Archiv der Kategorie: Kultur

Die Glasbläserin

Die Glasbläserin ist das erste Buch von Petra Durst Benning, welches ich gelesen habe.

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Der Roman handelt von drei starken Frauen, die sich erfolgreich in einer Männerdomäne behaupten. Die Geschichte spielt um 1890 in einer Glasbläserhochburg im Thüringer Wald, in dem kleinen Ort Lauscha. Als den drei Schwestern der Vater starb, der mit seiner Glasbläserei den Unterhalt für die Familie verdiente, entschloss sich Maria, die jüngste von ihnen, selber mit dem Glasblasen anzufangen. Heimlich und in der Nacht wagte sie, Glaskugeln herzustellen. Mutig boten dann die drei Schwestern dem Händler F. Woolworth aus Amerika ihre Kugeln an. Er war begeistert und liess die Glaskugeln bei Marie in Serie herstellen.

Schon früher wurde sehr viel aus Amerika importiert, aber die Glaskunst aus dem Thüringer Wald nahm schon früh den umgekehrten Weg aus Deutschland nach Amerika. Noch heute gibt es im Thüringer Wald viele Glasbläsereien, so auch das Glaszentrum in Lauscha.
Gerne möchte ich mein Nachbarland Deutschland noch besser, besonders Thüringen und Sachsen, kennenlernen. Das Buch weckt in mir die Lust, eine Reise in diese Region zu planen und die Kultur und die schönen Landschaften zu erkunden. Natürlich würde ich in Lauscha vorbeischauen. Wer weiss was daraus wird, ihr werdet es sicher erfahren hier auf diesem Blog.

The Lion King

Wie versprochen: unser Ausflug in die Stadt am Rhein. Basel ist immer eine Reise wert. Sie liegt am Dreiländereck Schweiz/Frankreich/Deutschland und natürlich am Rhein. Wir hatten ideales Reisewetter und verbrachten einen wunderschönen Tag zusammen. Mit dem Tram fuhren wir nach Kleinbasel. Dem Ufer entlang gibt es viele schöne Restaurants. Basel ist auch einer der wärmsten Orte der Schweiz und wir konnten gemütlich im Garten sitzen und uns stärken. Es war fast wie in den Ferien.

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Wir schauten den Wassertaxis und den Leuten beim Flanieren zu.

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Dann ging es ins Musical Theater und im Foyer gönnten wir uns ein „Cüpli“.

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Wir hatten gute Plätze in dem ausverkauften Saal und warteten gespannt auf die Vorstellung.
Vom ersten Augenblick an waren wir begeistert von den vielen Farben, Kostümen, Kulissen, den Darstellern als Tiere, der Musik und dem Gesang. Ein grossartiges, wechselndes Bühnenbild gab die Stimmungen der Geschichte vom König der Löwen gut wieder. So einfach der Inhalt ist, so wirkungsvoller wurde er aufgeführt.

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Nach der Vorstellung mussten wir schnell das richtige Tram zum Bahnhof erwischen, damit wir mit dem letzten Zug noch nach Hause kamen. Eine kleine Aufregung gab es dann doch noch. Weil ausgerechnet an diesem Tag die Deutsche Bahn streikte, kam der IC Zug aus Hamburg nicht rechtzeitig in Basel an. Aber unsere zuverlässigen Schweizer SBB brachte uns ganz knapp, aber rechtzeitig nach Zürich. Wir erwischten in letzter Minute unseren Zug in die Ostschweiz und so ging  ein gemeinsamer Tag sehr erfüllend zu Ende. Genau so wie ich es am liebsten mag.

Sonntagsfreuden – Muttertag

Ich habe das Vergnügen und werde heute verwöhnt: ein Mutter-Tochter Tag (aber auch mein Mann darf dabei sein).
Wir lösen ein Weihnachtsgeschenk ein und besuchen das Musical The Lion King in Basel. Die Vorfreude ist bei mir gross und ich bin mir sicher, dass es genau so sein wird, wie ich es am liebsten mag.
Schon länger sind die Billette gekauft, um bequem in die Stadt am Rhein zu reisen. Werde später darüber berichten wie es war. Ich hoffe, dass ganz viele Mamis heute mit ihren Liebsten einen schönen Tag verbringen dürfen.

