Archiv der Kategorie: Kreativ

Drahtkugeln

Letztes Wochenende besuchte ich einen Benefiz-Workshop zugunsten von FH Schweiz. Unter kundiger Anleitung von Esther stellten wir Drahtkugeln her. Alles war bereits schön vorbereitet. Nach einer gründlichen Einleitung über die richtige Arbeitsweise begann jeder in der Gruppe auch schon bald den Draht zu wickeln. Als Formhilfe eignen sich Wasserbälle gut. Es wird unterschieden, ob der Draht rosten oder blank bleiben soll. Je nachdem nimmt man die entsprechende Drahtrolle. Der Anfang ist am schwierigsten wie bei so vielem.

Einige Anschauungsbeispiele hat Esther uns bereitgelegt. Ob gefüllt oder dekoriert, da ist die Fantasie jedes einzelnen gefragt.

Obwohl wir alle konzentriert arbeiteten, schaffte niemand mehr als eine Kugel an diesem Morgen. Ich hatte eine genaue Vorstellung, was für Kugeln ich machen möchte. Und ich weiss auch schon ganz genau, wo meine Kugel vor sich hin rosten wird.

Vreni hat den Workshop organisiert. Das Geld vom Workshop setzte sie für ein Wasserpumpenprojekt in Burundi ein. Sie betreut die Organisation FH Schweiz schon 10 Jahre ehrenamtlich. Sie war auch schon mehrmals in Afrika und überzeugte sich vor Ort, dass die Spendengelder gut angelegt sind.

Dank dem unentgeltlichen Einsatz von Esther, die kompetent den Kurs betreute und helfend zur Seite stand, konnten alle Teilnehmer mit einer selbstgemachten Drahtkugel nach Hause gehen.

   

Kräutersalz

Jetzt ist der Zeitpunkt noch günstig, um Kräutersalz nach dem Mazerationsverfahren selbst herzustellen. Für mein Kräutersalz habe ich ganz viele aromatische Kräuter im Garten geschnitten, wie Liebstöckel, Thymian, Oregano, Majoran, Rosmarin, Petersilie, Schnittlauch und Basilikum. Am besten duften die Kräuter an einem sonnigen Tag, die ätherischen Wirkstoffe sind dann am intensivsten. Bei mir kommt zusätzlich noch eine scharfe, rote Chilischote dazu. Die Kräuter kommen mit der doppelten Menge Salz in ein grosses Glas, und werden mindestens sechs Monate im Kühlschrank gelagert. Das Glas in dieser Zeit nicht mehr öffnen, so kann die Mazeration stattfinden.

Für die weitere Verarbeitung kommt das Salz mit den Kräutern nach der Lagerung auf ein Backpapier, und wird im Backofen bei 60 bis 80 Grad getrocknet. Dabei die Backofentüre leicht geöffnet halten. Das Salz wird steinhart, und muss in einer Mühle (Getreidemühle) gemahlen werden. Das Pulver wieder luftdicht in Gläser lagern.

Das Kräutersalz kann man in der kalten Küche verwenden, oder die warmen Speisen am Schluss damit abschmecken.

Ich verschenke auch gerne ein Gläschen. Was wäre zu der Hauseinweihung passender gewesen, als ein selbstgemachtes Brot und Salz

 

   zum mitnehmen ♥ 

Cosmea

Bei uns vor dem Haus gewannen die Kosmeen ganz klar die Oberhand. Jedes Jahr wachsen sie zahlreich aus den Plattenritzen, ohne dass ich etwas dafür tun muss. Oder eigentlich doch: denn wenn es nach meinen Mann geht, wäre auf dem Weg gähnende Leere, damit man frei über die Gehwegplatten laufen könnte. Da haben wir ganz unterschiedliche Ansichten, was wo wachsen und blühen darf. Eigentlich reifen da auf der Südseite jedes Jahr meine Tomaten. Wer genau hinschaut, sieht auch die Tomatenstangen hinter den Schmuckkörbchen.

Für das giessen der Tomaten, muss man die hochgewachsenen Herbstblumen ganz sorgfältig zur Seite schieben.

Fleissig werden rosa und pinke Blumen für die Vase abgeschnitten. Ich weiss nicht wie es bei euch ist, bei mir sind eigentlich immer die gleichen Blumen in derselben Vase. Die Kosmeen werden z.B. immer in die schwarze Kupfervase gestellt.

Die zarten Blütenblätter sind fast durchsichtig.

Wenn man fleissig die Schmuckkörbchen schneidet, blühen sie bis zum ersten Frost in ihren satten Farben weiter.

