Was gibt es schöneres als mit der ganzen Familie am Tisch zu sitzen und sich verwöhnen zu lassen. Da braucht es eigentlich nicht viel mehr.
Wir hatten jedoch das Vergnügen, fürstlich bedient zu werden, sowohl für die Augen als auch für den Gaumen.
Ein liebevoll dekorierten Tisch erwartete uns.
Zur Begrüssung gab es einen süffigen Lillet mit Suchtpotenzial.
Der Appetit wurde beim Lesen der Menükarte angeregt. Diese war, passend zu Ostern, in den schönen, grossen, farbigen Ostereier versteckt.
In angenehmer Atmosphäre und bei lebhaften Diskussionen erlebten wir einen schönen gemeinsamen Nachmittag. So wie ich es am liebsten mag.
12tel Blick
Es war wieder wunderschönes, sonniges Wetter als ich zu meinem 12tel Blick spazierte, um mein April Foto zu machen. Ausser, dass sich das Licht verändert hat, sieht man keinen grossen Unterschied gegenüber den Vormonaten.
Als ich den Standpunkt ausgesucht habe dachte ich, wie toll man die verschiedenen Stimmungen am See sehen wird. Immer nur Sonne und blaues Wasser finde ich eigentlich recht langweilig. Aber da die Idee ist, immer am gleichen Tag vom Monat mein 12tel Blick Foto zu machen und wir das Wetter, Gott sei Dank, nicht auch noch beeinflussen können, kann ich auch dieses Mal keine Wetterkapriolen zeigen. Bin gespannt, was sich bei den anderen alles verändert hat.
mein März
mein Februar
mein Januar
Woche 16: Frohe Ostern
Osterbräuche gibt es viele. Ich stelle euch geschmückte Osterbrunnen vor. Die Wurzeln der Osterbrunnen führen zurück ins frühe 19. Jahrhundert. Angewiesen auf frisches, sauberes Quellwasser schmückten die Ortsbewohner ihre Brunnen aus Dankbarkeit und aus Freude über den bevorstehenden Frühling.
Ich machte einen interessanten Osterbrunnenrundgang. Ein Spaziergang führt von Brunnen zu Brunnen, jeder für sich ein kleines Kunstwerk.
Werkschüler, verschiedene Vereine oder Blumengeschäfte verwenden ganz unterschiedliche Techniken beim Gestalten.
Beim näheren Betrachten entdeckt man interessante Details.
Natürlich fehlen auch die Osterhasen nicht ob aus Heu, Holz oder Ton.
Die zwei ruhen sich aus und staunen wer alles vorbeischaut!
Ich hoffe, es hat euch auch gefallen und ihr wurdet österlich inspiriert. Wünsche allen Frohe Ostern und geniesst die freien Tage.
April, April, der macht was er will
Pünktlich auf Ostern, wenn der Osterhase Geschenke und Eier verstecken möchte, bekommt er kalte Füsse. Den ganzen Winter ist bei uns keine einzige Schneeflocke gefallen, jetzt brauchen wir die weisse Pracht auch nicht mehr.
Im Garten blühen schon die ersten Blumen.
Die Bäume stehen auch in voller Blüte.
Den ganzen Winter lag auf dem Dach im Wintergarten kein Schnee.
Ihm habe ich versprochen, dass wenn es nötig sein wird, dass ich ihm einen Schutz geben werde. Und was ich verspreche halte ich auch.
Die Schaukel lädt auch niemanden zum Relaxen ein.
Wenigstens können wir jetzt nicht mehr sagen, dass bei uns den ganzen Winter über keine Schneeflocke gefallen ist, aber hoffentlich ist der Spuk bald vorbei.
Woche 15: Selbstversorger Start
Diese Woche war Gärtnern angesagt.
Wir sind gut vorbereitet, wie hier schon beschrieben.
Da bei uns die Gefahr von Bodenfrost gering ist, wurden die Beete für die Kartoffeln schon vorbereitet.
Wir pflanzen dieses Jahr zwei verschiedene Kartoffelsorten. Eine frühe Sorte ist Charlotte, eine festkochende in Bio Qualität. Lady Felicia ist mehligkochend und lang haltbar.
Richtig Freude haben wir an den schon recht grossen Salate und an den feinen Radieschen, die unseren Salat am Mittag verfeinern werden.
Herrlich die Farbenpracht, die an Ostern auf unseren Tellern sein wird.
