Kategoriearchiv: Familie

Neugieriges Reh

Eine ganz seltene Begegnung in der freien Natur hatten wir auf unserem Spaziergang durch den Wald in Arosa. Meine Schwägerin entdeckte ein Reh im Gebüsch. Ich zückte meinen Fotoapparat und versuchte das scheue Tier zu fotografieren, bevor es das Weite sucht.

Auf einmal reckte es den Kopf aus dem Blätterwald und entdeckte uns am Strassenrand.

Ganz zu meiner Freude blieb es wie angewurzelt stehen und aus ca. 30 Meter Entfernung gelang mir das Foto mit dem neugierigen Reh.

Einen kurzen Augenblick schauten wir einander an, dann war das Bündner Rotwild wieder verschwunden.

Eine ganz besondere Begegnung in der Natur.
geteilt mit, Anna   

Mein Déjà-vu

Am Sonntag besuchte ich die Tanzaufführung unserer Tochter. Das Tanzstudio aha! feierte sein 20-jähriges Jubiläum. Dabei hatte ich ein richtiges Déjà-vu. Ich weiss nicht, wie oft ich schon eine Tanzaufführung meiner Tochter besuchte. Seit sie in den Kindergarten ging, ist Tanzen ihr grosses Hobby. Als die Kleinsten auf die Bühne kamen, wurden bei mir Erinnerungen geweckt, wie die Tochter mit ihren glänzenden, rosaroten Ballettschuhen über die Bühne tanzte. Ich sass stolz im Publikum, genau wie viele Mamis und Omas am Sonntag auch. Es wurde zur Musik «Die vier Jahreszeiten» von Vivaldi getanzt. Die Musik wurde live vom Musikkollegium Winterthur wunderschön gespielt. Immer wieder schweifte mein Blick in den Orchestergraben.

Für das Bühnenbild wurden, passend zur Jahreszeit und abgestimmt auf Musik und Tanz, faszinierende Videos in Zeitlupe gezeigt. Manchmal war alles (Musik, Tanz und Bilder) zusammen fast etwas zu viel.

Die eineinhalb Stunden vergingen wie im Flug und die einzelnen Choreografieren waren sehr hochstehend. Je älter die Tänzerinnen und einzelne Tänzer waren, desto professioneller war ihr Können.

Bei der Vorstellung wirkten 150 Tänzer mit und war für das Auge und das Ohr ein ganz besonderer Leckerbissen. Genauso, wie ich es am liebsten mag.

Geht zu: Andrea und Katrin

Rosenvielfalt

Jedes Jahr Ende Juni findet die weitherum bekannte Rosenwoche in der Rosenstadt Bischofszell statt. Nicht nur unterschiedliche Rosen werden präsentiert, auch die kulturellen Darbietungen am Nachmittag und Abend sind sehr vielfältig. Mit einer Plakette für zehn Franken ist man die ganze Woche dabei.

Die Altstadt bietet eine wunderbare Kulisse für die Rosen in verschiedenen Farben und Sorten. Wer möchte, kann seine Lieblingsrose als Strauch oder Baum gleich kaufen und mitnehmen.

Über die Kreativität der einzelnen Aussteller staune ich jedes Jahr aufs Neue.

Die My Fair Lady mit ihrem Rosenkleid ist ein beliebtes Fotosujet.

Vor einer wunderbaren Kulisse kam diese satte Rosenfarbe bei schönem Sommerwetter besonders gut zur Geltung. Schade, habe ich keinen freien Platz für so einen pinkigen Rosenbaum.

Es gibt einige Rosen, die man gleich verschenken könnte.

Auch wenn die Abwechslung an der Ausstellung gross ist, freue ich mich jedes Jahr über meinen lachsfarbigen Rosenbaum in unserem Garten.

Die gefüllte Englische Sorte habe ich vor vielen Jahren an der Rosenwoche gekauft und jedes Jahr blüht sie aufs Neue wunderschön.

