Die letzten drei Wochen hatten mit Hochsommer wenig zu tun. Für mich muss es im Sommer nicht durchgehend sonnig sein, ein bisschen Abwechslung ist völlig okay. Aber wochenlanges Regenwetter mit teils starkem Niederschlag schlägt irgendwann doch aufs Gemüt. Unsere neue Bank wurde kaum genutzt, und die Polster waren im Trockenen definitiv besser aufgehoben.
Unser Weiher ist schon lange bis zum Rand gefüllt, und der See ist in den letzten Tagen um ganze 55 Zentimeter gestiegen. Ich bin zwar kein Mathe-Genie, darum bekomme ich die Rechnung nicht gebacken, liebe Andrea, aber das sind unglaubliche Wassermengen, die vom Himmel gefallen sind. Zum Glück gab es bei uns keine Schäden.
Trotz allem: Auch Regenwetter bringt schöne Fotomotive mit sich!
Giessen mussten wir jedenfalls nicht, dafür hat der Himmel reichlich gesorgt.
Weniger erfreulich war das Wetter sicher für die Freibäder: mitten in der Hochsaison fast leere Anlagen. Nicht nur wegen des vielen Regens, sondern auch, weil die Temperaturen eher herbstlich waren.
Auch der Bootsverleih blieb leer. Kein Wunder, denn wie man sieht, war der nächste Schauer meist schon im Anmarsch.
Aber: Nicht alle lassen sich vom miesen Wetter ihr Hobby vermiesen!
Inzwischen hat sich der Sommer zum Glück wieder zurückgemeldet. Das ist eindeutig mein Lichtblick der Woche, Andrea fragt uns. Trotzdem möchte ich diesen nassen Sommer in meinem virtuellen Tagebuch festhalten – er war eben auch Teil des Ganzen.
Ende Juni flogen wir bei hochsommerlichen Temperaturen nach Marsa Alam in die Ferien, gemeinsam mit unserer älteren Tochter. Wir genossen Sonne, Strand und Meer, schnorchelten im wunderschönen Hausriff und liessen uns im Spa rundum verwöhnen. Zu Hause machte der Sommer währenddessen eine Pause, und es war ungewohnt kühl. Umso besser, dass wir die wenigen Aprikosen, die es dieses Jahr gab, noch vor unserer Abreise geniessen konnten. Zurück daheim war es höchste Zeit, Johannis- und Himbeeren zu ernten. Einige Gläser Marmelade wanderten direkt in unseren Vorrat. Die Buschbohnen tragen dieses Jahr reichlich – überhaupt können wir im Moment aus dem Vollen schöpfen, was unseren Garten betrifft. Bevor die Familie mit den Enkelinnen in die Ferien fuhr, von wo sie uns stolz ihre neue Frisur schickte, verbrachten sie noch ein paar schöne Tage bei uns. Gemeinsam nähten wir das „Krebs“-Abzeichen, das unsere Enkelin im Schwimmkurs erhalten hatte, auf ihr neues Badetuch. Auf ihren Wunsch hin häkelte ich ihr auch ein buntes Band, das weisse sei langweilig, meinte sie, das könne die kleine Schwester haben. Einen besonders schönen Abend verbrachten wir mit unseren Töchtern im Seeburgtheater. Die wenigen sonnigen Zeitfenster hier nutzten wir, um am See zu verweilen. Ich selbst konnte in der Sommerpause einiges Aufgeschobenes erledigen, aber für die Kinder, die Ferien haben, tut es mir leid: Outdoor-Aktivitäten muss man aktuell gut planen. Ich bin gespannt, wie der August wird – ob der Sommer noch einmal zurückkehrt? Ich würde mich sehr freuen – Andrea fragt uns!
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Was habe ich genäht!
