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Sonntagsfreuden – Novemberfreuden

Manchmal braucht eine Arbeit etwas länger Zeit.
Es war meine Idee, dieses Möbelstück vor der Entsorgung zu retten. So alte Erinnerungsstücke finde ich  schön. Es stand einmal im Haus meiner Grosseltern.
Als ich es bei der Räumung zu mir nahm, waren die Füsse auf einer Seite abgebrochen. Ein ganz lieber Schreiner in der Verwandtschaft, nahm ein Muster und fertigte mir die fehlenden Teile an. Er bereitete alles vor, mit Dübel und Schrauben, mein Mann konnte es nur noch zusammenfügen. Die extra Anfertigungen passten ganz genau. Jetzt müsse es nur noch geschliffen und aufgefrischt werden- sagte ich. Das könne ich selber machen, meinte mein Göttergatte.

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Vor zwei Tagen staunte ich, als mein Mann mit Schleifpapier dabei war, mein Bijou auf Vordermann zu bringen. Bei mir ist die Freude gross, aber die Begeisterung bei meinem Mann fast noch grösser. Bis ins kleinste Detail wird alles ganz fein geschliffen und ausgebessert.

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Solch eine Sonntagsfreude im November, ist genau so wie ich es am liebsten mag.
Gesammelt werden die November/Sonntagsfreuden im Kreativberg. Wer sonst noch alles dabei ist seht ihr hier.

Woche 45: Die guten Wünsche!

Ob als schwimmende Laterne, schön dekorierte Flaschenpost, weisse Hochzeitstauben oder als bunter Luftballon, alle sind mit guten Wünschen auf die Reise geschickt worden. Die Schwimmlaternen wurden von den Gästen sehr individuell und kreativ gestaltet und mit guten Wünschen versehen worden. Dann wurden sie vom Brautpaar auf die Reise geschickt.

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Jedes einzelne Licht wurde bewundert und sehr sorgfältig auf die Wasseroberfläche  gesetzt.

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Es war ein wunderschöner romantischer Auftankt als die Lichter auf dem Wasser in den Nachthimmel hinaus segelten.

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Am nächsten Tag, an der Hochzeitsfeier, wurde eine Flaschenpost mit persönlichen Glückwünschen für das Brautpaar auf die grosse Reise dem See übergeben. Wohin wurde sie wohl getrieben, vielleicht ins grosse weite Meer? Vielleicht erfahren wir es nie, aber ich hoffe, dass jeder einzelne Wunsch in Erfüllung gehen wird.

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Welche Wünsche die Brautleute mit den Tauben in den Himmel geschickt haben, bleibt ihr Geheimnis.

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An die bunten Luftballone wurde von jedem Gast eine Postkarte gebunden. Auf die Karte wurde nebst dem Namen des Absenders, ein Geschenk für die beiden geschrieben, mit der Bitte an den Finder, die Karte an das Brautpaar zurück zu senden.

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Ob die Laternen sich im Waser schon abgebaut haben und wo die Flaschenpost noch auf der Reise ist, wissen wir nicht. Die Tauben sind mit den Wünschen in den Himmel geflogen und sicher wieder in den Stall zurückgekehrt. Wenige der Luftballone wurden gefunden und zurückgeschickt. Der Alltag hat uns alle wieder, aber die Erinnerungen an ein wunderschönes Fest, die können nicht davon schwimmen. Dass die vielen Glückwünsche, in welcher Form sie auch immer geschickt wurden, in Erfüllung gehen werden, das wünsche ich den beiden auch Wochen später noch von ganzem Herzen.

Gegen den Strom – wird man fürstlich belohnt

Wenn es bei uns am Schwäbischen Meer nebelverhangen ist und man nie genau weiss, ob sich die Sonne noch zeigen wird, fahren wir gerne der Sonne entgegen.
In unseren Wanderferien wurden wir mehrmals erstaunt gefragt, warum wir zum Wandern so weit von unseren schönen Schweizer Bergen weg fahren.

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Manchmal schätzt man das, was vor der Haustüre liegt, zu wenig. Aber wenn wir bei solch schönem Herbstwetter nicht weit fahren müssen, um fürstlich belohnt zu werden, geniessen wir das sehr.

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Wir fuhren bis zum Sammelplatz, das machen viele andere auch. Aber entgegen den meisten Wanderer, die hier Richtung Hoher Hirschberg oder Appenzell gehen, nahmen wir den Weg auf die andere Talseite. Vorbei an schönen Appenzeller Häuser ging es via Saul nach Schlatt und wieder zurück zum Ausgangsort.

