Archiv der Kategorie: Kultur

Trinkhalle / Büvetta

Wenn wir im Engadin Ferien machen, gehört ein Spaziergang am Inn für uns einfach dazu, ganz egal, ob Sommer oder Winter. Besonders gern sind wir auf dem Mineralquellenweg unterwegs.

Unterwegs kommt man an einem Gebäude vorbei, das heute fast ein wenig vergessen wirkt, und doch einmal ein echter Tourismusmagnet war. Bis in die 1970er-Jahre wurde das Mineralwasser hier kommerziell genutzt und sogar bis nach London, New York und Sydney verschickt. Später änderten sich die Rahmenbedingungen: strengere Hygienevorschriften, mehr Konkurrenz durch andere Quellen und Investitionen, die sich offenbar nicht mehr lohnten. Das „Scuoler Mineralwasser“ verlor an Bedeutung.

Heute reisen nur noch wenige Gäste nur wegen des Wassers ins Unterengadin. Vor rund 100 Jahren war das anders: Scuol, Tarasp und Vulpera zogen damals Tausende ins Hochtal. Schriftsteller, Industrielle und Adlige kamen für Trinkkuren und Bäder, kleine Beschwerden kurieren lassen, Luft wechseln, dem Alltag entfliehen.

Unten am Inn traf man sich in der Büvetta Tarasp, mit Ausgabestellen für Bonifacius-, Lucius- und Emerita-Wasser und einer langen Wandelhalle. Man kann sich richtig vorstellen, wie das damals war: Kurorchester spielten, es gab Nischen und Treffpunkte, dazu Postschalter und kleine Läden.
Heute steht das Gebäude sichtbar gezeichnet von der Zeit da. Um die Büvetta zu erhalten und wiederzubeleben, wurde 2012 der Verein Pro Büvetta Tarasp gegründet. Die Trinkhalle steht inzwischen unter Schutz (seit Frühling 2018 unter nationalem Schutz) und soll saniert werden, sobald die Finanzierung gesichert ist. Im Raum stehen 12 Millionen Franken Investitionskosten.

In der Trinkhalle sprudeln die beiden Mineralquellen Lucius und Emerita. Sie gelten als besonders mineralstoffreich, und die Lucius-Quelle wird sogar als sehr stark beschrieben. Aber ehrlich: Selbst wenn man sich nicht für Mineralwasser begeistert – schon das Gebäude allein ist ein Besuch wert.

Hoch oben auf 2484 Metern entspringt der Inn. Auf seinem Weg durch die Schweiz verändert er ständig seinen Charakter. Im Oberengadin breitet er sich durch Seen und offene Landschaft aus, im Unterengadin schneidet er sich tief in steile Schluchten.

Oberhalb dieser Schlucht sieht man teilweise noch die imposanten Bauten aus der Zeit der Hochblüte. Einige wurden restauriert und dienen heute wieder als Hotels. Spuren einer Epoche, die das Tal bis heute prägt.

Irgendwann führt der Weg wieder aus der Schlucht hinaus, Richtung Dorf. Der Blick öffnet sich auf die Engadiner Dolomiten.

Von weitem sieht man die Dorfkirche von Scuol, die auf einem Hügel hoch über dem Inn steht.

Ich nehme euch immer wieder gern auf diesen Spaziergang mit. Für uns ist der Mineralquellenweg im Sommer wie im Winter eine kleine Reise wert.

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Flurinaweg

Heute nehme ich euch mit auf den Flurinaweg in Scuol. Der Höhenweg führt auf rund 2’000 m ü. M. von der Bergstation Motta Naluns bis zur Bergstation Prui oberhalb von Ftan. Im Winter wie auch im Sommer ist er ein beliebter Weg im Unterengadin, und für uns schon fast Tradition: Hier haben wir bereits mehrfach unsere Skiferien mit den Enkelinnen verbracht. Diesmal wurden wir mit Traumwetter belohnt. Die klare Luft und die weite Sicht auf die Engadiner Bergwelt waren einfach grandios.