Zum Nähen kam ich in letzter Zeit nicht besonders viel – der Sommer zeigte sich zuletzt von seiner kühlen, fast herbstlichen Seite, da war mir die Lust auf luftige Sommerkleider vergangen. Doch ein paar kleine Projekte habe ich trotzdem umgesetzt: Für beide Enkelinnen entstanden noch einmal leichte Sommerhosen, und für die grosse Enkelin eine farbenfrohe Leggings – genäht aus einem alten Kleid ihrer Patin. Upcycling mit Herz! Im Netz stiess ich auf eine neue Technik zum Annähen von Halsbündchen, die ich gleich ausprobieren musste. Mir gefällt das Ergebnis – jetzt bin ich gespannt, wie es getragen aussieht. Schon länger wartete der Schnitt Bethioua von Elle Puls in meiner Schublade. Endlich war es soweit! Besonders die raffinierte Rückenpasse hat es mir angetan – mit gestreiftem Stoff kommt sie wunderbar zur Geltung.
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12tel Blick Juli
Eigentlich hätte ein Regenbild perfekt zum Juli gepasst – denn davon gab es in diesem Monat ja mehr als genug. Aber wer macht schon freiwillig eine Velotour im strömenden Regen? Mein diesjähriger Fotostandort ist nämlich nur zu Fuss oder mit dem Velo erreichbar. Und so nutzte ich eine der seltenen trockenen Stunden, um mich auf den Weg zu machen. Die Natur zeigt sich im Gegenzug für das viele Nass von ihrer dankbarsten Seite: Alles grünt und blüht, die Farben leuchten intensiver denn je – als wollte die Landschaft selbst ein wenig für das durchwachsene Wetter entschädigen. Ein kurzer Moment der Ruhe, ein Bild, das die Stimmung einfängt – und schon war der Regen wieder zurück.
Freitagsblümchen
Jetzt blühen die Zinnien üppig in unserem Garten – ein echtes Farbenfest! Immer wieder schneide ich einen Strauss für die Vase oder verschenke ein paar der leuchtenden Blüten. Zinnien sind wirklich dankbare Blumen: pflegeleicht, langlebig und in vielen Farben erhältlich. Für meinen aktuellen Strauss habe ich zusätzlich ein paar Rosmarinzweige dazugesteckt – ihr feiner Duft ergänzt die Blütenpracht wunderbar.
Auch die Hummeln und Bienen lieben die Zinnien und schwirren emsig von Blüte zu Blüte.
Manche der Blüten erinnern in ihrer Form an Kaktus-Dahlien – ein schöner, fast exotischer Anblick.
Und dank der derzeit eher kühlen Temperaturen halten die Blumen in der Vase gut und gerne eine ganze Woche.
Viele meiner Leserinnen kennen sicher den Film Honig im Kopf. Ich war mit meinem Mann und unseren Töchtern zu einer etwas anderen, sehr berührenden Bühnenfassung dieser Geschichte über Amandus – im Seeburgtheater am Bodensee.
Es ist mittlerweile eine schöne Tradition, dass wir gemeinsam einen Sommerabend an diesem besonderen Ort verbringen.
Frühzeitig treffen wir uns auf dem idyllischen Gelände, geniessen die Stimmung und stimmen uns bei einem feinen Sommerdrink – benannt nach Charakteren aus dem Stück – auf den Abend ein.
Diesen Sommer verwandelt sich die Seebühne in eine poetische Welt zwischen Erinnern und Vergessen. In einer bewegenden Inszenierung des gleichnamigen Films von Til Schweiger zeigt das Kreuzlinger Kulttheater die veränderte Wahrnehmung eines an Alzheimer erkrankten Mannes – eingebettet in ein riesiges, lebendiges Fotoalbum.
Der Himmel über dem Spielort zog sich im Laufe des Abends zwar immer mehr zusammen, doch auf der überdachten Tribüne blieben wir zum Glück trocken.
Besonders eindrucksvoll: Der Bodensee selbst wird zur Lagune von Venedig, wohin Tilda – die Enkelin von Amandus – ihren Grossvater im Stück entführt.
Diese Kulisse war nicht nur eindrucksvoll, sondern wie gemacht für traumhafte Himmelsblicke – Heidi wird sich darüber bestimmt freuen.
Die Aufführung hat uns sehr beeindruckt. Sieben Darsteller*innen übernehmen auf der Open-Air-Bühne sämtliche Rollen – ein beachtliches Spiel mit viel Ausdruck und Gefühl.
