Archiv der Kategorie: Enkelin

Grünes Heupferd

Ein beliebter Spaziergang, wenn ich ein Mal in der Woche meine Enkelin hüte, ist der Weiherrundgang. Vorbei an ökologischen Blumenwiesen, wo es immer etwas zu entdecken gibt. Die Wiesen sind jetzt wieder schön gewachsen nach dem Sommerschnitt.

In den Wiesen tummeln sich Insekten und Käfer auf den Grashalmen. Als mir plötzlich etwas vor die Füsse sprang, musste ich nachschauen, was da schnell weiter ins Gras hüpfte. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal eine Heuschrecke sah.

Gut getarnt, harrte die Heuschrecke im Gras aus und ich versuchte eine Weile sie zu fotografieren.

Bei meiner Grillenart handelt es sich vermutlich um eine Feldheuschrecke. Ihre langen Fühler sind so lang wie ihr ganzer Körper, etwa 8 – 10 cm. (Dank Heidi weiss ich jetzt, dass es ein Grünes Heupferd ist.)

Immer wieder sprang sie an einen anderen Ort, und der konnte recht weit weg sein. Es war schwierig zu fotografieren, zumal die Enkelin nicht so geduldig ist wie ich, wenn ich etwas Spezielles entdecke.

In meiner Kindheit fingen wir oft Heuschrecken und nahmen diese in einem Glas nach Hause. Ob ich das mit meiner Enkelin vielleicht auch einmal machen werde?

DND, Meine Ecke der Welt, Freutag, Frieday Bliss, Sommerglück.

Mein August

Seit einem halben Jahr leben wir jetzt schon mit Covid19 und ich bin so froh, dass wir rund ums Haus einen Gemüsegarten und Blumen haben. Leider gab es diesen Sommer fast keine Sommerveranstaltungen wie Open-Air-Kinos und Theater oder Sommernachtsfeste. Langweilig wurde es uns aber trotzdem nicht, denn im Garten z.B. konnten wir reichlich ernten. Das Sommergemüse und die Kartoffeln sind eingelagert und reichen den ganzen Winter. Der Höhepunkt war die Taufe unserer Enkelin, die wir am See gefeiert haben bei herrlichem Sommerwetter. Das Jäckchen, welches ich ihr nähte, brauchte sie nicht an diesem heissen Augustsonntag. Doch für die kälteren Tage habe ich ihr bereits neue Bodys genäht. Der Monat hat ja noch fast eine Woche, vielleicht wartet da noch eine Überraschung auf mich?

Bilder zum Vergrössern anklicken.

DND, Monatcollage, Meine Ecke der Welt, Sommerglück, Friday Bliss.

Taufe

Letzten Sonntag bei herrlichem Sommerwetter war es so weit, unsere Enkelin wurde getauft. Frühmorgens fuhr ich mit dem Velo zur Kirche, um die Fahnen zu fotografieren. Die Fahnen wehten und sind das Zeichen,

dass der Taufgottesdienst nicht in der Kirche, sondern in der Bucht am See stattfindet. Meine fleissigen Leser kennen den Ort, ist es doch ein Lieblingsort von mir und ich war schon oft mit der Enkelin dort.

Im Schatten unter den grossen Bäumen stand alles bereit für die Zeremonie. Die Osterkerze brannte bereits und für die sechs Kinder, die getauft wurden, stand für jedes eine Taufkerze bereit.

Die Eltern der Täuflinge bekamen im Voraus die Aufgabe, einen Holzfisch zu gestalten. Die Fische von allen Kindern, die in diesem Jahr getauft werden, werden dann in der Kirche aufgehängt und schmücken die Taufwand. Die Patin übernahm die Aufgabe und schmückte den Fisch mit glitzernden Pailletten.

An jedem Platz lag ein Kärtchen, um gute Wünsche für die Kinder, die in die Gemeinde aufgenommen wurden, mit auf den Lebensweg mitzugeben.

Unsere Enkelin genoss ihren grossen Tag in vollen Zügen. Der kleine Schatz sah zuckersüss aus in ihrem Taufkleid und mit dem Kopfschmuck. Den liess sie zum Glück in Ruhe. Aber ihre strahlenden Augen übertrafen sowieso jeden Schmuck. Und mit ihrem bezaubernden Lächeln blickte sie neugierig in die Kameras und so wurde ein Foto schöner als das andere.

Zum Mittagessen waren wir im Wasserschloss, in dem die jungen Eltern schon als Brautpaar durch das Tor geschritten waren. Es war selbstverständlich, dass sie jetzt mit ihrer Tochter auf dem Arm wieder ein Foto auf der Brücke machten.

Samstagsplausch, Sommerglück. Himmelsblicke, Sommer Story

Eine ganz spezielle Blüte

Für einen speziellen Familienanlass probierte ich eine Blüte zu häkeln. Das ist mit den vielen YouTube-Anleitungen auch für Anfänger recht einfach, trotzdem brauchte ich mehr als einen Versuch.

Die vielen Drehungen und das Auf und Ab hatten es in sich. Ich stoppte häufig die Videoerklärung, aber dann gelang es auch mir.