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Hier in den hügeligen Voralpen trifft man eine idyllische Landschaft an. Unsere Wanderroute verlief auf der Sonnenseite und war sehr wenig begangen. Vielleicht weil man sich aus dem Rucksack bedienen muss und auch kein Spielplatz vorhanden ist.

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Wenn man an einem schönem Spätherbsttag das alles geniessen kann, ja dann wird einem sehr wohl bewusst, wie schön wir es haben. Die Entscheidung, in die andere Richtung als die meisten Wanderer zu gehen, war goldrichtig.

Woche 44: Herbstküche

Im Winter unternehme ich nicht nur andere Sachen als  im Sommer, auch in der Küche ändert sich mein Menüplan.
Ist es von Frühling bis Herbst eher eine mediterrane, leichte Küche mit viel Salat und Rohkost, koche ich im Herbst und Winter gerne „währschaftere“ Gerichte. Zum Beispiel mit Kohl, den gibt es noch in unserem Garten in diversen Sorten: Blaukohl, Rosenkohl und Grünkohl (Wirz).
Alle Zutaten für mein Wirzgericht ist in Bioqualität aus dem eigenen Anbau:
1 Rote Zwiebel
1 Knoblauchzehe
4 Kartoffeln (Lady Felice)
1 Wirz
1 Pepperoncini

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Zuerst werden die Zwiebel und der Knoblauch in Butter angedünstet.

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Dann den in Steifen geschnittenen Kohl beigeben und mit dämpfen.

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Für das Aroma und gegen Blähungen würze ich mit ein wenig Kümmel und Pepperoncini. Abgelöscht wird mit Bouillon.

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Eine wunderbare Farbenpracht in der Pfanne. Das Gericht wird knapp weich gekocht und mit Rahm verfeinert. Zum Schluss werden die Kartoffeln beigegeben.

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Ich verwende gerne Kohl in meiner Küche und ich bereite ihn  in verschiedenen Varianten zu.
Als schöner Nebeneffekt kann man mit einem regelmässigen Kohlkonsum die Grippeimpfung weglassen. Kohl ist gut für die Abwehrkräfte, ist sehr vitaminreich und Entzündungshemmend, beugt Schnupfen und Husten vor. Auch aus diesem Grund gehört er in meine Winterküche.

Woche 42: Säulirennen

Was in Ascot das Pferderennen ist, ist in St.Gallen das Säulirennen:
Eine Tradition, die nicht mehr wegzudenkend ist.
Alljährlich an der OLMA finden um 16.00 Uhr in der grossen Arena zwei Durchgänge des Säulirennens statt. Mit einem Einsatz von 5.– Franken kann man auf ein Schweinchen  wetten.

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Alle haben Namen wie z.B. „Grunzli“, „Speedy“, „Maserati“, „Wilde Hilde“ usw. In einem Durchgang treten fünf Schweine gegeneinander an. Die Schweine werden auf diesen Anlass hin extra trainiert.

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Die Tiere werden von der Tribüne aus vom Publikum angefeuert, das immer sehr zahlreich an den Rennen erscheint. Das ist ein stimmungsvoller Moment der OLMA, der wohl beliebtesten Schweizer Publikumsmesse.

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Hat man auf das richtige Säuli gesetzt, werden im Anschluss an das Rennen die Gewinne ausbezahlt. Reich wird dabei niemand, aber dabei sein ist alles.
Für mich gehört das Wetten am Säulirennen zum OLMA Besuch dazu, wie die berühmte Bratwurst (natürlich ohne Senf).
Und bis zu meinem nächsten Wetteinsatz an der OLMA kann ich zu Hause mit Piggy Race üben.

Woche 41: Entwarnung

Allen, die in den letzten Wochen mit mir erbarmen hatten, kann ich entwarnung geben. Mir geht es wieder sehr gut, mein Durchblick ist wieder klar.
Mein Gejammer ist vielen auf den Geist gegangen. Ich gebe es auch zu, es war Jammern auf hohem Niveau.  Niemand hat uns gezwungen, unser Heim zu verschönern. Und ich bin auch intelligent genug um zu wissen, dass Malerarbeiten Einschränkungen mit sich bringen. Aber als ich im zugeklebtem Haus ausharren musste, war es doch sehr unangenehm. Umso erleichtert bin ich, dass es eigentlich so schnell vorbei ging, und es hat sich ja gelohnt. Die Arbeiten am Haus sind schön geworden. Es ist noch nicht ganz abgeschlossen, aber ich habe Freude am Resultat. Die Komplimente von den Nachbarn und Besuchern freuen uns auch sehr.