Tilda, die jugendliche Enkelin des an Alzheimer erkrankten Amandus, wird durch eine lebensgrosse Puppe mit Klappmaul dargestellt. „Tilda will die Probleme der Erwachsenen nicht sehen“ – deshalb entführt sie kurzerhand ihren Grossvater. Ihre Figur ist frech, verträumt und kindlich ehrlich – die Puppe als Ausdrucksmittel passt perfekt. Die Puppe ist ein bewusstes, theatralisches Stilmittel. Sie unterstreicht Amandus’ zunehmende Verwirrung und rückt die kindliche Perspektive in den Fokus. Sie brachte uns mehrmals zum Lachen, Andrea!
Ein bewegender, besonderer Theaterabend, der uns lange in Erinnerung bleiben wird.
Die letzten drei Wochen war ich im Blog offline – und genau das hat richtig gutgetan. Mit der Edelweiss sind wir ans Rote Meer geflogen, haben eine wohlverdiente Auszeit mit unserer grossen Tochter und die gemeinsame Zeit genossen.
Unser Balkon bot einen traumhaften Blick auf das Meer, und jeden Morgen wurden wir vom Sonnenaufgang über dem Wasser geweckt – ein wunderbares Ritual zum Start in den Tag.
Unser Strandabschnitt war ein echtes Eldorado für alle, die gerne schnorcheln oder tauchen. Die Unterwasserwelt direkt am Hausriff war beeindruckend und voller Leben.
Schöne Buchten waren fussläufig erreichbar – auch wenn ausgedehnte Spaziergänge bei diesen Temperaturen eher selten waren.
Alle paar Tage überraschten uns das Hauskeeping mit liebevoll dekorierten Betten und kleinen Kunstwerken aus Frotteewäsche – jedes Mal ein neues Highlight.
Auch kulinarisch wurden wir rundum verwöhnt und durften viele arabische Köstlichkeiten geniessen.
Zum Ausruhen und Entspannen gab es zahlreiche schattige Plätzchen, an denen man wunderbar die Zeit vergessen und das dolce far niente geniessen konnte.
Das Meer war kristallklar – perfekt passend zu Elfis Foto-ABC.
Ein besonderes Highlight war das Schnorcheln direkt am Hausriff. Die Tochter hat unzählige Bilder mit ihrer Kamera gemacht und mir freundlicherweise eine Auswahl zur Verfügung gestellt. Lasst euch verzaubern! Immer wieder entdeckten wir neue Fische oder ganze Schwärme, die mit uns durchs Wasser glitten. So friedlich mit den Meerestieren unterwegs zu sein, war einfach pure Entspannung. Selbst die Rochen kamen ganz nah – und manchmal schauten wir uns regelrecht tief in die Augen. Damit sind, glaube ich, beide Fotofragen von Andrea beantwortet 😊
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Unser Küstenabschnitt ist noch nicht stark bebaut – ein idealer Ort für Ruhesuchende.
Doch auch die schönsten Ferien gehen einmal zu Ende. Gut erholt traten wir die Heimreise an – und es war auch schön, aus der Wüste zurück in unsere wunderschöne Heimat zu fliegen.
