Archiv der Kategorie: Projekt

Woche 19: Für alle Mamis

Immer am zweiten Sonntag im Mai ist Muttertag.
Der Ursprung geht ins 1900 Jahrhundert zurück und der Tag wird fast auf der ganzen Welt gefeiert.
Für die Floristen ein gutes Geschäft, und für viele eine gute Gelegenheit zum Danke sagen.
Ich bin stolzes Mami von zwei wunderbaren Töchter und der Muttertag war schon immer ein ganz besonderer Tag für mich. Es waren nie grosse, dafür aufmerksame Geschenke. Sei es ein selbst gepflücktes Wiesensträusschen oder gebastelte Herzen. Später kamen einfühlsam geschriebene Briefe dazu oder ein liebevoll gedeckter Frühstückstisch. Die Freude in den Augen der Kinder war mir Dank genug.
Morgen bin ich eingeladen bei meiner Tochter und werde sicher verwöhnt – genau so wie ich es am liebsten mag.
Es wäre schön, wenn alle Mamis einen schönen Tag erleben dürften, und das nicht nur morgen.
Stellvertretend für alle, die am Muttertag allein sind, schenke ich diese Rose. Die Vergissmeinnicht sind als grosses Dankeschön für sie.

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Ganz oft hör ich die Worte noch
die Vater damals sagte,
es hat genervt, verstand es nicht,
weil ich ja auch nicht fragte.

„Wenn Du noch eine Mutter hast“
So kam es oft von ihm,
„Ich hab sie doch, was soll denn das!“
Hab ich dann laut geschrien.

Vergass so oft Dir Dank zu sagen,
an Achtung liess ich´s fehlen.
Die Mutter hat doch jedes Kind,
warum mit Worten quälen.

Doch heute, lange Zeit danach,
da möchte ich Dir gern sagen,
wie sehr ich Dich vermiss grad jetzt
und all den andren Tagen.

Ich weiss Mama Du liebtes mich,
auch wenn ich das nicht sah.
Erst jetzt wo Du im Himmel bist,
fühl ich mich Dir so nah.

Viel näher als zur Lebenszeit,
das tut mir schrecklich weh,
weil ich so oft noch an Dich denk,
und Dich doch nie mehr seh.

von Ute AnneMarie Schuster

 

Woche 18: Mein Küchengold

Mehr als ein halbes Jahr versperrte mir dieses Glas im Kühlschrank den Platz.  Aber eigentlich handelt es sich um „mein Küchengold“: selbstgemachtes Nonnenhorner 7-Kräutersalz. Für das Mazerationsverfahren braucht es diese Zeit. Das Rezept dafür habe ich von hier.

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Weil wir ein paar Tage lieben Besuch bekommen, brauche ich den Platz im Kühlschrank. Also wurde das Glas geöffnet und der Inhalt im Backofen bei ca. 60 – 70 Grad getrocknet.

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Ein wunderbarer Kräuterduft verbreitete sich im ganzen Haus.

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Mit der Getreidemühle wird es anschliessend ganz fein gemahlen und in Gläser mit Schraubverschluss abgefüllt. Es sollte trocken und dunkel aufbewahrt werden.

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Mit einer schönen handgemachten Etikette ist es ein beliebtes Mitbringsel von mir.
Das Salz verwende ich zum Abschmecken meiner Speisen, vorwiegend in der kalten Küche. Auf einem gekochten Ei,  auf den knackigen Radieschen oder Tomaten braucht es nicht mehr. Oder natürlich im Salat, den wir schon seit Ostern aus dem eigenen Garten essen.

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Woche 17: Mein Einsatzfahrzeug

Das schöne Wetter ist bei uns schon zur Gewohnheit geworden. Nach einem kurzen Ausrutscher von Petrus, konnte man diese Woche gut Arbeiten im Freien erledigen.
Unser Hochdruckreiniger kommt nicht so fleissig zum Einsatz, aber wenn es mich packt, dann richtig. Unsere Steine hatten eine Reinigung nötig, weil alle nur noch dunkel waren. Also wurden die schönen Farben und Maserierungen auf den Steinen hervorgeholt.