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Das Vergissmeinnicht ist für Dich.
Die Sonntagsfreuden werden bei 60°Nord gesammelt.

Beatles Musical – Sonntagsfreuden

Das Musical „all you need is love“ ist eine Hommage an die Band The Beatles.

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Schon seit Wochen war die Vorfreude gross und wir wurden alle nicht enttäuscht. Man wurde wunderbar in die Vergangenheit zurückversetzt. Gekonnt, wie man es von einer Show aus Las Vegas kennt, wurde die Entstehung und die Geschichte von den Pilzköpfen aus Liverpool gezeigt. Einspielungen im Hintergrund zeigten Originalaufnahmen und ergänzten die Show.
Aber natürlich war das Highlight all die unvergesslichen Ohrwürmer der Band, die mich richtig elektrisiert haben. Spätestens beim Song „Hey Jude“ sass niemand mehr auf den Stühlen und alle sangen mit und wiegten sich im Takt.

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Ein sehr gelungener Unterhaltungsabend der jung, aber vor allem alt begeistert hat.
Eine Freude, die auch noch lange anhalten wird. Darum teile ich es bei 60°Nord bei den anderen Sonntagsfreuden.

Still Alice

Still Alice

Still Alice – Mein Leben ohne Gestern ist ein Film, der mich von Anfang bis zum Ende begeistert hat. Julianne Moore spielt in der Hauptrolle eine angesehene Linguistin, die bemerkt, dass sich merkwürdige Gedächtnisaussetzer bei ihr häufen. Aus Angst vor einem Gehirntumor sucht sie einen Spezialisten auf und erfährt, dass sie an Alzheimer erkrankt ist. Für diese Rolle bekam sie verdienterweise einen Oscars als beste Hauptdarstellerin. Das Regiegespann (Richard Glatzer und Wash Westmoreland) bringen das Thema nach einem Roman der Neurowissenschaftlerin Lisa Genova auf die Leinwand. Sie kreierten einen berührenden und vor allem einen sehr feinfühligen Film. Es kam schön zum Ausdruck wie die  Familienmitglieder mit der Diagnose umgehen.

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Das Thema scheint momentan zu bewegen. Ganz anders als im Film „Honig im Kopf“ wird die Krankheit in Still Alice aus der Sicht der Betroffenen gezeigt. Ich finde es gut, dass man sich zunehmend mit dieser Krankheit auseinandersetzt, da es jeden treffen kann. Ich habe in meiner Familie und in meinem Freundeskreis Personen mit derselben Diagnose. Einige Szenen kamen mir im Film bekannt vor, viele Situationen wurden sehr realistisch dargestellt. Wieder ein Film, der mich sehr zum Nachdenken angeregt hat.

Kinoabende

Wer schon länger meinen Blog liest weiss, dass ich eine fleissige Kinogängerin bin. Bei uns im „feinen Kino“ laufen neben Blogbusters auch Independent Filme. Ich mag die Abwechslung und sehe beide gerne.
Der Film Honig im Kopf fand grossen Anklang beim Publikum und musste gleich mehrmals gezeigt werden.

Honig im Kopf

Ich kann mich der Meinung anschliessen. Ein Film, der unter die Haut geht. Ein grosses Lob an die Schauspieler. Till Schweiger tastet sich mit Humor an das ernsten Thema ran. Ich musste viel lachen und weinen. Mir bleibt ein nachhaltiger Eindruck vom Film. Der Film hätte eine Auszeichnung verdient.

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Bei der Vorschau lief ein Tailer vom Film Dora oder die sexuellen Neurosen unserer Eltern. Meine Begleitung und ich haben unabhängig voneinander gemeint, dass es sicher ein sehenswerter Film ist.