Zwillingskinder gibt es einige in unserem Familien- und Freundeskreis – entsprechend viele Geburtstage haben wir gefeiert. Den grossen Rhabarber-Streuselkuchen, den ich für die Runde gebacken hatte, mussten wir allerdings selbst essen. Dem kleinen Geburtstagskind wünschen wir weiterhin gute Besserung! Für ihre Mama hat die grosse Enkelin ganz alleine – nach einer Anleitung – ein Geschenk gebastelt. Die wunderbare Beerentorte haben wir im kleinen Kreis genossen. Am regenreichsten Tag im Juni wurde in einer Waldhütte gefeiert – im wahrsten Sinne des Wortes feucht-fröhlich. Dafür mussten wir Mitte des Monats gezielt einen Schattenplatz suchen, um mit einem anderen Geburtstagskind auf sein neues Lebensjahr anzustossen. Ja, der Sommer ist da – mit heissen Tagen. Zum Glück sind die Nächte bisher noch angenehm kühl. Im Garten wurde auch das Kinderplanschbecken aufgestellt, damit sich unsere kleine Enkelin, die bei uns in den Ferien war, so richtig vergnügen konnte. Das ist für mich ein perfekter Sommertag, Andrea. Ich mag die Sommertage, aber in den letzten Tagen suchte auch ich gerne den Schatten. Der See ist inzwischen wieder fast normal gefüllt und lädt zum Baden ein. Im Garten blühen nicht nur viele Blumen – es gibt auch reichlich zu ernten. Aus dem frischen Gemüse zaubern wir jetzt köstliche Salate – ob kalt oder lauwarm, sie sind immer ein Genuss. An meinem Hütetag hat die grosse Enkelin – mit nur wenig Unterstützung von mir – ein erfrischendes Dessert aus feinen Thurgauer Erdbeeren für die ganze Familie zubereitet. Mit dem Velo ist es jetzt herrlich, über Land und durch den Wald zu fahren – vorbei an frisch gemähten Wiesen und goldenen Getreidefeldern. Am Abend am Ufer zu sitzen und die Sonne im See versinken zu sehen – davon träumen viele. Und wir schätzen uns glücklich, dort zu Hause zu sein, wo andere Urlaub machen möchten.
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Genähtes.
Einige von euch erinnern sich vielleicht: Unsere grosse Enkelin liebt bunte Kleidung. Zum Glück hatte ich noch ein Stück von ihrem Lieblingsstoff mit dem Bauernhof-Sujet übrig. Der gestreifte Stoff stammt vom selben Anbieter – so passen die Farben wunderbar zusammen. Daraus habe ich ihr ein Shirt genäht, das bei dem schönen Sommerwetter schon fleissig getragen wird. Sie hat sich sehr darüber gefreut! Auch das T-Shirt mit den farbigen Glitzer-Elefanten kam gut bei ihr an. Für beide Enkelinnen habe ich leichte Baumwollhosen genäht – perfekt für warme Tage. Das kleine Kleidchen ist ebenfalls für die grosse Enkelin bestimmt. Und weil der Urlaub vor der Tür steht, habe ich mir selbst – wieder nach dem bewährten Schnittmuster – ein buntes Sommerkleid genäht.
Unsere Untermieter sind nicht mehr da. Schon seit einiger Zeit fiel mir auf, dass keine Meisen mehr um unser Vogelhäuschen flatterten. Auch das fröhliche Zwitschern junger Vögel blieb aus. Was mit der Vogelmutter passiert ist, können wir nur vermuten.
Als mein Mann sich dem Häuschen näherte und es vorsichtig öffnete, stellte er fest: Die Vogeleier im Nest waren kalt. Schade – das Schlüpfen der kleinen Meisen hätten wir nur zu gern beobachtet.
Mich fasziniert immer wieder, mit wie viel Hingabe und Geschick die Meisen ihr Nest bauen. Besonders spannend ist, dass sie unten mit grobem Material beginnen und das Nest nach oben hin immer weicher und dichter wird – auch bei Meisen zählt der Komfort!
Das Vogelhaus ist nun gereinigt und wartet auf neue Bewohner – hoffentlich ist die nächste Brut erfolgreicher.
Auch unser Feigenbaum mit seinem dichten Laub ist ein beliebter Nistplatz – besonders für Amseln. Eine Amselmutter hatte sich direkt vor unserem Wintergarten ein Nest gebaut, genau auf Augenhöhe. Wir haben uns oft angesehen – respektvoll, ruhig und mit einem stillen Einverständnis, dass wir uns gegenseitig in Frieden lassen. Wenn die Amselmutter mal kurz ihr Nest verliess, nutzte ich die Gelegenheit, um einen Blick auf die smaragdgrünen Eier zu werfen – eine für mich ganz neue und schöne Entdeckung! Frage 2 bei Andrea
Doch irgendwann bemerkte ich, dass sie nicht mehr brütete.
Nach ein paar Tagen wagten wir einen Blick ins verlassene Nest. Leider waren auch diese Eier unversehrt geblieben. Was der Amselmutter zugestossen ist, lässt sich nur ahnen – bei der Vielzahl an Katzen, die durch unseren Garten streifen.
