Juhui, der Frühling hat uns gefunden! Es tut so gut zu sehen, wie die ersten Blümchen wachsen und mit ihrer Blütenpracht endlich wieder Farbe in den Alltag bringen. Die Wiese neben unserem Garten ist schon übersät mit Schneeglöckchen, und auch die Bienen sind unterwegs und finden bereits ihren ersten Nektar.
Auch mit den Enkelinnen macht es jetzt wieder richtig Freude, draussen zu sein, spazieren zu gehen und das Erwachen der Natur mitzuerleben.
Noch ist die Vegetation rundherum eher kahl. Am Weiher liegt das Wasser ruhig, und die Spiegelungen der Uferbäume sind ganz klar zu erkennen. Von den Wassertieren haben wir diesmal zwar keine gesehen, dafür stehen rund um den Weiher bereits die Froschzäune. Ein sicheres Zeichen: Der Frühling nimmt Fahrt auf.
Zu Hause hat mir mein Mann die ersten Schlüsselblumen aus dem Garten gebracht. Das hat bei uns Tradition und gehört einfach zum Frühlingsanfang dazu.
Und auch in der Werkstatt wird es frühlingshaft: Die ersten Osterhasen habe ich bereits gegossen. Jetzt werden sie noch dekoriert und dann sind sie bereit für den Ostermarkt.
Wenn wir im Engadin Ferien machen, gehört ein Spaziergang am Inn für uns einfach dazu, ganz egal, ob Sommer oder Winter. Besonders gern sind wir auf dem Mineralquellenweg unterwegs.
Unterwegs kommt man an einem Gebäude vorbei, das heute fast ein wenig vergessen wirkt, und doch einmal ein echter Tourismusmagnet war. Bis in die 1970er-Jahre wurde das Mineralwasser hier kommerziell genutzt und sogar bis nach London, New York und Sydney verschickt. Später änderten sich die Rahmenbedingungen: strengere Hygienevorschriften, mehr Konkurrenz durch andere Quellen und Investitionen, die sich offenbar nicht mehr lohnten. Das „Scuoler Mineralwasser“ verlor an Bedeutung.
Heute reisen nur noch wenige Gäste nur wegen des Wassers ins Unterengadin. Vor rund 100 Jahren war das anders: Scuol, Tarasp und Vulpera zogen damals Tausende ins Hochtal. Schriftsteller, Industrielle und Adlige kamen für Trinkkuren und Bäder, kleine Beschwerden kurieren lassen, Luft wechseln, dem Alltag entfliehen.
Unten am Inn traf man sich in der Büvetta Tarasp, mit Ausgabestellen für Bonifacius-, Lucius- und Emerita-Wasser und einer langen Wandelhalle. Man kann sich richtig vorstellen, wie das damals war: Kurorchester spielten, es gab Nischen und Treffpunkte, dazu Postschalter und kleine Läden. Heute steht das Gebäude sichtbar gezeichnet von der Zeit da. Um die Büvetta zu erhalten und wiederzubeleben, wurde 2012 der Verein Pro Büvetta Tarasp gegründet. Die Trinkhalle steht inzwischen unter Schutz (seit Frühling 2018 unter nationalem Schutz) und soll saniert werden, sobald die Finanzierung gesichert ist. Im Raum stehen 12 Millionen Franken Investitionskosten.
In der Trinkhalle sprudeln die beiden Mineralquellen Lucius und Emerita. Sie gelten als besonders mineralstoffreich, und die Lucius-Quelle wird sogar als sehr stark beschrieben. Aber ehrlich: Selbst wenn man sich nicht für Mineralwasser begeistert – schon das Gebäude allein ist ein Besuch wert.
Hoch oben auf 2484 Metern entspringt der Inn. Auf seinem Weg durch die Schweiz verändert er ständig seinen Charakter. Im Oberengadin breitet er sich durch Seen und offene Landschaft aus, im Unterengadin schneidet er sich tief in steile Schluchten.
Oberhalb dieser Schlucht sieht man teilweise noch die imposanten Bauten aus der Zeit der Hochblüte. Einige wurden restauriert und dienen heute wieder als Hotels. Spuren einer Epoche, die das Tal bis heute prägt.
Irgendwann führt der Weg wieder aus der Schlucht hinaus, Richtung Dorf. Der Blick öffnet sich auf die Engadiner Dolomiten.
Von weitem sieht man die Dorfkirche von Scuol, die auf einem Hügel hoch über dem Inn steht.
Ich nehme euch immer wieder gern auf diesen Spaziergang mit. Für uns ist der Mineralquellenweg im Sommer wie im Winter eine kleine Reise wert.
