Mein Juli und 12tel Blick

Ende Juni flogen wir bei hochsommerlichen Temperaturen nach Marsa Alam in die Ferien, gemeinsam mit unserer älteren Tochter. Wir genossen Sonne, Strand und Meer, schnorchelten im wunderschönen Hausriff und liessen uns im Spa rundum verwöhnen. Zu Hause machte der Sommer währenddessen eine Pause, und es war ungewohnt kühl. Umso besser, dass wir die wenigen Aprikosen, die es dieses Jahr gab, noch vor unserer Abreise geniessen konnten.
Zurück daheim war es höchste Zeit, Johannis- und Himbeeren zu ernten. Einige Gläser Marmelade wanderten direkt in unseren Vorrat. Die Buschbohnen tragen dieses Jahr reichlich – überhaupt können wir im Moment aus dem Vollen schöpfen, was unseren Garten betrifft.
Bevor die Familie mit den Enkelinnen in die Ferien fuhr, von wo sie uns stolz ihre neue Frisur schickte, verbrachten sie noch ein paar schöne Tage bei uns. Gemeinsam nähten wir das „Krebs“-Abzeichen, das unsere Enkelin im Schwimmkurs erhalten hatte, auf ihr neues Badetuch. Auf ihren Wunsch hin häkelte ich ihr auch ein buntes Band, das weisse sei langweilig, meinte sie, das könne die kleine Schwester haben.
Einen besonders schönen Abend verbrachten wir mit unseren Töchtern im Seeburgtheater. Die wenigen sonnigen Zeitfenster hier nutzten wir, um am See zu verweilen. Ich selbst konnte in der Sommerpause einiges Aufgeschobenes erledigen, aber für die Kinder, die Ferien haben, tut es mir leid: Outdoor-Aktivitäten muss man aktuell gut planen.
Ich bin gespannt, wie der August wird – ob der Sommer noch einmal zurückkehrt? Ich würde mich sehr freuen – Andrea fragt uns!

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Was habe ich genäht!

Zum Nähen kam ich in letzter Zeit nicht besonders viel – der Sommer zeigte sich zuletzt von seiner kühlen, fast herbstlichen Seite, da war mir die Lust auf luftige Sommerkleider vergangen. Doch ein paar kleine Projekte habe ich trotzdem umgesetzt: Für beide Enkelinnen entstanden noch einmal leichte Sommerhosen, und für die grosse Enkelin eine farbenfrohe Leggings – genäht aus einem alten Kleid ihrer Patin. Upcycling mit Herz!
Im Netz stiess ich auf eine neue Technik zum Annähen von Halsbündchen, die ich gleich ausprobieren musste. Mir gefällt das Ergebnis – jetzt bin ich gespannt, wie es getragen aussieht.
Schon länger wartete der Schnitt Bethioua von Elle Puls in meiner Schublade. Endlich war es soweit! Besonders die raffinierte Rückenpasse hat es mir angetan – mit gestreiftem Stoff kommt sie wunderbar zur Geltung.

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12tel Blick Juli

Eigentlich hätte ein Regenbild perfekt zum Juli gepasst – denn davon gab es in diesem Monat ja mehr als genug. Aber wer macht schon freiwillig eine Velotour im strömenden Regen?
Mein diesjähriger Fotostandort ist nämlich nur zu Fuss oder mit dem Velo erreichbar. Und so nutzte ich eine der seltenen trockenen Stunden, um mich auf den Weg zu machen. Die Natur zeigt sich im Gegenzug für das viele Nass von ihrer dankbarsten Seite: Alles grünt und blüht, die Farben leuchten intensiver denn je – als wollte die Landschaft selbst ein wenig für das durchwachsene Wetter entschädigen.
Ein kurzer Moment der Ruhe, ein Bild, das die Stimmung einfängt – und schon war der Regen wieder zurück.

Freitagsblümchen

Jetzt blühen die Zinnien üppig in unserem Garten – ein echtes Farbenfest! Immer wieder schneide ich einen Strauss für die Vase oder verschenke ein paar der leuchtenden Blüten. Zinnien sind wirklich dankbare Blumen: pflegeleicht, langlebig und in vielen Farben erhältlich. Für meinen aktuellen Strauss habe ich zusätzlich ein paar Rosmarinzweige dazugesteckt – ihr feiner Duft ergänzt die Blütenpracht wunderbar.

Auch die Hummeln und Bienen lieben die Zinnien und schwirren emsig von Blüte zu Blüte.

Manche der Blüten erinnern in ihrer Form an Kaktus-Dahlien – ein schöner, fast exotischer Anblick.

Und dank der derzeit eher kühlen Temperaturen halten die Blumen in der Vase gut und gerne eine ganze Woche.

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Honig im Kopf!

Viele meiner Leserinnen kennen sicher den Film Honig im Kopf. Ich war mit meinem Mann und unseren Töchtern zu einer etwas anderen, sehr berührenden Bühnenfassung dieser Geschichte über Amandus – im Seeburgtheater am Bodensee.

Es ist mittlerweile eine schöne Tradition, dass wir gemeinsam einen Sommerabend an diesem besonderen Ort verbringen.

Frühzeitig treffen wir uns auf dem idyllischen Gelände, geniessen die Stimmung und stimmen uns bei einem feinen Sommerdrink – benannt nach Charakteren aus dem Stück – auf den Abend ein.