Woche 14: Nostalgie Pur
Diese Woche hatte ich ganz besondere Wäsche zum Trocknen an der Sonne.
Wir räumen zurzeit das Haus meiner Mama. Vieles sammelt sich an, wenn man jahrelang am selben Ort gewohnt hat.
Es kamen richtige Trouvaillen zum Vorschein: Bettwäsche und Geschirrtücher noch von der Mutter meiner Mutter, also aus den Jahren um 1900.
Damals war es üblich, dass die jungen Töchter ihre Aussteuer selber herstellten. Es wurde selber gewoben und von Hand wunderschöne Hohlsäume und Stickereien an Leintücher und Tischwäsche gefertigt. Auf meinen Geschirrtüchern sind mit Kreuzstiche die Initialen meiner Grossmutter in schöner Handarbeit gestickt.
Ganz erstaunlich in welch guter Qualität die Wäsche heute noch ist. Die wertvollen Sachen wurden von meiner Mutter sogfältig aufbewahrt. Ich möchte es schon aus Respekt meiner Grossmutter gegenüber auch tun.
Vielleicht geht die schöne Wäsche einmal an meine Töchter weiter.
Zufällig kam ich an einer Führung über Historische Frauengeschichten vorbei. An einem Posten auf dem Rundgang wurde ein Waschtag von damals erklärt und vorgeführt.
Wie streng und mit wie viel Aufwand so ein Tag damals abgelaufen ist, wurde anschaulich demonstriert.
Dass solche Strapazen nur gute Qualität aushält, war den Frauen von damals schon klar.
Geburtstagsrunde
Die Aussichten, dass es ein schöner, warmer Tag werden wird, waren gut.
Was gibt es schöneres als im Garten an der Sonne in gemütlicher Runde zu sitzen.
Also wurden der Gartentisch und die Stühle vom Winterschlaf geweckt, sauber geputzt und aufgestellt, so früh im Jahr wie noch nie.
Mein Hefeteig, der wunderbar aufgegangen war, versprach zu gelingen.
150 gr. Speckwürfeli ohne Fett in einer beschichteten Pfanne knusprig braten und abkühlen. Dann den Speck gut in den aufgegangenen Hefeteig einkneten.
Ich hatte einen Zopf geflochten aus meinem Teig. Gut kann man auch kleine Brötchen oder Tiere formen. Ganz nach dem Motto: jeder wie er es mag.
Zu guter Letzt: mit Interwall bei 190 Grad 40 Minuten backen.
Mit dem Endprodukt war ich sehr zufrieden. Dazu reichte ich noch Käse, den ich als Fingerfood gerecht geschnitten hatte, und Trockenfleisch. Also genau richtig, um in geselliger Runde zu einem Gläschen Sekt oder einem Glas Wein gemütlich zu plaudern.
Zum Kaffee habe ich eine Tiramisu Torte gemacht, weil ich weiss, dass die viele gerne essen und ganz schnell hergestellt ist.
Der Jubilar wurde reich beschenkt und hat sich sehr gefreut über die sogfältig ausgesuchten Geschenke und die lieben Besucher.
Woche 13: Friedwald
Gibt es ein schöneres Bild für den Frieden und die Hoffnung als einen lebendigen Baum?
Wangari Maathai, Trägerin des Friedensnobelpreises 2004
Ich war das erste Mal in einem Friedwald. Es war nicht meine erste Beerdigung, aber eindrucksvoll. Es war ein würdiger Abschied. Es war schönes Wetter, die Vögel sangen ein Konzert. Schön ist es, sie an diesem Ort zu wissen, ihr dort zu gedenken und ihr einfach nah zu sein – mitten im Wald an diesem friedlichen Platz.
Tiefe Wurzeln sind mein Bett,
über mir ein sanftes Licht,
das durch windbewegte Blätter
leis und zärtlich zu mir spricht.
Eine Melodie des Himmels
leitet meinen Seelengeist,
und ein liebevoller Engel
mir den Weg zur Heimat weist.
Losgelöst von dieser Erde,
frei und voller Liebesglück,
lasse ich im Baum des Lebens
alles Irdische zurück.
Leise schwingt im Wald die Liebe,
flüstert voller Dankbarkeit,
und mein Seelenlächeln fliesst
durch die Zeit und Ewigkeit.
Stiefel-Stulpen
Das Wetter hat umgeschlagen, gerade richtig um euch meine neuen Stiefel-Stulpen zu zeigen.