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Die Steine um den Weiher strahlen auch wieder wie neu.

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Und weil die Heizperiode bald vorbei ist und ich gerade so schön in Übung  war, wurde  der Hofplatz mit den Granitplatten auch frisch gereinigt.  Mit einem Hochdruckreiniger zu arbeiten bringt einen grossen Kabelsalat mit sich: Wasserschlauch, Stromkabel, Reinigungskabel und das alles in genügender Länge.

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Vielleicht merkt ihr beim Lesen, dass es eine Arbeit ist, die ich eigentlich sehr gerne mache. Auch wenn meine Hosenbeine dabei immer schwerer werden und ich erst am dritten Tag auf die Idee kam, Gummistiefel anzuziehen.

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Zum Schluss kam auch noch die Terrasse mit einem Holzboden an die Reihe. Die ersten Schwielen an meinen Händen schmerzten und als ich bei den letzten fünf Bretter ankam, gab die Maschine, zu meinem grossen Ärger, den Geist auf.  Ich dachte das Gerät sei überhitzt und gönnte mir eine Kaffeepause mit einem stärkenden Stück Schokolade gegen den Ärger.

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Die Maschine kam nicht mehr zum Laufen. Zum Glück haben wir aber ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis, so dass ich meine Arbeit mit einer ausgeliehenen Maschine trotzdem fertig machen konnte.  Ich bin froh, dass die Arbeit gemacht ist und ich mich jetzt bei schönem Wetter ohne schlechtes Gewissen in den Liegestuhl setzen kann.

12tel Blick

Es war wieder wunderschönes, sonniges Wetter als ich zu meinem 12tel Blick spazierte, um mein April Foto zu machen. Ausser, dass sich das Licht verändert hat, sieht man keinen grossen Unterschied gegenüber den Vormonaten.
Als ich den Standpunkt ausgesucht habe dachte ich, wie toll man die verschiedenen Stimmungen am See sehen wird. Immer nur Sonne und blaues Wasser finde ich eigentlich recht langweilig. Aber da die Idee ist, immer am gleichen Tag vom Monat mein 12tel Blick Foto zu machen und wir das Wetter, Gott sei Dank, nicht auch noch beeinflussen können, kann ich auch dieses Mal keine Wetterkapriolen zeigen. Bin gespannt, was sich bei den anderen alles verändert hat.

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 mein März

12telBlick März

 mein Februar

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 mein Januar

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Woche 16: Frohe Ostern

Osterbräuche gibt es viele. Ich stelle euch geschmückte Osterbrunnen vor. Die Wurzeln der Osterbrunnen führen zurück ins frühe 19. Jahrhundert. Angewiesen auf frisches, sauberes Quellwasser schmückten die Ortsbewohner ihre Brunnen aus Dankbarkeit und aus Freude über den bevorstehenden Frühling.

Ich machte einen interessanten Osterbrunnenrundgang. Ein Spaziergang führt von Brunnen zu Brunnen, jeder für sich ein kleines Kunstwerk.

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Werkschüler, verschiedene Vereine oder Blumengeschäfte verwenden ganz unterschiedliche Techniken beim Gestalten.

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Beim näheren Betrachten entdeckt man interessante Details.

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Natürlich fehlen auch die Osterhasen nicht ob aus Heu, Holz oder Ton.

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Die zwei ruhen sich aus und staunen wer alles vorbeischaut!

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Ich hoffe, es hat euch auch gefallen und ihr wurdet österlich inspiriert. Wünsche allen Frohe Ostern und geniesst die freien Tage.