Heute nehme ich euch mit auf den Flurinaweg in Scuol. Der Höhenweg führt auf rund 2’000 m ü. M. von der Bergstation Motta Naluns bis zur Bergstation Prui oberhalb von Ftan. Im Winter wie auch im Sommer ist er ein beliebter Weg im Unterengadin, und für uns schon fast Tradition: Hier haben wir bereits mehrfach unsere Skiferien mit den Enkelinnen verbracht. Diesmal wurden wir mit Traumwetter belohnt. Die klare Luft und die weite Sicht auf die Engadiner Bergwelt waren einfach grandios.
Der Themenweg rund um Flurina, eine Geschichte von Selina Chönz und Alois Carigiet, ist gut ausgeschildert. Entlang der Route laden zehn illustrierte Infotafeln zum Innehalten ein. Für Gross und Klein ist das eine abwechslungsreiche und kurzweilige Wanderung.
Es lohnt sich immer wieder, stehen zu bleiben, die Zeichnungen anzuschauen und den Blick in die Berge schweifen zu lassen.
Die Illustrationen stammen vom Bündner Maler Alois Carigiet, der auch das berühmte Kinderbuch „Schellen-Ursli“ bebildert hat.
Im Winter ist der Weg gut präpariert und eignet sich auch bestens zum Schlitteln, ein Highlight, das bei Kindern immer gut ankommt.
Besonders schön: Die Geschichte von Flurina und dem Waldvögelein animiert unterwegs zum aktiven Mitmachen und macht die Wanderung zu einem kleinen Erlebnis in authentischer Naturkulisse.
Am Ziel angekommen, gönnten wir uns im Bergrestaurant einen Kaffee und ein Stück selbstgemachten Kuchen.
Danach ging es mit der Gondelbahn hinunter nach Ftan, und das Postauto brachte uns wieder zurück nach Scuol.
Eine rundum erholsame Woche – und ein Weg, den wir bestimmt wieder einmal gehen.
Endlich scheint auch bei uns am See die Sonne. Mit blauem Himmel entstehen einfach die schöneren Fotos, da gebt ihr mir sicher recht! Der Pegelstand ist zwar sehr niedrig, aber um diese Jahreszeit ist das nichts Aussergewöhnliches. Was dieses Jahr jedoch auffällt: Wir hatten im Winter fast keinen Niederschlag. Es hat viel zu wenig geregnet, und die paar Schneeflocken, die bei uns gefallen sind, haben kaum etwas gebracht.
Am Seeufer kann man inzwischen wieder trockenen Fusses spazieren – immer mehr vom Ufer liegt frei und wird trocken.
In den Bergen ist es zwar weiss, doch die Schneemengen halten sich in Grenzen. Entsprechend wird auch die Schneeschmelze nicht viel Wasser in den See bringen.
Immer mehr vom Ufer wird trocken.
Noch gehören See und Ufer vor allem den Wasservögeln. Doch lange wird diese Ruhe wohl nicht mehr dauern: Mit den ersten warmen Sonnentagen werden auch die ersten Boote wieder zu Wasser gelassen. Im Moment schwimmen die Bojen noch allein draussen auf dem See.
Mit dem sinkenden Wasserstand entstehen immer mehr trockene Stellen. Trotzdem hat es da nicht Platz für all die Wasservögel, die den Winter bei uns am See verbringen.
Schon wieder ist der erste Monat im neuen Jahr fast vorbei, und ich habe mich noch immer nicht ganz an die neue Schreibweise der Jahreszahl gewöhnt. Zum Glück habe ich eine gute Gedächtnisstütze: Die grosse Enkelin hat eine Jahreszahl gebastelt, die mich täglich daran erinnert. Vieles läuft ja nahtlos weiter. Gute Vorsätze nehme ich mir schon lange keine mehr vor, aber meinen ersten Beitrag auf Instagram habe ich trotzdem gemacht. Mal sehen, ob die Plattform etwas für mich ist! Bei uns am See mussten wir an vielen Tagen auf die Sonne verzichten. Niederschlag gab es kaum, abgesehen von den wenigen Schneeflocken Anfang Jahr, als wir kurz ein kleines Wintermärchen erleben durften. Die Tierspuren auf unserer Terrasse konnten wir allerdings nicht zuordnen. Zum Schlittschuhlaufen hat es leider weder mit der Eisbildung am See noch auf dem Weiher gereicht. Den Ausflug zu den Eisskulpturen machten wir an einem der wenigen schönen Tage. Leider hatte das Tauwetter den Kunstwerken schon stark zugesetzt. Schon den ganzen Monat blüht meine Clivie im Wintergarten. Kulinarisch gab es auch einiges, das uns den Januar versüsst hat: Ein getränkter Orangenkuchen war perfekt für eine gemütliche Kaffeerunde, und die Bananenmuffins sind sowieso ein sicherer Wert. Die Kombination aus Randencarpaccio mit Orangen und Feta kam gleich mehrmals auf den Tisch – genauso wie das geschichtete Passionsfrucht-Mousse. Die Nähmaschine blieb den ganzen Monat über still, ausser fürs Aufnähen des zweiten Schwimmabzeichens unserer grossen Enkelin, das sie mit Bravour geschafft hat. Da darf sie mit Recht stolz darauf sein. Und ein Hauch von Frühlingsgefühl zieht auch schon ein: Die ersten Schneeglöckchen im Väschen.