Der Themenweg rund um Flurina, eine Geschichte von Selina Chönz und Alois Carigiet, ist gut ausgeschildert. Entlang der Route laden zehn illustrierte Infotafeln zum Innehalten ein. Für Gross und Klein ist das eine abwechslungsreiche und kurzweilige Wanderung.

Es lohnt sich immer wieder, stehen zu bleiben, die Zeichnungen anzuschauen und den Blick in die Berge schweifen zu lassen.

Die Illustrationen stammen vom Bündner Maler Alois Carigiet, der auch das berühmte Kinderbuch „Schellen-Ursli“ bebildert hat.

Im Winter ist der Weg gut präpariert und eignet sich auch bestens zum Schlitteln, ein Highlight, das bei Kindern immer gut ankommt.

Besonders schön: Die Geschichte von Flurina und dem Waldvögelein animiert unterwegs zum aktiven Mitmachen und macht die Wanderung zu einem kleinen Erlebnis in authentischer Naturkulisse.

Am Ziel angekommen, gönnten wir uns im Bergrestaurant einen Kaffee und ein Stück selbstgemachten Kuchen.

Danach ging es mit der Gondelbahn hinunter nach Ftan, und das Postauto brachte uns wieder zurück nach Scuol.

Eine rundum erholsame Woche – und ein Weg, den wir bestimmt wieder einmal gehen.

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Monatscollage September 2025

Mein September hatte von allem etwas zu bieten: Wettertechnisch reichte die Spanne von hochsommerlichen Tagen bis hin zu fast schon novembergrauem Wetter. Im Garten liessen sich die anfallenden Arbeiten gut erledigen, und das Gemüse sowie die Salate, die wir noch gesetzt haben, gedeihen prächtig.
An manchen Tagen unternahmen wir schöne Velotouren – mal am See entlang, mal über Land, vorbei an Feldern und Obstanlagen, wo die Ernte bereits in vollem Gange war. Manche Ausflüge verbanden wir mit einem Besuch bei Freunden oder einem Abstecher in eine Ausstellung.
Bei herrlichem Sommerwetter konnten wir beim Wandern von oben auf unser Zuhause am See blicken, immer wieder ein besonderer Moment. Auch unsere kleine Enkelin war ein paar Tage bei uns in den Ferien. Mit ihr gingen wir gerne zu den Schwänen an den See oder auf den Spielplatz, was ihr grosse Freude bereitete.
In der Küche hielt der Herbst schon Einzug: Kürbisgerichte standen mehrfach auf unserem Menüplan, und aus den Gartenkräutern habe ich noch einmal Kräuterbutter für den Vorrat gemacht.
Inzwischen ist es kalt und nass geworden. Da in nächster Zeit viele Termine anstehen, habe ich bereits die ersten Bastelversuche für den Advent gestartet. Ja, ihr habt richtig gelesen, es geht tatsächlich schneller, als mir lieb ist.
Doch zunächst freue ich mich auf unsere kleine Sommerverlängerung: Im Oktober geht es mit den Enkelinnen ans Meer!

Genäht wurde,

nicht viel, aber dafür umso mehr geplant! Bis letzte Woche waren die Sommerkleider noch im Einsatz und die kalte Jahreszeit schien noch weit entfernt. Trotzdem habe ich bereits die ersten langärmligen Pullover genäht, einer davon sogar mit Kapuze, wie ihr sehen könnt. Ausserdem sind weitere Täschchen für den Bazar-Verkauf entstanden. Mit jedem Stück werden sie ein bisschen schöner, was mich sehr motiviert und weiter anspornt.

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Besuch der Ausstellung „Schreib Weisen“

Heute nehme ich euch mit in eine Ausstellung, die ich besucht habe. Der Weg dorthin führte uns am See entlang – bei herrlichem Spätsommerwetter. In der Nachbarstadt sprudelt der Springbrunnen noch immer, und hier legen wir gerne eine kleine Pause ein.

Weiter ging die Fahrt entlang der Steinacher Bucht.

Ob die grosse Holzskulptur wohl noch vom letzten Hochwasser angeschwemmt wurde, weiss ich nicht. Aber welches Tier dort gerade einen Fang gemacht hat, bleibt ganz der Fantasie überlassen.