Als die letzte Kettmasche gemacht war, sah das Resultat ganz schön aus und ich war ein wenig stolz auf mich, dass mir die Blüte gelungen ist.

Die Blüte dekorierte ich noch mit Strasssteinen. Das fertige Werk zeige ich euch dann am nächsten Samstag.

Knall Rot war mein Outfit für das Fest nicht, aber Anne wird sicher auch Nuancen zulassen. Für diesen heissen Sommertag war mein Seidenkleid gerade richtig. Die passenden Schuhe fand ich zu meiner Freude im Sommerschlussverkauf. So war ich super gerüstet und freute mich auf das Fest.

Creadienstag, DvD, Rot.

12tel Blick und Juli

Die Schweiz feiert am 1. August ihren Geburtstag – den Nationalfeiertag. Ein typisches, schweizerisches Gericht, das es da bei vielen zum 1. August zu essen gibt, ist der berühmte Wurst-Käsesalat. Ob garniert, mit oder ohne Essiggurken, da hat fast jeder sein eigenes Lieblingsrezept. Da es übermorgen so weit ist, gibt es unseren Wurst-Käsesalat schon heute für euch. Für den „Salat“ gleich viel St. Galler Stumpen (die sind besser als die berühmte Cervelat) und Greyerzerkäse in mundgerechte Stücke schneiden und eine Zwiebel in feine Ringe schneiden. Für die Sauce Essig, Öl, Salz, Pfeffer, Senf und Kräuter, was bei mir nicht fehlen darf an unserem Wurst-Käsesalat ist Mayonnaise. Alles gut mischen und etwas durchziehen lassen. Dazu isst man ein „Bürli“ oder ein Stück Ruchbrot. Ich wünsche allen „En Guete“, die die Schweizer Spezialität ausprobieren wollen.

Die anderen 12tel Blicke findet man bei Eva.

Im Juli war das Wetter sehr angenehm. Nicht so heiss und trocken wie die letzten zwei Jahre. Das Wasser im Garten kam öfters von oben. Viele Corona-Massnahmen konnten zum Glück gelockert werden. Die Pandemie ist aber nach wie vor sehr ernst zu nehmen und ist keineswegs gebannt. Im Garten können wir fleissig ernten und die harte Arbeit wird jetzt belohnt. Als ich die Fotos aussuchte, bemerkte ich, dass ich diesen Monat keinen Kuchen gebacken habe. Das ist ungewöhnlich, hat aber sicher mit dem schönen Wetter zu tun. Dafür konnten wir viel auf der Terrasse essen und die leeren Teller deuten darauf hin, dass von den leckeren Sommergerichten nichts übrigblieb. Für die Enkelin nähte ich aus dünnem Jersey Hosen, weil es trotz Sommer morgens und abends kühl ist. Für mich gab es auch ein neues Kleid. „Meister Adebar“ war gleich da, als die Wiese gemäht wurde. Unzählige Schwäne sind jetzt bei uns in der Seebucht im Wasser und am Ufer anzutreffen. Dort, wo ich gerne meine freie Zeit verbringe.

Die Bilder zum Vergrössern anklicken.

DND, Monatscollage, Sommerglück. Überbleibsel, Himmelsblicke.

Resteverwertung

Meine Enkelin trägt jetzt schon Grösse 68/74. Trotzdem ist der Stoffverbrauch noch nicht gross. Aus einem weissen Baumwollshirt, das ich in der Restekiste eines Wäscheherstellers gekauft habe, nähte ich einen Body. Vom gepunkteten Stoffrest, der übrig blieb von einem Kleid, das ich für mich nähte, gab es auch noch eine Pumphose.

Das Jäckchen wird dann noch geschmückt für einen ganz besonderen Anlass.

Mit dem brauchbaren Rest eines 100% Merino T-Shirts, das mit der Mama schon auf der halben Welt war, kann der kleine Schatz jetzt ohne zu schwitzen gut schlafen.

An schönen, warmen Sommertagen reicht eine Pumphose aus leichtem Jersey.

Andrea sammelt diesen Monat alles was übrig bleibt, DvD, Creadienstag.

Metamorphose

Heute muss ich meiner kleinen Enkelin ein grosses Kompliment machen. Immer wieder wenn ich mit ihr spaziere, entdecke ich spannendes am Wegrand. Oft kann ich aber nicht stehen bleiben, weil das passt ihr gar nicht. Doch diesmal konnte ich in aller Ruhe fotografieren. Diese Raupe wird einmal ein Grasglucken Schmetterling. Sie werden auch Trinkerin genannt, weil sie regelmässig Wassertropfen zu sich nehmen.

Die Raupe war nicht allein auf dem Grashalm. Ich blieb eine Weile stehen und habe den beiden bei ihren Annäherungsversuchen beobachtet. Mein kleiner Schatz hat währenddessen selig im Kinderwagen geschlafen.

