Archiv der Kategorie: Familie

Tiefrot

Heute ist es tiefrot bei mir. Wir säen Randen (Rote Beete) bei uns im Garten jedes Jahr aus und hoffen auf eine reiche Ernte. Das rote Gemüse ist reich an Vitamin-B, Kalium, Eisen und hat einen hohen Folsäuregehalt. Das gesunde Gemüse kann gekocht als Beilage gereicht oder roh für Salate verwendet werden.

Ich habe meine Knollen im Steamer knapp weich gegart, geschält und anschliessend in dünne Scheiben gehobelt.

Zum heiss Einfüllen habe ich für den Aufguss 1/3 Essig und 2/3 Wasser mit den Gewürzen Zucker, Salz, Senfkörner, Pfefferkörner, Ingwer, Lorbeerblatt und Nelken aufgekocht. Die gehobelten Scheiben wurden satt in saubere Gläser geschichtet und mit dem Sud randvoll aufgefüllt und sofort verschlossen.

Fürs Vakuumieren werden die Gläser beim Abkalten auf den Kopf gestellt. Bis zum Verzehr werden sie im Keller kühl und dunkel gelagert.

 

Spontan nach Davos

Der Wetterbericht meldete letztes Wochenende für uns am See die ersten Nebeltage und für die höheren Lagen traumhaftes Herbstwetter mit guter Fernsicht. Da entschlossen wir, spontan ein paar Tage nach Davos zu fahren, die höchstgelegene Stadt im Alpenraum.

Die Lerchen leuchteten im Sonnenlicht schon bei der Anfahrt, und es blieb die ganze Zeit herrliches Herbstwetter.

Wer in Davos übernachtet, erhält eine Gästekarte, mit der man gratis Bergbahnen, Postauto und Zug benutzen kann. Das nutzten wir gleich am ersten Tag und fuhren auf die Schatzalp. Dort wurde Thomas Mann inspiriert für seinen Roman Der Zauberberg. Seit dann wird die autofreie Höhe auch gerne nach dem Roman benannt. Wir machten einen Rundgang durch den alpinen Botanischen Garten.

Der Weg führte durch den Wald, der sich wunderschön herbstlich gefärbt zeigte.

Von der Strelaalp hatte man einen guten Überblick auf die Alpenstadt.

Der Nachmittag war so herrlich warm und sonnig als wir wieder unten waren, dass wir uns entschlossen mit der Luftseilbahn auf das Jakobshorn zu fahren. Dort trafen wir nicht nur die vielen Gleitschirmflieger, sondern auch ganz viele mutige Mountainbiker.

Am nächsten Tag liessen wir uns mit der Parsennbahn in die Höhe bringen.

Wir wanderten den Panoramaweg Richtung Gotschnagrat. Eine Wanderung ganz nach meinem Geschmack mit wenig Höhendifferenz.

Eine sehr gute Fernsicht hatten wir bis weit in die Seitentäler des Prättigaus.

In Schattenlagen lag noch der Rest Septemberschnee, der vereist war und es grosse Vorsicht beim Laufen erforderte.

Der Panoramaweg führt durch ein beliebtes Skigebiet. Die Pisten so ohne Schnee zu erleben, war neu für uns.
Angekommen auf dem Gotschnagrat hatten wir eine gute Aussicht auf das untere Prättigau und auf die Madrisa, die wir am nächsten Tag auf unserem Programm hatten.

Mit der Gotschnagondelbahn fuhren wir nach Klosters hinunter.

Die Rhätische Bahn brachte uns dann wieder nach Davos zurück.

Mit so einer wunderbaren Kulisse verabschiedeten wir uns am nächsten Tag von Davos.

Schon bald lag unser Ziel Klosters vor uns.

Mit der Gondelbahn liessen wir uns über den bunten Herbstwald auf die Madrisa schaukeln.

Unsere Wanderung führte uns fast die ganze Strecke am Bergbach entlang. Das Plätschern des kristallklaren Wassers klang wie Musik in den Ohren. Die Sonne zauberte ganz tolle Spiegelungen aufs Wasser.