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Ich liess mich von den Emotionen und der Tragik in der kurzen Vorschau leiten und besuchte den Film zusammen mit meiner Freundin. Leider waren unsere Erwartungen zu hoch und der Film konnte nicht halten was uns die Vorschau versprach.  Eigentlich geht es um ein ernstzunehmendes, wichtiges Thema.
Aber schon vor der Pause fand ich, dass endlich etwas ernsthaftes in der Geschichte passieren sollte. Das war aber nicht der Fall und wir waren beide sehr enttäuscht von dem Film. Bis jetzt wissen wir nicht, was die Regisseurin eigentlich mit dem Film aussagen möchte. Vieles wurde nur angeschnitten. Eigentlich schade um die Ernsthaftigkeit des Themas.

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Die Gemeinsamkeit der beiden Filmen, die ich kurz nacheinander gesehen habe, ist, dass sie ein ernsthaftes Thema ansprechen. Und beide Filme können auch keine Antwort geben und wollen zum Nachdenken anregen.
„Honig im Kopf“ ist trotz der Ernsthaftigkeit ein humorvoller Film. Dabei die Balance zu finden, ist sicher nicht immer einfach, weil Humor auch immer Geschmacksache ist.
„Dora“ nähert sich dem Thema, indem die Problematik aufgezeigt wird, ohne dabei eine klare Stellung zu beziehen.
Aus meiner Sicht hat die humorvolle Variante viel mehr und besser zum Nachdenken angeregt. Der Film „Dora“ hat auf ein Thema aufmerksam gemacht, aber anstatt nur Fragen aufzuwerfen, hätte ich eine klare Haltung der Regisseurin zu dem Thema geschätzt.
Aber etwas gutes haben die Kinoabende mit meiner Freundin allemal. Wir zwei hatten Zeit füreinander und gehen sicher bald wieder in unser „feines Kino“.

Bequem Reisen

Reisen mit dem Zug ist sehr bequem, aber teuer, wenn man nicht im Besitz eines Halbtax- oder Generalabonnements ist.
Zum Glück gibt es die Möglichkeit für einen Tag, bei fast jeder Gemeinde, eine Tageskarte zu einem günstigen Preis zu kaufen.
Mit den gekauften Billetten fuhren wir in die grösste Schweizer Stadt zu unseren Freunden. Da die Billette auch für Busse und Trams gültig sind, kamen wir ganz entspannt an.

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Schon lange hatten wir versprochen, für einen Besuch vorbeizukommen. Nun konnten wir endlich einen unterhaltsamen, schönen Tag zusammen verbringen.
Am Abend waren wir verabredet mit unseren Töchtern. Mit dem Tram fruhren wir quer durch die ganze Stadt, das war gleichzeitig gerade eine schöne Stadtbesichtigung. Da ich vor vielen Jahren in dieser Stadt gewohnt und gearbeitet hatte, war mir vieles noch sehr vertraut und es kamen Erinnerungen bei mir auf.
Gemeinsam besuchten wir im Theater eine Kömodie und amüsierten uns köstlich.
Auf der Heimfahrt fuhren wir die halbe Strecke zusammen und konnten noch gemütlich plaudern.
Ein richtig schöner Tag ging zu Ende, genau so wie ich es am liebsten mag.
Es war auch nicht das erste mal, dass wir von einer Tageskarte gebrauch gemacht haben wie man hier lesen kann.
Und für den 10. Mai, für das Musical Lion King, sind nicht nur die Karten sondern auch die Tageskarten schon gekauft. Ein Weihnachtsgeschenk werden wir dann einlösen und freuen uns sehr darauf.

Sonntagsfreuden – „Härztropfen“

Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken… die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine Sonntagsfreude sind 🙂

Wenn der Theaterverein bei uns eine  Aufführungen hat, fehlt es nie an Besuchern. Es sind alles Laienschauspieler auf der Bühne, die ihr bestes geben.
Dieses Jahr hiess das Theaterstück „Härztropfen“.
Ein Lustspiel mit vielen Verwechslungen – ein Abend mit sehr vielen Lacher war garantiert.
Auf dem Foto das Präsent, das jeden Besucher erhielt.