Wenn das Wetter nicht so warm ist, spaziere ich sehr gerne mit meiner Enkelin im Tragetuch. Wir beide geniessen die Nähe und sie schläft nach wenigen Minuten meistens schnell ein. So kann ich auch auf nicht kinderwagentauglichen Wegen unterwegs sein. So kamen wir auch bei der blühenden Wiese vorbei und zu meiner Freude begegneten wir vielen Schachbrettschmetterlingen.

Der Schachrettschmetterling war der Schmetterling des Jahres 2019 Quelle.

Doch seine Existenz ist bedroht. Die intensive Landwirtschaft in Europa bedroht seine Lebensräume, denn entscheidend für das Vorkommen von Schmetterlingen sind nährstoffarme, blütenreiche Wiesenbereiche, die bis Ende Juli nicht gemäht wurden. Nur dort lassen die Weibchen ihre Eier fallen, wachsen neue Raupen und – nach der Verpuppung – schlüpfen neue Falter Quelle.

Mein Herz hüpfte als ich die zahlreichen Schmetterlinge von Flockenblume zu Flockenblume fliegen sah. Ich hoffe doch sehr, dass die Wiese noch recht lang nicht gemäht wird.

So ein Eldorado ist sicher nicht von heute auf morgen entstanden und die Population fühlt sich auf der grossen Wiese am Stadtrand sehr wohl. Ich freue mich, wenn meine Enkelin grösser ist, ich mit ihr die Schmetterlingswiese besuchen kann und ihr die Schönheiten der Natur zeigen darf.

DND, Meine ecke der Welt, Sommerglück, Friday Bliss

Auf halbem Weg

Wenn ich mit meiner Enkelin spaziere, entdecke ich ganz neue Wege und Landschaften. Da muss ich auch nicht weit laufen und schon bin ich in einem wunderbaren Naherholungsgebiet. Von den Naturwiesen habe ich schon berichtet. Ganz unscheinbar ist dieses einladende Schild an der verwitterten Bank angebracht.

Die Bank liegt auf halbem Weg des Spaziergangs und ich hoffe dann immer, dass noch ein Platz frei ist. Der kleine Schatz schläft meistens selig in ihrem Wagen, da folge ich doch gerne der Einladung und mache eine Rast.

Die Aussicht ist wunderschön auf den Weiher und rund um mich zwitschern die Vögel, summen die Bienen und schwirren die Libellen von Grashalm zu Grashalm. Da hoffe ich dann immer, dass die Musik der Natur die Kleine träumen lässt. Denn wenn sie wach wird, muss der Kinderwagen in Bewegung sein.

Wenn ich das nächste Mal auf der Bank sitze, sind die ersten Seerosen sicher schon offen.

Schilderwald, Meine Ecke der Welt, DVD, Sommerglück

Mein Juni in Bildern

Noch ist der Juni nicht um, trotzdem kann ich schon einiges zeigen. Anfang Monat feierten wir im kleinen Kreis Geburtstag. Das junge Mami stand nicht ganz im Mittelpunkt, aber sie hat es genossen, wieder Gäste empfangen zu dürfen. Die Abstandsregelung gilt für mich nach wie vor, auch wenn sehr viel gelockert wurde. Einige liebgewordene Veranstaltungen fanden nicht statt, so blieb mehr Zeit, um die Natur zu geniessen. Am See z. B. war bis Mitte Monat freie Fahrt mit dem Velo. So gelang ich auch in die Nachbarstadt, wo die Strickerinnen ihren Strickweg einweihen konnten. Immer wieder besuchte (oder besser gesagt suchte) ich die jungen Taucherli und Stockenten, die ihr Revier immer weiter ausdehnen. An den Regentagen nähte ich Sommersachen, diesmal aber nicht nur für unsere Kleinste. Ich fotografierte viele Himmelsblicke, die reiche ich Heidi noch nach. Der Salat und das Gemüse kommen bei uns jetzt ausschliesslich aus dem Garten, wo alles wunderbar wächst.

Bilder zum vergrössern anklicken.

DND, Monatscollage, Meine Ecke der Welt, Himmelsblicke, Sommerglück, Friday Bliss.

Kirschen aus Nachbars Garten

Was für eine schöne Überraschung. Unser Nachbar hat uns Kirschen aus seinem Garten vor die Haustüre gelegt. Die roten, grossen Kirschen mag ich am liebsten. Die sind schön knackig und nicht zu süss.

Das beste ist, dass die Kirschen frisch gepflückt vom Baum, ohne Kühlung wie bei den Grossverteilern, direkt in unserem Mund verschwanden. Ich teilte sie mit meinem Mann, er mag die schwarzen, die noch nicht erntereif sind, lieber.

Farblich passen dazu der rote Body und die neue Hose, die ich für meine Enkelin genäht habe. Kirschen isst die kleine Dame noch keine, aber ihren Brei umso lieber.

Die kleinen Details machen es aus, wie das multicolor Nähgarn am Body und die Marienkäfer-Knöpfe.

Der leichte Baumwollstoff stammt von einem Kleid der Patin. Das nenne ich Recycling. Der Schnitt ist schon vielfach erprobt, aber die Grösse muss ich laufend anpassen.

Rot, DvD, Creadienstag.