Mit den blauen Gondeln ging es wieder ins Dorf hinunter.

Wir genossen das Farbenspiel des Mischwaldes in der Abendsonne und waren uns einig, dass unsere ganz spontane Idee, ein paar Tage in die Berge zu fahren, genauso war wie wir es am liebsten haben.

    James   Katja

In luftiger Höhe

Er wünscht sich die Kleider des Himmels
Hätt ich des Himmels reichbestickte Tücher, bestickt aus Golden- und aus Silberlicht, die dunklen, die blauen und die hellen Tücher, aus Nacht, aus Tag und aus der Dämmerung, legt ich die Tücher dir zu Füßen. Doch ich bin arm und habe nichts als Träume, so leg ich meine Träume dir zu Füßen. Tritt leise, denn du trittst auf meine Träume.

William Butler Yeats  

Als ich dieses Wochenende unter azurblauem Himmel in den Bergen verbrachte und den vielen Gleitschirmflieger nachschaute, kam mir Andreas Eye – Poetry in den Sinn.

Bis zu zwei Dutzend hingen die bunten Tücher am Himmel vor einer traumhaften Kulisse.

Ich sass auf dem Boden und schaute den bunten Tücher nach. Ob da wohl Zeit zum Träumen bleibt, wenn man so leicht durch die Lüfte schwebt?
Es war einfach traumhaft. Keine Wolke störte am Himmel die atemberaubende Aussicht auf die umliegenden Berge und die bunten Wälder.

Die Alpenrosen waren längst verblüht, aber ab und zu begegneten wir auch zu dieser Jahreszeit noch Schönheiten in der Natur.

Am Samstag werde ich ausführlich von unseren Traumtagen schreiben. Bis dahin lasst einfach die Bilder wirken. Verlinkt bei Paleica

Streifen

Bei unserem spontanen Abstecher in den Tessin Anfang Juni, schauten wir uns die Chiesa di San Giovanni Battista an. Die Kirche bei Fusio entwarf der bekannte Architekt Mario Botta.
Von aussen hat die Kirche eine elliptische Form mit kreisrundem Glasdach und ist schwarz-weiss gestreift.

Im Inneren verstärkt das Glasdach den Hell-Dunkel-Effekt des Streifenmusters.

Gebaut wurde aus einheimischen Peccia-Marmor und Vallemaggia-Granit.

Im Inneren haben nur 15 Personen Platz. Es gibt auch keine Fenster. Nur das vom Glasdach einfallende Licht erhellt den Raum. So entsteht eine intime, besinnliche Atmosphäre.

Die spezielle Architektur, sowohl aussen wie innen, verleiht der Kirche ein harmonisches Zusammenspiel zu etwas Ganzem.

Der Bau steht auf einer leichten Anhöhe und fügt sich so schön in das Tessiner Seitental ein.

Eine Lawine zerstörte die alte Dorfkirche und Häuser in der Gemeinde. Eine Tafel vor der Kirche gibt Hintergrundinformationen zu dem Neubau.

Die aussergewöhnliche Kirche geht zu Arti Anna
Die Streifen sammelt Lotta.   Nova Projekt Glockenturm

Weiherrundgang

Mit unseren neuen E-Biks kommen wir auch bequem etwas weiter, wie neulich zu den Lengwiler Weiher. Quer durch viele Obstplantagen auf dem Seerücken führt der Radweg in das Naturparadies zu den Lengweiler Weihern.

Schöne, lichtdurchflutete Wege führen durch ein intaktes Naturparadies, das einer grossen Artenvielfalt Lebensraum gibt.

Auf den Tafeln im ganzen Naturschutzgebiet wird darauf hingewiesen, dass es Ringelnattern gibt. Gesehen haben wir aber keine, ist vielleicht auch besser so.

Die verschiedenen Weiher und Flachmoore und die verkehrsfreie, ruhige Lage tragen dazu bei, dass das Schutzgebiet ein beliebtes Ausflugsziel ist.

Seht ihr den bösen Blick dieses keuchenden Schwans, der sein Revier lautstark verteidigt.