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Weitere Komplimente (bitte keine Kritik), nehme ich gerne in einem Kommentar entgegen.
Werde versuchen, ein anderes mal zurückhaltender zu sein mit meinen Frustrationen  gegenüber meiner Mitmenschen.

Versprechen

Was man verspricht, soll man auch halten:
Und darum nun meinen erster Bericht von unseren schönen Ferien in Val Gardena.
Da wir es mit der Anreise nicht eilig hatten, haben wir die Route via Schweizer Pässe Flüela, Ofenpass ins Münstertal gewählt.
Die Fahrt führt durch den Cran Canyon der Schweiz.

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Weiter ging die Fahrt ins Vintschgau, das Äpfelparadies in Südtirol.
Da kommen sogar wir aus „Mostindien“ ins Staunen.
Gerne nahmen wir den Umweg über das Eggental in Kauf. Der erste Halt in unserer Ferienregion war dann der Karersee.
Ein wunderbares Fotomotiv, das man hier ablichten kann, wenn sich die Berge im Wasser spiegeln.

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Unsere Fahrt ging weiter durch das Fassatal bis nach Canazei. Von hier ging die Fahrt steil hinauf bis zum Sella Joch. Dann kamen wir in unserer Wanderregion an, und bei schönem Wetter werden wir vom Hausberg Grödens, dem Langkofel, begrüsst. Von dort war die Fahrt zu unserer Unterkunft nicht mehr weit, und wir fühlten uns wie immer sofort angekommen in den Ferien.
Von den schönen Wanderungen, die wir unternommen haben, erfahrt ihr laufend auf meinem Blog.

Woche 39: Geschenk einlösen

„Hört ihr Leut und lasst euch sagen, unsere Glock hat zehn geschlagen. Gebt acht auf Feuer und auf Licht,  damit kein Brand ausbricht.“

Symbolisch erhielten wir letzte Weihnachten von unseren Töchtern eine Laterne für einen Nachtwächterrundgang. Dieser findet von April bis Oktober immer am Vorabend von Neumond in Bischofszell statt.

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Diese Woche war es nun soweit, wir lösten unser Geschenk ein.
Wir trafen uns beim Italiener zum Essen und stossen mit einem Hugo auf unseren gemeinsamen Abend an.
Um Punkt 21.00 Uhr traf man sich beim Bogenturm vor dem Nachtwächterzimmer.

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Gemeinsam mit den anderen Besuchern, den Nachtwächtern und dem Bläser machten wir uns auf den Rundgang.

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Es war sehr interessant was uns an den verschiedenen Plätzen der Stadt historisches, immer mit einer Prise Humor, erzählt wurde.

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Wohlverstanden es ist kein Sagenrundgang. Im Gegenteil es wurden viele wissenwerte Geschichten vom Mittelalter bis ins 18. Jahrhundert erzählt. Wir, mit unserem heutigen Lebensstil und den technischen Mitteln, können uns nur schlecht vorstellen wie man zu jener Zeit gelebt hat.
Sehr eindrücklich wurde uns die Bedeutung eines Nachtwächters geschildert, der für die damalige Bevölkerung eine sehr wichtige Aufgabe zu erfüllen hatte. Der z.B. bei einem Stadtbrand Alarm schlagen musste. Einmal dauerte ein Brand sage und schreibe eine ganze Woche und musste mit Eimern aus den Dorfbrunnen gelöscht werden. Welche grosse Bedeutung die Brunnen für den Ort haben, habe ich hier schon gezeigt.
Auch wurde uns eindrücklich die Tragik der Pest, die in Bischofszell gewütet hat, erklärt, als mehr als die halbe Bevölkerung gestorben war. Auf eine Art und Weise, die wir uns gar nicht vorstellen können.

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Man erfuhr auch die Bedeutung und die Entstehung des Bürgernutzen. Noch heute an Silvester findet dieser schöne ca. 200 Jahre alte Brauch statt. An die Bürger von Bischofszell, die noch in der Stadt wohnen, werden Brot, Wein und Würste verteilt.
Da liebe Freunde von uns, von dem Bürgernutzen profitieren können, war uns diese Tradition bekannt.
Es war ein schöner, lehrreicher Abend – genau so wie ich es am liebsten mag.

