man die Farbe wählen kann. Der Stern gab unserem Wintergarten eine ganz besondere Note.

Da wo ich wohne, kennt man die Herrnhuter Sterne eigentlich nicht. Daher wurde er auch von vielen bestaunt und immer wieder sind Passanten kurz stehen geblieben und haben unseren Sternenglanz bewundert.

Die Zeitschaltuhr stellte ich auf den Tages- Nachtrhythmus ein. Immer wenn die Dämmerung beginnt, dann leuchtet der Stern. Bis zum Dreikönigstag lasse ich die Weihnachtsbeleuchtung eingeschaltet, dann wird auch der Stern ein Jahr warten müssen bis zum nächsten Einsatz.

Mein 5-jähriges Jubiläum

Schon seit fünf Jahren gibt es Pias Blog und ist mir in dieser Zeit richtig ans Herz gewachsen, fast wie ein Kind. Den Anstoss zum eigenen Blog bekam ich zu Weihnachten von meinem PC-Supporter. Seither ist dieser Blog mein stetiger Begleiter. Ich habe es schon einmal geschrieben, dass es eine Leidenschaft ist, die auch manchmal Leiden schafft. Vieles habe ich in der Zeit geschrieben. Ich habe z.B. nicht gezählt, wie viele Male ich euch mitnahm zum Weiher.

Unzählige Bilder gibt es auch von meinen Spaziergängen an den See. Ihr schreibt mir immer wieder, was für ein schönes Zuhause ich habe.

Mit Freude zeigte ich euch meine Blumen. Spitzenreiter ist sicher meine Lieblingsblume, die Zinnie, nebst den Rosen. Immer wieder war ich Stolz, wenn ich etwas selbstgemachtes aus dem Garten veröffentlichte.

Seit fünf Jahren kann ich auf dem Blog nachschauen, wo ich im Urlaub war und auf Reisen.

Viele Foto-Inspirationen, wie z.B. Came Underfoot, fand ich in der Bloggerwelt. Ich bin sicher viel aufmerksamer unterwegs und eigentlich fast immer mit der Kamera.

Das alles wäre nur halb so interessant ohne euch, liebe Bloggerfamilie, die so zahlreich Pias Blog besuchen. Ein ganz herzliches Dankeschön an alle treuen Kommentarschreiber und Kommentarschreiberinnen – jeder einzelne Kommentar freut mich und spornt mich an. Ein Satz begleitet mich seit dem Anfang und wenn etwas ganz besonders schön war schrieb ich ihn, dass es genauso war wie ich es am liebsten habe.

Gelang mir auch nicht jeder Beitrag wie ursprünglich von mir angedacht oder habe ich beim einen oder anderen Foto auch geflucht, so freue ich mich auf das kommende Jahr, mit vielen interessanten Geschichten und Fotosujets, die ich mit euch teilen kann, in unserer schönen Bloggerwelt.
Ich wünsche allen einen guten Rutsch, möge uns allen das neue Jahr viel Gutes bringen, herzlichst Pia

Samstagsplausch, Gartenglück, Sonntagsfreuden

Wandern im Naturreservat Zingaro

An einem Höhepunkt von unserem Sizilien Urlaub möchte ich euch gerne teilnahmen lassen. Unsere Wanderung im Naturreservat Zingaro (ital. Riserva Naturale orientata dello Zingaro) war etwas ganz besonderes. Es ist ein regionales Naturreservat Nordwesten Siziliens. Als in den 1980er Jahren der Bau einer Autostrasse entlang einer der landschaftlich schönsten Küstenstrecken von Castellammare del Golfo bis San Vito lo Capo geplant war, gab es erhebliche Bürgerproteste. Genau dieser Tunnel war am Anfang unserer Küstenwanderung.

Die Regierung lenkte daraufhin zum Glück ein und errichtete Zingaro als erstes Naturreservat Siziliens. Wir wanderten drei Stunden dem Küstenstreifen mit kleinen, sandigen Buchten und rauen Kalkfelsen entlang

 

Der Strand und die einsamen Buchten mit dem kristallklaren Wasser laden zum Baden ein. Leider hatten wir unsere Badehosen nicht eingepackt.