Woche 15: Selbstversorger Start

Diese Woche war Gärtnern angesagt.
Wir sind gut vorbereitet, wie hier schon beschrieben.
Da bei uns die Gefahr von Bodenfrost gering ist, wurden die Beete für die Kartoffeln schon vorbereitet.

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Wir pflanzen dieses Jahr zwei verschiedene Kartoffelsorten. Eine frühe Sorte ist Charlotte, eine festkochende in Bio Qualität. Lady Felicia ist mehligkochend und lang haltbar.

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Richtig Freude haben wir an den schon recht grossen Salate und an den feinen Radieschen, die unseren Salat am Mittag verfeinern werden.

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Herrlich die Farbenpracht, die an Ostern auf unseren Tellern sein wird.

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Woche 14: Nostalgie Pur

Diese Woche hatte ich ganz besondere Wäsche zum Trocknen an der Sonne.

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Wir räumen zurzeit das Haus meiner Mama. Vieles sammelt sich an, wenn man jahrelang am selben Ort gewohnt hat.
Es kamen richtige Trouvaillen zum Vorschein: Bettwäsche und Geschirrtücher noch von der Mutter meiner Mutter, also aus den Jahren um 1900.

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Damals war es üblich, dass die jungen Töchter ihre Aussteuer selber herstellten. Es wurde selber gewoben und von Hand wunderschöne Hohlsäume und Stickereien an Leintücher und Tischwäsche gefertigt. Auf meinen Geschirrtüchern sind mit Kreuzstiche die Initialen meiner Grossmutter in schöner Handarbeit gestickt.

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Ganz erstaunlich in welch guter Qualität die Wäsche heute noch ist. Die wertvollen Sachen wurden von meiner Mutter sogfältig aufbewahrt. Ich möchte es schon aus Respekt meiner Grossmutter gegenüber auch tun.

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Vielleicht geht die schöne Wäsche einmal an meine Töchter weiter.

Zufällig kam ich an einer Führung über Historische Frauengeschichten vorbei.  An einem Posten auf dem Rundgang wurde ein Waschtag von damals erklärt und vorgeführt.

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Wie streng und mit wie viel Aufwand so ein Tag damals abgelaufen ist, wurde anschaulich demonstriert.

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Dass solche Strapazen nur gute Qualität aushält, war den Frauen von damals schon klar.

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Woche 13: Friedwald

Gibt es ein schöneres Bild für den Frieden und die Hoffnung als einen lebendigen Baum?
Wangari Maathai, Trägerin des Friedensnobelpreises 2004

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Ich war das erste Mal in einem Friedwald. Es war nicht meine erste Beerdigung, aber eindrucksvoll. Es war ein würdiger Abschied. Es war schönes Wetter, die Vögel sangen ein Konzert. Schön ist es, sie an diesem  Ort zu wissen, ihr dort zu gedenken und ihr einfach nah zu sein – mitten im Wald an diesem friedlichen Platz.

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Tiefe Wurzeln sind mein Bett,
über mir ein sanftes Licht,
das durch windbewegte Blätter
leis und zärtlich zu mir spricht.

Eine Melodie des Himmels
leitet meinen Seelengeist,
und ein liebevoller Engel
mir den Weg zur Heimat weist.

Losgelöst von dieser Erde,
frei und voller Liebesglück,
lasse ich im Baum des Lebens
alles Irdische zurück.

Leise schwingt im Wald die Liebe,
flüstert voller Dankbarkeit,
und mein Seelenlächeln fliesst
durch die Zeit und Ewigkeit.

Monika Schudel

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Woche 12: Nordic Walking Route

Die ganze Woche war herrliches Walk-Wetter. Nordic-Walking ist die einzige Sportart, die ich betreibe, dafür regelmässig und sehr gerne.
Wenn ich nicht so viel Zeit habe oder v.a. Sonne tanken möchte, mache ich eine Route an den See.
Für den Wald entscheide ich mich, wenn ich es schattiger möchte oder der Wind am See bläst. Was oft der Fall ist.
Heute nehme ich euch mit auf eine meiner Nordic-Walking Route in den Wald.
Der Weg zum Wald ist leicht ansteigend, aber schön gelegen mit den vielen Grüntönen von Wiese und Waldrand.

