Alle Beiträge von Pia Stähli

Gehöre der Generation 50+ an. Mami von 2 wunderbaren Töchter. Lebe in Harmonie mit meinem Partner. Weltoffen und Neugierig.

12tel Blick, Oktober

Noch ist die Natur grün bei meinem 12tel Blick, aber der Herbstwind weht allmählich die ersten Blätter ins Wasser. Bei den Pappeln ist der Laubfall schon gut sichtbar. Die ersten Boote sind auch schon im Winterquartier. Mir fällt auf, wie meine Aufmerksamkeit für ein geeignetes Sujet für das nächstes Jahr geschärft wird und mich oft begleitet. Das heisst, meine Lust am Projekt von Tabea ist immer noch da. Was sich bei den anderen Teilnehmer alles verändert hat, kann man hier sehen.

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Woche 42: Säulirennen

Was in Ascot das Pferderennen ist, ist in St.Gallen das Säulirennen:
Eine Tradition, die nicht mehr wegzudenkend ist.
Alljährlich an der OLMA finden um 16.00 Uhr in der grossen Arena zwei Durchgänge des Säulirennens statt. Mit einem Einsatz von 5.– Franken kann man auf ein Schweinchen  wetten.

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Alle haben Namen wie z.B. „Grunzli“, „Speedy“, „Maserati“, „Wilde Hilde“ usw. In einem Durchgang treten fünf Schweine gegeneinander an. Die Schweine werden auf diesen Anlass hin extra trainiert.

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Die Tiere werden von der Tribüne aus vom Publikum angefeuert, das immer sehr zahlreich an den Rennen erscheint. Das ist ein stimmungsvoller Moment der OLMA, der wohl beliebtesten Schweizer Publikumsmesse.

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Hat man auf das richtige Säuli gesetzt, werden im Anschluss an das Rennen die Gewinne ausbezahlt. Reich wird dabei niemand, aber dabei sein ist alles.
Für mich gehört das Wetten am Säulirennen zum OLMA Besuch dazu, wie die berühmte Bratwurst (natürlich ohne Senf).
Und bis zu meinem nächsten Wetteinsatz an der OLMA kann ich zu Hause mit Piggy Race üben.

4. Wanderung, Langental

Am vierten Tag  unserer Wanderwoche war das Wetter bedeckt und der Nebel hing tief. Kein Wetter um in die Höhe zu gehen. Aber einer Wanderung ins Langental stand nichts im Weg. Wir liefen an der Burg von Oswald von Wolkenstein vorbei immer weiter ins Tal. Der Weg führte vorbei an schönen Bergföhren, links und rechts waren die Felswände.

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Weit hinten, nach ca. einer Stunde, kamen wir zu einer grossen grünen Wiese: Ein einzigartiger Anblick mit den weidenden Kühen.

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Eine verlassene Hütte lädt uns ein zum Ausruhen und uns zu stärken mit Proviant aus dem Rucksack. Einfach eine Weile zu sein und zu geniessen, das ist Erholung pur. Genau so wie ich es am liebsten mag.

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Am Wegrand begegneten uns in schönster Umgebung Naturwunder, die wie kleine Kunstwerke sind.

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Auch im Langental sind die Schnitzer von Gröden am Werk. Auch verwittert erfreuen die Eulen die Wanderer am Wegesrand.

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3. Wanderung, Seiseralm

Auch am dritten Tag war unser Ausgangspunkt der Hauptort von Gröden. Heute fuhren wir mit der Kabinenbahn auf die andere Seite vom Tal, auf die Seiseralm. Es ist die höchstgelegene Alp Europas auf 1’060 m ü M. Ein Hochplateau im Naturpark Schlern,
bekannt für seine Flora und Fauna.
Es war eine leichte, flache Wanderung, bei der man viel Zeit hat zu plaudern und zu geniessen.

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Wir laufen bis nach Saltria und weiter durch den Wald nach Monte Pana. Vielleicht sind euch auch die Wegweiser aufgefallen? Diese sind nicht nur aus Holz, sie sind auch nicht gelb wie wir sie bei uns kennen .

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Immer mit dem Blick auf den Hausberg von Gröden, den Langkofel, dauerte unsere Wanderung ca. 4 – 5 Stunden.  Ausruhen und Fotohalt sind nicht miteinberechnet.