 Mach mit :-)  Gartenglück

 

Monatscollage August

bei Birgitt

Die Rosen blühten im August üppig und besonders in den Abendstunden dufteten sie besonders intensiv. Vor dem Haus blühen ebenfalls die wildgewachsenen Cosmen der ganzen Hauswand entlang und lassen die Tomaten dahinter rot werden. Aber auch die Äpfel bekommen rote Bäckchen und die Physalis sind schon erntereif. Das schöne, meist heisse Sommerwetter im August genoss ich viel am See. Beim Eindunkeln fand fast jedes Wochenende rund um den See ein Feuerwerk statt, das immer weit herum sichtbar war. Mein Fahrradunfall lief glücklicherweise glimpflich ab. Ausser ein paar blauen Flecken und eine Reparatur am Velo ist nichts passiert. Da merkte ich, wie rasch es geht mit den schnellen E-Biks. Ich war aber auch fleissig diesen Monat. Ein paar hundert Vorhangringe nähte ich fast meditativ vor dem Fernseher an und der Wintergarten glänzt wieder nach einer gemeinsamen Putzaktion.

Gartenglück Linkparty

Die Sonne im Glas

Jetzt ist Einmachzeit, wenn im Winter die Sonne auf dem Tisch stehen soll. Wir pflanzen jedes Jahr viele Tomaten und hoffen auf eine reiche Ernte. Mit den ganz reifen Früchten mache ich Sugo. Ein paar Stunden im Kochtopf verwandeln ein paar Kilo frischer Tomaten in dickflüssigen Sonnenschein.

Für ein würziges Aroma wird ein reichhaltiges Kräutersträussen mitgekocht. Für einen intensiven Geschmack sorgen Liebstöckel, Thymian, Rosmarin und Salbei.

Ich mache eine einfache Variante. Ich entferne den Stielansatz, schneide die Tomaten klein und koche das ganze in einem hohen Topf weich.

Nach einer gewissen Zeit schwimmen die Tomatenhäute an der Oberfläche und können abgeschöpft werden. Das ganze wird mit dem Stabmixer fein gemixt.

Dann wird die Sauce in heiss ausgespülte Gläser randvoll eingefüllt, sofort verschlossen und abgekühlt. Im Keller warten sie nun auf den Verzehr.

Ich bevorzuge das Heisseinfüllen vor dem Tiefkühlen. Weil wenn ich eine Sauce benötige, dann muss ich nicht daran denken sie aus dem Tiefkühler zu holen, sondern habe sie sofort parat um Spaghetti, Pizza und Tomatenreis nach Sommer schmecken zu lassen.

  bei Anne  Gartenglück Linkparty

Sandfiguren

Diese beiden geniessen den Logenplatz direkt am See. Getroffen habe ich sie an einem schönen Sommerabend an der Sandskulpturen-Ausstellung.

Jedes Jahr Ende August findet das Festival statt. Unglaublich, was für Sandwunderwerke die KünstlerInnen da hinzauberten. Faszinierend, was aus Sand alles entstehen kann, v.a. wenn man die Details anschaut.

Der Stärkste überlebt ist das diesjährige Motto der Ausstellung. Diesen Kakerlaken kann man beim Kampf ums Überleben beobachten. Entstanden von Ludo Roders und Anique Kuizenga einem Team aus Holland

„Liebe ist die stärkste Kraft“ heisst die diesjährige Siegerskulptur. Geschaffen vom Team Karlis Ile und Maija Puncule aus Lettland. Wunderschön, v.a.  wenn man bedenkt, dass die Figur in den Spitzen nur etwa 15 cm breit ist.

Acht Tage lang bauten die Sandkünstler aus der ganzen Welt auf. Zehn Teams aus den USA, Russland, Holland, Lettland und der Ukraine nahmen teil.

Den Publikumspreis erhält das Team aus Russland, Ivan Zverev und Dmitryl Klimenko. Ihr Werk heisst „Die Dame Natur hat die Wahl“.

Nicht nur von vorne sehenswert.

Am See, wo immer eine frische Brise weht, wurde mit dem wallenden Haar sehr gut eingefangen.

Samstagsplausch  button_bunt_ist_die_welt_2016_bearbeitet-kopie  

 

Einweihungsparty

My home is my castle: diese Wimpel Girlande wurde für zwei ganz liebe Menschen als Geschenk gebastelt.

Das Wetter meinte es gut und so konnte das neue Daheim draussen dekoriert werden und meine Girlande begrüsste die Gäste.

Die bunten Lampions sah man schon von weitem. Spätestens jetzt wussten alle, dass sie am richtigen Ort sind.

Aber nicht nur draussen, auch drinnen schmückte eine farbige Girlande das Haus. Der erste Eindruck zählt bekanntlich, auch wenn die Räume noch leer standen.

Ein Blick in den prall gefüllten Kühlschrank liess erahnen, dass wahrscheinlich niemand verdursten oder verhungern wird.

Die feinen Drinks schmeckten auch wunderbar ohne Kristallgläser.

Der Garten sah sehr einladend aus, um gemütlich beisammen zu sitzen und anzustossen. Beim Buffet war die Auswahl gross, von pikant, über süss bis fruchtig war alles dabei. Da passten meine Freitagsblümchen wunderbar dazu.