Diesen Sommer verwandelt sich die Seebühne in eine poetische Welt zwischen Erinnern und Vergessen. In einer bewegenden Inszenierung des gleichnamigen Films von Til Schweiger zeigt das Kreuzlinger Kulttheater die veränderte Wahrnehmung eines an Alzheimer erkrankten Mannes – eingebettet in ein riesiges, lebendiges Fotoalbum.

Der Himmel über dem Spielort zog sich im Laufe des Abends zwar immer mehr zusammen, doch auf der überdachten Tribüne blieben wir zum Glück trocken.

Besonders eindrucksvoll: Der Bodensee selbst wird zur Lagune von Venedig, wohin Tilda – die Enkelin von Amandus – ihren Grossvater im Stück entführt.

Diese Kulisse war nicht nur eindrucksvoll, sondern wie gemacht für traumhafte Himmelsblicke – Heidi wird sich darüber bestimmt freuen.

Die Aufführung hat uns sehr beeindruckt. Sieben Darsteller*innen übernehmen auf der Open-Air-Bühne sämtliche Rollen – ein beachtliches Spiel mit viel Ausdruck und Gefühl.

Tilda, die jugendliche Enkelin des an Alzheimer erkrankten Amandus, wird durch eine lebensgrosse Puppe mit Klappmaul dargestellt. „Tilda will die Probleme der Erwachsenen nicht sehen“ – deshalb entführt sie kurzerhand ihren Grossvater. Ihre Figur ist frech, verträumt und kindlich ehrlich – die Puppe als Ausdrucksmittel passt perfekt. Die Puppe ist ein bewusstes, theatralisches Stilmittel. Sie unterstreicht Amandus’ zunehmende Verwirrung und rückt die kindliche Perspektive in den Fokus. Sie brachte uns mehrmals zum Lachen,  Andrea!

Ein bewegender, besonderer Theaterabend, der uns lange in Erinnerung bleiben wird.

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Ferien am Roten Meer

Die letzten drei Wochen war ich im Blog offline – und genau das hat richtig gutgetan. Mit der Edelweiss sind wir ans Rote Meer geflogen, haben eine wohlverdiente Auszeit mit unserer grossen Tochter und die gemeinsame Zeit genossen.

Unser Balkon bot einen traumhaften Blick auf das Meer, und jeden Morgen wurden wir vom Sonnenaufgang über dem Wasser geweckt – ein wunderbares Ritual zum Start in den Tag.

Unser Strandabschnitt war ein echtes Eldorado für alle, die gerne schnorcheln oder tauchen. Die Unterwasserwelt direkt am Hausriff war beeindruckend und voller Leben.

Schöne Buchten waren fussläufig erreichbar – auch wenn ausgedehnte Spaziergänge bei diesen Temperaturen eher selten waren.

Alle paar Tage überraschten uns das Hauskeeping mit liebevoll dekorierten Betten und kleinen Kunstwerken aus Frotteewäsche – jedes Mal ein neues Highlight.

Auch kulinarisch wurden wir rundum verwöhnt und durften viele arabische Köstlichkeiten geniessen.

Zum Ausruhen und Entspannen gab es zahlreiche schattige Plätzchen, an denen man wunderbar die Zeit vergessen und das dolce far niente geniessen konnte.

Das Meer war kristallklar – perfekt passend zu Elfis Foto-ABC.

Ein besonderes Highlight war das Schnorcheln direkt am Hausriff. Die Tochter hat unzählige Bilder mit ihrer Kamera gemacht und mir freundlicherweise eine Auswahl zur Verfügung gestellt. Lasst euch verzaubern! Immer wieder entdeckten wir neue Fische oder ganze Schwärme, die mit uns durchs Wasser glitten. So friedlich mit den Meerestieren unterwegs zu sein, war einfach pure Entspannung. Selbst die Rochen kamen ganz nah – und manchmal schauten wir uns regelrecht tief in die Augen.
Damit sind, glaube ich, beide Fotofragen von Andrea beantwortet 😊

Hinweis: Die Bilder lassen sich zum Vergrössern anklicken.

Unser Küstenabschnitt ist noch nicht stark bebaut – ein idealer Ort für Ruhesuchende.

Doch auch die schönsten Ferien gehen einmal zu Ende. Gut erholt traten wir die Heimreise an – und es war auch schön, aus der Wüste zurück in unsere wunderschöne Heimat zu fliegen.

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12tel Blick Juni und der obere Weiher.

Mein 12tel-Blick zeigt diesmal eine stimmungsvolle Mitsommeraufnahme am Weiher. An diesem wunderschönen Ort fiel es mir nicht schwer, auf den Sonnenuntergang zu warten – die Ruhe und das Licht waren einfach zauberhaft.

Auf der rechten Seite des Bildes sind unzählige Seerosen zu sehen, die in den Abendstunden bereits ihre Blüten geschlossen haben.

Meine 12tel-Blick-Fotos entstehen auf dem Dammweg, der den Weiher in einen oberen und einen unteren Bereich unterteilt. Im diesjährigen 12tel Blick konzentriere ich mich auf den unteren Abschnitt. Aber auch der obere Weiher, der – anders als der untere – komplett umrundet werden kann, ist sehr romantisch und steht unter Naturschutz.

Die letzten Sonnenstrahlen des Tages zaubern wunderschöne Spiegelungen auf die Wasseroberfläche.

Hier noch ein Blick von meinem Anfahrtsweg: Direkt neben dem ordentlich aufgeschichteten Brennholz biege ich links auf den Dammweg ab.

Und zum Schluss: ein Überblick über das erste Halbjahr. Ich bin zufrieden – alle Fotos entstehen ohne Stativ.

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