Eingebettet in einen Wald ist dieser idyllische Badeweiher für Erholungssuchende.

Allerdings schwammen an diesem sonnigen Herbsttag nur noch die Wasservögel ihre Runden.

Einen schönen Flecken Natur, der sicher auch zu anderen Jahreszeiten ein Besuch wert ist. Wir waren sicher nicht zum letzten Mal hier.

   Gartenglück  

Unterwegs auf Kreta

Bevor die kühlen, dunklen Monate kommen, wollten wir nochmals richtig viel Sonne tanken. Wir gönnten uns ein grosses Hotel mit Pool. Doch ständig auf dem Liegenstuhl liegen wird mit der Zeit langweilig und schöne Fotos für meinen Blog entstehen so auch nicht. Darum erkundeten wir fleissig die schöne Insel Kreta.

Unser erstes Ziel war Chania im Nord-Westen der Insel mit seinem venezianischen Hafen.

Wir spazierten durch die engen Gassen mit den vielen schönen Winkeln und Häuser.

Wir überquerten sogar einmal die ganze Insel, am Idagebirge vorbei, um an die Südküste zu gelangen.

Die Strasse führte durch die Gebirgsschlucht Kotsifou, vorbei an bizarren Felswänden, aber auf gut ausgebauten Strassen. Die Route gefiel uns sehr gut, und sie zeigt die Vielfalt von Kreta.

Nach Rethymnon an den Hafen und in die Altstadt wollten wir nach den guten Erinnerungen vom letzten Jahr unbedingt wieder.

Nicht nur wegen den schönen Häuser und den vielen Bars, sondern auch wegen den vielen guten Restaurants, die es hier gibt. Über die Cocktails und das Griechisches Essen schreibe ich aber ein anderes Mal.

Nur eine halbe Stunde von unserem Hotel entfernt, liegt die Hafenstadt Agios Nikolaos. Perfekt um am frühen Abend hinzufahren und die unzähligen Restaurants und Cafés rund um den Süsswassersee zu inspizieren. Vom Hügel direkt am See hatte man einen wunderschönen Ausblick.

Der Ausblick hat uns so gut gefallen, dass wir nach dem reichhaltigen Essen gleich nochmals den Hügel erklommen (ein Verdauungsspaziergang hatten wir auch bitter nötig), um den bezaubernden Ausblick nochmals bei Nacht im Lichtermeer zu geniessen.

Unser Auto war nicht mehr ganz sauber, als wir es abgaben. Es hat uns sicher und bequem 800 km weit kreuz und quer über die Insel gebracht.

Schön hatten wir es in den Ferien miteinander, genauso wie ich es am liebsten habe.

  und in Heaven  

Langer Start in die Ferien

Auf den ersten Blick ist es nicht leicht zu erkennen, wo das Foto entstand. Ich nahm es im Café am Flughafen vor unserem Abflug in die Ferien auf. Eigentlich recht spektakulär die Reflektion in der Fensterfront.

Mit Edelweiss Air flogen wir mit anfänglicher Verspätung sicher nach Kreta.

Als alle Passagiere schon brav angeschnallt auf ihren Plätzen sassen, kam die Durchsage, dass wir fast 2 Stunden warten müssen. Erfreut war niemand, aber es blieb ruhig und wir warteten alle gelassen bis wir dann endlich abheben konnten.

So ein Flug ist recht monoton und man harrt auf seinem Platz aus. Ausser Lesen oder Musik hören kann man nicht viel machen. Auf Kurzstrecken kann man nicht einmal Filme schauen. Ob ich den Fotoapparat im Querformat oder Hochformat halte ändert auch nicht viel.

Beim geradeaus Schauen veränderte sich die Aussicht auch einige Stunden nicht.

Genauso unspektakulär sieht es aus, wenn die Sonne nicht scheint und alle Liegen leer sind und niemand im Pool vor dem Zimmer am Schwimmen ist.

   

 

Klangskulpturen

Diese Woche machte ich einen Ausflug zu den Klangwelten am See. Es war ein inspirierendes Klangerlebnis, das zum Spielen und Lauschen einlädt.