Die mediterrane Flora ist geprägt von Oliven- und Johannisbrotbäumen sowie Zwergpalmen und bietet etwa 40 verschiedenen Vogelarten Lebensraum. Falken, Geier und Adler finden hier ideale Lebensbedingungen.

Etwa auf halber Strecke steht man vor der Uzzo-Grotte, eine vertikal geöffnete Magma-Blase von ca. 20 Metern lichter Höhe. Bereits seit Urzeiten wird die Grotte als Unterschlupf und Stallung der Ziegenhirten genutzt.

Im August 2012 vernichtete ein riesiger Flächenbrand 80 Prozent des Reservats was immer noch gut sichtbar ist. Das Reservat glich nach den tagelangen Bränden einer Mondlandschaft. Bis sich die Vegetation erholt hat, dürften Jahre vergehen.

Eine willkommene Abwechslung auf dem Weg sind die verschiedenen Museen, die altes Handwerk zeigen.

Der Naturpark ist sehr gepflegt. Auf dem ganzen Weg lag nicht ein Fetzchen auf dem Boden. Das war eine wunderschöne Wanderung immer dem Meer entlang.

    

Alltäglich und doch aussergewöhnlich

Alltäglich und doch aussergewöhnlich – Salz! Salz brauchen wir wohl alle täglich. Doch wie wird Salz gewonnen? In unserem Urlaub auf Sizilien hatten wir eine schöne Gelegenheit zu erkunden, wie Meersalz gewonnen wird. Im Westen der Insel nahe der Stadt Marsala gibt es viele Salinen, einige davon bereits seit 500 Jahren. Ein einzigartiges Gebiet vor der Insel Mothia, entlang der berühmten „Salzstrasse“.

Wir machten eine Bootstour durch die Lagune, an den Salzbecken vorbei. Anhand der Farbe des Wassers in den Becken kann man die unterschiedlichen Stadien der Salzgewinnung gut nachvollziehen.

Über den Winter werden die Salzberge mit den bereitliegenden Ziegeln zugedeckt zum Trocknen.

Die Lagune ist an den seichtesten Stellen nur gerade 20 cm tief.

Die früher vorhandene Strasse ist noch deutlich im flachen Wasser der Lagune sichtbar.

Auf der Insel Mothia machten wir einen Halt.

Dort gibt es die grössten Funde der phönizischen Kultur, die an der Westküste ausgegraben wurden.

Auf einem Spaziergang auf der ca. 45 ha grossen Insel luden die vielen Schattenplätze unter den Olivenbäumen ein, um die wunderbare Aussicht zu geniessen.

Die malerischen Salzmühlen an der Via del Sale setzen Pumpen oder Mühlsteine in Gang.

Wir hatten einen Prachtstag und genossen diesen Ausflug. Wer einmal in diese Gegend kommt, dem kann ich eine Besichtigung und die Lagunenfahrt wärmstens empfehlen.

  

Kathedrale von Monreale

Die Kathedrale Santa Maria Nuova in Monreale ist die Bischofskirche des Erzbistums Monreale auf Sizilien. Zwei Wehrtürme flankieren die Fassade, der linke Turm blieb unvollendet und die Kuppel des rechten Turms wurde im 16. Jahrhundert von einem Blitz zerstört. Berühmt ist die Kathedrale für die byzantinischen Mosaiken und den Kreuzgang.

Die Bronzetüren wurden 1186 von Bonannus von Pisa hergestellt. Sie zeigen 42 Szenen aus der Bibel.

Im Inneren bezaubern farbenprächtige Mosaike aus purem Gold die Besucher. Dafür wurden über 2.200 Kilogramm pures Gold verwendet.

Ein tolle Kirche zum Heiraten, wären da nicht all die Touristen.

Noch nie bin ich auf so prächtigen Böden gelaufen.

Der Kreuzgang gehörte zu einem Benediktinerkloster.

Auf jeder der vier Seiten des Kreuzgangs befinden sich 26 spitzbogige Arkaden.

Die Spitzbogen werden von Doppelsäulen getragen, die sehr unterschiedlich bearbeitet sind, von glattem Stein, über schrauben- oder zickzackförmigen Rillen, bis hin zu aufwendigen Mosaiken.

Der Olivenbaum in der Mitte steht unter Denkmalschutz.