Für Astrids Blumenfreitag zeige ich heute meine Blümchen auf der Terrasse – die Blümchen dort blühen herrlich im Sommerlicht. Bei diesem traumhaften Wetter ist das Leben draussen einfach ein Genuss.
Ganz besonders freue ich mich über die Löwenmäulchen, die wieder im Garten blühen.
Es ist ein kleines Glück, dass ich nur einmal rund ums Haus gehen muss, um all diese Pracht zu geniessen – ein Spaziergang durch die eigene kleine Blumenwelt. Frage 1 bei Andrea
Gefühlt vergeht die Zeit immer schneller – kaum beginnt der Monat, ist auch schon wieder Zeit für meine Monatscollage, die Birgitt freundlicherweise für uns sammelt. Diesmal scheint es mir besonders so. Passend zum Monat Mai entdeckte die grosse Enkelin im Garten voller Freude einen Maikäfer – ein kleines Naturwunder zur richtigen Zeit. Anfang des Monats konnte man noch ungewöhnlich weit in den See hinauslaufen, so niedrig war der Wasserstand. Der Regen blieb spärlich, die Nächte waren oft eisig kalt, stellenweise gab es sogar noch Bodenfrost. Und doch: Der Garten schenkt uns bereits reichlich. Wir ernten fleissig Kefen, Kohlrabi, Spinat und Radieschen. Im Treibhaus gedeihen die Tomaten prächtig. Auch die Rosen zeigen sich von ihrer schönsten Seite – Edelrosen, Strauchrosen und sogar die üppigen Pfingstrosen stehen in voller Blüte. Im Teich öffnen sich die Seerosen, und vor dem Haus erfreuen mich immer mehr Löwenmäulchen in leuchtenden Farben. Auch in der Küche waren wir kreativ: Es gab Erdbeerroulade, einen Rhabarberkuchen – und gemeinsam mit den Enkelinnen haben wir einen Rührteig-Kranz gebacken. Die grosse Enkelin war ganz in ihrem Element: Sie stellte die Zutaten zusammen und wog die Mengen selbstständig ab – mit voller Konzentration und viel Freude. An den sonnigen Tagen, wenn die Bise eine Pause machte, genossen wir unsere Köstlichkeiten draussen – auf unserer neuen Bank. Besonders schön war das zur Kaffeezeit, Andrea!
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Genäht wurde nicht viel.
Schon vor längerer Zeit habe ich das hochwertige Paneel bei Anne vom Blog Leben eben gewonnen. Ich wusste sofort: Daraus möchte ich etwas Sommerliches für die grosse Enkelin nähen. Das Motiv „Bauernhof-Liebe“ ist einfach wunderschön – ich wollte es unbedingt prominent auf dem Vorderteil platzieren. Das Rückenteil ist mit vielen kleinen Bauernhof-Sujets übersät, ein richtig fröhliches Muster. Auch die Enkelin ist vom fertigen Shirt begeistert. Dazu habe ich ihr eine kurze Hose aus Crinkle-Jersey genäht. Als ich sie fragte, ob sie ihr gefällt, meinte sie nur trocken: „Da ist ja nichts drauf!“ – Tja, so viel dazu, was wir Erwachsenen hübsch finden und was bei kleinen Kindern ankommt. Aus dem gleichen Ottobre-Schnitt habe ich ihr noch ein weiteres Shirt genäht – diesmal mit einer kleinen Biene, die perfekt zu ihr passt. Das bunte Shirt, ebenfalls nach einem Ottobre-Schnittmuster, besteht übrigens aus einem Nachthemd, das ihre Mama während der Schwangerschaft getragen hat. Eine schöne Idee, finde ich – mit viel emotionalem Wert. Für den Halsausschnitt liess ich mich von Eva inspirieren und nähte ein offenes Bündchen. Es hat zwar ein paar Nerven gekostet, aber das Ergebnis gefällt mir richtig gut – und ich werde es sicher wieder einmal so machen. Eine ganz neue Erkenntnis für mich: Man lernt eben nie aus!