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Oben angekommen, kommt die erste Entscheidung: Nach rechts oder geradeaus!
Für geradeaus spricht: mehr Sonne und fast die ganze Route im Wald.

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Nach einer kurzen Strecke die zweite Entscheidung: rechts oder links. Heute nehmen wir den linken Weg.

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Ein schöner Streckenabschnitt entlang des Waldrandes führt an einem jungen Baumbestand vorbei.
Gepflanzt von Jugendlichen, die den Ehrenkodex als Nichtraucher erfüllt haben. http://www.kodex.ch/

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Zurzeit legt der Wald für uns nicht „den roten“, sondern einen weissen Teppich aus. Der Duft, den die „Bettseicher“ – Botanisch: Buschwindröschen verströmen, riecht nach Frühling.

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In der Waldschenke wird fleissig vorbereitet und bei schönem Wetter trifft man schon die ersten Gäste.

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Bei der nächsten Kreuzung dann die Entscheidung: machen wir die Zusatzrunde? Wenn es gut läuft und die Zeit nicht drängt, hängen wir den Kilometer an.

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Um diese Jahreszeit biege ich hier rechts ab. Wenn die Erdbeeren und Himbeeren reif sind, führt der Weg geradeaus zu den Feldern und dann wird gerne von den süssen Früchten ab und zu eins stibitzt. Dann lohnt sich der weitere Weg.

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Ich freue mich immer, wenn wir die Grillstelle erreichen und ich den Durst stillen kann. Wenn das Wetter wärmer wird, ist das ein gut besuchter Platz von Jung und Alt um die grosse Feuerstelle.

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Weiter geht es an dem schön angelegten Vita Parcours entlang. In Wikipedia wird es gut beschrieben:
Ein Vitaparcours ist ein in der Regel in einem Wald angelegter Sport-Parcours, welcher der Öffentlichkeit zur Verfügung steht. Er besteht aus diversen Parcours-Posten, an welchen Übungen für Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Koordination vorgesehen sind.
Der Vitaparcours ist das schweizerische Pendant zum deutschen Trimm-dich-Pfad.

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Schon bald erreichen wir das „Brünneli“ – eine Ortsbezeichnung, die hier jedes Kind kennt. Eine gut erreichbare Grillstelle, wo sich die Spielgruppe, der Waldkindergarten, die Turnstunden der Schüler, die Freizeitgruppen und ganze Familien treffen. Hier besuchen auch die Jüngsten im Dezember den „Samichlaus“.

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Von diesem kleinen Trinkwasser-Spender hat der Platz den Namen. Klein aber fein.

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Hier vorne kommen wir an der Stelle an, wo ich am Anfang geradeaus gelaufen bin

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Schön, dass ihr mich auf meinem Rundgang begleitet habt. Der Rundgang ist keine Tageswanderung, auch wenn die Länge des Beitrags dies vermuten lässt. In Wirklichkeit benötige ich für die ca. 5 Kilometer ohne Pause eine gute Stunde. Die für mich von Anfang bis am Schluss ein Genuss ist.

 

 

12telBlick März

 

12telBlick März

Mein Fototermin für den 12telBlick fiel auf einen Sonntag.
Herrliches Frühlingswetter, blauer Himmel, Sonnenschein.
Für das Foto stand ich auf der Brücke, und dieses Mal spazierten schon ganz viele Leute hinter meinem Rücken hin und her.
Langsam belebt sich mein 12tel Blick. Auch die Wasservögel und ein Schwan kamen zum Fototermin.
Bin gespannt was sich bei den anderen verändert hat.