Der Säntis

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Der Ostschweizer Hausberg ist 2’502 m ü.M. und ist bei schönem Wetter von weitherum sichtbar.
Ich bin in der glücklichen Lage und kann ihn sogar von zu Hause aus sehen, wie man auf dem nächsten Bild sehen kann.

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Der Säntis und die Umgebung sind ein sehr beliebtes Wanderziel, und an den schönen Wochenenden regelrecht überlaufen, was zu Stau am Berg und zu Wartezeiten führt. Man sagt, einmal im Leben sollte man auf den Säntis wandern. Warum auch immer!
Ich war schon mehr als einmal auf dem Säntis, aber zu Fuss hochgelaufen bin ich noch nie.
Vor ein paar Tagen traf ich mich mit meinen Geschwistern auf der Schwägalp, das ist am Fusse des Säntis und liegt 1’278 m ü.M. . Dort befindet sich auch die Talstation von der Säntis-Schwebebahn. Die Fahrt auf den Berg dauerte 10 Minuten.
Es ist imposant, wenn man aus dem Nebel aufsteigt und der Berg vor einem thront.

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Oben angekommen, kommt man in den Genuss von einem wunderschönen Bergpanorama. Bei guter Fernsicht sieht man bis zu den Berner Alpen.
Die sieben Churfirsten sind die Hausberge vom Toggenburg,  der ursprünglichen Heimat von uns Geschwistern. Nicht alle konnten die Namen von den Bergspitzen aufzählen, obwohl alle diese in der Schule gelernt haben.

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Es gibt viele Wandermöglichkeiten mit Ausgangspunkt Säntis.

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Da auf dieser Höhe zu jeder Jahreszeit auch Schnee fällt, begrüsste uns ein besonderer Mann, der wegen der Sonne aber schon leicht angeschlagen war.

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Der Blick vom Alten Säntis hinunter zum Seealpsee, wo ich erst unlängst auch war.

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Die Schweizerische Metrologische Anstalt betreibt auf dem Säntis eine Messstation. Der Turm ist 123 Meter hoch und den kann man bei schönem Wetter von weitherum sehen. Aber erst wenn er direkt vor einem ist, erkennt man seine Dimension.

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Bei einem feinen Mittagessen, mit einem Glas Wein, genossen wir das schöne, aber frische Wetter und die schöne Aussicht. Es gab auch ein traditionelles Toggenburger Dessert: Schlorzifladen schön garniert.

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Wir Geschwister mit Partnern erlebten zusammen einen schönen gemeinsamen Tag, der hoffentlich an einem anderen schönen Ort wiederholt werden kann.

Woche 36: Hochzeitstag

Vielleicht ist es Zufall, vielleicht ein gutes Omen, vielleicht liegt es auch an der schönen Jahreszeit: Tatsache ist jedenfalls, dass wir als Eltern und unsere beiden Töchter innerhalb von zwei Wochen, alle drei Paare ihren Hochzeitstag feiern.
Vor vielen Jahren bei strahlendem Sonnenschein wurden wir in einer Kapelle (Bild 1) getraut.
Ja, ja lang ist’s her. Viel ist in der Zwischenzeit passiert, und so manche Hürde haben wir erfolgreich genommen. Unser Glück sind sicher unsere zwei wunderbaren Kinder.
Unser Trauversprechen, in guten wie in schlechten Zeiten, hat gehalten, und ja, ich würde meinen Schatz von damals wieder heiraten.

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Genau so blau wie an unserer Hochzeit war der Himmel, als wir vor fünf Jahren in der Kirche (Bild 2) die Hochzeit unserer älteren Tochter feierten. Und nun können die zwei auch schon auf ihren „holzigen“ Hochzeitstag anstossen. Ich wünsche ihnen alles Liebe und Gute, mögen sie ihre Hürden erfolgreich meistern.

Alte Kirche Romanshorn mit dem Schloss im Hintergrund.

Edel wurde geheiratet im Schloss am Bodensee (Bild 3), eine  Trauung direkt am See. So feierten wir die Hochzeit, vor zwei Wochen, von unserer jüngeren Tochter. Viel Glück auf allen euern Wegen, das wünsche ich dem jungen Brautpaar.

Schloss Marbach

Welche Prüfungen das Leben für uns auch bereit hält, wenn man nicht alleine unterwegs ist, schafft man es leichter.