12tel Blick Mai
Heute möchte ich euch zeigen, dass mein Lieblingsweiher auch an grauen Tagen nichts von seinem Zauber verliert.
Kürzlich unternahmen wir eine Velotour dem See entlang – und ich nehme euch gerne mit auf diese kleine Reise. Das Wetter war ideal: klare Sicht über das Wasser, vorbei an blühenden Wiesen, Feldern und durch schattige Waldstücke. Bei uns am Obersee ist das deutsche Ufer meist nur bei Föhnwetter gut zu sehen. Doch je weiter man dem See folgt, desto schmaler wird er – und das gegenüberliegende Ufer rückt immer näher.
Nicht weit von unserem Zuhause liegt ein wunderschönes Irisfeld mit über hundert verschiedenen Sorten. Leider standen sie noch nicht in voller Blüte, aber wir werden in den nächsten Tagen sicher noch einmal vorbeischauen. Etwas überrascht war ich dennoch – bei uns im Garten blühen die Iris nämlich schon prächtig (Frage 2 bei Andrea). Und Elfi sucht ja den I.
Für unsere Route wählten wir bewusst nicht den Weg direkt am See entlang – dort ist oft mehr Betrieb. Stattdessen fuhren wir etwas versetzt durch das Land. Es ist immer spannend zu sehen, was gerade auf den Feldern wächst. Ein Rotkohlfeld fiel uns besonders auf: sehr trocken, aber dadurch auch fast frei von Unkraut.
Ein besonders schöner Ausblick bot sich auf Bottighofen, einen Vorort von Kreuzlingen.
Kurz danach fuhren wir an herrlich blühenden Wiesen vorbei und tauchten wieder in den Wald ein.
Immer wieder hielten wir an, um Fotos zu machen – das Licht, die weissen Wolken am Himmel und die klare Luft machten den Tag einfach perfekt.
Unser Ziel waren die Bommer Weiher, oberhalb von Kreuzlingen gelegen.
Dort angekommen, wurden wir mit einem besonderen Anblick belohnt: unzählige blühende Seerosen schmückten den Weiher, und wir spazierten gemütlich einmal rund um das Wasser.
Die Spiegelungen auf der Oberfläche – ein echter Augenschmaus. Und die Stille der Natur war eine Wohltat. Ein kleines Paradies, wie ich finde.
Es lohnt sich, sich Zeit zu nehmen und dem Gesang der Vögel zu lauschen. Wir hatten Glück und hörten sogar den Kuckuck! Bei uns sagt man: Wenn man im Frühjahr den Kuckuck zum ersten Mal hört und dabei Geld im Sack hat, dann hat man das ganze Jahr Geld. Ob es stimmt? Wer weiss – hoffen darf man ja. 😉
Auf dem Rückweg fuhren wir wieder in Richtung See, durch die herrliche Landschaft des Thurgaus.
Oberhalb von Kreuzlingen konnten wir beobachten, wie sich hier der Bodensee in den Untersee verzweigt.
Zum Abschluss noch ein schönes Bild: die Fähre, die gerade von Meersburg nach Kreuzlingen übersetzt – ein stimmungsvolles Ende eines rundum gelungenen Tages.
Meine Freude war gross, als mir meine grosse Enkelin mit strahlendem Gesicht ihr selbst gebasteltes Geschenk überreichte – ein Schlüsselanhänger, den sie bei ihrem Gotti gemacht hatte. Ganz genau erklärte sie mir, wie sie ihn angefertigt hat: Sie hat ihre Hand abgezeichnet, ganz alleine ausgeschnitten, angemalt und mit meinem Namen personalisiert. Danach wurde alles im Backofen geschrumpft und gehärtet. Dass ich von ihr zum Muttertag ein Geschenk erhalten habe, hat mich tief berührt. Auch für ihre Eltern und die Nonna hat sie einen Schlüsselanhänger gebastelt – da war sie wirklich fleissig.
Wir konnten auf der Terrasse gemütlich Kaffee trinken, und die Roulade, die ich gebacken hatte, wurde von meiner Enkelin liebevoll dekoriert.
