So weiss und rein wie das neue Jahr liegt die Landschaft vor uns, überpudert mit einem Schäumchen Schnee. Weil es draussen bitterkalt ist, bleibt selbst die dünne Decke liegen. Und sobald die Sonne durchkommt, wirkt alles noch friedlicher: Das Licht glitzert auf den Kristallen und für einen Moment scheint die Welt leiser zu sein.

Das Thermometer schafft es an manchen Tagen nicht über die Nullgradgrenze. Am Seeufer bildet sich bereits das erste Eis. Die ganz Mutigen trauen sich sogar schon darauf. Der Pegelstand ist zurzeit recht tief, was die Eisbildung natürlich begünstigt.



Ein besonderer Himmelsblick für Heidi.

Wie gut, dass die Schafe ein dickes Fell haben. Sie stehen da, als könnte ihnen die Kälte nichts anhaben, und wirken wie kleine Wollinseln in der weissen Weite.

Da lohnt sich ein Spaziergang. Jeder Schritt knirscht, die Luft ist klar, und man merkt plötzlich wieder, wie gut ein bisschen Kälte tun kann, weil sie die Gedanken sortiert und die Wangen rot färbt.

Auch der Rauhreif zaubert wunderschöne Bilder, kleine Kunstwerke, die nur so lange existieren, bis die Sonne sie ablöst. Fürs Wochenende ist bei uns weiterer Schneefall bis in die Niederungen vorhergesagt. Gleichzeitig soll es wieder wärmer werden, das wird wahrscheinlich eher ein Chaos aus Matsch, Pfützen und rutschigen Wegen.

So schön winterlich sah unsere Terrasse den ganzen Advent nicht aus. Darum dürfen das Rehlein und der Engel noch ein wenig bleiben – als kleine Erinnerung daran, dass es manchmal erst nach den Feiertagen richtig gemütlich wird.

Natur Donnerstag, Himmelsblicke, Weiss im Januar, Meine Ecke der Welt, Samstagsplausch