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Woche 41: Entwarnung

Allen, die in den letzten Wochen mit mir erbarmen hatten, kann ich entwarnung geben. Mir geht es wieder sehr gut, mein Durchblick ist wieder klar.
Mein Gejammer ist vielen auf den Geist gegangen. Ich gebe es auch zu, es war Jammern auf hohem Niveau.  Niemand hat uns gezwungen, unser Heim zu verschönern. Und ich bin auch intelligent genug um zu wissen, dass Malerarbeiten Einschränkungen mit sich bringen. Aber als ich im zugeklebtem Haus ausharren musste, war es doch sehr unangenehm. Umso erleichtert bin ich, dass es eigentlich so schnell vorbei ging, und es hat sich ja gelohnt. Die Arbeiten am Haus sind schön geworden. Es ist noch nicht ganz abgeschlossen, aber ich habe Freude am Resultat. Die Komplimente von den Nachbarn und Besuchern freuen uns auch sehr.

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Weitere Komplimente (bitte keine Kritik), nehme ich gerne in einem Kommentar entgegen.
Werde versuchen, ein anderes mal zurückhaltender zu sein mit meinen Frustrationen  gegenüber meiner Mitmenschen.

2. Wanderung, Col Raiser

Auch am zweiten Tag begann unsere Wanderung wieder in St.Ulrich. Diesmal fuhren wir mit der Luftseilbahn auf die Seceda, diese liegt 2543 m ü M. und gehört ebenfalls zur Geislergruppe. Und wie am ersten Tag begleitete uns schönes Wanderwetter.
Auf dem nächsten Bild sieht man nach St.Ulrich hinunter und ins Schlerngebiet.

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Vor uns lag das Gebiet vom Col Raiser, eine der schönsten Bergalmen Grödens im Naturpark Puez Geisler, der als UNESCO Naturwelterbe seit 2009 eingetragen ist.
Eine atemberaubende Aussicht auf die Geislerspitzen Stevia-, Sella- und Langkofelgruppe mit  Schlern – 360° Rundblick pur.

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Wir wanderten Richtung Regensburgerhütte. Wer das nächste Bild genau anschaut, erkennt auf dem Wegweiser den Weg zur Brogles Hütte, wo wir gestern waren.

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Bei der Regensburger Hütte bestellten wir zwei Cappucino. Es ist nicht schwer zu erraten, welcher meiner ist!

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Dazu etwas traditionelles aus der Region, einen Kaiserschmarren mit Preiselbeeren.

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In dieser wunderschönen Umgebung zu Wandern, ist wirklich ein Genuss.

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1. Wanderung, Raschötz

Nach einem guten Frühstück wurden die Wanderschuhe angezogen und wir fuhren in den Hauptort nach St.Ulrich. Dafür hatten wir die Mobil Card, die wir im Hotel erhalten haben und uns berechtigte in ganz Gröden kostenlos die öffentlichen Busse zu benutzen.
St.Ulrich ist auch der Geburtsort von Luis Trenker.
Wir entschieden, mit der Standseilbahn nach Raschötz zu fahren, ein Höhenzug der westlichen Geislergruppe.
Dafür kauften wir uns die Gardena Card, die berechtigte uns 6 Tage freie Fahrt auf allen Bergbahnen, Sessellifte und Gondelbahnen.
Und los ging es!

Wir wählten den Weg nach rechts, Richtung Brogelshütte.

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Genau so wie ich es am liebsten mag: schöner ungeteerter Wanderweg durch Kiefernwälder, leicht ansteigend, mit blauem Himmel und angenehmen Temperaturen.

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Dass wir in einer Holzschnitzer-Region am Wandern waren, bemerkten wir an den schönen aus Wurzeln gemachten Sitzgelegenheiten. Sehr einladend zum Ausruhen und Verweilen um die schöne Umgebung zu bestaunen.

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Von der Brogleshütte nahmen wir den Abstieg durch den Raschötzwald hinunter ins Annatal. Beim Annacafe staunten wir über die vielen Liegestühle und fragten uns, für wen die wohl sind. Man sagte uns, dass im Sommer bei schönem Wetter keine Liege frei bleibt.

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Woche 40: Beflügelter Abend

DEIN EIGENES WESEN FINDEN
UND IHM TREU BLEIBEN
ALLEIN DARAUF KOMMT ES AN
ERKENNE WER DU BIST
UND GEWINNE DEN MUT
DICH SELBST ZU LEBEN
DENN ES GIBT MELODIEN
WORTE BILDER GESAENGE
DIE NUR IN DIER SCHLUMMERN
UND ES IST VIELLEICHT
DIE AUFGABE DEINES LEBENS
SIE AUSZUSAGEN
UND AUSZUSINGEN