Wunderschön gebundene Blumen in meinen Lieblingsfarben bekam ich von meiner Tochter. Mit passenden Transporttopf dürfen die Blumen nun mit zu Astrids Blumenfreitag.
Das rote Couvert aus Filz war eine schöne Hülle für die liebevoll Karte. Die einfühlsamen Worte und wertschätzenden Zeilen darin rührten mich zu Tränen. Danke, du Liebe! Andrea fragt uns: Wofür sind wir dankbar? Für mich ist das ganz klar – für meine Liebsten.
Schmetterlinge sieht man bei uns leider immer seltener. Umso mehr freue ich mich über jeden, der unseren Garten besucht.
Vom Maiglöckchenduft kann ich im Mai nie genug bekommen. Pünktlich zum Monatbeginn blühen sie jetzt und verströmen ihren ganz besonderen Duft.
Die Pfingstrosen nehmen es dieses Jahr mit dem Kalender nicht so genau – zu Pfingsten werden sie wohl schon verblüht sein. Aber das macht nichts, wir geniessen ihre intensive Farbe auch jetzt schon sehr gerne.
Es ist noch gar nicht lange her, dass ich euch von unserem pflegeleichten Gartenwunder erzählt habe. Zu meiner Überraschung blühen jetzt auch Blaue Hasenglöckchen in der Rabatte. Wie sie dorthin gekommen sind, weiss ich nicht – aber ich freue mich sehr darüber und hoffe, dass sie sich bei uns wohlfühlen.
Die Hasenglöckchen gehören zur Pflanzengattung innerhalb der Familie der Spargelgewächse. Zwischen den blauen Blüten blühen sogar ein paar in zartem Rosa.
Auch die ersten Akeleien zeigen sich nun in einem feinen Lilaton. Auf diese Blüten freue ich mich jedes Frühjahr und staune jedes Mal, wohin der Wind ihre feinen Samen trägt, sodass sie sich in unserem Garten immer weiter ausbreiten.
Leider neigen sie dazu, ihre Köpfe hängen zu lassen, sodass man ihre wunderschönen, gefüllten Blüten kaum von oben bewundern kann. Ich hoffe, dass auch die zweifarbigen Akeleien noch aufblühen – vielleicht hilft ja der lang ersehnte Regen, der endlich auch bei uns angekommen ist und den Garten mit der dringend nötigen Feuchtigkeit versorgt.
Zum Glück gibt es im Garten immer wieder Ecken, die vernachlässigt werden und einfach sich selbst überlassen bleiben. Gerade dort entfalten sich oft die schönsten Überraschungen – ganz ohne unser Zutun. Wäre ich für den Gemüsegarten zuständig, gäbe es vermutlich noch viel mehr solcher kleinen Naturparadiese.
Unser Gemüsegarten wird aber liebevoll von meinem Mann gepflegt und gehegt. Dank seiner Arbeit geniessen wir fast das ganze Jahr über frisches Gemüse in Bioqualität. Andrea hat diese Woche gefragt: „Was geht immer?“ Ganz klar: saisonales Gemüse aus dem Garten. „Was geht nie?“ Gespritzt und ohne Herkunftsnachweis.
Besonders stolz ist mein Mann auf seine Kefen. Die Samen hat er bereits im Oktober gesät, und jetzt haben die Pflanzen schon eine beeindruckende Höhe von fast zwei Metern erreicht.
Wenn die Natur es gut meint, entwickelt sich aus jeder Blüte eine zarte Kefenschote.
Neulich habe ich ein schwarzes Insekt beobachtet, wie ich es noch nie zuvor gesehen habe. Ich weiss nicht, was es war, aber ich habe ihm eine ganze Weile zugesehen, wie es von Blüte zu Blüte flog – hoffentlich hat es dort reichlich Nahrung gefunden.
Eine besonders schöne Entdeckung machte mein Mann, als er einen Maikäfer im Garten fand. Unsere kleine Enkelin, die gerade in den Ferien bei uns war und so gern mit ihrem Grosspapi im Garten hilft, hat das Krabbeltier begeistert beobachtet und es auf seinem Weg durch den Garten begleitet.