Auch in der nächsten Stadt gibt es in Ufernähe einen Springbrunnen.

Das Wahrzeichen von Rorschach ist das Kornhaus am Hafen.

Immer einen Besuch wert ist ausserdem die schöne Uferpromenade. Jetzt, wo die Ferien im Nachbarland vorbei sind, ist es dort nicht mehr so überlaufen, und man kann die herrliche Bepflanzung in Ruhe geniessen.

Unser Ziel lag ebenfalls direkt am See, in einem schönen Skulpturenpark, darüber erzähle ich euch aber ein andermal.

Denn diesmal ging es um die Ausstellung „Schreib Weisen“ im Würth Haus. Mein Museumsbesuch geht auch zu 11i.

Nach der Fahrt gönnten wir uns zuerst eine kleine Pause im Foyer, mit wunderbarem Blick auf den See.

Die Ausstellung zeigte die Vielfalt des aktuellen Schaffens der Mitglieder der Schweizerischen Kalligrafischen Gesellschaft – von klassischer Kalligrafie bis hin zu modernen, farbenfrohen und gestischen Schriftbildern. In Schau­vitrinen konnten die Besucher ausserdem Highlights zur Schriftgeschichte, verschiedene Schreibwerkzeuge sowie die Kunst der Tintenherstellung entdecken.

Die Bilder habe ich in einer Galerie zusammengefasst, sonst wäre der Beitrag zu lang geworden.

Die Fotos können zum Vergrössern angeklickt werden.

Ehrlich gesagt hatte ich mir von der Ausstellung etwas mehr erhofft. Schon lange habe ich den Wunsch, mehr über die Kunst des Schreibens zu lernen – und ich hoffte, dass man auch selbst etwas ausprobieren könnte.

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Honig im Kopf!

Viele meiner Leserinnen kennen sicher den Film Honig im Kopf. Ich war mit meinem Mann und unseren Töchtern zu einer etwas anderen, sehr berührenden Bühnenfassung dieser Geschichte über Amandus – im Seeburgtheater am Bodensee.

Es ist mittlerweile eine schöne Tradition, dass wir gemeinsam einen Sommerabend an diesem besonderen Ort verbringen.

Frühzeitig treffen wir uns auf dem idyllischen Gelände, geniessen die Stimmung und stimmen uns bei einem feinen Sommerdrink – benannt nach Charakteren aus dem Stück – auf den Abend ein.

Diesen Sommer verwandelt sich die Seebühne in eine poetische Welt zwischen Erinnern und Vergessen. In einer bewegenden Inszenierung des gleichnamigen Films von Til Schweiger zeigt das Kreuzlinger Kulttheater die veränderte Wahrnehmung eines an Alzheimer erkrankten Mannes – eingebettet in ein riesiges, lebendiges Fotoalbum.

Der Himmel über dem Spielort zog sich im Laufe des Abends zwar immer mehr zusammen, doch auf der überdachten Tribüne blieben wir zum Glück trocken.

Besonders eindrucksvoll: Der Bodensee selbst wird zur Lagune von Venedig, wohin Tilda – die Enkelin von Amandus – ihren Grossvater im Stück entführt.

Diese Kulisse war nicht nur eindrucksvoll, sondern wie gemacht für traumhafte Himmelsblicke – Heidi wird sich darüber bestimmt freuen.

Die Aufführung hat uns sehr beeindruckt. Sieben Darsteller*innen übernehmen auf der Open-Air-Bühne sämtliche Rollen – ein beachtliches Spiel mit viel Ausdruck und Gefühl.

Tilda, die jugendliche Enkelin des an Alzheimer erkrankten Amandus, wird durch eine lebensgrosse Puppe mit Klappmaul dargestellt. „Tilda will die Probleme der Erwachsenen nicht sehen“ – deshalb entführt sie kurzerhand ihren Grossvater. Ihre Figur ist frech, verträumt und kindlich ehrlich – die Puppe als Ausdrucksmittel passt perfekt. Die Puppe ist ein bewusstes, theatralisches Stilmittel. Sie unterstreicht Amandus’ zunehmende Verwirrung und rückt die kindliche Perspektive in den Fokus. Sie brachte uns mehrmals zum Lachen,  Andrea!