Je nach Lichtverhältnisse sieht sie anders aus und ich kann mich jeden Tag während der Blütezeit erfreuen und den intensiven Duft geniessen.

Meine Rosenvielfalt erfreut hoffentlich viele bei Andrea, Loretta und Wolfgang und Katrin.

12tel Blick Juni

So, die Visiere und die Pflöcke auf der Wiese sind wieder entfernt und nichts weist in meinem Blick auf eine Veränderung in nächster Zeit hin. Wer weiss, ob und wann hier ein Spielparadies entsteht. Bei dem heissen Sommerwetter suchen die Badegäste den Schatten unter den Bäumen. Am Vormittag als ich da war, gab es noch nicht so viele. Bei den heissen Temperaturen bringt ein Ausflug auf dem Schiff, das gerade den Hafen verlässt, auch die gewünschte Abkühlung.

Die Passagiere geniessen die Fahrt auf dem Deck unter dem schattenspenden Sonnensegel. Es war einer der sehr heissen Tage mit über 30° Grad.

Alle Blicke versammeln sich bei Tabea.

Monats Collage Juni

Im Juni war ich viel mit dem Fahrrad unterwegs. Am liebsten im Wald, weil wir viel Sonnenschein und Temperaturen über 30° hatten. Oder im Naturschutzgebiet Hudelmoos, da lauschte ich den Fröschen und Vögel bei ihrem Gesang zu und genoss die Ruhe der Natur. Jetzt blühen im Garten und auf den Feldern die Blumen in vielen Farben um die Wette. Aber auch in der Nachbarstadt bei der Rosenwoche, die ist immer ein Besuch wert. In der Familie feierten wir einen Geburtstag mit leckeren Häppchen. Und trotz der heissen Temperaturen entstand mein kreativer Beitrag zur Eye Poetry für das Unsichtbare.

Der Ausflug mit meiner Tochter ins Tessin verdient eine eigene Collage. Wir weilten an der Vercasca und an der Maggia, besuchten typische Rustico Dörfer und verbrachten die Abende am Lago Maggiore.

Bigitt sammelt die Collagen

Im Casinotheater

Letzen Sonntag war ich wieder einmal im Casinotheater und sah mir die Komödie „Exit Retour“ an. Ich kannte die Schauspieler und hatte darum meine Erwartungen. Und ich wurde nicht enttäuscht. V.a. Patrick Frey sehe ich gerne, wegen seiner satirisch, bissigen aber nie beleidigende Art zu spielen.
Da man im Theater nicht fotografieren darf, sind die Bilder ausnahmsweise von der Homepage. Quelle

Obwohl es im Stück um das Sterben und den Tod ging, gab es einiges zu lachen. Wer je in der traurigen Lage war um eine Todesanzeige zu verfassen oder eine Beerdigung zu organisieren, erkannte bei diesem Stück schnell, dass diese Situationen ein gewisses absurdes und komisches Potenzial besitzen. Die Komödie wirft aber auch die ernst zu nehmende Frage auf, ob ein Mensch wirklich einfach so, aus eigenem Willen, die Welt und seine Angehörigen verlassen kann und sensibilisiert so für ein wichtiges Thema.

Meinen Begleitern und mir hat das Stück gefallen und nach dem anhaltenden Applaus zu urteilen, wohl noch vielen weiteren im Saal. Der Abend war genauso, wie ich es am liebsten habe.
Verlinkt bei: Andrea und Katrin

Spontan ins Tessin

Spontan fuhren meine Tochter und ich diese Woche ins Tessin. Wir logierten in Ascona, der Riviera der Schweiz. Wunderbarer Sonnenschein und warme Temperaturen begleiteten uns. Da war es angenehm die Tage in den Seitentälern in höheren Lagen zu verbringen. Wir fuhren raus aus der Stadt und rein ins Verzasca- und Maggiatal. Hier gibt es noch die typischen Tessiner Steinhäuser, auch Rustico genannt. Sie stehen dicht beisammen und zeigen ein schönes Ortsbild.