Gestrickt mit einem Nadelspiel Nr. 3 in Runden zwei rechts, zwei links, 12 cm hoch. Dann habe ich mit der Häckelnadel eine Borte angehäckelt. Inspiriert wurde ich bei ihr. Meine Stulpen habe ich aber ohne genau Anleitung angefertigt.
Bei den frühlingshaften Temperaturen der letzten Wochen brauchte ich sie nicht . Aber weil ich dem warmen Wetter nie so ganz traute, versorgte ich meine Stiefelletten noch nicht ganz.
Wer einmal Stiefel-Stulpen getragen hat, verzichtet nicht mehr freiwillig auf wohlig warme Fesseln. Ein modisches Accessoire ist es noch dazu.
Woche 12: Nordic Walking Route
Die ganze Woche war herrliches Walk-Wetter. Nordic-Walking ist die einzige Sportart, die ich betreibe, dafür regelmässig und sehr gerne.
Wenn ich nicht so viel Zeit habe oder v.a. Sonne tanken möchte, mache ich eine Route an den See.
Für den Wald entscheide ich mich, wenn ich es schattiger möchte oder der Wind am See bläst. Was oft der Fall ist.
Heute nehme ich euch mit auf eine meiner Nordic-Walking Route in den Wald.
Der Weg zum Wald ist leicht ansteigend, aber schön gelegen mit den vielen Grüntönen von Wiese und Waldrand.
Oben angekommen, kommt die erste Entscheidung: Nach rechts oder geradeaus!
Für geradeaus spricht: mehr Sonne und fast die ganze Route im Wald.
Nach einer kurzen Strecke die zweite Entscheidung: rechts oder links. Heute nehmen wir den linken Weg.
Ein schöner Streckenabschnitt entlang des Waldrandes führt an einem jungen Baumbestand vorbei.
Gepflanzt von Jugendlichen, die den Ehrenkodex als Nichtraucher erfüllt haben. http://www.kodex.ch/
Zurzeit legt der Wald für uns nicht „den roten“, sondern einen weissen Teppich aus. Der Duft, den die „Bettseicher“ – Botanisch: Buschwindröschen verströmen, riecht nach Frühling.
In der Waldschenke wird fleissig vorbereitet und bei schönem Wetter trifft man schon die ersten Gäste.
Bei der nächsten Kreuzung dann die Entscheidung: machen wir die Zusatzrunde? Wenn es gut läuft und die Zeit nicht drängt, hängen wir den Kilometer an.
Um diese Jahreszeit biege ich hier rechts ab. Wenn die Erdbeeren und Himbeeren reif sind, führt der Weg geradeaus zu den Feldern und dann wird gerne von den süssen Früchten ab und zu eins stibitzt. Dann lohnt sich der weitere Weg.
Ich freue mich immer, wenn wir die Grillstelle erreichen und ich den Durst stillen kann. Wenn das Wetter wärmer wird, ist das ein gut besuchter Platz von Jung und Alt um die grosse Feuerstelle.
Weiter geht es an dem schön angelegten Vita Parcours entlang. In Wikipedia wird es gut beschrieben:
Ein Vitaparcours ist ein in der Regel in einem Wald angelegter Sport-Parcours, welcher der Öffentlichkeit zur Verfügung steht. Er besteht aus diversen Parcours-Posten, an welchen Übungen für Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Koordination vorgesehen sind.
Der Vitaparcours ist das schweizerische Pendant zum deutschen Trimm-dich-Pfad.
Schon bald erreichen wir das „Brünneli“ – eine Ortsbezeichnung, die hier jedes Kind kennt. Eine gut erreichbare Grillstelle, wo sich die Spielgruppe, der Waldkindergarten, die Turnstunden der Schüler, die Freizeitgruppen und ganze Familien treffen. Hier besuchen auch die Jüngsten im Dezember den „Samichlaus“.
Von diesem kleinen Trinkwasser-Spender hat der Platz den Namen. Klein aber fein.
Hier vorne kommen wir an der Stelle an, wo ich am Anfang geradeaus gelaufen bin
Schön, dass ihr mich auf meinem Rundgang begleitet habt. Der Rundgang ist keine Tageswanderung, auch wenn die Länge des Beitrags dies vermuten lässt. In Wirklichkeit benötige ich für die ca. 5 Kilometer ohne Pause eine gute Stunde. Die für mich von Anfang bis am Schluss ein Genuss ist.