Mein Februar 2026

Bis zu unseren Skiferien war es sehr trocken, wie schon den ganzen Winter. Der Februar zeigte sich zudem meist kalt und grau.
In den Sportferien waren wir dann mit der Familie unserer Enkelinnen zum wiederholten Mal in Scuol. Dieses Jahr war uns das Wetter besonders hold, und wir genossen die Engadiner Sonne in vollen Zügen. Unsere bald dreijährige Enkelin machte ihre ersten Versuche auf den Skiern. Mein Mann und ich begleiteten sie jeden Morgen in den Skiunterricht. Sie machte tolle Fortschritte und am Ende der Woche war sie mächtig stolz auf ihre Medaille.
Und dann gab es sportlich gleich nochmals ein Grund zur Freude: Die grosse Schwester stand bei der Siegerehrung nach ihrem Skirennen zuoberst auf dem Podest. Natürlich war sie und wir alle sehr stolz auf ihre Leistung.
Und sogar die Tierwelt begegnete uns im Schnee: Fünf Gämsen weideten jeden Tag am gleichen Hang.
Zurück im Unterland wartete ich nach dem langen Winter sehnlichst auf den Frühling. Hoffentlich ist der Winter jetzt endlich vorbei, auch wenn mein erster selbstgestrickter Winterpullover erst jetzt fertig geworden ist. Bei einer Freundin machte ich zudem meine ersten Versuche im Handlettering, das wollte ich schon lange lernen.
Und dann waren da noch meine Tulpenzwiebeln: Sie hatten viel zu lange im Keller ausgeharrt und durften nun endlich an ihren Platz im Garten umziehen. Ich bin gespannt, ob sie tatsächlich schön blühen werden.
Inzwischen hat das Wetter bei uns am See gekehrt, und die Temperaturen sind direkt in den zweistelligen Bereich geklettert. Unsere kleine Enkelin war für ein paar Tage bei uns und bei dem schönen Wetter konnten wir auch länger draussen sein. Vielleicht wird es ja nun wirklich Frühling.

Die Bilder können zum vergrössern anklicken werden.

12tel Blick Februar

Typisch für den Februar ist das Wetter auf meiner Aufnahme am See zwar nicht. Aber weil es einfach schöner aussieht, habe ich ein Bild von einem warmen Sonnentag gewählt – auch, weil ich keine Lust hatte, an den kalten Februartagen in den Park zu gehen.

Rund um den grossen Baum spriessen aus der Wiese unzählige farbige Krokusse, eine Wohltat für die Augen und fürs Gemüt.

Die kräftigen Farben tun nach dem langen grauen Winter einfach gut.

Natur Donnerstag, Monatscollage, Himmelblicke, Rosa, Creativsalat, DvD, Lieblingstücke, Froh und Kreativ, 12tel Blicke, Samstagplausch.

Trinkhalle / Büvetta

Wenn wir im Engadin Ferien machen, gehört ein Spaziergang am Inn für uns einfach dazu, ganz egal, ob Sommer oder Winter. Besonders gern sind wir auf dem Mineralquellenweg unterwegs.

Unterwegs kommt man an einem Gebäude vorbei, das heute fast ein wenig vergessen wirkt, und doch einmal ein echter Tourismusmagnet war. Bis in die 1970er-Jahre wurde das Mineralwasser hier kommerziell genutzt und sogar bis nach London, New York und Sydney verschickt. Später änderten sich die Rahmenbedingungen: strengere Hygienevorschriften, mehr Konkurrenz durch andere Quellen und Investitionen, die sich offenbar nicht mehr lohnten. Das „Scuoler Mineralwasser“ verlor an Bedeutung.

Heute reisen nur noch wenige Gäste nur wegen des Wassers ins Unterengadin. Vor rund 100 Jahren war das anders: Scuol, Tarasp und Vulpera zogen damals Tausende ins Hochtal. Schriftsteller, Industrielle und Adlige kamen für Trinkkuren und Bäder, kleine Beschwerden kurieren lassen, Luft wechseln, dem Alltag entfliehen.

Unten am Inn traf man sich in der Büvetta Tarasp, mit Ausgabestellen für Bonifacius-, Lucius- und Emerita-Wasser und einer langen Wandelhalle. Man kann sich richtig vorstellen, wie das damals war: Kurorchester spielten, es gab Nischen und Treffpunkte, dazu Postschalter und kleine Läden.
Heute steht das Gebäude sichtbar gezeichnet von der Zeit da. Um die Büvetta zu erhalten und wiederzubeleben, wurde 2012 der Verein Pro Büvetta Tarasp gegründet. Die Trinkhalle steht inzwischen unter Schutz (seit Frühling 2018 unter nationalem Schutz) und soll saniert werden, sobald die Finanzierung gesichert ist. Im Raum stehen 12 Millionen Franken Investitionskosten.