Wenn man auf dem Verzasca Staudamm steht, der 220 Meter hoch und einer der höchsten Europas ist, wird einem beim Blick in die Tiefe schon ein wenig mulmig. Hier wurde 1995 Szenen für den James Bond Film “Golden Eyes” gedreht.

Etwas einzigartiges sind die phantastischen Felsformationen im Flussbett der Verzasca, sowie die grüne Farbe des kristallklaren Wassers. Über polierte Steine strömt der Fluss in seiner unbeschreiblich grünen Farbe, die dem Tal den Namen gegeben hat, (Verzasca, abgeleitet von „verde acqua“ – grünes Wasser).

Eine viel fotografierte Brücke ist die Bogenbrücke (Ponte dei Salti), die über den Fluss führt und ca. 14 Meter hoch ist (je nach Wasserstand). Ein paar mutige springen von der Brücke in den kalten Fluss.

Ein weiteres malerisches Dörfchen am Ende eines Tals ist das Bergdorf Fusio. Es ist ein beliebter Ausgangspunkt für viele Wanderungen.

Das tosende Wasser des Foroglio ist weit herum hörbar und bot einen imposanten Anblick.

Die blühenden Wiesen und die Blumen am Wegrand waren üppig und passen zu Lottas Thema diese Woche.

Beim wilde Thymian streichte ich immer wieder mit der Hand darüber und genoss das Aroma.

Es blühten so viele verschiedene Blumen auf den Wiesen, die man leider auf unseren gedüngten Felder im Flachland schon lange nicht mehr findet.

Auch die Alpenrosen standen in voller Blüte.

Zurück in Ascona flanierten wir am Abend durch die autofreie Altstadt, vorbei an den Geschäften und den schönen Häuser am Ufer des Lago Maggiore.

Ein Abstecher auf die Piazza Grande in Locarno ist auch ohne Filmfestival ein Besuch wert. Uns zwei hat die Auszeit gutgetan und wir verbrachten schöne gemeinsame Tage in der Sonnenstube.

geht zu Andrea, Wolfang und Loretta, Katrin , Mascha und Lotta

Die Königin

Die Königin 

Ich hab dich zur Königin ernannt.
Größere gibt es, größer als du.
Reinere gibt es, reiner als du.
Schönere gibt es, schöner als du. 

Doch du bist die Königin. 

Wenn du durch die Straßen gehst,
erkennt dich keiner.
Niemand sieht deine Krone aus Kristall, niemand schaut
den Teppich aus rotem Gold,
den jeder Schritt von dir betritt,
den Teppich, der gar nicht da ist. 

Und wenn du erscheinst,
rauschen alle Flüsse
in meinem Körper auf, rütteln
die Glocken am Himmel,
und ein Hymnus erfüllt die Welt. 

Nur du und ich,
nur du und ich,
meine Liebe,
hören ihn tönen. 

Pablo Neruda

Keine leichte Aufgabe, die uns Andrea diesen Monat stellt mit dem fast unsichtbaren Gedicht. Da war bei mir zuerst nur das weisse Stück Leinen und ganz viele Gedanken im Kopf.

Für das Grössere, Reinere und Schönere, wählte ich die Schmetterlinge die zum Flug ansetzen. Es gibt Grössere, Reinere und Schönere, doch für mich sind sie ganz individuell meine Königinnen.

Niemand sieht die Befestigung mit den goldschimmernden Sternen und doch sind sie da. Niemand bemerkt den Zauber des Goldes und doch ist er da.

Und wenn du erscheinst rauschen Flüsse. In Gedanken rauschen Flüsse auch in mir, reissen die Gedanken mit sich, aber tief im Herzen sind die Sterne verankert.