Lange habe ich überlegt, ob und womit ich beim 12tel Blick dabei sein möchte. Mein Standort ist im Park – mit verschiedenen Bäumen und dem See. Im Laufe des Jahres wird vielleicht auch der eine oder andere Tourist mit aufs Bild kommen!
Viel lieber als zu Chemie greife ich zu natürlichen Hilfsmitteln, um gesund zu bleiben oder es wieder zu werden. Ingwer ist so ein kleines Allround-Talent, das in meiner Küche nicht fehlen darf. Normalerweise nutze ich die Knolle zum Würzen, um meinen Gerichten eine ganz besondere Note zu geben. Doch gerade im Winter ist sie ein Hauptbestandteil meines Getränks zum Vorbeugen und Lindern von Erkältung, Husten und Heiserkeit.
Dafür schneide ich Ingwer mit Schale klein und koche ihn zusammen mit Kurkuma, schwarzem Pfeffer und Zitrone in Wasser auf. Anschliessend lasse ich alles kurz ziehen.
Aus dem Garten gebe ich gerne noch Salbei und Thymian dazu. Nach kurzer Zeit siebe ich die Flüssigkeit ab, verdünne sie mit Wasser und süsse sie mit etwas Honig. Einen Teil der unverdünnten Mischung fülle ich in eine Eiswürfelform, so habe ich immer einen kleinen Vorrat parat.
Und aus der Tasse, die unsere grosse Enkelin für mich verziert und mir geschenkt hat, schmeckt mein selbstgemachter Vitamintrank gleich noch ein bisschen besser!
Aber nicht nur warme Getränke helfen durch graue, kalte Tage. Auch Blumen können die Laune heben. Kräftige Farben beleben die Sinne und erheitern das Gemüt.
Die Blumen stehen nun schon fast zwei Wochen im Wintergarten und sehen immer noch wunderschön aus, und die weisse Lilie öffnet sich jeden Tag ein Stückchen mehr.
Bei uns am See merkt man gut, dass die Tage wieder wärmer werden und die Sonne mehr Kraft hat. An manchen Tagen ist es ein Kampf zwischen Sonne und Nebel wer wohl gewinnt.
Im See fehlt zurzeit wieder viel Wasser, was aber für diese Jahreszeit nicht aussergewöhnlich ist. Der niedrige Wasserstand begünstigt die Eisbildung am Ufer.
Auch im Bach ist der Wasserstand recht tief. Immer wieder bleibe ich auf der Brücke stehen und halte Ausschau nach dem Eisvogel Vogel des Jahres, der sich hier oft aufhält. Leider ist es mir noch nie gelungen ein brauchbares Bild zu machen. Aber seinen hellen Ton und wenn er an einem vorbei huscht glitzert sein blaues Federkleid in der Luft. Ich denke, dass die Paarungszeit schon am laufen ist, wenn man den Eisvögeln zuschaut wie sie von Platz zu Platz fliegen.
Dafür kann man die Kormorane gut beobachten wenn sie sich im Bach aufhalten und ihr Flügel ausbreiten und sich wärmen.
Auch die Waldwege sind immer noch mit Schnee bedeckt und man muss aufpassen beim laufen, weil es durch die Sonneneinstrahlung eisige stellen gibt.
was mir letztens Jahr nicht gelungen ist, bei meinem Standort vom 12tel Blick kann ich euch jetzt zeigen. Nicht nur der Bach zum Weiher ist zugefroren,
sondern der ganze Weiher ist mit einer Eisschicht bedeckt
schade. dass bei uns Tauwetter eingesetzt hat, viele Eisläufer hätten sich sicher gefreut, ihre Runden zu drehen.
So weiss und rein wie das neue Jahr liegt die Landschaft vor uns, überpudert mit einem Schäumchen Schnee. Weil es draussen bitterkalt ist, bleibt selbst die dünne Decke liegen. Und sobald die Sonne durchkommt, wirkt alles noch friedlicher: Das Licht glitzert auf den Kristallen und für einen Moment scheint die Welt leiser zu sein.
Das Thermometer schafft es an manchen Tagen nicht über die Nullgradgrenze. Am Seeufer bildet sich bereits das erste Eis. Die ganz Mutigen trauen sich sogar schon darauf. Der Pegelstand ist zurzeit recht tief, was die Eisbildung natürlich begünstigt.