Überhaupt haben mich die alten, zum Teil verknorpelten Bäume auf dem Areal, deren alter nicht bekannt ist, begeistert. Ghislana sammelt immer am ersten Donnerstag Bäume.

Schwer zu erraten was ist Stamm und was sind Wuzeln.

Faszinierend wie der Baum sich wehrt.

  Projekt Glockenturm

Sonne, Strand und Mee(h)r

Wie ich bei Mosaike und mein Oktober schon berichtete, verbrachte ich eine wunderschöne Zeit auf Sizilien.
Statt zu fliegen, nahmen wir in Genua die Fähre nach Palermo.

Die Orientierung auf der Fähre war nicht immer einfach.

Ganz relaxt verbrachten wir den Tag auf dem Schiff und fuhren auf einem ruhigen Meer gegen Süden.

Die Sonne versank gerade im Meer als wir unser Ziel für die nächsten zwei Wochen erreichten.

Der Blick von unserer Terrasse, auf der wir die ganzen Ferien über unser Frühstück genossen.

Unser Haus war oberhalb Castellammare del Golfo.

Wie badeten in unserem Pool,

und an vielen, einsamen Küsten im angenehm warmen Meer.

Ich ass fast ausschliesslich Fisch und Meeresfrüchte, die einfach köstlich waren.

Und natürlich kam süsses auch nicht zu kurz.

Wir waren im Westen der Insel und erkundeten v.a. diesen Teil. So wanderten wir im Zingaro Naturschutzgebiet auf wunderschönen Wegen der Küste entlang,

oder wir besuchten Sehenswürdigkeiten. Mir gefielen besonders die alten Orte, mit ihren engen Gassen,

und die oft dicht an den Hang gebaut sind.

Nebst alten Orten, besuchten wir auch archäologische Fundstätten wie in Segesta,

und Selinunt.

Nach all den alten Steinen, waren die Salinen in der Nähe von Marsala eine willkommene Abwechslung und die Bootsfahrt zwischen den Inseln ein Höhepunkt unserer Reise.

Der Hauptreiseverkehr war vorbei, das hiess aber nicht, dass die Strassen immer frei waren.

Auch die schönsten Ferien gehen einmal zu Ende. Doch wir bekamen in Genua einen letzten schönen Sonnenuntergang geschenkt.

Wie viele Kilometer wir vier fuhren, weiss ich nicht, aber unser Chauffeur hat uns sicher um Mitternacht wieder Zuhause abgeladen. Ein herzliches Dankeschön geht an ihn.

  

Mein Oktober

Obwohl es schon Oktober war, konnten wir noch im See schwimmen und auf der Terrasse essen. Trotzdem verbrachte ich wieder mehr Zeit drinnen. So nähte ich, mit einigen Anfangsschwierigkeiten, meinen ersten Polokragen und als Geburtstagsgeschenk für eine Freundin bastelte ich Weihnachtskarten. Trotz goldigem Herbst reiste ich zur Sonne in Sizilien. Ich genoss die wunderschöne Insel, mit ihren enge Gassen und Mediterranen Küche. Wir fuhren über das Land und wenn wir nicht gerade Sehenswürdigkeiten besuchten, liessen wir die Seele baumeln am Meer. Wieder Zuhause erwartete uns der goldene Oktober. Meine Sommerblumen blühen noch immer wunderschön und es ist viel zu schade, sie jetzt schon im Keller zu versorgen. Am Wochenende stellen wir auf Winterzeit um und das Wetter soll auch umschlagen. Bin gespannt, ob dann der ersehnte Regen kommt.

Bilder zum vergrössern anklicken.

Ein herzliches Dankeschön an meine Mitreisenden auf Sizilien – schön war es, genauso wie ich es am liebsten habe.

 

Mosaike in Monreale

Meine Blogpause verbrachte ich in Sizilien. Noch nicht alle Fotos von der wunderschönen Insel sind sortiert, aber von unserem Ausflug nach Monreale habe ich die schönsten Fotos bereits herausgesucht. Monreale ist ein Vorort von Palermo mit vielen Mosaiken, sei das als Bilder an den Häusern oder auf der Strasse.