In der Trinkhalle sprudeln die beiden Mineralquellen Lucius und Emerita. Sie gelten als besonders mineralstoffreich, und die Lucius-Quelle wird sogar als sehr stark beschrieben. Aber ehrlich: Selbst wenn man sich nicht für Mineralwasser begeistert – schon das Gebäude allein ist ein Besuch wert.

Hoch oben auf 2484 Metern entspringt der Inn. Auf seinem Weg durch die Schweiz verändert er ständig seinen Charakter. Im Oberengadin breitet er sich durch Seen und offene Landschaft aus, im Unterengadin schneidet er sich tief in steile Schluchten.

Oberhalb dieser Schlucht sieht man teilweise noch die imposanten Bauten aus der Zeit der Hochblüte. Einige wurden restauriert und dienen heute wieder als Hotels. Spuren einer Epoche, die das Tal bis heute prägt.

Irgendwann führt der Weg wieder aus der Schlucht hinaus, Richtung Dorf. Der Blick öffnet sich auf die Engadiner Dolomiten.

Von weitem sieht man die Dorfkirche von Scuol, die auf einem Hügel hoch über dem Inn steht.

Ich nehme euch immer wieder gern auf diesen Spaziergang mit. Für uns ist der Mineralquellenweg im Sommer wie im Winter eine kleine Reise wert.

Monatsspaziergang, F&F, Himmelsblicke, Natur Donnerstag, Samstagsplausch.

Flurinaweg

Heute nehme ich euch mit auf den Flurinaweg in Scuol. Der Höhenweg führt auf rund 2’000 m ü. M. von der Bergstation Motta Naluns bis zur Bergstation Prui oberhalb von Ftan. Im Winter wie auch im Sommer ist er ein beliebter Weg im Unterengadin, und für uns schon fast Tradition: Hier haben wir bereits mehrfach unsere Skiferien mit den Enkelinnen verbracht. Diesmal wurden wir mit Traumwetter belohnt. Die klare Luft und die weite Sicht auf die Engadiner Bergwelt waren einfach grandios.

Der Themenweg rund um Flurina, eine Geschichte von Selina Chönz und Alois Carigiet, ist gut ausgeschildert. Entlang der Route laden zehn illustrierte Infotafeln zum Innehalten ein. Für Gross und Klein ist das eine abwechslungsreiche und kurzweilige Wanderung.

Es lohnt sich immer wieder, stehen zu bleiben, die Zeichnungen anzuschauen und den Blick in die Berge schweifen zu lassen.

Die Illustrationen stammen vom Bündner Maler Alois Carigiet, der auch das berühmte Kinderbuch „Schellen-Ursli“ bebildert hat.

Im Winter ist der Weg gut präpariert und eignet sich auch bestens zum Schlitteln, ein Highlight, das bei Kindern immer gut ankommt.

Besonders schön: Die Geschichte von Flurina und dem Waldvögelein animiert unterwegs zum aktiven Mitmachen und macht die Wanderung zu einem kleinen Erlebnis in authentischer Naturkulisse.

Am Ziel angekommen, gönnten wir uns im Bergrestaurant einen Kaffee und ein Stück selbstgemachten Kuchen.

Danach ging es mit der Gondelbahn hinunter nach Ftan, und das Postauto brachte uns wieder zurück nach Scuol.

Eine rundum erholsame Woche – und ein Weg, den wir bestimmt wieder einmal gehen.

Natur Donnerstag, Farben und Formen, Himmelsblicke, Samstagsplausch, Monatsspaziergang.

Der Regen fehlt!

Endlich scheint auch bei uns am See die Sonne. Mit blauem Himmel entstehen einfach die schöneren Fotos, da gebt ihr mir sicher recht! Der Pegelstand ist zwar sehr niedrig, aber um diese Jahreszeit ist das nichts Aussergewöhnliches. Was dieses Jahr jedoch auffällt: Wir hatten im Winter fast keinen Niederschlag. Es hat viel zu wenig geregnet, und die paar Schneeflocken, die bei uns gefallen sind, haben kaum etwas gebracht.

Am Seeufer kann man inzwischen wieder trockenen Fusses spazieren – immer mehr vom Ufer liegt frei und wird trocken.

In den Bergen ist es zwar weiss, doch die Schneemengen halten sich in Grenzen. Entsprechend wird auch die Schneeschmelze nicht viel Wasser in den See bringen.

Immer mehr vom Ufer wird trocken.

Noch gehören See und Ufer vor allem den Wasservögeln. Doch lange wird diese Ruhe wohl nicht mehr dauern: Mit den ersten warmen Sonnentagen werden auch die ersten Boote wieder zu Wasser gelassen. Im Moment schwimmen die Bojen noch allein draussen auf dem See.

Mit dem sinkenden Wasserstand entstehen immer mehr trockene Stellen. Trotzdem hat es da nicht Platz für all die Wasservögel, die den Winter bei uns am See verbringen.

Natur Donnerstag, Himmelsblicke, Samstagsplausch