Ein bewegender, besonderer Theaterabend, der uns lange in Erinnerung bleiben wird.

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Besuch im Iris Schaugarten

Auf vielfachen Wunsch meiner Leserschaft – und natürlich zu meinem eigenen Vergnügen – besuchten wir den Iris-Schaugarten, der derzeit in voller Blüte steht. Aktuell blühen dort über 700 Sorten der hohen Bart-Iris. Ich hatte das grosse Glück, die „Iris-Mutter“ persönlich kennenzulernen und mit ihr ein nettes Gespräch zu führen. Sie erklärte mir anschaulich, worauf sie bei der Weiterzucht ihrer Pflanzen achtet und welche Kriterien erfüllt sein müssen, damit eine neue Sorte ins Sortiment aufgenommen wird. Eine kleine Wissenschaft für sich – mit strengen Massstäben! Ich war fasziniert und betrachtete die Blüten anschliessend mit ganz neuen Augen. Wie auf dem Foto zu sehen ist, sind die Bart-Iris-Beete mit Stammrosen als Zwischenpflanzung angelegt. So soll die Blütenpracht über die gesamte Gartensaison hinweg erhalten bleiben. Leider blühten bei unserem Besuch nur wenige Rosen – ein guter Grund, in ein paar Wochen noch einmal nach Öttlishausen zu fahren. Das idyllische kleine Dorf, das wir bequem mit dem Fahrrad erreichen können, wird durch den liebevoll gestalteten Schaugarten bereichert und zieht viele Blumenfreunde an. Auch ausserhalb der Blütezeit lohnt sich ein Besuch: Neben den Blumenrabatten lädt die gepflegte Anlage zum Spazieren ein, und verschiedene Sitzgelegenheiten bieten Möglichkeiten für eine entspannte Pause.

Eine Auswahl aus den vielen Fotos zu treffen, die ich gemacht habe, war gar nicht so einfach. Deshalb habe ich eine Galerie erstellt – auch, um die einzelnen Bilder vergrössern und die Schönheit der Iris in voller Pracht geniessen zu können.

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Gruss aus unseren Ferien

Kaum waren wir in unserem Feriendomizil angekommen, wollten die Enkelinnen sofort einen Schneemann bauen. An weisser Pracht mangelte es nicht – vor unserem Haus lag mehr als genug Schnee.

Mein Mann und ich nutzten die gut präparierten Winterwanderwege für ausgedehnte Spaziergänge. Sogar mit dem Kinderwagen und unserer kleinen Enkelin konnten wir die herrliche Winterlandschaft geniessen.

Ein Spaziergang durch den alten Dorfkern ist immer ein besonderes Erlebnis. Die prächtigen Engadinerhäuser mit ihren kunstvoll restaurierten Fassaden sind wahre Schmuckstücke. Gabi liebt es, Farben und Formen zu sammeln – hier findet sie jede Menge Inspiration.

Fast aus jedem ehemaligen Stadel werden inzwischen Ferienwohnungen gemacht. Die Architektur bleibt jedoch erhalten, was dem Dorf seinen ursprünglichen Charme bewahrt.

Kein Wunder, dass das Engadin mit der Sonne wirbt. Auf 1.290 m ü. M. gibt es kaum Nebelgrau – ein starker Kontrast zu den oft trüben Wintertagen am Bodensee.

Durch verschneite Wälder zu laufen, die Sonne zu geniessen und neue Kraft zu tanken – das tut einfach gut. Andrea fragt nach unseren Himmelsblicken.

Der Frühling zeigt sich hier oben im Engadin zwar noch nicht in der Natur, dafür aber auf kunstvoll bemalten Fassaden. Für unsere Enkelin ist das ein Highlight – immer wieder bleibt sie stehen und erzählt stolz, was sie alles entdeckt.