Ich folgte den Anweisungen auf der Tafel und setzte mich hin und lauschte.

Es war ideales Wetter, nicht sonnig, dafür leicht windig. Das Erlebnis war wahre Poesie nicht nur für die Ohren, sondern auch für Augen und Gemüt.

Das klingende Eile mit Weile lädt zum Spielen und Lauschen ein. Schüler haben es in einer Projektwoche entwickelt.

Ebenfalls von der Schülergruppe sind die klingenden Mühlesteine. Das Klangspektrum reichte von ganz leise, bis zum vibrierenden, ohrenbetäubendem Surren.

Manche Skulpturen waren leicht verständlich. Andere brauchten schon eine Anleitung, um das Optimum herauszuholen.

Gut war, dass die verschiedenen Klangskulpturen so weit auseinander standen. So störten die verschiedenen schleifenden, metallischen, schlagenden, pfeifenden und vibrierenden Klängen einander nicht.

Bei einer Installation konnte man verschiedene Knöpfe drücken und es fing an wie bei einer Tinguelyskulptur zu scheppern.

Im Kontrast zu den weichen, federnden Klängen gab es Starkstrom-Tonmaschinen, die ausschliesslich durch Interaktion klangen.

Ein bedeckter Nachmittag mit einem leichten Seewind brachten die Harfen und die Bambusrohre zum Klingen und machten mir das sinnliche Erleben zu einem ganz besonderen Vergnügen. Die Skulpturen am See tönen noch bis zum 15. Oktober weiter.

  

Drahtkugeln

Letztes Wochenende besuchte ich einen Benefiz-Workshop zugunsten von FH Schweiz. Unter kundiger Anleitung von Esther stellten wir Drahtkugeln her. Alles war bereits schön vorbereitet. Nach einer gründlichen Einleitung über die richtige Arbeitsweise begann jeder in der Gruppe auch schon bald den Draht zu wickeln. Als Formhilfe eignen sich Wasserbälle gut. Es wird unterschieden, ob der Draht rosten oder blank bleiben soll. Je nachdem nimmt man die entsprechende Drahtrolle. Der Anfang ist am schwierigsten wie bei so vielem.

Einige Anschauungsbeispiele hat Esther uns bereitgelegt. Ob gefüllt oder dekoriert, da ist die Fantasie jedes einzelnen gefragt.

Obwohl wir alle konzentriert arbeiteten, schaffte niemand mehr als eine Kugel an diesem Morgen. Ich hatte eine genaue Vorstellung, was für Kugeln ich machen möchte. Und ich weiss auch schon ganz genau, wo meine Kugel vor sich hin rosten wird.

Vreni hat den Workshop organisiert. Das Geld vom Workshop setzte sie für ein Wasserpumpenprojekt in Burundi ein. Sie betreut die Organisation FH Schweiz schon 10 Jahre ehrenamtlich. Sie war auch schon mehrmals in Afrika und überzeugte sich vor Ort, dass die Spendengelder gut angelegt sind.

Dank dem unentgeltlichen Einsatz von Esther, die kompetent den Kurs betreute und helfend zur Seite stand, konnten alle Teilnehmer mit einer selbstgemachten Drahtkugel nach Hause gehen.

   

Herbstliche Blumen

Nicht nur vor dem Haus blüht es wunderbar zurzeit. Mein Strauss in der Hergiswiler Glasvase ist ein Querschnitt aus dem Garten, Dahlien in diversen Farben und Formen, gelber Sonnenhut, Zinnien und dazu ein paar Stängel von der Fetthenne. Das Grünzeug ist von noch nicht blühenden Bettagsblumen.

Für Lotta, die gerne herbstliche Blumen sehen möchte, habe ich eine Galerie zusammengestellt von diversen Blumen aus unserem Garten. Die Bilder werden beim Anklicken grösser.

Mit jeder halben Drehung sieht mein Blumenbouquet anders aus. Frisch geschnitten halten sie schön lange in der Vase und bei dem wechselhaften Wetter ist es ein schöner, farbiger Blickpunkt auf dem Tisch.

 Gartenglück