Ein besonderer Himmelsblick für Heidi.
Wie gut, dass die Schafe ein dickes Fell haben. Sie stehen da, als könnte ihnen die Kälte nichts anhaben, und wirken wie kleine Wollinseln in der weissen Weite.
Da lohnt sich ein Spaziergang. Jeder Schritt knirscht, die Luft ist klar, und man merkt plötzlich wieder, wie gut ein bisschen Kälte tun kann, weil sie die Gedanken sortiert und die Wangen rot färbt.
Auch der Rauhreif zaubert wunderschöne Bilder, kleine Kunstwerke, die nur so lange existieren, bis die Sonne sie ablöst. Fürs Wochenende ist bei uns weiterer Schneefall bis in die Niederungen vorhergesagt. Gleichzeitig soll es wieder wärmer werden, das wird wahrscheinlich eher ein Chaos aus Matsch, Pfützen und rutschigen Wegen.
So schön winterlich sah unsere Terrasse den ganzen Advent nicht aus. Darum dürfen das Rehlein und der Engel noch ein wenig bleiben – als kleine Erinnerung daran, dass es manchmal erst nach den Feiertagen richtig gemütlich wird.
Mein Dezember 2025 war so, wie ich ihn mir vorgenommen hatte: eher ruhig, aber mit schönen Abwechslungen. Nur die Sonne liess sich bei uns am See fast nie blicken. Vieles konnte ich schon vor der Adventszeit erledigen. Die Adventsdeko war rechtzeitig fertig, und auch die Guetzli standen pünktlich bereit. Was ich euch unbedingt noch zeigen wollte, und Andrea fragt danach, ist das Adventsfenster bei den Enkelinnen. Es hat den ganzen Monat geleuchtet, und die grosse Enkelin hat begeistert mitgeschmückt. Immer wieder konnte ich besinnliche Stimmungen einfangen und mich daran freuen, sei es bei einem Spaziergang am See oder unterwegs bei einem Ausflug. Mit meinem Mann war ich in Einsiedeln und bummelte über den Weihnachtsmarkt auf dem Klosterplatz, vor dieser imposanten Kulisse. Auch die Stimmung am Vierwaldstättersee haben wir sehr genossen. Von unserem stimmungsvollen Abend mit unseren Töchtern auf der InselMainau habe ich euch ja schon berichtet. Einen ganz schönen Nachmittag verbrachten wir Geschwister zusammen bei uns, solche gemeinsamen Stunden sind einfach wertvoll. Ein Höhepunkt im Dezember ist für uns seit sechs Jahren der Geburtstag unserer grossen Enkelin. Sie bereichert unser Leben immer wieder aufs Neue. Für sie habe ich dieses Jahr ein neues Shirt genäht. Entstanden sind auch viele Karten, die ich alle rechtzeitig verschickt habe, ich freue mich jedes Mal, wenn so kleine Grüsse auf die Reise gehen. Heiligabend durften wir im Kreise der ganzen Familie bei den Enkelinnen feiern. Den Apéro gab es draussen im Garten, vor einem wärmenden Feuer, und dazu wurden heisse Marroni gebraten. Natürlich durften auch die Geschenke nicht fehlen. Wir sassen gemütlich beisammen und liessen uns verwöhnen von den Gastgebern, die wirklich keinen Aufwand und keine Mühe gescheut haben. Auch unsere Christbäume – drinnen und draussen – drücken unsere Weihnachtsstimmung genau aus. Das war Frage zwei von Andrea. Es war ein rundum gelungener Abend, genau so, wie ich es am schönsten finde. Die restlichen Feiertage verbrachten wir ruhig. Und wir freuen uns sehr, dass die Enkelinnen nun abwechselnd in den Ferien zu uns kommen.
Fast den ganzen Dezember war es bei uns am See und auch an meinem Standort beim Weiher – grau. Oft wurde es den ganzen Tag nicht richtig hell. Kein Lieblingswetter von mir! Darum sieht man auf dem Foto auch nicht besonders viel. Viel lieber hätte ich euch ein Bild mit verschneiter Landschaft oder einem zugefrorenen Weiher gezeigt, so wie damals, als unsere Kinder noch klein waren und auf dem Eisfeld Schlittschuh laufen konnten.
Und hier noch die Collage vom Jahresverlauf, aufgenommen an meinem Standort am Weiher. Ich bin zufrieden damit, denn alle Aufnahmen sind freihändig entstanden.
Eva möchte ich herzlich Danke sagen, dass sie jeden Monat unsere 12tel Blicke gesammelt hat. 12tel Blicke
Allen meinen Leser*innen danke ich für eure Besuche bei mir und wünsche ein gutes Ankommen im 2026, machen wir uns das beste daraus.