Die Kathedrale in Monreale ist übersät vom Boden, über die Wände bis zur Decke mit den farbigen Steinen. So viele Mosaike, da gibt es sicher einen eigenen Beitrag. In einer Manufaktur konnte ich einer Künstlerin bei der Arbeit über die Schulter schauen. Mit grosser Präzision schlägt die Künstlerin die benötigten Steinchen zurecht.

Nach einer Vorlage arbeitete die Künstlerin an diesem Bild. Trotz Blogpause musste ich bei dem Bild an das Projekt Rot denken

Wenn das Werk fertig ist, fällt kein Steinchen mehr aus dem Bild und der Vergleich mit dem Foto war verblüffend.

Überall in dem Ort standen vor den Werkstätten die farbigen Mosaiksteine mit dem entsprechenden Werkzeug parat und man konnte sich selber Steine zerkleinern und ein Souvenir anfertigen lassen.

Ein paar Eindrücke von dem typischen Sizilianischen Dorf.

Keine Gasse ist zu eng, um nicht doch noch ein Restaurant zu beherbergen.

Der Ort bietet einen wunderschönen Ausblick auf den Hauptort der Insel – Palermo.

    zum mitnehmen ♥

Verena

Auf unserem Ausflug nach Solothurn begegnete uns meine Heilige Namensvetterin an vielen Orten. Mein zweiter Vorname ist Verena. Da lag es nahe, dass wir einen Abstecher zur Verena-Schlucht machten. Die Christin richtete ihr Leben ganz im Sinne von „bete und arbeite“ aus. Der Legende nach, zog sie sich zurück in tiefe Einkehr, um dann wieder als tatkräftige Wohltäterin Arme und Kranke mit heilsamem Wasser zu pflegen und mit Brot und Wein zu stärken. Verena ist die Frau, die Gefahren in Kauf nahm und mutig zu ihren Überzeugungen stand. Dass Verena wirklich wie überliefert lebte, ist nicht bewiesen.
Die guten Eigenschaften treffen natürlich auf mich zu! Spass beiseite. Aber wenn man an diesem meditativen Ort ist und die Ruhe und die Natur geniesst, wird man von der Stimmung schon ganz ergriffen.

Ganz an den Felsen gebaut steht die Verena Kapelle am Eingang zur Schlucht.

Die Heilige Verena begegnete uns an diesem Tag noch mehrfach.

Gegenüber steht die Kapelle des Heiligen St. Martin.

Dieses schöne Buntglasfenster findet man in der St. Michaelskappelle mit der Heiligen Verena zusammen mit dem Heiligen Michael.

In der Einsiedelei arbeitet noch heute ein Einsiedler und wohnt in der Eremitenklause neben der Kapelle.

Bei der Einsiedelei startet ein Weg durch die Schlucht. Da wanderten wir gerne durch.

Das spärliche Sonnenlicht, das durch die hohen Laubbäume fällt, und die Feuchte zaubern wunderbare moosverzierte Wände.

Im Bachbett in der Schlucht floss fast kein Wasser, eine Folge des heissen, trockenen Sommers.

Der Weg schlängelt sich über Brücken und zwischen den Felsen durch.

Die Bäume krallen am Boden fest. Was für die Bäume gilt, gilt auch für den Menschen: ohne starke Wurzeln verliert man den Halt. Das Bild machte ich für mein Freund der Baum bei Ghislana.

Der mystische Lichteinfall machte den Spaziergang besonders schön.

Wie in der Stadt Solothurn begegnete uns auch in der Schlucht die Zahl Elf. Elf Denkmäler entlang der Schlucht erzählen von der Geschichte der Stadt Solothurn im 19. Jahrhundert.

Wem schon eine ganze Schlucht gewidmet ist, der bekommt auch in der Kathedrale in der Stadt einen Platz. Die Heilige Verena findet man sowohl in einem Gemälde an der Decke,

und als Statue an der Fassade. Die Statue ist mit den typischen Attributen Kamm und Krug dargestellt.

Ausser in meinem Pass und auf offiziellen Papieren benutze ich meinen zweiten Vornamen nicht, trotzdem freute ich mich auf den Spuren meiner Heiligen Namensvetterin zu sein.

   1.DIEnstag im Monat: Glockenturm