Ich wünsche den beiden, dass sie sich jeden Tag freuen aufs Heimkommen und sich wohl fühlen werden. Möge Glück und Frieden immer Platz haben in ihrem neuen Zuhause.

verlinkt bei: Andrea, Katrin und Lotta

Blümchen im Multipack

Für diese Sträusschen bediente ich mich von meinem Zinnienbeet und nahm ein paar Dahlienblüten und Gräser, die als Unkraut wachsen, dazu. Eingestellt habe ich sie in mit Alufolie umwickelten Marmeladengläser. Für welchen Zweck ich die Blümlein parat machte, verrate ich euch morgen bei Andrea.

Die chrysanthemenartigen Dahlienblüten mag ich besonders gerne. Rosa und Pink sind meine Lieblingsfarben.

Mein Mann findet die zweifarbigen am schönsten. So hat jeder seine bevorzugten Blumen im Garten.

An diesem schönen Tisch voller Blumen konnte ich mich nur kurz erfreuen, da ich die Blumen ja verschenkte. Aber Freude weiterzugeben, ist noch viel schöner.

Geht zu den anderen Freitagsblümchen und zum Freutag und zur Gartenglück Linkparty.

Bibliothek mit roter Lesebank

bibliothek

die vielen buchstaben
die nicht aus ihren wörtern können
 
die vielen wörter
die nicht aus ihren sätzen können
 
die vielen sätze
die nicht aus ihren texten können
 
die vielen texte
die nicht aus ihren büchern können
 
die vielen bücher
mit dem vielen staub darauf
 
die gute putzfrau
mit dem staubwedel
ernst jandl

In Zeiten von Blogs, Tablets und E-Reader verstauben wohl noch ein paar Bücher mehr als früher. Aber die vielen wunderbaren Buchstaben, Sätze und Texte müssen nicht einfach in einer herkömmlichen Bibliothek eingesperrt sein wie in Andreas Monatsgedicht.
Bei einem Spaziergang entdeckte ich diese kleine, aber feine Bibliothek, die am Uferweg des Bodensees steht.

Neben dem Holzhäuschen lädt die rote Lesebank im Schatten die Spaziergänger ein, sich hinzusetzen und in einem Buch zu stöbern.

Es gibt allerlei Bücher für Gross und Klein. Vielleicht möchte man mit Kindern nur in einem Bilderbuch blättern und eine Pause machen, oder man leiht sich ein Buch gratis aus,…

oder man liest ein paar Schritte entfernt direkt am Wasser. Mit dem Blick über den See, lässt es sich besonders gut über die gelesenen Sätze und Texten nachdenken, und so lässt man ihnen und seinen Gedanken freien Lauf. Da setzt bestimmt kein Buch staub an. Und sonst wird er vom nächsten Herbstwind weggeblasen.

Betreut wird der kleine Bücherschrank vom gemeinnützigen Frauenverein des Dorfs. Eine nicht alltägliche Idee, die vielen Spaziergänger sicher viel Freude macht.
und die rote Lesebank ist für Anne  bei Ghislana gibt es den DND

 

Die Königin

Die Königin 

Ich hab dich zur Königin ernannt.
Größere gibt es, größer als du.
Reinere gibt es, reiner als du.
Schönere gibt es, schöner als du. 

Doch du bist die Königin. 

Wenn du durch die Straßen gehst,
erkennt dich keiner.
Niemand sieht deine Krone aus Kristall, niemand schaut
den Teppich aus rotem Gold,
den jeder Schritt von dir betritt,
den Teppich, der gar nicht da ist. 

Und wenn du erscheinst,
rauschen alle Flüsse
in meinem Körper auf, rütteln
die Glocken am Himmel,
und ein Hymnus erfüllt die Welt. 

Nur du und ich,
nur du und ich,
meine Liebe,
hören ihn tönen. 

Pablo Neruda

Keine leichte Aufgabe, die uns Andrea diesen Monat stellt mit dem fast unsichtbaren Gedicht. Da war bei mir zuerst nur das weisse Stück Leinen und ganz viele Gedanken im Kopf.

Für das Grössere, Reinere und Schönere, wählte ich die Schmetterlinge die zum Flug ansetzen. Es gibt Grössere, Reinere und Schönere, doch für mich sind sie ganz individuell meine Königinnen.

Niemand sieht die Befestigung mit den goldschimmernden Sternen und doch sind sie da. Niemand bemerkt den Zauber des Goldes und doch ist er da.

Und wenn du erscheinst rauschen Flüsse. In Gedanken rauschen Flüsse auch in mir, reissen die Gedanken mit sich, aber tief im Herzen sind die Sterne verankert.

Wie Tränen liegen die Edelsteine auf den Blüten. Nicht immer geht es gut aus zwischen dir und mir.

Das Werk bekam sinngemäss einen roten (Teppich-)Rahmen. Ob es sichtbar oder unsichtbar bei mir bleibt, wird sich zeigen.

Mein Königinbeitrag geht zu Andrea.