Ein paar Schritte weiter erspäht sie schon von Weitem Globi, den sie aus ihren Bilderbüchern kennt. So werden unsere Spaziergänge nie langweilig.

Der Inn führt derzeit nur wenig Wasser, fast ein Rinnsal schlängelt sich durch das Tal. Dabei kann er sich in Zeiten der Schneeschmelze in einen reissenden Fluss verwandeln.

Die Trinkbrunnen von Scuol habe ich bereits ausführlich in einem früheren Beitrag beschrieben hier

Auch im Winter fliesst das klare Quellwasser und wird eifrig genutzt – viele füllen es direkt in Flaschen ab.

Zum Abschluss unseres Spaziergangs geniessen wir den Blick über den alten Dorfteil mit der Kirche, die majestätisch auf einem Hügel thront.

Ich glaube die Fotofragezeichen von Andrea wurden mehrmals diese Woche erfüllt, wenn ich nur an die reichhaltigen gemeinsamen Frühstücke denke.

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Mein Januar 2025

Neues Jahr, neues Glück! So schwungvoll wie im kleinen Ausschnitt des Neujahrskonzerts bin ich ins Jahr 2025 gestartet.

Bei uns am See war es meist grau, mit einigen sonnigen Ausnahmen – aber immerhin recht trocken. Wer das schöne Wetter geniessen wollte, musste nicht weit in die Höhe fahren. Dort gab es sogar genügend Schnee, sodass die grosse Enkelin, die ihre Ferien bei uns verbrachte, nach Herzenslust Schlitten fahren konnte.
Die Schneeglöckchen blühen bereits seit Jahresbeginn, und auch im Garten beginnt es langsam zu spriessen. Mein Mann hat ein kleines Experiment gewagt und die Kefen bereits im Herbst gepflanzt – sie wachsen nun fleissig. Auch vom Feldsalat können wir laufend ernten.
An manchen Tagen war es bitterkalt, und Raureif überzog Bäume und Sträucher, was wunderschöne Bilder ergab. Zum Glück erreichten uns die Grippeviren erst nach einem wunderbaren Abend mit irischer Musik und talentierten Stepptänzer*innen – ein Geschenk meines Mannes.
Für die grosse Enkelin habe ich genäht: ein Upcycling-Shirt und ein neues gestreiftes mit Glitzer. In ihr selbst gestaltetes Freundschaftsbuch durfte ich als Erste eine Seite für sie gestalten – eine besondere Ehre.
Wie ihr auf den Fotos sehen könnt: Auch im Winter hat der See seinen ganz eigenen Zauber.

Mein 12tel Blick

Die fleissigen Leserinnen und Leser meines Blogs kennen meinen Standort für dieses Jahr – meinen Lieblingsplatz am Weiher. Ich weiss, wie wunderschön es dort zu jeder Jahreszeit ist. Ob es mir gelingt, diese Schönheit jeden Monat einzufangen? Das werden wir im Laufe des Jahres sehen.

Noch sind die Ufer fast kahl, doch genau das lässt die Bäume besonders schön im Wasser spiegeln.

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Juli 2024

Was soll man über den Juli 2024 schreiben? Bis Mitte des Monats war es eindeutig zu nass, und auch die Temperaturen hielten sich zurück. Im Vergleich zu vielen anderen Regionen hatten wir jedoch Glück im Unglück, abgesehen davon, dass der See über die Ufer getreten ist. Gerade Anfang der Woche zog ein Unwetter nur knapp an uns vorbei. Das bot die Gelegenheit, Arbeiten drinnen zu erledigen. Mit meiner Tochter besuchte ich einen Workshop, der uns sehr gefallen hat. Alles möchte ich hier nicht verraten, da bereits die ersten Geschenke entstanden sind. Ausserdem habe ich mich wieder einmal im Kartenmalen versucht.