Mädir Eugster

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Mit meiner Freundin genoss ich einen wundervollen Abend  im Theater Siebeneck bei der Aufführung von Rigolo Wings in My Heart. 
Die Darsteller tanzen oder schweben durch 13 grossartige Szenenbildern, die den Lebensweg eines Mädchens zur reifen Frau aufzeigen.
Sehr Stimmungsvoll, begleitet mit Musik, werden die einzelnen Bilder dargestellt.
Das Stück endet mit der Sanddornbalance mit 13 Palmblattripsen, das ist Selbstfindung und Harmonie in vollendetem Ausdruck. Wir erlebten einen beflügelten Abend. Ich empfehle ihn allen, die Gelegenheit und Lust haben (die Vorstellungen wurden bis ende November verlängert), einen Stimmungsvollen Abend zu geniessen.

lass dein Herz ruhen
es muss nichts tun
es muss nichts leisten
sich nicht bewähren
vergiss deine Gedanken
vergiss den Streit, die Not
lass dein Herz ruhen

Mädir Eugster

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Versprechen

Was man verspricht, soll man auch halten:
Und darum nun meinen erster Bericht von unseren schönen Ferien in Val Gardena.
Da wir es mit der Anreise nicht eilig hatten, haben wir die Route via Schweizer Pässe Flüela, Ofenpass ins Münstertal gewählt.
Die Fahrt führt durch den Cran Canyon der Schweiz.

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Weiter ging die Fahrt ins Vintschgau, das Äpfelparadies in Südtirol.
Da kommen sogar wir aus „Mostindien“ ins Staunen.
Gerne nahmen wir den Umweg über das Eggental in Kauf. Der erste Halt in unserer Ferienregion war dann der Karersee.
Ein wunderbares Fotomotiv, das man hier ablichten kann, wenn sich die Berge im Wasser spiegeln.

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Unsere Fahrt ging weiter durch das Fassatal bis nach Canazei. Von hier ging die Fahrt steil hinauf bis zum Sella Joch. Dann kamen wir in unserer Wanderregion an, und bei schönem Wetter werden wir vom Hausberg Grödens, dem Langkofel, begrüsst. Von dort war die Fahrt zu unserer Unterkunft nicht mehr weit, und wir fühlten uns wie immer sofort angekommen in den Ferien.
Von den schönen Wanderungen, die wir unternommen haben, erfahrt ihr laufend auf meinem Blog.

Woche 39: Geschenk einlösen

„Hört ihr Leut und lasst euch sagen, unsere Glock hat zehn geschlagen. Gebt acht auf Feuer und auf Licht,  damit kein Brand ausbricht.“

Symbolisch erhielten wir letzte Weihnachten von unseren Töchtern eine Laterne für einen Nachtwächterrundgang. Dieser findet von April bis Oktober immer am Vorabend von Neumond in Bischofszell statt.

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Diese Woche war es nun soweit, wir lösten unser Geschenk ein.
Wir trafen uns beim Italiener zum Essen und stossen mit einem Hugo auf unseren gemeinsamen Abend an.
Um Punkt 21.00 Uhr traf man sich beim Bogenturm vor dem Nachtwächterzimmer.

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Gemeinsam mit den anderen Besuchern, den Nachtwächtern und dem Bläser machten wir uns auf den Rundgang.

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Es war sehr interessant was uns an den verschiedenen Plätzen der Stadt historisches, immer mit einer Prise Humor, erzählt wurde.

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Wohlverstanden es ist kein Sagenrundgang. Im Gegenteil es wurden viele wissenwerte Geschichten vom Mittelalter bis ins 18. Jahrhundert erzählt. Wir, mit unserem heutigen Lebensstil und den technischen Mitteln, können uns nur schlecht vorstellen wie man zu jener Zeit gelebt hat.
Sehr eindrücklich wurde uns die Bedeutung eines Nachtwächters geschildert, der für die damalige Bevölkerung eine sehr wichtige Aufgabe zu erfüllen hatte. Der z.B. bei einem Stadtbrand Alarm schlagen musste. Einmal dauerte ein Brand sage und schreibe eine ganze Woche und musste mit Eimern aus den Dorfbrunnen gelöscht werden. Welche grosse Bedeutung die Brunnen für den Ort haben, habe ich hier schon gezeigt.
Auch wurde uns eindrücklich die Tragik der Pest, die in Bischofszell gewütet hat, erklärt, als mehr als die halbe Bevölkerung gestorben war. Auf eine Art und Weise, die wir uns gar nicht vorstellen können.

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Man erfuhr auch die Bedeutung und die Entstehung des Bürgernutzen. Noch heute an Silvester findet dieser schöne ca. 200 Jahre alte Brauch statt. An die Bürger von Bischofszell, die noch in der Stadt wohnen, werden Brot, Wein und Würste verteilt.
Da liebe Freunde von uns, von dem Bürgernutzen profitieren können, war uns diese Tradition bekannt.
Es war ein schöner, lehrreicher Abend – genau so wie ich es am liebsten mag.