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Wenn die roten Herztropfen gar keine sind, sondern roter Wodka ist. Wenn das Los einen Gewinn von einer viertel Million ankündet, aber die Zahlen verwechselt wurden. Wenn der reiche Mitbewohner plötzlich mausarm ist und die Vornamen von Mutter und Tochter verwechselt werden – dann, ja dann ist der Unterhaltungswert gross. Wir haben uns köstlich amüsiert. Wenn in unserem  Alltag ein Abend lang die Lachmuskeln zum Einsatz kommen, tut das einfach gut.

Weil Lachen so ansteckend sein kann, teile ich meine Freude dieser Woche gerne bei den Sonntagsfreuden

Das grüne Seidentuch

Ich lese viel und lese auch sehr gerne Bücher. Doch nur wenige Bücher finden den Weg in meinen Blog. In der Geschichte wird ein Tuch jeweils von der Mutter an die Tochter weitgergeben. Ich erhielt im Gegensatz dazu das  Buch von meiner Tochter. Besser als in der Zusammenfassung des Buches kann ich den Inhalt nicht beschreiben, ich kann jedoch euch dieses Buch wärmstens empfehlen.

Das grüne Seidentuch

Das grüne Seidentuch -  Marcella Maier

Marcella Maier erzählt in ihrem Buch „Das grüne Seidentuch“ eine spannend geschriebene Familiensaga von vier Frauen und vier Generationen: vor dem Hintergrund der Entwicklung zweier abgelegener Bergtäler – Engadin und Bergell – von den durch Klima und Topografie geprägten kargen Lebensumständen zu international bekannten und beliebten Ferienzielen. Im Bergell lebt Alma mit ihrem Kind Lisabetta das entbehrungsreiche Dasein einer früh verwitweten Frau. In solch schwerem Leben sieht die Tochter keine Zukunftschance. Daher zieht sie ins Engadin, das gerade in jenen Jahren vom Tourismus entdeckt wird.

Nach einem kurzen Glück muss jedoch auch sie sich durch die bitteren Jahre des Witwenlebens kämpfen. Ihrer Tochter Maria bleibt zwar die Trennung von ihrem Ehemann durch den Tod erspart, aber dramatische Umstände und gesundheitlicher Probleme wegen fällt er als Ernährer aus, und so ist es Maria, die allein für die Familie sorgen muss.

Bei Nina, der vierten in dieser Frauenlinie, sind es schliesslich die weltpolitischen Ereignisse – Krise und Krieg – die ihr auch wieder während vieler Jahre die Verant-wortung für die Existenz der Familie aufbürden. Tapfer und klaglos tragen alle vier ihr Los und verkörpern mit ihrem Mut, ihrem Einsatz und ihrer Beharrlichkeit das fast typische Schicksal sehr vieler Frauen in der Zeit der vergangenen zweihundert Jahre.

In „Das grüne Seidentuch“ gibt die Autorin Marcella Maier nicht nur viele Hintergrundinformationen zu Geschichte und Alltag im Engadin und Bergell in den letzten zweihundert Jahren, sondern auch spannende autobiographische Erinnerungen preis.

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Sonntagsfreude – Goes To New York City

Ich weiss nicht, welche Sonntagsfreude bei mir grösser ist: Sind es unsere zwei wunderbaren Töchter oder die Überraschung und die Vorfreude auf New York?
Schon lange schwärme ich davon, einmal nach New York zu fliegen. Alleine macht es aber nicht so viel Spass und meinen Mann konnte ich noch nie damit begeistern.
Und dann, gestern beim gemütlichen beisammen sein, DIE ganz grosse Überraschung. Unsere Töchter begleiten uns, schenken uns von ihren wohlverdienten Ferien Zeit. Wir fliegen gemeinsam über den grossen Teich, erleben und erkunden die Weltstadt, von der ich schon so lange geträumt habe. Wie TOLL ist das denn!
Genau so wie ich es am liebsten mag, oder noch viel schöner!

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Eine Sonntagsfreude die grösser nicht sein könnte.
Mehr Sonntagsfreuden könnt ihr bei Maria besuchen.