Die paar heissen Tage reichten jedoch nicht aus, um die Wiesen am Seeufer zu trocknen. Für Arbeiten, die trockenes Wetter erfordern, musste man flexibel sein. So haben wir es geschafft, unsere Terrasse und den Vorplatz mit Hochdruck zu reinigen. Zum frischen Streichen des Terrassenbodens brauchten wir allerdings zwei trockene Tage. Aus den Beeren habe ich unsere beliebte Johannisbeer-Himbeermarmelade gekocht, und die Buschbohnen wurden blanchiert und im Tiefkühler verstaut.

Wir freuen uns immer, wenn die kleinen Schuhe im Flur stehen und unser kleiner Feriengast für jedes Wetter gerüstet ist. Überall sieht man jetzt Sonnenblumenfelder, die schon von weitem goldgelb leuchten. Das letzte Foto mit der Spiegelung des „Hafenglögglein“ ist nur bei Hochwasser so zu sehen, denn normalerweise gibt es dort kein Wasser auf der Landseite!

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Paul Klee

Mein Ausflug war mein Weihnachtsgeschenk an meine Tochter. Er führte uns in die Bundesstadt Bern, die allein schon eine Reise wert ist. Unser heutiges Ziel jedoch lag am Stadtrand. In der Schweiz haben wir keine Hauptstadt, sondern eine Bundesstadt mit vielen Sehenswürdigkeiten. Bern ist bekannt für seine sechs Kilometer langen Arkaden (in Bern „Lauben“ genannt), die eine der längsten gedeckten Einkaufspromenaden Europas bilden.

Mit der Strassenbahn fuhren wir zum Zentrum Paul Klee, einem unserer Ziele. Vor dem Museum lädt ein schöner Naturgarten mit zahlreichen Kräutern und Blumen zum Verweilen und Geniessen ein.

Das Museumsgebäude, entworfen vom renommierten italienischen Architekten Renzo Piano und im Sommer 2005 eröffnet, ist schon allein architektonisch eine Attraktion. Es besteht aus drei hügelförmigen Strukturen aus Stahl und Glas, die sich nahtlos in die Landschaft einfügen. Neben Ausstellungsräumen beherbergt das Gebäude einen Musik- und Veranstaltungssaal, ein Kindermuseum sowie Plenarsäle und Seminarräume.

Nur schon das imposante Bauwerk ist ein Besuch wert, das sich wunderbar in die Landschaft integriert.

Unser Hauptinteresse galt jedoch dem Künstler Paul Klee.

Paul Klee, der 1879 in der Nähe von Bern geboren wurde und zu den bedeutendsten Künstlern des 20. Jahrhunderts zählt. Er verfolgte die künstlerischen Strömungen seiner Zeit mit grossem Interesse, entwickelte jedoch eine eigenständige Position und schloss sich keiner bestimmten Kunstbewegung an. Seine Ideen und Werke haben nachfolgende Generationen weltweit inspiriert. Klee starb 1940 nach längerer Krankheit in Locarno und ist in einem Friedhof neben dem Museum in Bern beigesetzt.
Quelle

Während einer Führung erfuhren wir viel über seine Werke und deren Entstehung. Der Ausstellungsraum ist einladend gestaltet und lädt zum Verweilen ein.

Der Besuch hat uns beiden sehr gefallen und uns Paul Klee, den wir vorher nicht so gut kannten, nähergebracht.

Zur Entspannung besuchten wir anschliessend den Berner Hausberg Gurten, den wir beide noch nie zuvor erkundet hatten. Der Gurten liegt im Westen der Stadt und ist bequem mit der Standseilbahn zu erreichen.

Oben auf dem Aussichtsturm bietet sich eine wunderbare Aussicht auf Bern. Glücklicherweise spielte das Wetter mit, sodass wir unseren Schirm nicht benötigten.

Der Blick über die Stadt und der sich durch Bern schlängelnde Fluss Aare waren beeindruckend.

Mit vielen neuen Eindrücken und einem wunderschönen Tag in der Tasche traten wir die Heimreise an und verkürzten uns die Fahrt mit einem Antipasti-Plättli.

Ich glaube, mein Geschenk hat Freude bereitet, und auch ich habe den Mutter-Tochter-Tag sehr genossen. Es war genau so, wie ich es mir gewünscht hatte.

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