Wie Tränen liegen die Edelsteine auf den Blüten. Nicht immer geht es gut aus zwischen dir und mir.

Das Werk bekam sinngemäss einen roten (Teppich-)Rahmen. Ob es sichtbar oder unsichtbar bei mir bleibt, wird sich zeigen.

Mein Königinbeitrag geht zu Andrea.

Gespinstmotten Flechten

So etwas aussergewöhnliches sah ich noch nie. Auf einem Spaziergang im Naturschutzgebiet entdeckte ich wie sich auf Bäumen, in Büschen oder Sträucher ein schmutzig, graues Gewebe spannt, wo schon grüne Blätter waren. Schuld daran sind die Raupen der Gespinstmotte. Die Insekten lassen die Pflanzen kahlgefressenen unter einem netzartigen Schleier aus Seide zurück. Die Raupen produzieren die Eiweissfäden beim Fressen.

Zu Hause machte ich mich an die Recherche und fand diesen Artikel: Jedes Jahr werden Sträucher, Bäume und sogar ganze Baumgruppen kahlgefressen und mit silbrigen Fäden der Gespinnstmotten-Larven überzogen.
Im Gegensatz zu den Eichenprozessionsspinner-Larven sind die Larven der Gespinstmotte für den Menschen nicht gefährlich sondern vollkommen harmlos! Quelle

Es sind wahre Kunstwerke in der Natur. In einem der spinnennetzartigen Gewebe können hunderte Larven leben. Nur eine Raupe sah ich nicht.

Es ist schon sehr auffällig und sieht von weitem auch aus wie verschneit.

Auch wenn es sonderbar oder gar ekelig aussieht, ist eine Bekämpfung trotz starker Frassschäden nicht unbedingt notwendig. Die Gehölze erholen sich meist und treiben noch im selben Jahr während des sogenannten Johannistriebs wieder aus. Spätestens Anfang Juli, wenn aus den verpuppten Larven hübsche Schmetterlinge geworden sind, ist der „Spuk“ vorbei!

Ich werde sicher wieder vorbei schauen. Und wer weiss, vielleicht kann ich einmal einen Schmetterling entpuppt aus einer Gespinstmotte fotografieren.

Anna bei Arti   bei Ghislana

Aus dem Naturschutzgebiet

Das schöne ist, seit ich mein schnelles Velo habe, komme ich auch weiter herum. So machte ich eine Radtour ins Naturschutzgebiet Hudelmoos. Ein sehr schöner Ort für Gross und Klein. Gleich am Waldrand hat es einen schönen Naturspielplatz mit Grillstellen.

Schade, dass es solche Tafeln braucht. Geht doch eigentlich jeder dorthin, weil es so idyllisch ist.

Aber machen wir uns doch lieber auf den Weg. Auf dem mit Holzschnitzel angelegte Pfaden kann man trockenen Fusses in der Moorlandschaft spazieren.

Birken gehören zu meinen Lieblingsbäumen und von denen gibt es einige in diesem Gebiet.

Aber man sollte nicht nur in die Baumwipfel gucken, sonst stolpert man schnell über einen Baumstrunk, der auf dem Weg liegt. Das Totholz bleibt liegen und bietet Lebensraum für ganz viele Lebewesen. Von denen gibt es eigene Blogbeiträge in nächster Zeit.

Es gibt mehrere Biotope und Sitzgelegenheiten, die zum Verweilen einladen, um die Ruhe mit den vielen Geräuschen der Vögel und Amphibien zu geniessen.

Die Fauna und Flora auf diesem Flecken Erde ist dank den zuständigen Naturschützer intakt und erfreut hoffentlich noch viele Jahre die Besucher.

Die Holzschnitzelwege eignen sich hervorragend um Barfuss zu laufen. Mit dem weichen Untergrund ist es eine richtige Wohltat.

Verlinkt bei:
 bei Andrea  bei Katrin  Gartenglück Linkparty bei Wolfgang und Loretta